• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

arbeiten ohne Arbeitsvertrag

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Hi ihr,

ich habe Probleme mit einem potenziellen Arbeitgeber. Ich hoffe, mein langer Text findet Beachtung.

Ich, 33, arbeitslos, bin durch einen Bekannten auf eine Stelle aufmerksam geworden. Dort habe ich angerufen. Auskunft: die Stelle ist noch frei. Ich habe meine schriftlichen Unterlagen fertig gemacht und gleichzeitig meinem Sachbearbeiter Bescheid gegeben. Er sagte, die Stelle wäre auch in der Jobbörse zu finden und er hat sie mir gleich ausgedruckt und zugeschickt (VV). Die Eckdaten der Stelle habe ich also schriftlich: Bürokauffrau, Teilzeit, Arbeitsort XY.

Jetzt arbeite ich seit Montag in der Firma am Standort XY. Ich habe zwar eine Stechkarte, aber noch keine Infos darüber bekommen, wie meine Arbeitszeiten (bzw. wie viele Stunden es werden sollen) sind oder wie viel ich verdiene. Mein Chef ist sich noch nicht sicher, ob er mich in Teilzeit oder Vollzeit haben möchte, ob er mir eine ¾-Stelle oder mir einen Minijob anbietet...

Ich ordne das alles mal chronologisch:

- Am 15. wurde mir mitgeteilt, dass ich am 26. meinen ersten Arbeitstag hätte. Bis dahin bin ich davon ausgegangen, es handele sich um die ausgeschriebene Stelle „Bürokauffrau, Teilzeit, Arbeitsort XY“

- Am 26., das war letzten Montag, bin ich hingekommen und habe angefangen zu arbeiten. Eine Stechkarte habe ich schon bekommen. Mir wurde gesagt, den Arbeitsvertrag würde ich Dienstag erhalten.

- Am 27., das war der Dienstag, habe ich keinen Arbeitsvertrag erhalten. Kurz vor Feierabend sagte mir der Chef lediglich, dass ich ab Morgen für die ersten 6 Monate am Standort Z arbeiten würde (nach den 6 Monaten sollte ich wieder an den Standort XY wechseln sollte), und dass ich die Arbeitszeiten mit dem dortigen Chef besprechen solle, und dass ich genausoviel verdienen würde wie seine ehemalige Angestellte Frau X. Auf meine Frage, wie viel das denn ist, hat er gesagt, er wüsste es nicht aus dem Kopf. Ich habe dann meine Büroleiterin gefragt, doch die konnte es mir auch nicht sagen. Dafür sagte er mir zu, die Fahrkarte zu bezahlen, weil Standort Z ein weiter entfernt ist.

Da ich keine weiteren Infos bekommen habe, habe ich meinem Sachbearbeiter im Jobcenter Bescheid gegeben. Er sagte, er rufe in der Firma an, um sich selbst zu informieren.

- Ich war am Mittwoch am Standort Z und habe dort gearbeitet. Über meine Arbeitszeiten habe ich erfahren, dass ich am Freitag (das ist heute!) erstmal um 9 Uhr anfangen soll und bis 18 Uhr arbeiten soll. Ob das immer so bleibt, würde ich am nächsten Montag erfahren.

Was das arbeiten angeht, habe ich gesehen, dass ich etwas völlig anderes machen soll als in der Stellenbeschreibung steht. Ich soll Gefahrgut bearbeiten. Ich kenne mich damit nicht aus. Und unterschreiben darf ich die Papiere aus rechtlichen Gründen auch nicht. Mir wurde ein Handbuch in die Hand gedrückt und man sagte: mach mal irgendwie.

Abends habe ich gesehen, dass mir mein Sachbearbeiter eine E-Mail geschickt hat, in der stand, dass mein Chef ihm mitgeteilt hatte, ich würde am Montag meinen Vertrag erhalten, dass ich 6 Monate lang am Standort Z arbeiten würde und VORAUSSICHTLICH nach Ablauf der 6 Monate an den Standort XY versetzt würde.

- Heute am Freitag, ich war schon aus dem Haus, hat mich mein Chef vom Standort Z auf dem Handy angerufen um mit mitzuteilen, dass ich heute nicht kommen muss. Wenn er mich braucht, würde er mich vielleicht später nochmal anrufen. Ich soll dann „schnell“ vorbeikommen. Von schnell kann keine Rede sein, weil ich fast 2 Stunden Anfahrt habe...

- Vor 10 Minuten habe ich einen zweiten Anruf von meinem Chef am Standort Z erhalten. Er sagte, ich solle am Montag um 9 Uhr dort sein. Ich sagte, ich werde am Montag erstmal zum Standort XY fahren, um mir dort meinen Arbeitsvertrag zu holen. Daraufhin hat er einfach aufgelegt.

Um ehrlich zu sein, habe ich überhaupt keine Lust, weiterhin dort zu arbeiten, bevor ich einen Arbeitsvertrag habe. Das ist auch eine Kostenfrage. Die Monatskarte würde mich immerhin 160 EUR kosten! Ohne Vertrag kann ich nicht sicher sein, dass ich das Geld wieder reinarbeite.

Kann ich das tun, ohne Ärger mit dem Jobcenter zu bekommen?

Und wie gesagt: ich habe keinen Plan, was für eine Stelle ich bekommen soll.

+++++

PS: Ich habe in dieser Firma letztes Jahr schon 6 Wochen Praktikum gemacht und wurde dann doch nicht genommen. Mein Bekannter in dieser Firma hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass wieder eine Stelle dort frei ist und ich mich bewerben kann, was ich auch getan habe.

Ich fühle mich hängen gelassen und möchte eigentlich auch nicht, dass man mir kurz vor Arbeitsbeginn sagt, dass ich doch nicht kommen soll. Damals nach dem Praktikum wars genauso. Es kam ein Anruf, dass ich nicht mehr vorbeikommen soll und dann gabs statt einem Arbeitsvertrag einen Tritt in den Hintern. Damals war ich wohl nur eine kostenlose Urlaubsvertretung.
 

Snickers

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Feb 2013
Beiträge
2.547
Bewertungen
855
Ohne Arbeitsvertrag würde ich da gar nicht hinfahren! Das würde ich auch meinen SB schriftlich mitteilen.
Du bist doch gar nicht versichert! Und sollst Dinge machen die du nicht machen darfst. Willst du dir das wirklich antun?

Wenn du den Arbeitsvertrag hast, kannst du ihn hier ja mal einstellen, unterschreiben würde ich ihn allerdings nicht.
Hast du mal nach dieser Dubiosen Firma gegoogelt?
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Naja, das ist ja das Problem. Es war doch geplant, dass ich am ersten Tag erscheine und den Arbeitsvertrag unterschreibe. Dann wurde ich auf den nächsten Tag vertröstet und dann sofort versetzt.

Das Jobcenter weiß, dass ich dort arbeite. Daher nehme ich an, ich bin übers Jobcenter versichert?

Googlen muss ich nach der Firma nicht. Die existiert wirklich. Habe ich mit eigenen Augen gesehen. ;-)
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Wie lange hätte ich denn Zeit, den Arbeitsvertrag zu unterschreiben?
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Es gibt ja auch mündlich vereinbarte Arbeitsverträge! Allerdings kann man aus solchen Arbeitsverträgen in der Regel nur schwer seine Ansprüche geltend machen, weil ja nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer selbst den Inhalt des mündl. "Arbeitsvertrages" kennen.

Das Einigste was bekannt ist, dass es sich um eine Teilzeitstelle handelt. Mithin sind Probleme in Sachen korrekter und fairer Entlohnung aus meiner Sicht schon vorprogrammiert.

Ich würde an Deiner Stelle keinen Tag weiter dort arbeiten bevor ich nichts Schriftliches habe. Es ist auch nicht zumutbar hier zu arbeiten ohne überhaupt die Arbeitszeit und die hieraus resultierende Vergütung zu kennen.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Es ist fraglich, ob ich überhaupt einen mündlichen Arbeitsvertrag habe (da ich schon mit dem Arbeiten begonnen habe, bevor ich den Vertrag unterschrieben habe, hätte ich ansonsten sogar schon einen UNbefristeten Vertrag in der Tasche!!!), weil sich der Chef sich wie folgt dazu geäußert hat:

"Ich weiß nicht, wie wir Sie brauchen. Ich überlege noch, ob wir Sie Vollzeit, Teilzeit, 3/4-Stelle oder als Minijobberin einstellen werden."

