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n8schicht

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#1
Ich habe nächste Woche ein Vorstellungstermin.
Nun hat mich der Sachbearbeiter der mir den Job vermittelt hat gefragt,
was ich denn für Lohnvorstellungen hätte. Ich bin gelernter Maler, verheiratet mit Kind. Ich sagte ihm so 1400€ fände ich nicht schlecht. Da sagte er mir das ich bei meinem Vorstellungstermin, es handelt sich um einen Hausmeisterposten wo hautsächlich Renovierungsarbeiten anfallen, keine überhöhten Lohnforderungen an den Arbeitgeber stellen möcht, da mir dadurch das ALG II gestrichen werden könnte.

Simmt das?

Ich denke man sollte durch Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten können.
Da die Leistung der ARGE für meine BG schon bei ca. 1170€ liegt, müsste ich für viel weniger wie 1170€ arbeiten gehen?


Danke
 

FrankyBoy

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#2
Ich habe nächste Woche ein Vorstellungstermin.
Nun hat mich der Sachbearbeiter der mir den Job vermittelt hat gefragt,
was ich denn für Lohnvorstellungen hätte. Ich bin gelernter Maler, verheiratet mit Kind. Ich sagte ihm so 1400€ fände ich nicht schlecht. Da sagte er mir das ich bei meinem Vorstellungstermin, es handelt sich um einen Hausmeisterposten wo hautsächlich Renovierungsarbeiten anfallen, keine überhöhten Lohnforderungen an den Arbeitgeber stellen möcht, da mir dadurch das ALG II gestrichen werden könnte.

Simmt das?

Lohn- bzw. Gehaltsfragen sind Vereinbarungen, die frei verhandelbar sind und da der Art. 2 Abs. 1 GG noch nicht geändert wurde, hast du ein verfassungsgemäßes Recht auf Vertragsfreiheit - dein Arbeitsvermittler ist also nicht im Recht!

Ich denke man sollte durch Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten können.
Da die Leistung der ARGE für meine BG schon bei ca. 1170€ liegt, müsste ich für viel weniger wie 1170€ arbeiten gehen?


Danke
Mehr dazu: Vertragsfreiheit – Wikipedia

P. S. Gucke mal hier rein, wie du dein Einkommen alternativ aufbessern kannst - ich finde dieses Gesetz jedoch zum :icon_kotz2:
http://www.elo-forum.org/alg-ii/33650-%C4nderungen-01-01-2009-%FC-sgb-ii-hartz-iv.html
 

Rote Socke

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#3
...keine überhöhten Lohnforderungen...

Was versteht der unter überhöhten Lohnforderungen?


1400€ sind keine überhöhten Lohnforderungen.

Guck doch mal was der Tariflohn ist.
 

n8schicht

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#4
@FrankyBoy
:icon_mrgreen: Wenn ich dem mit Vertragsfreiheit komme und dadurch kein Job zustande kommt wird er glaube ich böse:icon_dampf:

Ich sagte ihm schon das ich es nicht für richtig halte das der Staat Firmen unterstüzt die Sklavenlöhne zahlen und dann vom Steuerzahler augestockt werden müsse. Da sagte er nur, das wäre Politik. Da sagte ich das ich keine Arbeit unter dem Existenzminimum annehmen werde, das wäre meine Politik. :icon_party:

@Rote Socke
1400 € Netto halte ich auch nicht für überhöht.
Da hatte ich vor 20 Jahren als Junggeselle ja mehr Geld.

Nichts desto trotz würde es mich interessieren ob ich rechtlich gesehen jeden Dreckjob machen müsste, egal wie wenig mein Gehalt ist?
 

redfly

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#7
Mit dem Verdienst wirst du wohl kaum den Bedarf decken. Eure BG bleibt also weiterhin als ALG II-Aufstocker im Leistungsbezug.
 

n8schicht

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#8
Mit dem Verdienst wirst du wohl kaum den Bedarf decken. Eure BG bleibt also weiterhin als ALG II-Aufstocker im Leistungsbezug.
Als Arbeitsloser werde ich als Sozialschmarotzer dargestellt.
Und als Arbeitnehmer, darf der Staat die Sklavenlöhne noch aufstocken.


Danke Deutschland :icon_klatsch:
 
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#9
1400€ pro Monat ist unter Tarif bei Malern.

