Arbeitgeber zahlt keinen Lohn nach Kündigung, Jobcenter zahlt kein Geld

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Rudibert

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Hallo,

Mein Arbeitgeber hatte mich im März gekündigt und der letzte Lohn steht immernoch aus. Natürlich gab es auch keine Lohnabrechnung. Die Sache läuft gerade über meinen Anwalt, aber das kann sicher noch eine Weile dauern. Vor der Arbeitsaufnahme hatte ich ALG II bezogen, war aber nur kurz in diesem Betrieb bevor er mich wieder kündigte.
Das Jobcenter stellt sich seitdem aber auch nur quer. Ich hatte 3 Wochen Zeit die Lohnabrechnung einzuschicken. Hatte mich dort aber gemeldet und erklärt wie die Sachlage ist und es hieß sie wollen mir noch eine Woche länger Zeit geben mich darum zu kümmern... Nun hatte ich gestern noch einmal dort angerufen und ihnen erklärt das mir der Arbeitgeber eben kein Geld zahlt und keine Lohnabrechnung ausstellt.
Was kann ich da tun? Weder Arbeitgeber noch Jobcenter wollen Geld zahlen. Beim Jobcenter hatte ich mich natürlich sofort nach der Kündigung gemeldet.
Hoffe mir kann da jemand weiterhelfen.
 

gila

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Gemäß § 57 SGB II haben diese der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über bestimmte Tatsachen zu geben. Für diese Auskünfte kann auch die Benutzung eines Vordrucks verlangt werden. Eine etwaige Einkommensbescheinigung wiederum hat der Arbeitgeber gemäß § 58 SGB II dem Arbeitnehmer auszuhändigen, damit er diese dem Leistungsträger vorlegen kann.

Du kannst nicht für etwas "bestraft" werden, in diesem Falle Leistungsverweigerung, für Dinge die du nicht erbringen kannst, schließlich kannst du beim Arbeitgeber nicht mit dem Baseballschläger in der Hand auftauchen. Das Jobcenter hat aber selbst die Möglichkeit den Arbeitgeber anzuschreiben und die gewünschte Bescheinigung zu verlangen

Frage deinen Sachbearbeiter, warum er das nicht weißt und wie lange er noch vorgehabt hat, das Spiel weiter zu treiben und dich am ausgestreckten Arm hungern zu lassen..
 

RoxyMusic

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Dies sollte auch bekannt sein:

§ 115 SGB X Ansprüche gegen den Arbeitgeber

"(1) Soweit der Arbeitgeber den Anspruch des Arbeitnehmers auf Arbeitsentgelt nicht erfüllt und deshalb ein Leistungsträger Sozialleistungen erbracht hat, geht der Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf den Leistungsträger bis zur Höhe der erbrachten Sozialleistungen über.

(2) Der Übergang wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Anspruch nicht übertragen, verpfändet oder gepfändet werden kann.

(3) An Stelle der Ansprüche des Arbeitnehmers auf Sachbezüge tritt im Fall des Absatzes 1 der Anspruch auf Geld; die Höhe bestimmt sich nach den nach § 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 des Vierten Buches festgelegten Werten der Sachbezüge."

Und wie bereits geschrieben wurde - mit dem JC nicht (nur) telefonieren, sondern nachweisbar schriftlich kommunizieren!
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
§ 115 SGB X Ansprüche gegen den Arbeitgeber

"(1) Soweit der Arbeitgeber den Anspruch des Arbeitnehmers auf Arbeitsentgelt nicht erfüllt und deshalb ein Leistungsträger Sozialleistungen erbracht hat, geht der Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf den Leistungsträger bis zur Höhe der erbrachten Sozialleistungen über.
Und so wie es aussieht, will das JC die damit verbundene Zusatzarbeit vermeiden, indem man den TE einfach auf dem Trockenen sitzen lässt.
 

apfelkuchen

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Allein schon wegen der Nachweisbarkeit alle Kommunikation mit dem JC schriftlich durchführen. Du kannst ja immer noch ergänzend sprechen, telefonieren etc. Aber schriftlich ist das, was als "Antragsdatum" etc. zählt und auch das, was vor Gericht ggf. Beweiskraft hat.
Weiterer Vorteil: schriftliche Anträge MÜSSEN beschieden werden, da ist nichts mit per Telefon abwimmeln.
 
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