Aber: Da nichts vereinbart wurde, könnte ich mich selbst vor einem Arbeitsgericht auf nichts berufen.

Fakt ist nur, dass ich dort mit Erlaubnis des Jobcenters dort arbeite und alle Kosten selbst trage.

Ich nehme den Tipp an, nicht mehr dorthin zu gehen, bevor ich nicht was schriftliches in der Hand habe. Um eventuelle Sanktionen mache ich mir dann einen Kkopf, wenn es so weit ist. Sonst werde ich noch verrückt.

Am MO stelle ich den Vertrag hier mal ein.

Danke für eure Hilfe!
 

Snickers

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Feb 2013
Beiträge
2.547
Bewertungen
855
Ich würde an Deiner Stelle keinen Tag weiter dort arbeiten bevor ich nichts Schriftliches habe. Es ist auch nicht zumutbar hier zu arbeiten ohne überhaupt die Arbeitszeit und die hieraus resultierende Vergütung zu kennen.
Und es sollte auch eine ganz klare Stellenbeschreibung geben!
Und wenn der "Alte" wortlos auflegt...........könnte der mich mal Kreuzweise.
Sucht der für sich eine Pflegerin?

Jetzt arbeite ich seit Montag in der Firma am Standort XY. Ich habe zwar eine Stechkarte, aber noch keine Infos darüber bekommen, wie meine Arbeitszeiten (bzw. wie viele Stunden es werden sollen) sind oder wie viel ich verdiene. Mein Chef ist sich noch nicht sicher, ob er mich in Teilzeit oder Vollzeit haben möchte, ob er mir eine ¾-Stelle oder mir einen Minijob anbietet...
Der gehört doch in Behandlung! Würde mich an seinen Betreuer wenden............vielleicht weiß die SB wer das ist.
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Es ist fraglich, ob ich überhaupt einen mündlichen Arbeitsvertrag habe
Den mündl. Arbeitsvertrag hast Du in jedem Fall bzw. kannst ihn schon aufgrund des Vermittlungsvorschlages glaubhaft machen.

Das Abstreiten des "Arbeitgebers" hätte ja sonst zur Konsequenz, dass er sich strafbar gemacht hätte. (Schwarzarbeit)
 

joelle

Elo-User/in
Mitglied seit
10 Aug 2012
Beiträge
310
Bewertungen
78
schick ein fax an den ag, dass du gerne arbeiten kommst, aber vorher bis zum xx.xxx deinen arbeitsvertrag ausgehändigt haben möchtest, damit du weißt, zu welchen bedingungen er dich einstellt.

davon eine kopie an den sachbearbeiter mit nachweis für deine unterlagen.

warum? weil man so seine arbeitskraft anbieten kann und sich den weg offen hält, zu arbeiten, wenn der arbeitsvertrag doch noch kommt. manche arbeitgeber sind einfach nicht so schnell.

für mich hat es jedoch den anschein,als ob der ag dumme sucht, die seine arbeitsspitzen als aushilfe abfangen helfen und später sich dann an keine vereinbarung erinnern wird.

ohne schriftlichen arbeitsvertrag ist das rechte einklagen so eine sache, auch die entlohnung scheint noch nirgendwo vereinbart zu sein.
ein (mündlicher oder schriftlicher) arbeitsvertrag enthält meines wissens immer eine regelung zu arbeitszeiten und entlohnung, sonst kann man sich doch nicht einig werden?

unter diesen umständen kann man jedenfalls nicht davon ausgehen, dass ein vollzeit oder teilzeit arbeitsvertrag zu stande gekommen ist.

deshalb ist es super, dass du den kontakt zum sachbearbeiter aufgenommen hast.

wenn nämlich etwas passiert auf der arbeit und nicht klar ist, ob du nun dort arbeitest, kommen dicke versicherungsrechtliche probleme auf alle zu.
also, immer alles dem amt melden und immer auch für sich selbst einen nachweis haben, damit alle bescheid wissen.

richtig ärger kann eigentlich nur der arbeitgeber bekommen, wenn er nämlich leute beschäftigt, die er nicht angemeldet hat. das ist dann schwarzarbeit... und das kann und darf die arbeitsagentur nicht unterstützen.
 

SB Feind

Elo-User/in
Mitglied seit
18 Feb 2013
Beiträge
946
Bewertungen
456
Einige Leute verstehe ich nicht, warum tust du ohne Arbeitsvertrag dort malochen? Und noch schlimmer das du auf eigene Kosten da noch hinfährst.

Hättest dem Chef mal sagen sollen das du erst ein Vertrag haben möchtest dann lässt du dich auch wieder blicken und sag Ihm er soll dir die Fahrkosten erstatten.
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Bewertungen
522
Ich habe jahrelang ohne schriftlichen Arbeitsvertrag gearbeitet, alles kein Problem, nur alles wesentliche sollte geklärt sein
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Ich denk mal die letzten Tage waren auf Probe.:icon_pfeiff:

Schau das Du am Montag einen Vertrag bekommst
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Bewertungen
17.047
Ich habe jahrelang ohne schriftlichen Arbeitsvertrag gearbeitet, alles kein Problem, nur alles wesentliche sollte geklärt sein
War klar, dass so etwas von Dir kommen musste. Nur sind nicht alle solche Supermänner wie Du.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Ich denk mal die letzten Tage waren auf Probe.:icon_pfeiff:
Nönö, ich habe dort letztes Jahr 6 Wochen "Praktikum" (hat sich als kostenlose Urlaubsvertretung rausgestellt) gemacht und der versprochene Arbeitsvertrag kam damals schon nicht.

Probearbeiten muss ich nicht mehr. Ich bin schon voll eingearbeitet. Zumindest für den ersten Firmenstandort.

Läge die Sache anders oder wäre es ein anderer Arbeitgeber, hätte ich gerne ein paar Tage probegearbeitet oder auch noch ein Weilchen auf den Vertrag gewartet.

Ich bin gutmütig, aber nicht vollverblödet (hoffe ich ;-) ).
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Hallo,

ich wünsche mir auch so einen unkomplizierten Arbeitgeber, bei dem ein Handschlag und ein Versprechen noch etwas Wert sind.

Die gesetzlichen Regelungen sind mir bekannt. Die Infos im Link beziehen sich allerdings auf einen mündlich geschlossenen Arbeitsvertrag. In meinem Fall trifft das leider nicht auf mich zu, da mein Arbeitgeber klar sagte, er sei sich nicht sicher, welche Stelle er anbietet. Das ist ein arbeitsrechtlicher Unterschied. Ich habe demnach keinen mündlichen Arbeitsvertrag, auf den die gesetzliche Regelung anzuwenden ist. Nur das Versprechen, dass eine Stelle geschaffen werden soll, über die man sich noch nicht im Klaren ist. Das ist unabhängig von einem Lohnanspruch.

Zur Erklärung: Im für mich schlimmsten Fall könnte mein Chef behaupten, ich sei nur eine zweiwöchige Urlaubsaushilfe. Demnach hätte ich zwar einen Anspruch auf Bezahlung, aber mit einem Festvertrag ist es Essig. Das möchte ich nicht.

Es ist nicht so, dass ich einfach ins Blaue hineinarbeiten kann, weil ich auch noch das Jobcenter im Nacken habe, das mich derzeit bezahlt. Und was passiert, wenn ich von einem anderen Arbeitgeber eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalte? Das müsste ich von Seiten des Jobcenters wahrnehmen, dürfte es aber von Seiten meines derzeitigen Chefs nicht. - Was ist denn das für eine Logik?

Außerdem kann ich ohne schriftlichen Arbeitsvertrag beim Jobcenter keine Erstattung meiner Fahrtkosten beantragen. Und die kann ich mir ab Montag definitiv nicht mehr leisten. Ich habe schon genug aus eigener Tasche bezahlt.

Daher warte ich ab, was am Montag im Vertrag steht.
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jun 2012
Beiträge
1.421
Bewertungen
377
[...]

Die gesetzlichen Regelungen sind mir bekannt. Die Infos im Link beziehen sich allerdings auf einen mündlich geschlossenen Arbeitsvertrag. In meinem Fall trifft das leider nicht auf mich zu, da mein Arbeitgeber klar sagte, er sei sich nicht sicher, welche Stelle er anbietet. Das ist ein arbeitsrechtlicher Unterschied. Ich habe demnach keinen mündlichen Arbeitsvertrag, auf den die gesetzliche Regelung anzuwenden ist. Nur das Versprechen, dass eine Stelle geschaffen werden soll, über die man sich noch nicht im Klaren ist. Das ist unabhängig von einem Lohnanspruch.