Äusserstes Minimum ist wohl der Tarif. Bei Zusatzkenntnissen (Hausmeister) sollte ein Zuschlag erfolgen. Auch wenn die Arbeitszeiten nicht üblich sind für Maleur
 

FrankyBoy

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#10
Seit Dezember 2003 existieren Mindestlöhne für Maler, die zum 01. April 2005 angepasst wurden. Ab 01. April 2008 findet die nächtste Anpassung statt (Vierte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Maler- und Lackiererhandwerk des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 20. März 2008, Bundesanzeiger Nr. 48 S. 1104 vom 28. März 2008):

alte Bundesländer (einschl. Berlin)
neue Bundesländer
Mindestlöhne 01. April 2005 bis 31. März 2008:
ungelernte Arbeitnehmer
7,85 €/Std.
7,15 €/Std.
gelernte Arbeitnehmer/Gesellen
10,73 €/Std.
9,37 €/Std.
Mindestlöhne 01. April 2008 bis 30. Juni 2009:

ungelernte Arbeitnehmer
8,05 €/Std.
7,50 €/Std.
gelernte Arbeitnehmer/Gesellen
11,05 €/Std.
9,65 €/Std.
Die Mindestlöhne Maler gelten nicht für Fahrzeuglackierer, die in stationären Werkstätten arbeiten.
farbe.de / Fahrzeuglackierer / Betriebsführung & Recht / Tarif- und Arbeitsrecht / Mindestlöhne Maler
Recherchiert doch mal bevor ihr Unsinn schreibt, danke Franky
 

ethos07

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#11
All diese Mindest- und Tariflöhne umgeht doch die ARGE indem sie dich ratzfatz als "Hilfskraft " vermittelt.

Was du früher mal warst, ist. sofern du ALGII beziehst, so gut wie nicht mehr von Belang.

Wenn du Hausmeister machen sollst - in welcher Position denn? Hilfskraft oder echter Hausmeister? - könntest du m.E. höchstens schauen, was Hausmeister heutzutage ortsüblich in deiner Gegend so in etwa verdienen.
 
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#12
1. Seit wann ist es denn die Aufgabe eines Hausmeisters hauptsächlich Renovierungsarbeiten durchzuführen?

2. Wenn man einen Gesellenbrief hat, dann ist man ja wohl keine Hilfskraft mehr. Selbst wenn, dann muss man auch nur Hilfstätigkeiten ausführen und die unterscheiden sich ja dann wohl ganz erheblich von der üblichen Tätigkeit. Eimer schleppen: Ja; Tapeten kleben: Nein.

Selbständiges Arbeiten wäre für mich jedenfalls keine Hilfstätigkeit mehr.
 

ethos07

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#13
Nichts desto trotz würde es mich interessieren ob ich rechtlich gesehen jeden Dreckjob machen müsste, egal wie wenig mein Gehalt ist?
es ist leider so, dass es keinen bestandsschutz für einmal erworbene qualifikationen mehr gibt - aber man kann sich natürlich trotzdem auf viellerlei arten wehren. Zumal bei sehr vielen jobcenter-vermittlungen- wie die vorposter schon sagten - die verlangten tätigkeiten überhaupt nicht mit der stellenbezeichnung übereinstimmen.
 

n8schicht

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#14
Ich war Donnerstag, mich bei der besagten Firma vorstellen.

Der Chef dort war aber in Urlaub und die Sekretärin der Firma hat mir einTreffen mit dem existieren Hausmeister dort vermittelt.

Diese Firma hatte auch per Zeitungsinserat diese Stelle ausgeschrieben.
Die suchen einen Maler und Lakierer.

Da hat die ARGE doch wie immer keinen Schimmer was die vermitteln.:icon_twisted:

Naja auf jeden Fall soll ich erst mal vorläufig auf 400€ anfangen und später eventuell Fest übernommen werden.

Mit den Überstunden sagte der Hausmeister mir wäre das auch kein Problem die könne man ja schwarz ausbezahlen:cool:

Ich hätte bevor ich anfange doch schon gern gewusst was ich verdiene!!!
Naja, ich meinem SB mitgeteilt das ich Montag auf 400€ dort anfange unter der Vorraussetzung das ich, weil ich ja kein Steuerpfichtiges Einkommen erziehle, nicht demnächst in einer Maßnahme der ARGE verschwinde.
Haben die bei mir schon mal gemacht, 400€ Job kündigen damit ich eine Maßnahme der ARGE machen kann.

