Arbeitgeber zahlt Lohn nicht

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Tally

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Ich habe nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit eine neue Ausbildung gemacht und arbeite seit 9 Monaten als freier Mitarbeiter. Anfangs waren es nur wenige Stunden im Monat, inzwischen bin ich dort jeden Tag. Irgendwann gestand die Inhaberin mir, dass die Firma verschuldet sei, sollte sogar verkauft werden, es wurde von der Bank dann doch noch ein Kredit eingeräumt.

Mein Geld fließt sehr spärlich ein und inzwischen habe ich die Befürchtung, der Laden könnte plötzlich dichtmachen und ich stehe ohne das Geld da.

Wohne in Köln. Kennt jemand einen Verein wo ich mir rechtlichen Beistand suchen kann? Habe nicht viel Geld, kann mir keinen Anwalt leisten. Es geht mir zunächst mal um eine allgemeine Beratung und dann natürlich darum, dass ein Brief aufgesetzt wird, in dem meine Forderungen geltend gemacht werden.

Meine Termine dort gehen noch bis in den Sommer. Ich habe die Befürchtung, wenn ich dort aussteige mein Geld erst recht nicht zu kriegen, da sie keinen Ersatz für mich haben bzw so schnell finden. Aber eine Zukunft sehe ich dort in keinem Fall.
 

Speedport

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Du bist also selbständig.

Mach es so wie jeder Gläubiger: Mahne mit Fristsetzung. Offene Beträge mit Fälligkeit auflisten. Danach Mahnbescheid und evtl. Klage.

Laß Dich nicht von Deiner Angst dazu verleiten, weiter in Vorleistung zu treten. Mit jedem Euro mehr, den die Firma Dir schuldet, wirst Du mehr erpressbar. Merkst Du das denn nicht?

Schau Dich nach einem anderen Geschäftspartner um!
 

Tally

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so, heute ist mir der Kragen geplatzt und ich habe gekündigt.
Die cholerischen Ausbrüche vom Chef haben mir schon länger gereicht! Auch kam man mir blöd, die alten Gerätschaften, die mir zur Verfügung gestellt werden, wüden schnell kaputt gehen!

Jetzt muss ich wohl noch 6 Wochen hin, habe aber klar gemacht, gegen einen schnellen Ersatzt hätte ich nix :icon_twisted:

Danke für deinen Tipp, suche mir neue Geschäftspartner und zwar liquide :biggrin:
 

Speedport

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so, heute ist mir der Kragen geplatzt und ich habe gekündigt.
Die cholerischen Ausbrüche vom Chef haben mir schon länger gereicht! Auch kam man mir blöd, die alten Gerätschaften, die mir zur Verfügung gestellt werden, wüden schnell kaputt gehen!

Jetzt muss ich wohl noch 6 Wochen hin, habe aber klar gemacht, gegen einen schnellen Ersatzt hätte ich nix :icon_twisted:

Danke für deinen Tipp, suche mir neue Geschäftspartner und zwar liquide :biggrin:

:icon_daumen:

Und verliere Deine Forderungen nicht aus den Augen.
 

Tally

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ne!

Fristsetzung - Mahnbescheid - Klage :icon_twisted:

Schaue Montag wie die Stimmung ist, sollte sie unzumutbar sein und ein gemeinsamer Konsens nicht mehr möglich, dann suche ich mal wieder meinen Arzt auf!

Der Chef stellt mir sonst womöglich eine Ausfallgebühr in Rechnung! Muss mal in meinen Vertrag schauen!

Was für ein Spinner, auf dem hohen Ross sitzen, aber in Wirklichkeit ein Pleitegeier :icon_twisted::icon_twisted::icon_twisted:
 

Tally

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Mir kam noch eine sms zu, dass mir die fristlose Kündigung zugeht.

Jetzt gehe ich Montag zur Arge oder wie auch immer das jetzt heißt.
War nur 6 Monate selbständig, habe meine Ausbildung erst September abgeschlossen, davor einige Wochen da gearbeitet.