Zur Erklärung: Im für mich schlimmsten Fall könnte mein Chef behaupten, ich sei nur eine zweiwöchige Urlaubsaushilfe. Demnach hätte ich zwar einen Anspruch auf Bezahlung, aber mit einem Festvertrag ist es Essig. Das möchte ich nicht.

[...]
Dein Chef ist ganz schön am Fuß, wenn er denkt, er könne sich so einfach aus der Affäre stehlen. Zumindest wenn du dir einen Anwalt nimmst. Dieser würde sich anbieten, wenn dein Chef dich nicht bezahlen will oder dich anderweitig entsorgen möchte.

Warum?

AV können wie alle Verträge auch "konkludent" geschlossen werden - d.h durch schlüssiges handeln.

Ferner besteht die Möglichkeit, der Begründung eines "faktischen Arbeitsverhältnisses", welches zur Annahme eines AV führt.

Aus deinem vorangegangenem Praktikum (6 Wochen) besteht evtl. noch ein Lohnanspruch - i.S.d § 612 BGB. Der solange er nicht verjährt ist, noch durchsetzbar ist.

Alles in allem, Ruhe bewahren und ggf. ohne zu zögern zum nächsten Anwalt rennen.

m.M

:icon_pause:
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Bewertungen
522
Außerdem kann ich ohne schriftlichen Arbeitsvertrag beim Jobcenter keine Erstattung meiner Fahrtkosten beantragen. Und die kann ich mir ab Montag definitiv nicht mehr leisten. Ich habe schon genug aus eigener Tasche bezahlt.
Ich habe meine Fahrtkosten auch ohne Arbeitsvertrag bewilligt bekommen, die SB hat erst gezickt sowas gäbe es nicht, aber der Vorgesetzte hat dieser dann erklärt das es früher allgemeinüblich war nur mündliche Verträge zu machen und es auch heute noch legitim ist
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Ich habe jahrelang ohne schriftlichen Arbeitsvertrag gearbeitet, alles kein Problem, nur alles wesentliche sollte geklärt sein
Wie sollte ohne schriftl. Arbeitsvertrag das Wesentliche rechtsverbindlich geklärt werden? :icon_kinn:

Auch ist alles solange kein Problem, bis man dank seiner Blauäugigkeit irgendwann mal ganz gewaltig auf die Schnute gefallen ist!

Ich halte es für grob fahrlässig, anderen auch noch einen mündlichen Arbeitsvertrag als das "Normalste" der Welt verkaufen zu wollen!

Oder bist Du auch nur einer von diesen abartigen Sozialfaschisten, die hier nur als Maulwurf für den asozialen und diffamierenden Gesetzgeber agieren? Sorry ist ja nur ne Frage!
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Das macht das Gesetz und / oder die Rechtsprechung schon von alleine. :wink:
Deine Beiträge haben mir sehr weitergeholfen. Dankeschön. :)

Da schließt sich jetzt allerdings eine Frage an:

Angenommen, ich würde am Montag keinen Vertrag bekommen und mich auf die gültige Rechtsprechung berufen... Das würde auch bedeuten, ich könnte meinem Arbeitgeber nicht die Pistole auf die Brust setzen und sagen "hey, ich komme nicht mehr, bis ich einen Vertrag habe", weil ich mich in der Arbeitspflicht befinde?

Es wird halt grade wirklich sehr seeehr eng mit den Fahrtkosten. Und wie schon geschrieben, erhalte ich die vom Jobcenter erst (es geht hier um den Grundfreibetrag, den ich für die Fahrkarte aufwenden muss), wenn ich etwas Schriftliches vorlege. Bzw. wenn es eine Vollzeitstelle wird, bekomme ich mein Gehalt und kann sie mir selbst leisten. Die Fahrkarte aus dem Regelsatz zu bestreiten ist nahezu unmöglich. Daher meine Idee mit der "vorläufigen Arbeitsverweigerung".
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jun 2012
Beiträge
1.421
Bewertungen
377
[...]
Da schließt sich jetzt allerdings eine Frage an:

Angenommen, ich würde am Montag keinen Vertrag bekommen und mich auf die gültige Rechtsprechung berufen... Das würde auch bedeuten, ich könnte meinem Arbeitgeber nicht die Pistole auf die Brust setzen und sagen "hey, ich komme nicht mehr, bis ich einen Vertrag habe", weil ich mich in der Arbeitspflicht befinde?[...]
Nun. Das wäre doof, dann wüsstest du aber immerhin, wie du stehst.

Es bietet sich dann vielmehr an, ihm die Pistole auf die Brust setzen zu lassen - durch eine Feststellungsklage (§ 256 Abs. 1 ZPO).
Wobei dafür bestimmt Voraussetzungen vorliegen müssen, die auf ein AV schließen lassen - wie z.B: Eingliederung in den Betriebsablauf; Unterordnung unter die Dispositionsbefugnis des "AG" etc. Bei dem vorgehen kann dir aber nur ein Anwalt vor Ort helfen.

[...]
Daher meine Idee mit der "vorläufigen Arbeitsverweigerung".
Wenn es dir ernst ist, sollte das nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen werden.

m.A

:icon_pause:
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Das macht das Gesetz und / oder die Rechtsprechung schon von alleine.
Was für einen Floskel!

Hier dürfte allenfalls der Arbeitgeber obsiegen, wenn er nur 2,- € / Std. zahlt, weil der Arbeitnehmer mangels Arbeitsvertrages nicht nachweisen kann, dass in etwa 10,50 € + 2,- € Schichtzuschlag mündl. vereinbart worden waren.

Rechtsprechung?

Irgendwie haben einige immer noch nicht begriffen, dass das Recht in einer Kapitaldiktatur nur in Ausnahmefällen auch "Im Namen des Volkes" gesprochen wird.

Die Gesetze schreiben doch letztlich nur die Lobbyisten des Kapitals. Die Marionetten, welche insbesondere in der KroKo sitzen, winken die Ass.i-Gesetze doch nur noch zum Schein einer „Demokratie“ durch.

Ich kann ja mal mit der Latte von Urteilen anfangen, die der europäische Gerichtshof für Menschenrechte aber auch der Europäische Gerichtshof hier schon gegen Deutschland, wegen der Missachtung der Menschenrechte durch die deutsche Gerichtsbarkeit insbesonder zu unfairen Verfahren aber auch in etwa wegen der Befangenheit der Landesdatenschutzbeauftragten ect pp., verhängte. Von den Verurteilungen der vereinten Nationen usw. hier mal ganz zu schweigen.
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jun 2012
Beiträge
1.421
Bewertungen
377
Was für einen Floskel!

[...]

Hier dürfte allenfalls der Arbeitgeber obsiegen, wenn er nur 2,- € / Std. zahlt, weil der Arbeitnehmer mangels Arbeitsvertrages nicht nachweisen kann, dass in etwa 10,50 € + 2,- € Schichtzuschlag mündl. vereinbart worden waren.

Rechtsprechung?

[...]

Wie wäre es z.B mit:

§ 612 Abs. 2 BGB - Vergütung

(...)

(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen.
oder

§ 1 BurlG - Urlaubsanspruch

Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.
i.V.m

§ 3 Abs. 1 BUrlG - Dauer des Urlaubs

(1) Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage.

(...)
Bezüglich der Rechtsprechung:

Der § 612 Abs. 2 BGB z.B, wird durch die Rechtsprechung ausgelegt. Letztendlich erzählt der Richter dem AG, was er zu zahlen hat. Das dabei vorrangig Tarifverträge herangezogen werden, ist selbsterklärend - siehe Wortlaut § 612 Abs. 2 BGB.

Aber klar, alles nur leere Floskeln.

m.M

:icon_pause:
 

Aras

Elo-User/in
Mitglied seit
17 Jun 2012
Beiträge
572
Bewertungen
88
Hier ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag entstanden, der den Kündigungsfristen des BGB unterliegt. In der Probezeit sind das zwei Wochen. Es wurde nichts zu einer Probezeit gesagt, daher könnte man auch von vier Wochen Kü-Frist ausgehen.

Jeder Tag, an dem du keine Kündigung erhälst, verlängert die Zeit, in der dir Gehalt gezahlt werden muss.

Der Arbeitsvertrag ist konkludent durch die Aufnahme der Beschäftigung und Durchführung von Arbeitsaufträgen entstanden.

Zweimal lässt man sich nicht vom selben Verein verarschen, mein VorrednerIn hat das weitere dazu geschrieben.

