Arbeitgeber will Post Zustellung nur nach Stück bezahlen und nicht nach Stundenlohn, ist das zulässig?

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Gelöschtes Mitglied 16793

Gast
Hallo

Ich habe da mall eine Frage vielleicht kennt sich hier jemand damit aus.

Mein Arbeitgeber will die Post Zustellung nur nach Stück bezahlen und nicht nach Stundenlohn, ich benötige für 46 Briefzustellungen 1 Stunde, der Arbeitgeber will mir aber nur 0,10€ Pro stück bezahlen somit ich in einer stunde nur 4,60€ verdient habe.

Ich habe dem Arbeitgeber gesagt das er nach stunde bezahlen muss das hat er verneint und sagte, für Post Zusteller wird der Tariflohn bezahlt der wehre 0,09€ Pro Brief und kein Stundenlohn!!!

Er weigert sich nach Stundenlohn zu bezahlen und sagt das wäre alles rechtens!!!

Ist das wirklich rechtens? Muss ich für 4,60€ die Stunde arbeiten dann??

Gruß

Micha
 

Ramteid

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Hallo

Ich habe da mall eine Frage vielleicht kennt sich hier jemand damit aus.

Mein Arbeitgeber will die Post Zustellung nur nach Stück bezahlen und nicht nach Stundenlohn, ich benötige für 46 Briefzustellungen 1 Stunde, der Arbeitgeber will mir aber nur 0,10€ Pro stück bezahlen somit ich in einer stunde nur 4,60€ verdient habe.

Ich habe dem Arbeitgeber gesagt das er nach stunde bezahlen muss das hat er verneint und sagte, für Post Zusteller wird der Tariflohn bezahlt der wehre 0,09€ Pro Brief und kein Stundenlohn!!!

Er weigert sich nach Stundenlohn zu bezahlen und sagt das wäre alles rechtens!!!

Ist das wirklich rechtens? Muss ich für 4,60€ die Stunde arbeiten dann??

Gruß

Micha
Auch hier gilt der Mindestlohn, wie Admin2 schon anmerkt.
Vor 2 Jahren muste ich mich zwangsbewerben, bei ner billigpost. Auch dort ein kriminelles Konstrukt welches so gerechnet wurde, das ein Ultramarathonläufer die Bezirke abgelaufen ist und das wurde von Studenten per Fahrrad mit Stoppuhr begleitet. Dann noch hoch mathematisch umgerechnet in Stückzahlen.... , da dann später den Lohn zu überprüfen ist dann schon eine Matheaufgabe.

Das wäre machbar....
Dazu sollte man eigene Räumlichkeiten fürs sortieren bereitstellen, usw, kompletter Assi-Arbeitgeber.
So kam es zu keiner Einigung, angeblich hätte ich den Kontakt abgebrochen. Das wird dann dem JC so gepetzt. damit man auch bestimmt sanktioniert wird.
Was in meinem Fall dann aber nicht von Erfolg gekrönt war :).
 

abcabc

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Bekommst du Gehaltsabrechnungen aus denen das hervorgeht?
Möchtest du den Job behalten?
Wenn nicht, einfach mal ne Kopie der Gehaltsabrechnung mitnehmen und beim Zoll nachfragen, ob das so ok ist.
Falls der Zoll nicht aktiv wird ab sofort mit dem AG schriftlich und nachweisbar (per Fax mir qualifiziertem Sendebericht) kommunizieren: Ihn schriftlich auffordern dir die Differenz zum gesetzlichen Mindestlohn unverzüglich nachzuzahlen mit Fristsetzung.

Das wichtigste: Ab sofort genau dokumentieren, wieviele Stunden du arbeitest (z.B. in nem
Kalender inkl. Pausen genau dokumentieren...). Und dann halt vor dem Arbeitsgericht das fehlende Gehalt einklagen.
 
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Gelöschtes Mitglied 16793

Gast
So jetzt habe ich 2500 Briefe in dem Monat verteilt 54,34 Stunden gearbeitet, und habe dem Arbeitgeber gesagt das er nach stunden bezahlen muss und nicht nach stück jetzt behauptet er dreist das wehren nur 1500 Briefe gewesen, ich soll das mall nachweisen!! Und wenn ich jetzt die Post liegen lasse wäre ich die fristlose Kündigung bekommen wegen Arbeitsverweigerung!! Somit zwingt er mich weiter zu arbeiten.

