Arbeitgeber lädt mich ohne Rücksprache zur Probearbeit. Wie würdet Ihr vorgehen ?

realxstoner

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Hallo liebes Elo-Forum,

letzte Woche hatte ich ein Vorstellungsgespraech was meines erachtens nicht gut verlief. Es endete mit den Floskeln man würde sich bei mir melden und man ging seiner Wege. Nun hat mir knapp eine Woche später dieser AG eine Mail gesendet in dem er , wie "besprochen" bereits mit der AfA komuniziert hätte und mich für eine Probearbeit angemeldet hat. Die Gänsefüsschen habe ich bewust gesetzt, da so etwas nie besprochen wurde. Diese ganze Mail erweckt bei mir den Eindruck , auch weil nie etwas vereinbart wurde und mehrmals auf die AfA verwiesen wird, dass der AG versucht mich gezielt unter druck zu setzen damit ich dort die 1 wöchige Probearbeit als gelernte Fachkraft absolviere.

Wie würdet Ihr euch verhalten, der Herr scheint ja dem Amt irgendetwas mitgeteilt zu haben weshalb ich das nicht einfach ignorieren kann.



Wünsche ein erholsames Wochenende
 

Elgaucho

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Eine Woche würde ich nie unbezahlt zur Probe arbeiten. Wenn eine Woche - dann bezahlt und wenn er Erprobung möchte dann höchstens einen Tag unbezahlt. Lass Dich nicht ausnutzen.
 

Quale

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Nun hat mir knapp eine Woche später dieser AG eine Mail gesendet in dem er , wie "besprochen" bereits mit der AfA komuniziert hätte und mich für eine Probearbeit angemeldet hat.
Kann er das überhaupt?? wäre ich mir nicht so sicher
Wo ich mal ein Tag Probearbeiten gemacht habe, musste ich das immer vorher bei meinem SB anmelden.

P.s. Übrings musst du während der Probearbeit weder Arbeiten, noch brauchst du die ganze Zeit auf dem Firmengelände sein.
Bin einfach mal nach einer Stunde, von so einer Probearbeit abgehauen, weil es nicht passte.
 
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Sodele

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Unbezahlte "PROBEARBEIT" gibt es nicht. Entweder es ist eine Maßnahme beim Arbeitgeber - von der AA genehmigt und bezahlt - oder es ist ein Beschäftigungsverhältnis, das nach Mindestlohn bezahlt werden und auch bei der Sozialversicherung angemeldet werden muss. Was anderes gibt es nicht - auch wenn es immer wieder praktiziert wird. Das ist dann nicht legal! Es gibt dafür ja auch keinen Grund!
 

Gollum1964

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Kann er das überhaupt?? wäre ich mir nicht so sicher
Wo ich mal ein Tag Probearbeiten gemacht habe, musste ich das immer vorher bei meinem SB anmelden.
hallo,

natürlich geht kostenloses Probearbeiten, wenn man sich freiwillig damit einverstanden erklärt und das Jobcenter es zu einer Maßnahme beim Arbeitgeber deklariert (sogenannte MAG). Letztes Jahr wollte man mich per EGV sogar zu einem 6-wöchigen unbezahlten Praktikum verdonnern - trotz Studium und ca. 20 Jahren Berufserfahrung.

Den Quark habe ich natürlich nicht unterschrieben, da ich mich nicht gerne ausbeuten lasse, und es ist auch nichts danach gekommen außer eine neue EGV ohne MAG.
 

hansklein

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Probearbeit - Informationen der Arbeitsagentur als PDF.
Wichtig! Die Probearbeit muss vor Beginn durch die Agentur für Arbeit genehmigt werden. Das heißt: Die Fördervoraussetzungen werden zuerst geprüft und danach erhalten Bewerberinnen und Bewerber eine verbindliche Zusage, ob Sie die Probearbeit antreten dürfen. Falls die Probearbeit bereits ab dem kommenden Tag beginnen soll, ist eine unverzügliche persönliche Vorsprache in Ihrer Agentur für Arbeit erforderlich. Ist die Probearbeit nicht genehmigt, ist der Krankenversicherungsschutz nicht gesichert und es liegt eine illegale Beschäftigung (Schwarzarbeit) vor!
So sehe ich das als Zwang, sich etwaige Probearbeit genehmigen zu lassen und nicht auf den AG verlassen. Der kann viel schreiben.
Während einer Probearbeit braucht man auch nicht "echt" zu arbeiten, siehe u.a. Quelle
 
