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Arbeitgeber wollen 8-Stunden-Arbeitstag abschaffen

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Tag und Nacht in Rufbereitschaft für den Chef: Der Vorstoß der Arbeitgeber-Verbände, den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen, stößt bei Politik und Arbeitnehmervertretern auf Kritik „Mir ist nicht bekannt, dass flexible Arbeitszeitmodelle an den vorgegebenen Grenzen des Arbeitszeitgesetzes gescheitert wären“, sagte Brandenburgs Arbeitsministerin Diana Golze der MAZ. Die gesetzlichen Regelungen hätten sich bewährt. „Die Behauptung, dass eine starre Arbeitszeit festgelegt wäre, entbehrt jeder Grundlage.“
Quelle:

Acht-Stunden-Tag: Kritik an Streichplänen / Brandenburg - MAZ - Märkische Allgemeine
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Es wäre auch unhaltbar unflexibel, wenn die Arbeitnehmer nur bis Mittwoch mittag arbeiten dürften, wenn sie bis dahin schon die 50 Stunden Wochenarbeitszeit geknackt haben ...
 

Texter50

Mitarbeiter
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#5
Is doch nicht dumm ausgeheckt:
Stell die Trottel ein für 40 Stunden / Woche ein und nutze sie dann 60 Stunden. Is ja alles so schön flexibel hier.
Genau wie auch heute schon viele Schwachmaten jede Menge an Überstunden für lau und für die eigene Wichtichkeit ableisten - nicht bezahlte Überstunden - wirds dann auch noch genuch Leuts geben, die auf das Geld für die letzten 20 Stunden verzichten. Das ist ja dann die Rufbereitschaft, die macht man doch sicher gerne. :biggrin:

Damit haben wir dann die ach so hohen Löhne gleich ein wenich abgesenkt.

Dafür hat die Generation von mein Pabba nicht gestreikt - nich für diese Form des Rückschritts inne Arbeitssteinzeit. :icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
Dafür hat die Generation von mein Pabba nicht gestreikt - nich für diese Form des Rückschritts inne Arbeitssteinzeit.
__
:dank: :icon_daumen:
 

libertad

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#8
Nach dem Zusammenbruch des konkurrierenden Gesellschaftsmodells im Osten,
kennen die Kapitalisten keine Grenzen mehr in der Ausbeutung -
Auch in den reichen Ländern nähern wir uns wieder dem Modell "Vernichtung durch Arbeit".
 

doro1

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#10
Is doch nicht dumm ausgeheckt:
Stell die Trottel ein für 40 Stunden / Woche ein und nutze sie dann 60 Stunden. Is ja alles so schön flexibel hier.
Genau wie auch heute schon viele Schwachmaten jede Menge an Überstunden für lau und für die eigene Wichtichkeit ableisten - nicht bezahlte Überstunden - wirds dann auch noch genuch Leuts geben, die auf das Geld für die letzten 20 Stunden verzichten. Das ist ja dann die Rufbereitschaft, die macht man doch sicher gerne. :biggrin:

Damit haben wir dann die ach so hohen Löhne gleich ein wenich abgesenkt.

Dafür hat die Generation von mein Pabba nicht gestreikt - nich für diese Form des Rückschritts inne Arbeitssteinzeit. :icon_evil:
:dank:
 

libertad

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#11
Wem das zugeschrieben wird, weißt Du aber?
Ich denk da zum Beispiel an die Näherinnen in Bangladesh und die Verantwortung der westlichen Bekleidungsindustrie für die Arbeitsbedingungen dort.

Und ich ich sehe, daß hier im Westen, mit dem Hinweis auf den globalen Wettbewerb, die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden - wo hat das ein Ende?
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#12
Und wann fordern die AG dann die Wiedereinführung der Leibeigenschaft?
Alles nur noch eine Frage der Zeit.

Ausdehnung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 10 Stunden?

Mal ne kleine Rechnung:

10 Std. Arbeit
+
2,5 Std Wegezeit (im schlimmsten Falle = Zumutbarkeit)
+
mind. 1 Std. Pause bei 10 Std.

Es bleiben dem AN dann nur 10,5 Std. "Freizeit"!