Mal sehen, was die sagen.

Leider habe ich keine Provisonen der letzten Tage! Habe per sms um Zusendung gebeten.

Ich traue denen zu, dass die mir nichts mehr schicken und sogar ihre kaputten Geräte von mir bezahlt bekommen wollen..........gut, dass es vorbei ist!
 
F

FrankyBoy

Gast
In deiner Situation, sollte dir Prozesskostenhilfe gewährt werden können um deine Forderungen durchzusetzen.

Da du dort aber als Freelancer beschäftigt warst (also in Geschäfts- und nicht in Angestelltenbeziehung), würde es mich nicht wundern, wenn man dir die Geräte in Rechnung stellt - daher rate ich dir schon fast dazu, zum Anwalt zu gehen.

Fall du im Ruhrpott wohnst, empfehle ich dir für so etwas Rechtsanwalt Brinkmann, Tel.: 02365-2525 - der beantragt die Prozesskostenhilfe für dich und ist sehr pfiffig.
 

Holger01

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Ich habe nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit eine neue Ausbildung gemacht und arbeite seit 9 Monaten als freier Mitarbeiter.

Du könntest, wenn du magst, das Stichwort "Scheinselbständigkeit" zu deinem Vorteil nutzen.

Dann nämlich, wenn dich dein Chef als Selbständigen/FreeLancer beschäftigt hat, um dabei Sozialversicherungsbeiträge zu sparen. Dies wäre dann übrigens allein zu deinem Nachteil.

Möglicherweise hast du Anspruch auf Nachentrichtung deiner SV-Beiträge durch den AG; vielleicht reicht es sogar mit deiner vorhergehenden Ausbildung für Alg1.

Wenn das für dich in Betracht kommt, dann poste ich gern ein paar Tipps dazu.


Ja, und dies hier
Der Chef stellt mir sonst womöglich eine Ausfallgebühr in Rechnung! Muss mal in meinen Vertrag schauen!
wäre dann auch noch wichtig zu prüfen.

...
 

Tally

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Du kannst mir sehr gerne ein paar Tipps posten :icon_smile:

Ich habe dort tatsächlich jeden Tag gearbeitet und keine andere Stelle.

Mein Plan ist mir das Handwerkszeug zuzulegen und in Zeitungen zu inserieren. Man muss gut ausgestattet sein, was nicht eben billig ist und zudem braucht es natürlich Berufserfahrung. Die habe ich inzwischen und traue mir das zu.
Eine oder mehrere Firmen brauche ich dennoch, damit ich davon leben kann.

Die Ausfallgebühr kann er mir mit Zusendung der fristlosen Kündigung ja wohl nicht mehr berechnen?!

Zudem stand in der sms, ich erhalte die fristlose Kündigung, damit wäre der Fall erledigt.
Ich schrieb daraufhin, nach Erhalt der ausstehenden Provisionen und dem Rechnungseingang wäre der Fall auch für mich erledigt
 

Muzel

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"so, heute ist mir der Kragen geplatzt und ich habe gekündigt.
Die cholerischen Ausbrüche vom Chef haben mir schon länger gereicht! Auch kam man mir blöd, die alten Gerätschaften, die mir zur Verfügung gestellt werden, wüden schnell kaputt gehen!"
Du bist AN und kein Selbständiger.Du kannst deinen fälligen Lohn vom AG einklagen.
 

Tally

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Ausser. dass ich zur Arge gehe und mir eine Rechtsstelle suche werde ich erst mal chillen :icon_pause:

Habe mir da den Ar.... da aufgerissen! Maloche ohne Pausen! Abends totmüde ins Bett, war nicht mehr in der Lage mir noch was zu essen zu machen.

Holger, poste mir gerne etwas zur Scheinselbständigkeit.
So wie ich es verstanden habe, muss erst mal geklärt werden, ob es sich um ein Angestelltenverhältnis oder um Selbständigkeit handelt.