Wenn man sich ein bisschen mit Gesetzen beschäftigt, dann sollte man nicht sofort auf was schriftlichem bestehen, Gesetze kann man auch zu seinen eigenen Gunsten nutzen (auch wenn es sich als H4-Bezieher oft nicht so anfühlt)

Die wesentlichen Bedingungen des AV sind übrigens spätestens nach vier Wochen schriftlich festzulegen, was nicht bedeutet, dass der gesamte AV schriftlich sein muss.

Wenn der Arbeitgeber von seinem Glück erfährt, könnte es sinnvoll sein, wenn du Kontakt zur Gewerkschaft aufnimmst, das ganze wird ggf. vorm Arbeitsgericht landen... (vorausgesetzt, du gehst morgen arbeiten und der AG ist wirklich so böse wie vermutet)
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Bewertungen
522
Wie sollte ohne schriftl. Arbeitsvertrag das Wesentliche rechtsverbindlich geklärt werden? :icon_kinn:

Da gilt dann das Gesetz, und das kann unterm Strich sogar ein Vorteil sein, ich hatte vom ersten Tag an damit einen Festvertrag ohne Probezeit, aber Dauer ABO Besitzer vorm Sozialgericht die unter Verfolgungswahn leiden können nicht so weit denken....:icon_mrgreen:
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Da gilt dann das Gesetz, und das kann unterm Strich sogar ein Vorteil sein, ich hatte vom ersten Tag an damit einen Festvertrag ohne Probezeit, aber Dauer ABO Besitzer vorm Sozialgericht die unter Verfolgungswahn leiden können nicht so weit denken....:icon_mrgreen:

Du bist nur am beleidigen
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Bewertungen
522
Du bist nur am beleidigen

Wo ist da eine Beleidigung?

Was ich ausspreche ist die Realität und in der lebe ich im Gegensatz zu euch ignoranten Dauernörglern und Prozesshanseln die realitätsfremd in einer selbst geschaffenen Traumwelt dahin vegitieren, nach dem Motto:

unser täglich SGB II gib uns heute

Wenn ich nichts zum jammern habe dann kann ich nicht existieren :icon_mrgreen:

@Domino: Ich muss nichts verändern, ich komme in dieser realen Welt klar und muss mir nicht wie andere täglich die eigenen Taschen voll lügen
 
E

ExitUser

Gast
@Domino: Ich muss nichts verändern, ich komme in dieser realen Welt klar und muss mir nicht wie andere täglich die eigenen Taschen voll lügen
Weißt Du was?
Du lässt Dir zu viel gefallen, und sagst zu schnell zu allem ja.
Das ist ein Zeichen von Ängstlichkeit. Alles gefallen lassen, dann wirst Du in Ruhe gelassen, toll.
Das gleiche gilt für die harte Sau, die in Wirklichkeit wohl ein ängstliches Ferkelchen ist.
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Was bringen 30 Seiten Arbeitsvertrag,wenn einen dann die ganzen Auslassungen und Verdrehungen doch nichts nützen wenn es hart auf hart kommt.:icon_kinn:
Im Gegensatz dazu wenn mah sich auf ein Wort noch verlassen kann,ist die Welt noch in Ordnung.:icon_daumen:
Ich arbeite seit 4 Jahren ohne Vertrag,sozusagen als freier Mitarbeiter arbeite eigentlich nur wenn ich mag,aber an ein paar Regeln muß man sich schon halten.:biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Was bringen 30 Seiten Arbeitsvertrag,wenn einen dann die ganzen Auslassungen und Verdrehungen doch nichts nützen wenn es hart auf hart kommt.

Deswegen sollte man sich auch das Recht nehmen, den Vertrag prüfen zu lassen.
Ich würde ohne schriftlichen Vertrag keinen Handschlag machen.

Aber wenn jemand sein Recht beim SG einfordert, dann hat er direkt ein Abo:icon_kinn:
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Bewertungen
522
Weißt Du was?
Du lässt Dir zu viel gefallen, und sagst zu schnell zu allem ja.
Das ist ein Zeichen von Ängstlichkeit. Alles gefallen lassen, dann wirst Du in Ruhe gelassen, toll.

Wer mich persönlich kennt der weiss das ich mir genau nichts gefallen lasse, aber warum soll ich sinnlos Energie verschwenden und meine Gesundheit ruinieren um mich mit dem JC rum zu ärgern wenn alles auch so läuft, die lassen mich aktuell in Ruhe und die Kohle läuft....:icon_mrgreen:

Ihr habt noch nicht begriffen das ihr längst gläsern seit und das was die von euch abfordern längst irgendwo gespeichert ist und in Teilen vom JC legal per Datenabgleich abgerufen werden kann

Und warum soll ich einen Arbeitsvertrag einfordern der mich am Ende schlechter stellt weil der AG durch den Vordruck erst auf dumme Gedanken gebracht wird, und ob der AG es ehrlich meint sehe ich auf der ersten Lohnabrechnung, da stehen Dinge wie zustehender Urlaub oder Stundenlohn eh drauf, wer aber gedanklich nur bei Gericht ist der verliert eben den Bezug zur Realität und merkt nicht das es oft ohne streiten besser geht......

Aber wenn jemand sein Recht beim SG einfordert, dann hat er direkt ein Abo
Ich bekomme mein Recht ohne SG, also warum soll ich dorthin rennen?
 
E

ExitUser

Gast
Und warum schreibst du dann deinen Müllpost die Bayern betreffend, jetzt wo du merkst das du keine Ahnung hast da kommt nix mehr, typisch ignoranter Traumweltlebender

Das frage ich mich bei Deinen Posts jedes Mal.
Bei Dir kommen nur gehässige Kommentare, nichts anderes.
 

Dark Vampire

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Apr 2014
Beiträge
1.996
Bewertungen
1.025
Na wenn ihr den Maxenmann nicht mögt dann blockiert ihn, aber nein dann seht ihr ja nicht was er schreibt und ihr könnt dann nicht auf ihn losgehen......könnte ja sonst nen langweiligen Tag werde, was ? :icon_party:
 

Snickers

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Feb 2013
Beiträge
2.547
Bewertungen
855
Ist halt so das die meisten verlernt haben mit dem Arbeitgeber zu reden,der ist schließlich auch nur ein Mensch.:icon_mrgreen:
Klar............und die Erde eine Scheibe! Zeitarbeitsfirmen sind knallharte Wirtschaftsunternehmen und nicht nur die!
Schön für Dich das die Realität so an die vorüber schwebt......stelle mir gerade eine rosa Sau im rosa Ballettkleidchen..........über watteweiche Wölkchen tänzelnd vor, dabei der verklärte Schweinchenblick in die Ferne driftend.

Glückwunsch, wer beliefert dich?
 

Snickers

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Feb 2013
Beiträge
2.547
Bewertungen
855
Na wenn ihr den Maxenmann nicht mögt dann blockiert ihn, aber nein dann seht ihr ja nicht was er schreibt und ihr könnt dann nicht auf ihn losgehen......könnte ja sonst nen langweiligen Tag werde, was ? :icon_party:
Was Maxemann hier macht und nicht nur der, das ist MOBBING in Vollendung!
Das ist keine Hilfe, das ist nachtreten, wundert mich das der hier posten darf......da er doch meist nur mit Falschinfos dienlich ist.
 
E

ExitUser

Gast
Na wenn ihr den Maxenmann nicht mögt dann blockiert ihn, aber nein dann seht ihr ja nicht was er schreibt und ihr könnt dann nicht auf ihn losgehen......könnte ja sonst nen langweiligen Tag werde, was ? :icon_party:
Ich blockiere niemanden, da ich so etwas für Kinderkram halte, genau wie Deinen Beitrag.
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Frage mich gerade, in welchem Bundesland Franken liegt.
Doch nicht etwa in Niedersachsen ?

Domino hat die harte Sau ja nicht als einen Bayern tituliert.
Sondern nur geschrieben, das die Welt in Bayern wohl noch in Ordnung ist.
Und meines Wissens nach liegt Franken im Bundesland Bayern.


Und gestern hat Maxenmann geschrieben, das er nicht zum JC gehört, sondern zur anderen Seite des Schreibtisches.
Er arbeitet ohne Arbeitsvertrag.
Also ein Aufstocker ?
Möchte da das JC nicht den Arbeitsvertrag sehen ?
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
Hi ihr,

ich habe Probleme mit einem potenziellen Arbeitgeber. Ich hoffe, mein langer Text findet Beachtung.