Zuletzt bearbeitet:

Merse

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War das eine Bewerbung auf einen VV? Wenn nicht, mit welcher Begründung findet ein Datenaustausch mit der AfA statt? Wenn im Schreiben nur die Rede von "Probearbeit" ist, würde ich nachfragen, wie hoch die Bezahlung ist, da man Veränderungen ja mitteilen muss und man nun dem üppigen Geldfluss entgegensieht.
 

Gollum1964

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Genau das habe ich doch geschrieben?
1. geht es hier nicht ums Jobcenter,
2. ist es als MAG (egal ob vom JC oder der AA) ja bezahlt - weil die Leistungen ja weiterbezahlt werden.
ich habe meinen Beitrag geschrieben, als deiner für mich noch nicht sichtbar war, daher die Überschneidung.

Kostenlos meine ich aus der Sicht des ALG2-Beziehers, da das weiterbezahlte ALG2 natürlich nicht als Gegenleistung für die erbrachte Arbeitsleistung beim Arbeitgeber (im Sinne einer Vergütung) zu definieren ist.
Kostenlos für den Arbeitgeber ist es im Falle einer MAG auf jeden Fall.
 

realxstoner

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War das eine Bewerbung auf einen VV?
Ja VV mit RFB.
Hab mich beworben, hat nicht gepasst. Für mich war die Sache schon durch.
In der Mail sagten Sie, ich solle die Unterlagen, welche ich die Tage von der AfA erhalte zeitig übermitteln.
Daher gehe ich davon aus das absprachen zwischen AfA & AG stattgefunden haben.
 

Onkel Tom

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Hab mich beworben, hat nicht gepasst. Für mich war die Sache schon durch.
Warum ? Kannst Du das überzeugend begründen ?

Ein AG, der es zu nutzen weiß, Bewerber_innen unter Druck zu setzen und sich
subtil Förderungsleistungen vom JC/BA ein zu steichen.

Ich würde dazu schriftlich nachweisbar klarstellen, das keineswegs über
Fördermöglichkeiten gesprochen wurde und anhand der Folgen des
Bewerbungsgespräch, unter vollendeten Tatsachen gestellt wurde, was
zudem das notwendige Vertrauen zu einem Arbeitsverhältnis massiv gestört wurde.
(Du wolltest einen Job finden, der dich von Abhängigkeiten des JC/BA vollständig befreit !)

Vorbereitend zu beachten, das SB nun die Keule "Zustandekommens eines
Arbeitsverhältnis vereitelt zu haben" auspackt, die bei Treffer übel teuer werden
kann.

Im Prinzip muss das Gekuschel zwichen JC/AFA und AG glaubhaft gemacht
werden und nicht damit einverstanden ist, von hinten herum in Zwangslagen
gebracht zu werden.

Macht der AG das immer so, kann man davon ausgehen, das er seriell auf Staats-
kosten Arbeitnehmer-innen ausbeutet und als schwarzes Schaf eingestuft werden
sollte.
Nach einem Widerholungsversuch des AG, ihn ruhig bei der BA-Prüfstelle in
Nürnberg auf den Koffer :poop:n.
Von selbst prüft die BA nicht, ob sie es mit schwarzen Schafen zu tun haben..
"Potenzielle AGs" sind dem JC-Organismus ja heilig kuss kuss.. :icon_kotz2:
 

Buerosklave

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Meines Wissens versuchen AfA und auch JC, irgendwelche Probearbeiten, Praktika o.ä. meist als "Maßnahme" zu verpacken. Und das geht nur höchst selten ohne Papierkram zwischen AfA/JC und dem Kunden ab. Insofern wäre ich sehr vorsichtig, mich allein auf die Aussagen des AG zu verlassen, denn wie Hansklein schon zitierte, muss eine Probearbeit erst vom Amt genehmigt werden. Heißt im Extremfall, dass du u.U. noch was auf den Deckel kriegst, wenn du dich auf die Aussagen des AG verlässt, dass AfA/JC informiert wurden, dies aber nicht stimmt.