Montag fange ich dort an und kläre erst mal meinen Stundenlohn.
Einen Stundenzettel habe ich mir auch erstellt, die mir der Hausmeister dort
zu Feierabend unterscheiben soll.
Ohne Vertrag bräuchten die ja garnichts zahlen, und so hätte ich deren Unterschrift.

Bin ja mal gespannt ob die mir Tariflohn oder Mindestlohn für Maler oder noch weniger anbieten, da ich als ALG II Bezieher ja jeglicher Rechte entzogen bin:icon_kotz: und nach Meinung der ARGE jeden Mist annehmen muss.


Ich werde berichten was mir dort angeboten wurde.
 
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#15
Mit den Überstunden sagte der Hausmeister mir wäre das auch kein Problem die könne man ja schwarz ausbezahlen:cool:

Und das glaubst du? Was ist daran cool? Machst du dich gerne strafbar und brauchst vielleicht noch einen Eintrag im Führungszeugnis? Mache deinen AG doch mal darauf aufmerksam, dass er weniger Kosten hat, wenn du auf 400,01 Euro-Basis arbeitest, das ist dann auch sozialversicherungspflichtig.

Ohne Vertrag bräuchten die ja garnichts zahlen, und so hätte ich deren Unterschrift.
Ohne Vertrag würde ich gar nicht arbeiten. Will die Arge bei einem 400-Euro-Job keinen Vertrag sehen?
Ich hätte bevor ich anfange doch schon gern gewusst was ich verdiene!!!
Hat er doch schon gesagt. 400€ und den Rest schwarz.

...
 

n8schicht

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#16
Was heist denn hier Strafbar machen?
Schwarzgeld hab ich ja nicht verlangt!

Ich weis nicht ob die ARGE einen Vertrag will.
Ich bin ja schon froh das ich nicht 4 Wochen Probearbeiten muss.


Zitat:
Ich hätte bevor ich anfange doch schon gern gewusst was ich verdiene!!!
Hat er doch schon gesagt. 400€ und den Rest schwarz.
Ich meinte eher den Stundenlohn.
Dann wüsste ich wieviel Stunden ich für 400€ arbeiten muss.
Ab heute gillt ja ein neuer Mindestlohn im Maler Handwerk.
11,79€ / Std oder so.
Unter dem müsste ich doch wohl nicht arbeiten oder?

Naja ich gehe da Montag hin um meinen guten Willen der ARGE gegenüber zu zeigen und eine Kürzung des Regelsatzes von 30% entgegen zu wirken.

Natürlich werde ich nicht schwarz dort arbeiten. Und natürlich werde ich nicht ohne einen gültigen Arbeitsvertrag dort anfangen.
 

FrankyBoy

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#17
Tja, die meisten 400,-- € Jobs gehen von einer 15 Std. Woche aus - liest man jedenfalls meistens.

Der Stundenlohn berechnet sich dann wie folgt: 15 X 4,33 (Woxche X 13/3 - amtliche Berechnung) wobei dan ein 65 Std.-Monat zugrunde liegt.

400,-- € / 65 Std. = 6,15 € Stundenlohn, also weit unter dem, was du haben müsstest; daher rate ich dir, die 10,73 €/Std. mal zu erwähnen.
 

ethos07

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#18
...
Naja auf jeden Fall soll ich erst mal vorläufig auf 400€ anfangen und später eventuell Fest übernommen werden.
Hier ist auch nicht ganz klar, ob das einfach ein Minijob werden soll, und die gehen meines Wissens doch von 0 bis 400 € ?


Ich hätte bevor ich anfange doch schon gern gewusst was ich verdiene!!!
Naja, ich meinem SB mitgeteilt das ich Montag auf 400€ dort anfange unter der Vorraussetzung das ich, weil ich ja kein Steuerpfichtiges Einkommen erziehle, nicht demnächst in einer Maßnahme der ARGE verschwinde.
Haben die bei mir schon mal gemacht, 400€ Job kündigen damit ich eine Maßnahme der ARGE machen kann.
Du weisst hoffentlich, dass du dich NIE mündlich mit deiner Arge /deinem SB absprechen sollst? - alles immer schriftlich - und mit Beleg. Das heisst entwederper Einschreiben oder per Fax oder mit Kopie, die du dir von der Arge bei Abgabe quittieren lässt. Damit allzeit klar ist, was ihr da wie ausmacht. Ansonsten ziehen sie solche "Spielchen" immer wieder mit dir ab.