Das Problem ist ich kann die Stückzahl nicht nachweisen, wir bekommen täglich einen Beutel mit Post den wir verteilen müssen, bekommen aber kein Nachweis über die Stückzahl, somit kann ich dem Gericht bei einer klage nicht nachweisen wieviel stück ich verarbeitet habe!! Somit ist wahrscheinlich nachher eine Fristlose Kündigung vom Arbeitgeber gerechtfertigt!!! Weil ich bin ja in der Nachweis flicht, oder???
 
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Gelöschtes Mitglied 16793

Gast
Ja aber die Gearbeiteten Stunden kann ich ja auch nicht nachweisen!!! Wie denn auch??
 

Ramteid

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Micha du hast hier schon einige male über Deinen Arbeitgeber geschrieben.
Jedesmal war dir klar, das er dich betrügt.
Du hast vielfach hinweise bekommen wie man sich wehrt.
Bisher ist in der Richtung noch nie was passiert.
Wäre ich dein Arbeitgeber, so wüste ich das ich mit dir schlittenfahren kann wie mir beliebt....
Dir fehlt der letzte Wille und Biss da überhaupt gegen anzugeben, findest immer ... ja aber wie soll ich nachweisen?
Was glaubst du wie andere das machen? Zettel , Stift und aufschreiben. Danach Arbeitgeber in verzug setzen und korrekte Gehalt einfordern.
Kommt innerhalb 14 Tagen nichts, dann Klage vorm Arbeitsgericht erheben. Das wars von mir jetzt aber auch...
 
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Gelöschtes Mitglied 16793

Gast
Ja Stunden aufschreiben habe ich gemacht, aber das ist ja noch lange kein Nachweis ob das tatsächlich so gewesen ist, wenn der AG alles abstreitet steht Aussage gegen Aussage.

Der Nachtzuschlag von 30% habe ich damals unter Androhung einer klage ja bekommen, aber jetzt kommt er mit anderen Dinge!
Da habt ihr mir ja geholfen. Vielen dank nochmals dafür.
 

Maximus Decimus

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Ich würde aus meiner Sicht die Stunden aufschreiben die ich gearbeitet habe und diese mit dem Mindestlohn multiplizieren und das dann mit dem tatsächlichen Gehalt vergleich. Sollte es da eine Differenz geben, würde ich den Arbeitgeber anmahmen, zumindest einmal und sollte das nicht fruchten ab zum Arbeitsgericht und den Zoll wegen möglicher Unterschreitung des Mindestlohns informieren. Dann biste aus meiner Sicht raus aus dem Laden und konntest noch nicht mal was dafür.
Aber dafür musst du jetzt aktiv werden und die richtigen Schritte einleiten.
 

Ramteid

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Stunden aufschreiben habe ich gemacht, aber das ist ja noch lange kein Nachweis ob das tatsächlich so gewesen ist, wenn der AG alles abstreitet steht Aussage gegen Aussage.
Mehr Mut Micha, deine Aussage ist auch wichtig. Solche Arbeitgeber sind oft bereits gut bekannt beim Arbeitsgericht. Da stellt sich dann für den Richter in der Güteverhandlung garnicht die Frage wer hier die falsche Aussage macht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 16793

Gast
OK. Dann setze ich mal das schreiben auf und den AG in Verzug.

Und ihr seid euch ganz sicher das der AG nach Stunden bezahlen muss und es auch keine ausnahmen gibt?

Weil ich verteile auch mit der Post die Tageszeitung und nehme die Post mit, somit der AG argumentiert das ich ja den Weg mit der Zeitung ja gehe und die Post so mitnehmen könnte, somit er nur 0,10 pro Brief zahlen müsste??

Aber ich brauche dadurch ja eine stunde länger mit der Post, sortieren und verteilen, 46 Stück.
 

avrschmitz

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Generell darf Dein AG nach Stückzahlen bezahlen. Aber dann muss dabei mindestens der Mindestlohn bei rumkommen. Drunter geht nicht. Ansonsten hat er den Mindestlohn pro Stunde zu zahlen.