Mal davon abgesehen bekomme ich jedesmal arge Zahnschmerzen, wenn von Probearbeit die Rede ist. Insbesondere wenn diese auch noch eine ganze Woche dauern soll. Ob jemand eine Niete ist oder nicht, merkt man nicht erst nach 1 Woche, sondern spätestens am 2.Tag. Ich denke, dass auch die BA gewisse Statistiken führt, aus der die Häufigkeit von "Probearbeiten" oder "Praktika" in Relation zur Zahl der Einstellungen führt. Aber leider ist ja der "Hauptsache aus der Statistik"-Gedanke offenbar viel höher gewichtet. Mit anderen Worten: Die BA weiß mit Sicherheit, welche AG sowieso nur die Sozialsysteme ausnutzen, tun aber nichts dagegen.
 

realxstoner

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So wollte mal Info geben, hatte gestern in der Post eine Maßnahme zur Aktivierung bei besagtem Arbeitgeber. Jetzt muss ich mal gucken was ich mache... Ich werde da auf keinen Fall ne Woche "knüppeln", möchte es mir aber auch mit dem Amt nicht verschertzen.

Montag um 7 solls los gehen ich muss mir nochmal am Wochenende gedanken machen.

Sehr geehrter ***** ,
hiermit genehmige ich Ihnen (...) eine betriebliche Maßnahme bei folgendem Arbeitgeber (...).

So formuliert als hätte ich danach bei AfA angefragt
 
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abcabc

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Die entscheidende Frage: Bist du prinzipiell am Arbeitsplatz interessiert (und dich stört nur diese Unverschämtheit, mit der AfA hinter deinem Rücken das Probearbeiten als Maßnahme zu erzwingen) oder möchtest du den Job eigentlich garnicht haben?
 

realxstoner

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Du meinst jenes Amt, welches dich als kostenlose Arbeitskraft verramscht, um dich aus der Statistik zu werfen? Ja, ihr habt ein ganz hervorragendes Verhältnis, das darf man sich keinesfalls verscherzen....
Leider sitzen die am längeren Hebel. Beiß niemals die Hand die dich Füttert.

Die entscheidende Frage: Bist du prinzipiell am Arbeitsplatz interessiert (und dich stört nur diese Unverschämtheit, mit der AfA hinter deinem Rücken das Probearbeiten als Maßnahme zu erzwingen) oder möchtest du den Job eigentlich garnicht haben?
Nein ich bin an der Stelle nicht interresiert. Das Vorstellungsgespräch lief nicht gut man hatte grundsätzlich andere Interressen & Ansichten. Am Ende wurde ich abgewimmelt und höflich zur Tür raus gebracht mit dem man würde sich melden.
 

realxstoner

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Das könnte ja noch ganz andere Ausmaße nehmen.

Stellt euch vor ich spurre nicht zur Zufriedenheit des AGs.

Der scheint sich ja so gut auszukennen mit solchen Sachen am Ende behauptet der noch obwohl ich da war das ich mich versicherungswiedrig Verhalten hätte und einem zustandekommen einer Beschäftigung mutwillig blockiert habe.

Vielleicht telefonische Krankmeldung nutzen? Ist ja einfacher als sonst derzeit mit einer Krankmeldung. Montagmorgen machen
Aber das Amt , bzw. mein SB bekommt das ja safe mit und dem wird das auch nicht gefallen. Hab keine Lust beim Amt wieder zu so einem Sondervermittler zu kommen...
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Vielleicht telefonische Krankmeldung nutzen? Ist ja einfacher als sonst derzeit mit einer Krankmeldung. Montagmorgen machen
Ich wollte das jetzt nicht so plump sagen, "ich hole ein Gelben und fertig". Aber darauf wirds dann am Ende wohl hinnauslaufen. Eventuell guck ich am ersten Tag was abgeht beim AG um das Amt zu besänftigen, da ich ja versucht habe Teilzunehmen und nicht von vornherein direkt nicht hingehe.
 