Ich, 33, arbeitslos, bin durch einen Bekannten auf eine Stelle aufmerksam geworden. Dort habe ich angerufen. Auskunft: die Stelle ist noch frei. Ich habe meine schriftlichen Unterlagen fertig gemacht und gleichzeitig meinem Sachbearbeiter Bescheid gegeben. Er sagte, die Stelle wäre auch in der Jobbörse zu finden und er hat sie mir gleich ausgedruckt und zugeschickt (VV). Die Eckdaten der Stelle habe ich also schriftlich: Bürokauffrau, Teilzeit, Arbeitsort XY.

Jetzt arbeite ich seit Montag in der Firma am Standort XY. Ich habe zwar eine Stechkarte, aber noch keine Infos darüber bekommen, wie meine Arbeitszeiten (bzw. wie viele Stunden es werden sollen) sind oder wie viel ich verdiene. Mein Chef ist sich noch nicht sicher, ob er mich in Teilzeit oder Vollzeit haben möchte, ob er mir eine ¾-Stelle oder mir einen Minijob anbietet...

Ich ordne das alles mal chronologisch:

- Am 15. wurde mir mitgeteilt, dass ich am 26. meinen ersten Arbeitstag hätte. Bis dahin bin ich davon ausgegangen, es handele sich um die ausgeschriebene Stelle „Bürokauffrau, Teilzeit, Arbeitsort XY“

- Am 26., das war letzten Montag, bin ich hingekommen und habe angefangen zu arbeiten. Eine Stechkarte habe ich schon bekommen. Mir wurde gesagt, den Arbeitsvertrag würde ich Dienstag erhalten.

- Am 27., das war der Dienstag, habe ich keinen Arbeitsvertrag erhalten. Kurz vor Feierabend sagte mir der Chef lediglich, dass ich ab Morgen für die ersten 6 Monate am Standort Z arbeiten würde (nach den 6 Monaten sollte ich wieder an den Standort XY wechseln sollte), und dass ich die Arbeitszeiten mit dem dortigen Chef besprechen solle, und dass ich genausoviel verdienen würde wie seine ehemalige Angestellte Frau X. Auf meine Frage, wie viel das denn ist, hat er gesagt, er wüsste es nicht aus dem Kopf. Ich habe dann meine Büroleiterin gefragt, doch die konnte es mir auch nicht sagen. Dafür sagte er mir zu, die Fahrkarte zu bezahlen, weil Standort Z ein weiter entfernt ist.

Da ich keine weiteren Infos bekommen habe, habe ich meinem Sachbearbeiter im Jobcenter Bescheid gegeben. Er sagte, er rufe in der Firma an, um sich selbst zu informieren.

- Ich war am Mittwoch am Standort Z und habe dort gearbeitet. Über meine Arbeitszeiten habe ich erfahren, dass ich am Freitag (das ist heute!) erstmal um 9 Uhr anfangen soll und bis 18 Uhr arbeiten soll. Ob das immer so bleibt, würde ich am nächsten Montag erfahren.

Was das arbeiten angeht, habe ich gesehen, dass ich etwas völlig anderes machen soll als in der Stellenbeschreibung steht. Ich soll Gefahrgut bearbeiten. Ich kenne mich damit nicht aus. Und unterschreiben darf ich die Papiere aus rechtlichen Gründen auch nicht. Mir wurde ein Handbuch in die Hand gedrückt und man sagte: mach mal irgendwie.

Abends habe ich gesehen, dass mir mein Sachbearbeiter eine E-Mail geschickt hat, in der stand, dass mein Chef ihm mitgeteilt hatte, ich würde am Montag meinen Vertrag erhalten, dass ich 6 Monate lang am Standort Z arbeiten würde und VORAUSSICHTLICH nach Ablauf der 6 Monate an den Standort XY versetzt würde.

- Heute am Freitag, ich war schon aus dem Haus, hat mich mein Chef vom Standort Z auf dem Handy angerufen um mit mitzuteilen, dass ich heute nicht kommen muss. Wenn er mich braucht, würde er mich vielleicht später nochmal anrufen. Ich soll dann „schnell“ vorbeikommen. Von schnell kann keine Rede sein, weil ich fast 2 Stunden Anfahrt habe...

- Vor 10 Minuten habe ich einen zweiten Anruf von meinem Chef am Standort Z erhalten. Er sagte, ich solle am Montag um 9 Uhr dort sein. Ich sagte, ich werde am Montag erstmal zum Standort XY fahren, um mir dort meinen Arbeitsvertrag zu holen. Daraufhin hat er einfach aufgelegt.

Um ehrlich zu sein, habe ich überhaupt keine Lust, weiterhin dort zu arbeiten, bevor ich einen Arbeitsvertrag habe. Das ist auch eine Kostenfrage. Die Monatskarte würde mich immerhin 160 EUR kosten! Ohne Vertrag kann ich nicht sicher sein, dass ich das Geld wieder reinarbeite.

Kann ich das tun, ohne Ärger mit dem Jobcenter zu bekommen?

Und wie gesagt: ich habe keinen Plan, was für eine Stelle ich bekommen soll.

+++++

PS: Ich habe in dieser Firma letztes Jahr schon 6 Wochen Praktikum gemacht und wurde dann doch nicht genommen. Mein Bekannter in dieser Firma hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass wieder eine Stelle dort frei ist und ich mich bewerben kann, was ich auch getan habe.

Ich fühle mich hängen gelassen und möchte eigentlich auch nicht, dass man mir kurz vor Arbeitsbeginn sagt, dass ich doch nicht kommen soll. Damals nach dem Praktikum wars genauso. Es kam ein Anruf, dass ich nicht mehr vorbeikommen soll und dann gabs statt einem Arbeitsvertrag einen Tritt in den Hintern. Damals war ich wohl nur eine kostenlose Urlaubsvertretung.
Spätestens vor Antritt der Arbeit hat der Arbeitgeber Dir den schriftlichen Arbeitsvertrag mit allen Mindestinhalten zur Unrerschrift vorzulegen. Du erhälst das Original und der Arbeitgeber den Durchschlag.

Arbeiten ohne schriftlichen Arbeitsvertrag ist unternehmerisch organisierte Schwarzarbeit.

MDR, Sendung "Ein Fall für Escher": Was muss im Arbeitsvertrag geregelt sein? (http://www.mdr.de/escher/1962478-hintergrund-1962370.html)

Sendung vom 19. Mai 2005

Der schriftlich fixierte Arbeitsvertrag:

Grundsätzlich ist auch ein mündlich abgeschlossener Arbeitsvertrag wirksam, auch wenn er gegen die Vorschriften des Arbeitsgesetzes verstößt. Für den Arbeitnehmer besteht jedoch bei einer Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber die Schwierigkeit, bestimmte Inhalte seines Arbeitsvertrages nachzuweisen. Anhaltspunkt für einen möglichen Nachweis der regelmäßigen Entlohnung ist in einem solchen Streitfall beispielsweise die Lohn- oder Gehaltsabrechnung.

Grundsätzlich verhält es sich so, dass der Arbeitgeber spätestens einem Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen hat. Diese Niederschrift ist zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen. Dabei sind in der Niederschrift (schriftlicher Arbeitsvertrag) mindestens aufzunehmen:


  • der Name und Anschrift der Vertragsparteien
  • der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses
  • bei befristeten Arbeitsverhältnissen, die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • der Arbeitsort - oder ein Hinweis darauf, dass der Arbeitnehmer an verschiedenen Orten beschäftigt werden kann
  • eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistende Tätigkeit (Meine Anmerkung: Das wäre der Querverweis auf einen gültigen Manteltarifvertrag oder eine betriebliche Eingruppierungsunterlage gemäß § 99 II Nr. 1 BetrVG)
  • die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgeltes einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, der Tantiemen und Sonderzahlungen sowie anderen Bestandteilen des Arbeitsentgeltes und deren Fälligkeit
  • vereinbarte Arbeitszeit
  • die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubes
  • die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses
  • ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstordnungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind.
In diesem Zusammenhang ist der Hinweis geboten, dass eine Aufzeichnung in elektronischer Form nicht ausreichend ist. Bei geringfügig Beschäftigten nach § 8 Abs 1 Nr. 1 des IV Buches des Sozialgesetzbuches ist zusätzlich aufzunehmen, dass der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung die Stellung eines versicherungspflichtigen Arbeitnehmers erwerben kann, wenn er nach § 5 Abs. 2 Satz 2 SGB VI auf die Versicherungsfreiheit durch Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber verzichtet.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
Dein Chef ist ganz schön am Fuß, wenn er denkt, er könne sich so einfach aus der Affäre stehlen. Zumindest wenn du dir einen Anwalt nimmst. Dieser würde sich anbieten, wenn dein Chef dich nicht bezahlen will oder dich anderweitig entsorgen möchte.