Lies bitte nach und nach oben unter Behördenwillkür, wie man sich am besten wehrt.

Montag fange ich dort an und kläre erst mal meinen Stundenlohn.
Einen Stundenzettel habe ich mir auch erstellt, die mir der Hausmeister dort
zu Feierabend unterscheiben soll.
Ohne Vertrag bräuchten die ja garnichts zahlen, und so hätte ich deren Unterschrift.
Das scheint mir erstmal ne gute Idee. Vielleicht könntest du dir ja auch eine Begleitung organisieren, die dich am ersten Arbeitstag hinbegleitet und am Ende - nach Handyanruf - wieder abholt, sodass der Meister dort auch gleich sieht, dass da ein Zeuge ist?

Bin ja mal gespannt ob die mir Tariflohn oder Mindestlohn für Maler oder noch weniger anbieten, da ich als ALG II Bezieher ja jeglicher Rechte entzogen bin:icon_kotz: und nach Meinung der ARGE jeden Mist annehmen muss.
Hm, ganz so ist es nicht - aber die Lohndrückerei dank ALGII-Bezieher ist schon enorm. Sich zu wehren und nicht jeden Mist anzunehmen kostet einiges Wissen und Beharrlichkeit.

Was steht denn eigentlich im Vermittlungsvorschlag deiner Arge genau, als was du da vermittelt wirst?
Kannst du diesen Vermittlungsvorschlag hier einscannen (Namen schwärzen)?

Auch würde ich an deiner Stelle mich mit der für dich zuständigen Gewerkschaft unterhalten, wie die das sehen. In manchen Orten haben sie auch Gruppen für ALGII-Bezieher - da ist man dann nicht so auf sich allein gestellt. Ich denk, das wäre die IG BAU bei Dir?


Ich werde berichten was mir dort angeboten wurde.
Ja mach das bitte.
 

n8schicht

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#19
Danke ethos07 für die Ausführliche Antwort.

Ich habe mal das Schreiben der Arge so wie das Zeitungsinserat angeheängt.

Wenn ich den Mindestlohn zugrunde lege, müsste ich für 400 € ca 34 Std im Monat arbeiten. Am besten frage ich mal Montag meinen SB wie sich das mit dem Mindestlohn verhält, denn schließlich hat sich der Gesetzgeber was bei gedacht, unterstell ich einfach mal.
 

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ethos07

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#20
Nach meinem Eindruck des Vermittlungsvorschlags ist das wohl mal eine Vermittlung auf eine echte Stelle im ersten Arbeitsmarkt in deinem Beruf als Maler bei einer echten Immoblilienfirma.
Gemäß Vermittlungsvorschlag der ARGE würde das aber erst ab 1. April und zwar in Vollzeit losgehen.

Ob du dich nun umgehend am Mo dort als Minijober anstellen lässt, ist wohl deine Entscheidung.
Immerhin ist das Minijobben ja auch nur als Wahlmöglickeit aber nicht als Muss in der Anzeige des Arbeitgebers aufgeführt.
Daher würde ich am Montag zumindest den Arbeitgeber mal höflich darauf hinweisen, dass du von der ARGE auf die Festanstellung ab 1. April vermittelt wirst und nicht auf den Minijob. .
Und ihn auch fragen, ob er die Stelle der ARGE so gemeldet hat. Und wenn ja , weshalb das nun doch nur ein Minijob vorerst sein soll.

Alles nicht vorwurfsvoll , sondern ganz sachlich - dass du zum Leben eine Vollzeitstelle brauchen würdest. Dann käme ja eh erstmal die normale Probezeit.

Auch denke ich - bin da aber zu wenig in der Materie - dass du, so wie die Vermittlung und die Anzeige ausschaut, du auch den Tariflohn für Maler noch nachträglich über die Gewerkschaft einklagen könntest. Denn soweit ich sehe, steht nirgends etwas von Hilfstätigkeit. Und auch die Firma scheint keine Maßnahmeträger zu sein, sondern noch eine normale.

Allerdings verweist die ARGE für die genaue Stellenbeschreibung auf eine Anlage. Ist das die eingescannte Stellenanzeige oder noch ein weiteres Blatt?

Also auf jeden Fall bevor du den Arbeitsvertrag unterschreibst, nimmst den mit zum "überschlafen" - und dann würde ich mit diesem zur Gewerkschaft, um den prüfen zu lassen. Natürlich ohne das dem Arbeitgeber gegenüber an die große Glocke zu hängen.