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noillusions

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realxstoner

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So wird das nix mit Widerstand. Die hauen dir regelrecht in die Fresse und du willst dich gut mit denen stellen. Die machen doch eh was sie wollen mit dir sonst.
Naja zurzeit werde ich wohl noch so wie jeder von denen behandelt.Ich möchte nur nich nächste Woche den Briefkasten öffnen und eine Vorladung von nem Sondervermittlern für die "Spezies" bekommen. Wiederstand kann ich mir in dem Sinne nicht erlauben. Muss Unterhalt und andere Sachen zahlen da sind keine Reserven für den Fall der Fälle.
 

Merse

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Du willst nicht an der Maßnahme teilnehmen, aber du willst auch nicht nichtteilnehmen. Ich wüsste nicht, wie wir dir hier helfen sollen.
 

Buerosklave

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Ganz ehrlich ? Ein Arbeitgeber, der einen zur Probearbeit vorlädt ("einlädt" kann man wohl kaum sagen),obwohl das Vorstellungsgespräch bescheiden gelaufen ist, da wäre ich schonmal generell vorsichtig. Das riecht nicht nur nach "Egal ob es zwischen uns passt, der kann ruhig 'ne Woche gratis arbeiten!", sondern das stinkt förmlich danach. Will sagen: es würde mich wirklich *sehr* wundern, wenn die dich nach der Woche tatsächlich übernehmen wollten. Ich wage mal zu behaupten,dass die dich auf jeden Fall unter fadenscheinigen Begründungen zurück zum Amt schicken werden und den nächsten Deppen ordern, der kostenlos arbeitet. Das ist leider bei vielen Firmen gängige Praxis. Von daher würde ich auch sagen, dass du dir ´nen gelben Schein besorgen solltest , wenn du merkst, es passt wirklich nicht. Oder zumindest die Arbeit *sehr* entspannt angehen solltest, wenn du verstehst, worauf ich hinaus will.
 

gila

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Das Vorstellungsgespräch lief nicht gut man hatte grundsätzlich andere Interressen & Ansichten. Am Ende wurde ich abgewimmelt und höflich zur Tür raus gebracht mit dem man würde sich melden.
ich kann hier auch nur beisteuern, wie ich persönlich vielleicht damit umgehen würde. Wenn das tatsächlich so krass zwei unterschiedliche Vorgehensweisen waren, würde ich auf das Massnahme Angebot reagieren und dem Sachbearbeiter schreiben, dass das Vorstellungsgespräch in keiner Weise eine Probearbeit in Aussicht gestellt hat, im Gegenteil hatte man das Gefühl dass der Arbeitgeber nicht wirklich an deiner Person und deinen Fähigkeiten interessiert war... dann würde ich konkrete Gründe anführen warum es sowieso nicht wirklich passen würde, und dass man sich wundert, dass aus einem derartigen Gesprächsverlauf plötzlich eine Art Maßnahme entsteht und Probearbeit, an der man dann teilnehmen soll.

Da die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit hier schon im Vorfeld nicht gegeben waren, kann man sich nur vorstellen dass hier eventuell eine Verwechslung mit einem anderen Interessenten besteht 😉, daher bittet man darum, das Ganze noch mal zu prüfen und wird diese Probearbeit solange nicht antreten bis das geklärt ist.
Wäre der Verlauf in dem Bewerbungsgespräch ein anderer gewesen und hätte einen positiven Eindruck hinterlassen, wäre man so einer Probezeit jederzeit gerne bereit gewesen, obwohl man auch der persönlichen Meinung ist, das dann durchaus auch ein Tag ausreichend wäre, um sich zu entscheiden und gegebenenfalls mittels eines Arbeitsvertrages die weiteren gesetzlichen Möglichkeiten für ein Probearbeitsverhältnis wahrnehmen kann.

Wäre natürlich auch gut wenn du handfeste fachliche Argumente hättest die die Anstellung deiner Person dort sowieso nicht sinnvoll erscheinen lassen . Was steht denn auf dem Maßnahme Angebot drauf? Gibt es irgendwelche Drohungen oder rechtliche Konsequenzen?
 
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