Warum?

AV können wie alle Verträge auch "konkludent" geschlossen werden - d.h durch schlüssiges handeln.

Ferner besteht die Möglichkeit, der Begründung eines "faktischen Arbeitsverhältnisses", welches zur Annahme eines AV führt.

Aus deinem vorangegangenem Praktikum (6 Wochen) besteht evtl. noch ein Lohnanspruch - i.S.d § 612 BGB. Der solange er nicht verjährt ist, noch durchsetzbar ist.

Alles in allem, Ruhe bewahren und ggf. ohne zu zögern zum nächsten Anwalt rennen.

m.M

:icon_pause:
Arbeitsverdienste unterliegen der Verjährung. Maßgebend sind die Verjährungs- und Ausschlußfristen aus dem schriftlichen Arbeitsvertrag.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Arbeiten ohne schriftlichen Arbeitsvertrag ist unternehmerisch organisierte Schwarzarbeit.
Neeeee, die Anmeldefristen zur Sozialversicherung sind noch nicht abgelaufen. Das darf glaube ich bis zu 6 Wochen dauern. - Obwohl ich in einem Logistikunternehmen arbeite, und eigentlich ne Sofortmeldung rauszuhauen wäre, aber ich kacke in der Firma nicht wegen ein paar Tagen rum, ich bin nur hier, weil ich ein paar Fragen zu meiner verwurschtelten Situation hatte. Ich weiß halt auch nicht alles.

Dazu habe ich von euch schon aussagekräftige, sachliche Antworten bekommen. :icon_daumen:

Leider funktioniert der Escher-Link nicht mehr. Schade, hätte mich einfach mal so interessiert.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
Neeeee, die Anmeldefristen zur Sozialversicherung sind noch nicht abgelaufen. Das darf glaube ich bis zu 6 Wochen dauern. - Obwohl ich in einem Logistikunternehmen arbeite, und eigentlich ne Sofortmeldung rauszuhauen wäre, aber ich kacke in der Firma nicht wegen ein paar Tagen rum, ich bin nur hier, weil ich ein paar Fragen zu meiner verwurschtelten Situation hatte. Ich weiß halt auch nicht alles.

Dazu habe ich von euch schon aussagekräftige, sachliche Antworten bekommen. :icon_daumen:

Leider funktioniert der Escher-Link nicht mehr. Schade, hätte mich einfach mal so interessiert.
Das war mir klar, daß der Escher-Link nicht mehr funktioniert, weil in diesem Land die Privatsender und Privatverlage in einem Staatsvertrag dem öffentlich-rechtlichem Rundfunk und Fernsehen --> Rundfunkstaatsvertrag die nach Fristen und Bedeutung gestaffelte Löschung aller ihrer öffentlich-rechtlichen Internetbeiträge aufgezwungen hatten dank Helmut Kohls und seines verstorbenen Busenfreunds Leo Kirch. Dahinter stecken die Privatsender und -verlage als treibende Kraft als Informationsmonopolisten.

Und die Räte der Rundfunkanstalten sind nunmal CDUverseucht. Die müssen eben ihr System von Ausbeutung, Unterdrückung und Meinungsdiktatur erhalten.

Deshalb hatte ich genau diesen Text, der hinter dem Link mal stand, gesichert und in diesem Postingbeitrag wieder veröffentlich, weil er Grundlagenwissen für AN und Erwerbslose im Arbeitsrecht bedeutet. Damit hast Du die ursprüngliche Linkquelle plus den Text der dazugehört erreichbar - so wie es mal veröffentlicht war.

Man muß eben vorausschauen.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
So so, der TE hat also einen schriftlichen AV... :biggrin:
Kannst Du nicht zwischen den Allgemeinfall und diesem speziellen Fall unterscheiden.

In vielen schriftlichen Arbeitsverträgen ist es gängig, daß Unternehmer juristische Fallstricke einbauen lassen. Dazu zählen nunmal Ausschluß- und Verjährungsfristen wie -gründe. Die wenigsten AN und Erwerbslosen begreifen und verstehen diese Hinterhältigkeiten, Heimtücke und Verschlagenheit.

Damit behaupte ich noch lange nicht, daß die Threaderöffnerin einen schriftlichen Arbeitsvertrag hätte.

Ausschluß- und Verjährungsfristen wie -gründe in schriftlichen Arbeitsverträgen sehen harmlos aus, haben aber gewaltigen "Sprengstoff" in sich und richten gewaltigen Schaden bei AN und Erwerbslosen an.

Ist ähnlich wie der "wohlwollend" zu formulierende Zeugniscode. Den sollte man auch kennen.

Unternehmern sollte man grundsätzlich nicht vertrauen, weil sie rücksichtslos profitorientiert handeln. Die angeblich ehrenvoll handelnden Kaufleute mag es vereinzelt noch geben, aber die mußt Du mit der Lupe suchen - eben die berühmte Stecknadel um Heuhaufen.

25 Jahre ertragene bundesdeutsche Zwangseinheit unter Kolonialbedingungen wirken auf mich ernüchternd. Ich war nie ein Hurrapatriot auf diese Einheit, sondern ahnte schon, was für einen Unternehmer-Rechtsmüll auf die abzuwickelnde DDR abgeladen wird.

So ist es auch eingetreten.

Deshalb müssen wir auch die bundesdeutschen Pest- und Choleraparteien ertragen.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
Ich stand wohl auf der Leitung.

Dankeschön. Das ist ja ein Service.
Nee nicht auf der Leitung. Der Service klappt manchmal, aber nicht immer. Du mußt in diesem Land nur in vielen Dingen mißtrauisch sein, immer Ohren und Augen aufsperren und ein Leben lang lernen.

Schaufle in Dich jede Menge brauchbares berufliches Fachwissen und Verbraucherwissen in Dich rein, nicht nur was aktuell auf Deine eigene Lebenslage zutrifft und nützlich ist, sondern interessiere Dich auch für artverwandte Sachgebiete.

Problem: Keiner sagt Dir, wann Du nicht mehr gültiges, überholtes Wissen entsorgen kannst und andersrum das aktuelle Wissen abrufbereit hälst, wenn der Fall eintritt, mit dem Du es zu tun bekommst. Obwohl - altes Wissen kann man auch aufheben, um mal zu sehen wie die Veränderungen sich verschlechterten oder verbesserten. So siehst Du besser, in welche Richtung dieses Gesellschaftssystem marschiert.

Was kommt dabei raus?

Nun was der Liedermacher Reinhard Mey sagt

Reinhard Mey - Sei wachsam (live) - YouTube

Der schaut dem Volk aufs Maul und ist mit dem Volk verbunden - nicht abgehoben, sondern bodenständig geblieben.

Hinterfrage alles, bleibe sachlich und sozialkritisch. So erkennst Du Ursache-Wirkungs-Beziehungen und wem sie schaden und wem sie nutzen.

Orientiere Dich z.B. An Leuten wie Sozial-Prof. Rainer Roth vom Frankfurter Verein Klartext e.V. Er befindet sich seit längerem im Ruhestand, ist aber immer noch sozialkritisch aktiv.

Bei Gelegenheit schlage in ortsansässigen Arbeitsloseninitiativen nach Leitfädenbroschüren nach, wo er einst mit redaktionell beteiligt war und jetzt seine Nachfolger sein Werk fortsetzen - zu finden im Fachschulverlag Frankfurt am Main veröffentlicht

Alle Jahre immer wieder neu aufgelegt, aktualisiert und zuweilen auch erweitert.

Die Verlagsadresse: Fachhochschulverlag Frankfurt am Main

unter dem Textlink Arbeitslosigkeit kommst Du aufs Broschürensortiment, darunter eben auch auf die Leitfäden für

  • die Arbeitslosen im Alg-I- und im Alg-II-Bezug,
  • Empfänger von Erwerbsminderungsrente
  • Empfänger von Grundsicherung als verarmte Rentner
Durchstöbere auch desöfteren die Seiten der Arbeitsloseninitiative Tacheles e.V. Wuppertal - Startseite oder

Labournet e.V - LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch

Die Entwicklung der Lebenshaltungskosten betrachtet

LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Netzwerk-Info Gewerkschaftslinke extra zum Mindestlohn: Statt 8,50 für Wenige ? 12 Euro für Alle ? sofort!