Übrigens: das dir ein Hausmeister letzte Woche sagen konnte, auf welcher Basis du da angestellt wirst, verwundert eigentlich. Ist der für so etwas überhaupt zuständig?? Ich denke doch eigentlich eher nicht? Sondern da wird's doch irgendein zentrales Büro geben, wo die Personalangelegenheiten abgewickelt werden? Und dir gesagt wird, wer wie dich einzuweisen hat?

Vermutlich müsstest du richtig als eigenständiger Maler dort auftreten. Und nicht dich gleich von Anfang an irgendjemandem, der ev. gar nicht dein Vorgesetzter sein wird, unterstellen... so kommt mir das jedenfalls im Moment vor.
 

n8schicht

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#21
Allerdings verweist die ARGE für die genaue Stellenbeschreibung auf eine Anlage. Ist das die eingescannte Stellenanzeige oder noch ein weiteres Blatt?
Das beigefügte Blatt bzw 2 Blätter, sind die Rechtsfolgebelehrungen, und ein Antwortschreiben meinerseits an die ARGE falls ich den Job nicht und wenn doch wann antreten kann. Also die Standartschreiben.

Das eingescannte Inserat habe ich aus einer Zeitung, da hat die Immoblilienfirma außer bei der ARGE, über die Zeitung Bewerber gesucht.

Ich habe das nur mal so mit angehangen damit ersichtlich wird das die tatsächlich einen Maler suchen und nicht fälschlicherweise einen Hausmeister wie die ARGE meinte.

Übrigens: das dir ein Hausmeister letzte Woche sagen konnte, auf welcher Basis du da angestellt wirst, verwundert eigentlich. Ist der für so etwas überhaupt zuständig?? Ich denke doch eigentlich eher nicht? Sondern da wird's doch irgendein zentrales Büro geben, wo die Personalangelegenheiten abgewickelt werden? Und dir gesagt wird, wer wie dich einzuweisen hat?
Naja der Hausmeister hat in der Immoblilienfirma angerufen und mit der Sekretärin gesprochen, weil ich wissen wollte was mein Einkommen sein solle.

Da wie gesagt der Chef in Urlaub ist und erst Montag zu sprechen sein wird, werde ich da morgen schon mal anfangen auf 400€.

Aber gut zu wissen das dort in dem Schreiben der ARGE ab dem 1.4.2009 als Festeistellung.
Da werde ich dann mal höflich drauf hinweisen.

Wie gesagt die Immoblilienfirma ist in Norddeutschland und die Stelle die besetzt werden soll im Ruhrgebiet.
Da gehe ich auch stark von aus das ich selbständig arbeiten muss.
Hab ich aber kein Problem mit wenn ich nicht verarscht werde.

Naja und ein Hausmeister hat ja noch lange keine Ahnung von Malerarbeiten so das er mich anleiten könnte wie ich zu arbeiten habe.

Ich werde morgen erst einmal uneinvorgenommen dort hin gehen, und anschließend zur ARGE, denen mitteilen wie der erste Arbeitstag verlaufen ist, und wie das nach dem 1 April weiter geht.
 

burki

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#22
Hi,
wollte nur anmerken:
1400 EUR netto entsprechen bei Steuerklasse III + 1x Kinderfreibetrag etwas 1774 EUR brutto, was wiederum (bei 160 h) etwa 11,09 EUR/h sind.
--> das hat keineswegs etwas mit Lohndumping zu tun...
Gruss
burki
 

n8schicht

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#23
Habe heute mit dem Chef der Firma kurz am Telefon gesprochen.

Es ist eine Vollzeistelle aber erst einmal für 3 Monate.

Stundenlohn wäre 11 €.

Da werde ich nochmal mit dem Chef reden denn der Mindestlohn liegt bei 11,79€,
das ist mir heute morgen auch garnicht eingefallen.
Unterschrieben habe ich ja auch noch nichts.
 

ethos07

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#24
Hi, das hört sich aber doch schon recht vernünftig an. Ev. erstmal abwarten, was genau im vertrag steht und damit dann zuerst zur Gewerkschaftsberatung - bevor du den Chef gleich sofort vergraulst?
Denn bislang hört es sich m.E. allemal korrekter an als das Meiste, was die ARGEN einem sonst so andrehen .

Bleib am Ball und berichte bitte hier weiter!
 
