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Arbeitnehnerüberlassung für Bauwirtschaft?

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Haubold

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War heute bei meiner AV, zwecks regelmäßiger Vorladung.
Als sie mich fragte ob ich mich bei Zeit-, Leih-,...Firmen beworben hätte:
Antwortete ich mit JA. Sie fragte mich nach Rückantworten auf meine Bewerbungen zu Diesen Firmen, worauf ich Ihr die Absagen zeigen konnte.

Ich war erstaunt als sie völllig Beiläufig erwähnte; Das Zeit-, Leih-, ...Firmen eine spezielle (für BAUwirtschaft) Zertifizierung bräuchten und kaum eine Diese hätten!!!

Meine Frage?
Da diese Firmen weit unter Tarif und weit unter Mindestlohn (gibts auf dem Bau) zahlen, bin ich verpflichtet solch eine Anstellung anzunehmen bei Vermittlungsvorschlag? (ohne Sanktionen bei Ablehnung von meiner Seite aus?) Hatte auch schon Vermittlungsvorschläge vom Amt zu solchen Firmen.

Wer kennt sich mit der Zertifizierung von Zeit-, Leih-,.. Firmen aus?
Wo kann ich mich Erkundigen oder Auskunft erhalten?(Außer von EUCH natürlich.
Vielleicht könnt ihr mir helfen!

Danke im Voraus.
Haubold
 

Erntehelfer

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Wer kennt sich mit der Zertifizierung von Zeit-, Leih-,.. Firmen aus?
Wo kann ich mich Erkundigen oder Auskunft erhalten?(Außer von EUCH natürlich.
Vielleicht könnt ihr mir helfen!
Erkundige Dich bei der Firma selbst.
Ansonsten halte ich in diesem Zusammenhang auch den § 1 Erlaubnispflicht des Gesetz zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) für interessant.
Dort heisst es;
(1) Arbeitgeber, die als Verleiher Dritten (Entleihern) Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) gewerbsmäßig zur Arbeitsleistung überlassen wollen, bedürfen der Erlaubnis. Die Abordnung von Arbeitnehmern zu einer zur Herstellung eines Werkes gebildeten Arbeitsgemeinschaft ist keine Arbeitnehmerüberlassung, wenn der Arbeitgeber Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ist, für alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Tarifverträge desselben Wirtschaftszweiges gelten und alle Mitglieder auf Grund des Arbeitsgemeinschaftsvertrages zur selbständigen Erbringung von Vertragsleistungen verpflichtet sind.
Und in § 1b Einschränkungen im Baugewerbe
Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung in Betriebe des Baugewerbes für Arbeiten, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden, ist unzulässig. Sie ist gestattet

a) zwischen Betrieben des Baugewerbes und anderen Betrieben, wenn diese Betriebe erfassende, für allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge dies bestimmen,

b) zwischen Betrieben des Baugewerbes, wenn der verleihende Betrieb nachweislich seit mindestens drei Jahren von denselben Rahmen- und Sozialkassentarifverträgen oder von deren Allgemeinverbindlichkeit erfasst wird.
Es ist also sicherlich auch Aufagbe Deiner AV die Frage zu beantworten. Die kann Dich nicht zu einem Ausbeuter schicken, bei dem im Rahmen der Erlaubniserteilung nicht bekannt wurde wie es zertifiziert ist.

Meine persönliche Meinung zu Zeitarbeit ist aber, daß der Verleih einer Person immer nur dann stattfinden kann, wenn die zu verleihende Person damit freiwillig einverstanden ist. Damit wäre das Grundrecht auf Freiheit der Person (Art 2 GG) gewährleistet. Zwingt Dich aber die Arge in einen solchen Verleih von Dir selbst, dann entspricht das nicht immer dem freien Willen, denn nur die Arbeit nicht aber der Verleih wird vergütet.

gruß Erntehelfer
 

Haubold

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Es ist also sicherlich auch Aufagbe Deiner AV die Frage zu beantworten. Die kann Dich nicht zu einem Ausbeuter schicken, bei dem im Rahmen der Erlaubniserteilung nicht bekannt wurde wie es zertifiziert ist.
Danke erst ein Mal!!

Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist meine AV verpfichtet SOLCHE Firmen zu überprüfen ob Sie eine Zertifizierung für das Bauhandwerk hat.
Da Sie mich ja sonst zu Unrecht mit Sanktionen belegen würde?

Wäre es ein wichtiger Grund, bei fehlender Zertifizierung diese Stellen nicht anzutreten?( wurde darauf hin schon Sanktioniert)
 

Erntehelfer

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Danke erst ein Mal!!

Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist meine AV verpfichtet SOLCHE Firmen zu überprüfen ob Sie eine Zertifizierung für das Bauhandwerk hat.
Da Sie mich ja sonst zu Unrecht mit Sanktionen belegen würde?

Nein aber die Agentur für Arbeit. Sie ist nach §17 AÜG Durchführeung dazu verpflichtet das Gesetz durchzuführen. Da sie das aber nur unzureichend tut, kann man das aber als Betroffener zumindest schon von ihr verlangen. (http://www.swr.de/nichtgefunden/report/-/id=233454/nid=233454/did=1801322/ea1ohu/index.html) Anscheinend ist ihr das zu teuer, denn sie bekommt vom Auftraggeber nach § 17 keine Verwaltungskosten erstattet.

Wäre es ein wichtiger Grund, bei fehlender Zertifizierung diese Stellen nicht anzutreten?( wurde darauf hin schon Sanktioniert)

Ich weis nicht ob das Zertifikat dazu dient den § 1B zu gewärleisten. wenn ja, dann wäre ein Job bei einem unzertifizierten Unternehmen illegal.
gruß Erntehelfer
 

Kallemann

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Hier geht m.E. einiges durcheinander:

Zitat:
(1) Arbeitgeber, die als Verleiher Dritten (Entleihern) Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) gewerbsmäßig zur Arbeitsleistung überlassen wollen, bedürfen der Erlaubnis. Die Abordnung von Arbeitnehmern zu einer zur Herstellung eines Werkes gebildeten Arbeitsgemeinschaft ist keine Arbeitnehmerüberlassung, wenn der Arbeitgeber Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ist, für alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Tarifverträge desselben Wirtschaftszweiges gelten und alle Mitglieder auf Grund des Arbeitsgemeinschaftsvertrages zur selbständigen Erbringung von Vertragsleistungen verpflichtet sind.



Das ist lediglich die Abgrenzung zwischen Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) und einem Werkvertrag, was etwas anderes ist.



Und in § 1b Einschränkungen im Baugewerbe
Zitat:
Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung in Betriebe des Baugewerbes für Arbeiten, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden, ist unzulässig

Sie ist gestattet

a) zwischen Betrieben des Baugewerbes und anderen Betrieben, wenn diese Betriebe erfassende, für allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge dies bestimmen,
b) zwischen Betrieben des Baugewerbes, wenn der verleihende Betrieb nachweislich seit mindestens drei Jahren von denselben Rahmen- und Sozialkassentarifverträgen oder von deren Allgemeinverbindlichkeit erfasst wird.

Das heisst nur, dass ein Bauunternehmer einem anderen Bauunternehmer Personal überlassen kann. Zeitarbeitsfirmen sind aber keine Bauunternehmer, deren Unternehmenszweck ist "Personalüberlassung im Rahmen des AÜG".

Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe ist nicht zulässig, dafür kann sich auch keine Firma zertifizieren oder sonstwas. Die Betonung liegt aber auf BauHAUPTgewerbe, und da liegt das Schlupfloch. BauNEBENgewerbe ist nämlich allen Zeitarbeitsfirmen erlaubt. Und wenn die einen "Maler" verleihen, und der mauert dann.....?!?!?!
 
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