Statt des Mindestlohns brauchen wir wieder echte branchenübliche Tariflöhne - mittlerweile anvisiert bei 12 Euro/Stunde.

Dr. Ulrich Schneider auf der Demonstration Umfairteilen -- Reichtum besteuern!4.9.2013 in Bochum - YouTube

Claus Fussek - Pflegenotstand und die Würde des Menschen - YouTube
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jun 2012
Beiträge
1.421
Bewertungen
377
Kannst Du nicht zwischen den Allgemeinfall und diesem speziellen Fall unterscheiden. [...]
Hm. Mein Beitrag bezog sich auf diesen speziellen Fall und dein Beitrag bezog sich auf meinen...aber egal.

[...]

In vielen schriftlichen Arbeitsverträgen ist es gängig, daß Unternehmer juristische Fallstricke einbauen lassen. Dazu zählen nunmal Ausschluß- und Verjährungsfristen wie -gründe. Die wenigsten AN und Erwerbslosen begreifen und verstehen diese Hinterhältigkeiten, Heimtücke und Verschlagenheit.

[...]

Ausschluß- und Verjährungsfristen wie -gründe in schriftlichen Arbeitsverträgen sehen harmlos aus, haben aber gewaltigen "Sprengstoff" in sich und richten gewaltigen Schaden bei AN und Erwerbslosen an.

Ist ähnlich wie der "wohlwollend" zu formulierende Zeugniscode. Den sollte man auch kennen.

[...]
Genau darum ist es ja so wichtig sich einen fähigen Beistand zu organisieren, wenn man nicht selbst die Materie durchblickt.

m.M

:icon_pause:
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Wie wäre es z.B mit:

Das dabei vorrangig Tarifverträge herangezogen werden, ist selbsterklärend - siehe Wortlaut § 612 Abs. 2 BGB.

Aber klar, alles nur leere Floskeln.

m.M

:icon_pause:
Du erweiterst deine Floskel hier höchstens durch eine Weitere!

Tarifverträge gibt’s ja gerade eben nicht in der allgemeinen Lohndumpingszene! Welcher Tarifvertrag sollte also herangezogen werden, wenn Ausbeuter bezüglich der vernichteten Arbeiten etwas anderes aussagt als der vermeintliche Arbeitnehmer?

Nicht der beklagte Arbeitgeber muss beweisen, sondern der auf Lohn klagende Arbeitnehmer, welcher hier ohne Arbeitsvertrag tätig wurde. Im Zweifel also zu Gunsten des beklagten Arbeitgebers!
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jun 2012
Beiträge
1.421
Bewertungen
377
[...]

Tarifverträge gibt’s ja gerade eben nicht in der allgemeinen Lohndumpingszene! [...]
Hm. Mir ist bis jetzt jedenfalls keine ZAF bekannt, die keinen Tariflohn zahlt.


[...]
Welcher Tarifvertrag sollte also herangezogen werden, wenn Ausbeuter bezüglich der vernichteten Arbeiten etwas anderes aussagt als der vermeintliche Arbeitnehmer? [...]
Na der TV, der der Firma am nächsten steht - Metallbau; Automobilbau; etc.

[...] Im Zweifel also zu Gunsten des beklagten Arbeitgebers!
Meinst du zufällig: "in dubio pro reo"?
Das wäre aber eine andere Baustelle.

m.M

:icon_pause:
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Hm. Mir ist bis jetzt jedenfalls keine ZAF bekannt, die keinen Tariflohn zahlt.
Na, wenn alle so wie Du die Scheintarifverträge der ZAFs, wo nicht einmal die Sklaven beim Aushandeln der "Tarifverträge" mit am Tisch saßen, für erstreitungsfähige Löhne erachtes, dann kann Deutschland wohl einpacken und Bangladesh als Lohnvorbild nehmen!

AÜG europarechtswidrig ! Die Tarifverträge zur Leiharbeit sind am Ende !

Weiterer Vertrauensverlust der DGB-Gewerkschaften in Sachen Zeitarbeit !

Nachdem Tarifdesaster mit der CGZP, deren Tarifverträge nun samtundsonders rechtswidrig sind und die daher keine wirksame Abweichung vom Equal Pay Grundsatz des AÜG darstellen, droht der Zeitarbeitsbranche nun weiteres Ungemach: Die Christliche Metallgewerkschaft (CGM) hat soeben verkündet, dass sie alle noch bestehenden Tarifverträge zur Zeitarbeit gekündigt hat, um dem Equal Pay Grundsatz des AÜG wieder Geltung zu verschaffen. Damit äussert die CGM ausdrücklich Zweifel daran, ob der DGB und DGB-Mitgliedsgewerkschaften es ihm gleich tun werden. Tatsächlich bestehen nach den Enthüllungen über DGB-nahe Zeitarbeitsfirmen und über die mit diesen durch DGB-Gewerkschaften geschlossene Tarifverträge Zweifel an der Bereitschaft des DGB zur Aufkündigung solcher Vereinbarungen. Wie auch immer: J e t z t hat Frau Professor Reingard Zimmer in einem überzeugenden Gutachten in der letzten NZA-Ausgabe dargelegt, dass das AÜG nicht Art. 5 Absatz 3 der EG-Richtlinie 2008/104 zur Leiharbeit umgesetzt hat. Angesichts des "Ausmasses", mit dem in Deutschland durch Tarifverträge vom Gleichbehandlungsgrundsatz abgewichen werde, könne von einem "Gesamtschutz der Leiharbeitnehmer" nicht mehr die Rede sein und vor allem tarifliche Bezugnahmeklauseln seien nicht mehr als ausreichend für eine Abweichung vom "Equal Pay".

Quelle
Einzelansicht: Aktuelle Infos[tt_news]=195&tx_ttnews[backPid]=68

Meinst du zufällig: "in dubio pro reo"?
Wieso meinen? Ich schrieb es doch unmissverständlich auf deutsch! Oder ist die Amtsprache hier im Forum sonst Latein?

So dann nochmal alles in Latein!

Si tibi placet, omnes cogita ferri solere nee ipse servorum ZAFs conciliandae pacta "pacta collectivam" merces erstreitungsfähige mensam sederent, et involvent forsitan Germania;

AÜG European legem Collectivum conventionibus opus ad tempus finis; Item secundum amissionem tempus curans DGB fiducia opus!Cum communi clade cum CGZP cuius collective pactus est nunc samtundsonders licet , et ideo non praebet effectum frustrari mercedis ex Augustine , tempus eget elit instat molestia Christiana et plantate hortos, ( CGM ) modo nuntiatum est, ad omnia , quae collective pactus est tunc usus fuerit terminata , ut ad principium , nullus est aequalis Esto retexere causas . Et hoc expresse dicit in CGM DGB dubitent num sit , et unionem DGB membrum est et facere. In facto , secundum tempus, usu rerum, et claude DGB revelationes de his per unionem DGB collective pactus est clausa , dubia voluntate DGB ad finem huiusmodi conventionibus . Nam J am habet Professor Reingard profectus discubitus in unum componendis , ut fama est , in ultimo est , non mirum NZA output V , § III de directiva EC MMVIII / CIV tempore appareret in opera De opere . Ob "magnitudo " est declinare in Germaniam a communis convenientiae ex ratione pari debet non poterat esse dubium ex «penitus praesidio aliquet tempus " et maxime communis secundum membra non plus satis declinare a « Aequalis Esto ".
 

nik72

Elo-User/in
Mitglied seit
14 Apr 2013
Beiträge
333
Bewertungen
70
Ob nun ein schriftlicher AV vorliegt oder nicht, die TE könnte einen Stundennachweis führen und versuchen, diesen vom direkten Vorgesetzten gegenzeichnen zu lassen. Dann liegt wenigstens ein Arbeitsnachweis vor. Bei mündlichen Vereinbarungen kann ja immer mal was vergessen werden - bei dem ganzen Stress - :icon_wink: .

Wie ich bisher gelesen habe, sind ja bisher der TE hohe Fahrtkosten entstanden.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
In Frankreich bekommen Leiharbeiter 10% obendrauf zum Lohn!