Allerdings verstehe ich nicht, wieso Du Dich wieder beschwerst. In Deinem anderen Thread war doch schon klar, worauf das hinauslaufen würde, wenn Du es Dir weiter von Deinem AG alles bieten lässt.

 
Zuletzt bearbeitet:

Ruhrpottmensch

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Was soll schlimmstenfalls passieren?
Das der TE (wieder) vom "gehassten" System (vollständig) abhängig ist, sich Sorgen um "Sinnlos-Maßnahmen" und "unnötigen" Terminvorladungen macht...

Ist so das Ding mit Pest & Cholera...

Tatsächlich würde ich aber nach den zahlreichen (auch schon älteren) "Bemerkungen" zu solch einem "vorbildlichen" AG, wohl eher die Cholera wählen anstatt weiter mit der Pest "rum zu krebsen".... 🤷‍♂️
 

Elgaucho

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Niemand zwingt dich den Job zu machen. Bei der Wahl des Arbeitgebers für den Du arbeitest hast du Wahlfreiheit. Wenn er Dich
betrügen möchte beim Lohn würde ich das nicht mitmachen und mir schleunigst was seriöses, besser bezahltes suchen
 

faalk

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Das der TE (wieder) vom "gehassten" System (vollständig) abhängig ist, sich Sorgen um "Sinnlos-Maßnahmen" und "unnötigen" Terminvorladungen macht
Wenn man weis wie man mit solchen Terminen / Maßnahmen umgeht, aber Monatlich seine fixe Auszahlung bekommt, ist dass wohl das kleinere Übel, als sich Monat für Monat mit den AG über die Bezahlung zu streiten.
 

Fusselsieb

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Solchen Arbeitgebern müssen die Grenzen gezeigt werden, ansonsten wird er immer so weiter machen.

@Micha1307
kennst Du denn Deine Kollegen?
Ihr solltet Euch zusammenschließen, und gemeinsam gegen Euren Arbeitgeber angehen.
 

quinky1950

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Das hier:
Ich habe dem Arbeitgeber gesagt das er nach stunde bezahlen muss das hat er verneint und sagte, für Post Zusteller wird der Tariflohn bezahlt der wehre 0,09€ Pro Brief und kein Stundenlohn!!!
Es gibt keinen Tariflohn per Stück.
Ich habe Dir oft genug geschrieben, was Du unternehmen sollst.
WENN Arbeitnehmer das mitmachen, betrügen sie theoretisch auch andere Arbeitnehmer!!! Sie geben Arbeitgebern die Möglichkeit, Menschen um ihren Lohn zu betrügen
Ich sage nur:
Zoll, Arbeitsgericht, Klagen, Veröffentlichen! Und das im GROSSEN!!!! Stil, in jeder Tages- und Nachtzeitung MIT Namensangabe, wie dieser Arbeitgeber mit seinen Mitarbeitern umgeht
Menschen, Finanzamt, Jobcenter, betrügt!

Gruß
Ernie
 

Kerstin_K

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Weil ich verteile auch mit der Post die Tageszeitung und nehme die Post mit, somit der AG argumentiert das ich ja den Weg mit der Zeitung ja gehe und die Post so mitnehmen könnte, somit er nur 0,10 pro Brief zahlen müsste??
Und jeder, der Post bekommt, hat auch eine Zeitung abonniert? Glaube ich eher nicht.
 

Babbel1

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Ja Stunden aufschreiben habe ich gemacht, aber das ist ja noch lange kein Nachweis ob das tatsächlich so gewesen ist, wenn der AG alles abstreitet steht Aussage gegen Aussage.
Grundsätzlich ist der AG verpflichtet, die Arbeitszeiten aufzuzeichnen.
Was in deinem Fall wohl schon mal nicht passiert.

Und ihr seid euch ganz sicher das der AG nach Stunden bezahlen muss und es auch keine ausnahmen gibt?
Stücklohn ist erlaubt, aber nur wenn dadurch der Mindestlohn nicht unterschritten wird.
 
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