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#25
Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Willst Du nun arbeiten oder nicht?
Falls ja, dann beweg Deinen zarten Hintern am Montag zur Arbeit, und sei froh, daß Du von der Arge weg bist!

Regensburger
 

ethos07

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#26
Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Willst Du nun arbeiten oder nicht?
Falls ja, dann beweg Deinen zarten Hintern am Montag zur Arbeit, und sei froh, daß Du von der Arge weg bist!

Regensburger
Ich denke doch , Regensburger, da tust du N8schicht vermutlich unrecht: er war doch heute bereits uff Arbeit und will die Stelle durchaus auch, so wie ich ihn verstanden habe. Sofern alles damit soweit in Ordnung ist.
 

n8schicht

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#27
Natürlich möchte ich arbeiten.

Ich möchte einfach nur fair behandelt werden.
Und nicht weil ich ALG II Bezieher bin, von jedem SB oder Arbeitgber als Freiwild behandelt werde.

Ich denke auch das dieser Job ein tolles Angebot sein wird.
Bin jetzt den dritten Tag dort, und arbeite allein und treffe meine Entscheidungen selber. Nur der Hausmeister schut morgens, ob ich auch pünktlich bzw überhaut da bin.
Ist ja ok wenn man bedenkt was die alles für Leute vom Arbeitsamt geschickt bekommen. Aber auch das wird sich legen wenn die merken das ich zuverlässig
und pünktlich bin.
 

Jesaja

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#28
Ich stelle hier mal den Link rein zu dem gleichnamigen Report der gestern im ZDF lief :

ZDF.de - 37 Grad

Die Doku ist über einen entsprechended Player anrufbar.
 

n8schicht

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#29
Ein erschütternder Bericht, der meinen Eindruck über Zeitarbeitsfirmen nur bestätigt.
Ich werde nie für Zeitarbeitsfirmen arbeiten, beim Arbeitsamt hab immer zugesehen das die mir solche Müllstellen nicht anbieten.

Ich verstehe auch unsere Politik nicht, die heute Löhne fördert wo abzusehen ist das es später Altersarmut geben wir die wieder unsere Solidargemeinschaft aufstocken muss.

In dem Beitrag ist sehr schön zu sehen das es den Zeitarbeitsfirmen nicht um die Personen geht, nicht mal um deren Fachliches können, sondern nur um Kohle.

Schade nur, das es Menschen gibt, die auf solche Drecksfirmen angewiesen sind.
=============================

In meiner Sache möchte ich berichten, das ich bis heute noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben habe, weil ich noch niemanden von der Firma selbst gesehen habe.

Am Freitag rief mein SB auf meinem Handy an, das er mich zu 80% beim örtlichen Baubetriebshof unsrer Stadt untergebracht habe. Ich habe da mal einen 1 € job gemacht vor 2 Jahren und einen guten Eindruck hinterlassen. Nun ist der angestellte Maler Krankheitsbedingt ausgefallen und die brauchen schnellst Möglich Ersatz.

Als ich meinem SB mitteilte ich könne ja mal eben in der ARGE vorbeischauen, weil ich ja gegenüber arbeiten würde, sagte er mir nur verdutzt das ich vorscihtig sein sollte und meine Schwarzarbeit nicht so laut erwähnen sollte.

Ich dann total verwirrt weil ich ja vorletzte Woche Donnerstag meinem SB mitteilte das ich ab Montag dem 16.03 bei der Firma anfange die er mir als Vermittlungsvorschlag angeboten habe.

Ich also am Telefon, wie Schwarzarbeit? Die Stelle haben sie mir doch vermittelt!!

Naja wie auch immer. Ich zur ARGE gelaufen und meinen zuständigen Sachbearbeiter gefragt ob es denn in meiner Akte einen Vermerk gäbe das ich schon seit 5 Tagen arbeite. Ne das steht nichts, sagte mir dieser und ich müsse auf der Hut vor dem Zoll sein!!!

Haha sind die drollig, vermitteln mir eine Stelle die ich annehme dort noch Bescheid sage, und dann solche Sprüche.

Ich habe meinem SB gesagt, er solle das in meiner Akte vermerken, und noch dazu schreiben das ich noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben habe, und auch noch kein Geld bekommen habe, so das mir am Monatende nicht das Geld der ARGE einbehalten wird für einen Lohn den ich noch nicht erhalten habe.


Vortsetzung folgt.....
 
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