Die Freizeit reicht dann nur für Essen/Trinken + Schlafen!
Da ist dann nichts mehr mit Pivatleben.

Das kommt einer neuen Leibeigenschaft gleich!
Und diese scheixx Bedingungen möglichst nur für Mindestlohn, wenn überhaupt.

Nicht mit mir.
Pfui, ihr deutschen AG. Ihr bekommt den Rachen nicht voll genug.
 

Ein Hartzianer

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#13
Da stellt sich mir noch eine andere Frage:
Wer soll bei Niedriglohn den ganzen produzierten Krempel,
die ganzen Dienstleistungen kaufen ? :icon_kinn:
Bezüglich der Löhne und Renten ist der Buntpapier (=Geld) Kreislauf bekanntlich
fast unterbrochen. Macht also schon ökonomisch keinerlei Sinn. :icon_evil:
 

libertad

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#14
Da stellt sich mir noch eine andere Frage:
Wer soll bei Niedriglohn den ganzen produzierten Krempel,
....
Hätte John Maynard Keynes vielleicht auch gefragt,
aber ich glaub die Reichen interessiert das nicht wirklich,
hauptsache es gibt immer genug sklaven, damit die Bedürfnisse der Reichen befriedigt werden. Arme brauchen nix.
 

Bananenbieger

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#15
Den Wegfall der 8 Std. Grenze, käme solchen Arxxxlöchern zugute, wie den Lagerleiter des Einsatzbetriebes.

Er ordnete einfach z.B Freitags an, dass Samstag gearbeitet wird. Am Montagvormittag war dann keine Arbeit da, weil dies ja schon am Samstag erledigt wurde. Montagnachmittag war dann wieder genügend Arbeit vorhanden und Überstunden gemacht.
Aber es lag auch daran, dass sich dies viele LANs gefallen ließen. Die merkten es gar nicht, dass man sie verarxxxt.
 

Ein Hartzianer

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#16
libertad sagte:
aber ich glaub die Reichen interessiert das nicht wirklich,
hauptsache es gibt immer genug sklaven, damit die Bedürfnisse der Reichen befriedigt werden. Arme brauchen nix.
Vom Ansatz her ganz gut, aber die Reichen haben längst alles.
Und mehr als 2 Autos in der Garage, mehr als 1 Haus pro Familienmitglied
machen schlicht keinen Sinn. Also muß der Profit langfristig aus der
Massenkaufkraft kommen. Also durch anständige Löhne.
Und wenn es die nicht gibt, ist der ganze Kapitalismus für die Tonne.

Bedenke: Geld ist kein realer Wert ! :icon_evil:
 

hierheute

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#17
Vom Ansatz her ganz gut,
welcher Ansatz? Satirisch oder ernstgemeint??


aber die Reichen haben längst alles.
Und mehr als 2 Autos in der Garage, mehr als 1 Haus pro Familienmitglied
Ja und? Und wohl noch nen Fuhrpark mit 20-30 Bentleys und noch so paar zig Jaguars, die Porsches müssen täglich gezählt werden. Wohlgemerkt, jeder Schlitten wird täglich rund umme Uhr handpoliert.

machen schlicht keinen Sinn.
??? Keinen Sinn?? Wie bitte?? Kannst du mir mal den Begriff "SINN" definieren....

Also muß der Profit langfristig aus der
Massenkaufkraft kommen.
Abenteuerliche Hypothese. Glaubst du, die paar Popel da oben kaufen nicht mit ihrem kleinen Dreck unter ihrem nichtvorhandenen Fussnagel sekündlich mehr PROFIT zusammen als alles, was so ne kleine Würstchenbude wie "Binnenwirtschaft" überhaupt jemals in Jahrtrollionen zusammenkaufen könnte.

Der Profit kommt durch UNSERE SKLAVENARBEIT. Der kommt tagtäglich von jedem von UNS, die wir uns rund um die Uhr für UMME (selbst) verarschen (lassen). Und weiterdödeln wie die Bekloppten für LAU. DAHER KOMMT DER PROFIT. Damit DIE sich UNSERE Sachen unter ihre dreckigen Finger- und Fussnägel schmieren können PUNKT.