Was eine evt. Entschädigung angeht, fand ich folgendes heraus

"Der Gekündigte ist jedoch zum Ersatz des durch die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses entstehenden Schadens verpflichtet, wenn die Kündigung durch sein vertragswidriges Verhalten veranlaßt worden ist"

Ich habe mich gestern dazu bereit erklärt, die 6 Wochen wie vertraglich vereinbart dort weiterzuarbeiten. Aber wie die drauf sind, verdrehen sie mir das Wort im Mund. Also ist ein Rechtsbeistand erforderlich!
 

Speedport

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Die "Businessmen" von heute - Kündigung per SMS!!!

Stelle erstmal diesen ominösen Vertrag hier anonymisiert ein.

Zunächst muß klar sein, was das für ein Meilenstein des heutigen Geschäftsleben ist.

Auf Grund Deiner Äußerungen hier, ist zumindest mir nicht klar, ob Du angestellt oder selbständig bist. Offenbar weißt Du es selbst nicht so genau.

Also erstmal das klären, dann sieht man weiter.
 

Tally

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Ich stelle den Vertrag mal rein. Kann ich den Beitrag später editieren und ihn wieder raus nehmen? Sehe kein Bearbeiten-Fenster.

Zuerst muss ich mich nervlich beruhigen und mal Ordnung schaffen, bei mir sieht es wie bei einem Messie aus. Habe es nicht mehr geschafft aufzuräumen. Ausserdem habe ich z zt Schlafstörungen, bin neben der Spur
 

Holger01

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Wenn du keine Werkzeuge zum Bearbeiten hast, dann mache vom Vertrag eine Kopie, auf der Kopie schwärzt du die persönlichen Daten, dann lädst du die somit anonymisierte Kopie per "Anhänge verwalten" hier hoch.

Frage: Hast du überhaupt ein Gewerbe angemeldet?
Hast du dich bei der Rentenversicherung als Selbständiger gemeldet?
Bist du IHK-Mitglied?


Vorneweg: Durch das Feststellen von Scheinselbständigkeit hast du selbst keinerlei Nachteile. Denn für die Nachentrichtung der SV-Beiträge ist allein der Arbeitgeber in der Haftung. Bei der Lohnsteuer haftet ihr beide zwar gemeinsam, aber auch dadurch hast du keinen Nachteil, weil du deine Einkommen ja auch sonst hättest versteuern müssen.


Weiterhin gilt: "Werden Sie zwar vertraglich als selbstständig bezeichnet, müssen aber wie ein Arbeitnehmer im Beschäftigungsverhältnis handeln, dann gelten Sie als scheinselbstständig. Denn tatsächlich sind Sie abhängig beschäftigt und damit versicherungspflichtig."

Quelle: Deutsche Rentenversicherung - Selbstständige - Scheinselbstständigkeit


Weitere Infos, Zitat: "b) Arbeitsrechtliche Folgen
Wird „Scheinselbstständigkeit“ festgestellt, so kann der „Scheinselbstständige“ seinenArbeitnehmerstatus gegebenenfalls einklagen. Das Arbeitsgericht prüft dann anhand der bisherigen Kriterien der Rechtsprechung, ob dem „Scheinselbstständigen“ Arbeitnehmerstatus zuerkannt werden kann. Ist dies der Fall, so ist der vermeintlich Selbstständige nun Angestellter mit Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall und unterliegt der Sozialversicherungspflicht."

Quelle: IHK Köln, siehe Anlage (.pdf).

...
 

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Tally

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Ganz lieben Dank für eure Hilfe!

Ich habe heute die Sache einem Rechtsanwalt übergeben!

Für die Provisionen, die ich nicht bekommen habe, habe ich einen Schätzwert angegeben.

War erleichtert zu erfahren, für die zahlreichen Termine nicht mehr belangt werden zu können!

Mit der Post diese Woche rechnen die sicher nicht :icon_twisted:
 
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