Also durch anständige Löhne.
Jaja. Dein Wunsch in Gottes Gehörgang. Bitte merke mal: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Und wie heisst der schöne Song aus den 70ern "I beg your pardon, I never promised you a rosegarden".....lala lülü.... was glaubst du eigentlich, warum es solche Songs gibt und wofür es dieses Forum gibt???

Und wenn es die nicht gibt, ist der ganze Kapitalismus für die Tonne.
Bedenke: Geld ist kein realer Wert ! :icon_evil:
Da sach ich jetzt nichts mehr zu. Vielleicht fällt dazu ja noch jemand anderem was ein....

Jungejunge, weiss nicht wie alt du bist, aber ich fühl mich gerade wie geschätzte 1500 Jahre alt.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#18
...ist der ganze Kapitalismus für die Tonne.
Sie zerstören in ihrer maßlosen Gier ja auch das System, von dem sie profitieren (wollen). Nur ist an der Stelle das Hirn eben blockiert. Es ist wie mit einem Spielsüchtigen. Dem sagt seine Intelligenz auch, daß sein Handeln auf Dauer nicht gutgehen kann. Trotzdem gelingt es ihm nicht, aufzuhören.

Der Kapitalist ist ebenfalls ein Süchtiger. Immer auf der Jagd nach MEHR, MEHR, MEHR...

Er sägt stetig an dem Ast, auf dem er selbst sitzt. Der endgültige Zusammenbruch des faulenden System's kann allerdings noch eine kleine Ewigkeit hin sein.

Schon der Historiker Wolfgang Leonhard sagte, daß der Kapitalismus zweifellos zum Untergang verurteilt sei. Leonhard: "Aber das Faszinierende... er stirbt und stirbt und stirbt."
 

Bananenbieger

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#20
Sie versuchen es halt immer wieder .
Unter Kohl haben sie mal zaghaft versucht das Streikrecht abzuschaffen.
Das hatte wenig Erfolg, da es nicht so viele Bücklinge gab. wie jetzt.
Heute merken doch Viele dies nicht mehr und die es merken, wehren sich nicht.

Ein ganz kleiner Teil wird sich wehren, aber er wird von der Masse überstimmt.
 
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#21
Das hatte wenig Erfolg, da es nicht so viele Bücklinge gab. wie jetzt.
Heute merken doch Viele dies nicht mehr und die es merken, wehren sich nicht.

Ein ganz kleiner Teil wird sich wehren, aber er wird von der Masse überstimmt.
In dem Punkt das die Anzahl der Bücklinge damals kleiner war stimme ich dir zu.

Mit der Flexibilisierung der Wochenarbeitzeit ( die wöchentliche maximale Arbeitszeit von 48 Stunden soll nach ihrem " feinen" Plan bleiben)werden sie denke ich nicht durchkommen.Die Regierung hat das schon strikt abgelehnt,
wohl wissend das mit starkem Widerstand unter anderem von den Gewerkschaften zu rechnen wäre.
 

arbeitslos in holland

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#22
Ein ganz kleiner Teil wird sich wehren, aber er wird von der Masse überstimmt.
das hat sich schon vor 25 jahren abgezeichnet. damals hat man die streikwilligen, harten metaller, die bahner, die kumpels von rhein und ruhr, mit dem goldenen handschlag, in den vorgezogenen ruhestand verabschiedet.

ersetzt wurden sie von leuten, die von pazifisten der 68er großgezogen worden sind. schon in der schulzeit der 80er und 90er zählten nur leistung und einsatz.

menschlichkeit und soziale kompetenzen wurden kleingeschrieben und marginanlisiert.
das ergebnis sind untertänige de**en, die "hauptsache arbeit" als credo haben und schamlose AG andererseits, die keine grenzen der eigenen habsucht mehr kennen.
als ich ende der 90er erkannte, dass ich in der dt.arbeitswelt, weder weiterarbeiten wollte, noch die möglichkeiten dazu gehabt hätte. zog ich die konsequenzen.
hauptsächlich deshalb, weil ich davon ausging, dass die wenigsten sich wehren würden.
und diese einschätzung war goldrichtig.
:icon_smile:
 
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