Die Franzosen würden sich das hier wie in Deutschland nicht gefallen lassen.........

http://www.scholl-personal-partner.de/downloads/franzoesisches_zeitarbeitsmodell.pdf
Ja, sag ich doch - hervorragendes asoziales und sozialrassistisches, nazimäßiges Menschenbild in deutschen Unternehmerverbänden, verbunden mit viel Gestöhne und Gejammere zum Thema Mindestlöhne zu hoch - bitte alles wieder über ihre CDU-Gaunerpartei zurückkurbeln (siehe Auffassung des CDU-Wirtschaftsflügels) und ja keine Aus- und Weiterbildungsverbesserung bei ihren Beschäftigten und bei den jobsuchenden Erwerbslosen!!!!

Da soll keine Finanzierungsbeteiligung durch Unternehmer wirken, aber Steuer- und SV-Beitragshinterziehung über Prekärarbeit legalisieren lassen, Subventionen, Zuschüsse, Wirtschaftsförderung endlos einkassieren und ausländische Fachkräfte rein holen, die man auch für dämlich halten will.

Diese deutsche Unternehmens-Raffke-Einstellung soll als Musterhaltung aller Unternehmer für Europa gelten oder besser doch nur Deutschland alleine - wegen des Konkurrenzvorteils. Andere Unternehmer sollen teurer bleiben und durch die deutsche, Billigstunternehmerkonkurrenz ausgeschaltet bleiben.

Der deutsche Wirtschaftswesten ein Schlaraffenland für Unternehmer mit CDU-Nazigesinnung.

CDU/CSU : Wirtschaftsflügel will Mindestlohn zerfleddern - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

Angeblich vernichtet der Mindestlohn Arbeitsplätze, weil sich die arme deutsche Wirtschaft Mindestlohn- und Tarifarbeitsplätze nicht leisten könne.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Unsere Wirtschaft ist zu raffgierig und maßlos geworden. Sie schwelgen im Luxus und kriegen ihre Hälse nicht voll. Deshalb zerschlugen sie in den vergangenen Jahrzehnten flächendeckende tarifgebundene Jobs in Vollzeit in steuer- und sv-beitragsfrei gestellte Prekärjobs und torpedierten Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften, traten als Arbeitgeber massenhaft die Tarifflucht an. Sie sind es die den sozialen Frieden in bundesdeutschen Landen vergiften.

Das deutsche Unternehmer-Merkel-Land ist und bleibt das Allerschäbigste und -letzte - ist europafeindlich orientiert. Wir sahn mir und Europa hat vor Deutschland zu kuschen.

Und Deutschlands Unternehmer sind für Deutschlandspalterei - im deutschen Westen einigermaßen gute Sozial- und Lohnbedingungen lassen, aber den deutschen Ex-DDR-Osten als Kolonie dauerhaft ausplündern, wo es nur geht - die verlängerte Absatzbank für aller Sorten Ramschware in den Billigstmarktketten.

Da sind Frankreichs und Skandinaviens Unternehmer mit Ihrem Menschenbild noch auf dem Teppich und einigermaßen seriös geblieben.

Wo sind eigentlich die Nazi-Wirtschafts- und -Betriebsführer abgeblieben? Die regen sich schon wieder - Erkennbar auch über diese Mindestlohndebatte des CDU-Wirtschaftsflügels. Die sind ganz schön angesäuert, weil ihre mühsam installierte sozialrassistisch geprägte Prekärarbeitsidylle den Bach runter gehen könnte.

Dabei ist jetzt schon klar, daß auch der 8.50 Euro-Stundenlohn nicht zum Überleben bei steigenden Lebenshaltungskosten reichen wird. Es müßten mindestens 12 Euro-Stundenlohn sein und Mindestrenten braucht das Land als Schutz vor Altersarmut.

Parteitag: Linke fordert mittelfristig Mindestlohn von 12 Euro | ZEIT ONLINE

Alle Räder rollen für den Maximalprofit!!!!

"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!" (Bertold Brecht, aus Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui)

Es könnte sein, daß die deutsche Wirtschaft sehnlichst ihre Nazivergangenheit zurück haben will.

Charlie Chaplin als "Der große Diktator" (Hitler-Parodie) - YouTube

Der deutschen Wirtschaft langt das Merkel nicht mehr. Die ist ihr zu zahm.

Wann kommt die deutsche Wirtschaft wieder mit der Arisierung?

Waren die nordischen Germanien-Deutschen die eigentlichen Arier?

Nein, die Arier sind wandernde Nomadenstämme im antiken Persien gewesen.

Mo Asumang zum Thema Arier in der ZDF-Arte-Doku - Klasse recherchiert im Stil der DDR-Dokumentaristen Walter Heynowski und Gerhard Scheumann.

Die Arier | ARTE

Die Arier: Interview mit Regisseurin Mo Asumang über ihren Film - ZDF.de

Kurzer Ausschnitt aus der Doku "Die Arier" von Mo Asumang - YouTube

Arier kommen aus dem All und die Erde ist ein Strafplanet. - YouTube
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Ich war heute morgen am Hauptstandort, um meinen Vertrag abzuholen.

Bekommen habe ich ihn - Überraschung!!! - nicht. Den würde es erst Mitte nächster Woche geben.

Chef meinte, wenn ich ernsthaftes Interesse an einem Job hätte, sollte ich schleunigst zum Standort Z fahren und arbeiten.

Ob ich meinem Chef glaube?
Ob ich wirklich Bock habe, mir in so einer Firma einen Arbeitsplatz einzuklagen?

Eher nicht.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
@jockel:

Es ist höchst ungewöhnlich, dass sich jemand mit solchen Reden für andere einsetzt bzw. ihnen Mut macht und ihnen versucht den Rücken zu stärken.

Das machen idR aber nur Menschen, die sich "auskennen" oder mal etwas ähnliches erlebt haben. Hast du (auch) mal schlechte Erfahrungen gemacht? (Nicht, dass ich mir das wünsche, ich frage nur...)
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Bist Du denn jetzt überhaupt versichert ?
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Bewertungen
792
Tja... Gute Frage. Weiß das jemand?
Ja, du bist krankenversichert. Das ist man immer. Die Frage ist langsam, aber sicher überflüssig.
Höchstens fehlen der KK mal Beiträge, hier bei dir aber auch nicht. Die kriegen die schon, keine Sorge.
Ja, du hast auch einen Arbeitsvertrag. Du hast eben jetzt noch einen mündlichen, sehr variabel klingenden. Wenn du das Papier-Exemplar in der Hand hast, wirst du sehen, was drinsteht und kannst es mit deiner Bewerbung und der Ausschreibung vergleichen.
Dann erst lohnt sich ein Aufstand.
Dann hast du auch schon etwa 1 Woche gearbeitet und hast dir ein Bild vom Chaosclub XY gemacht.
Ob du dann im Getriebe mitläufst oder dich querstellst----abwarten, was der Vertrag sagt.
 

Caso

Elo-User/in

Mitglied seit
8 Mai 2014
Beiträge
3.122
Bewertungen
792
Und wie sieht es aus, wenn er einen Arbeitsunfall hat ?
Oder auf dem Weg zur Arbeit verunfallt ?
Der/die TE arbeitet aufgrund eines Arbeitsvertrages.
Wenn ein Arbeitsunfall oder Wegeunfall passiert? Was meinst du denn? Dann greift das, was bei einem Arbeitsunfall greift.

Ich dachte, du fragst nach der GKV/PKV

Aber auch beim Arbeitsunfall greift eine Versicherung, denn es existiert ein Arbeitsvertrag. Stichwort BG???
 
E

ExitUser

Gast
Es ist fraglich, ob ich überhaupt einen mündlichen Arbeitsvertrag habe (da ich schon mit dem Arbeiten begonnen habe, bevor ich den Vertrag unterschrieben habe, hätte ich ansonsten sogar schon einen UNbefristeten Vertrag in der Tasche!!!), weil sich der Chef sich wie folgt dazu geäußert hat:

"Ich weiß nicht, wie wir Sie brauchen. Ich überlege noch, ob wir Sie Vollzeit, Teilzeit, 3/4-Stelle oder als Minijobberin einstellen werden."

Aber: Da nichts vereinbart wurde, könnte ich mich selbst vor einem Arbeitsgericht auf nichts berufen.
Ganz so einfach ist es dann nun doch wieder nicht. Es gibt Gesetze in der Bundesrepublik Deutschland. Und da stehen mitunter ganz erstaunliche Dinge drin. Zum Glück wissen Arbeitgeber auch nicht alles. Oder besser gesagt: Vieles nicht. Ein Beispiel gefällig?
§ 12 TzBfG Arbeit auf Abruf - dejure.org

Arbeit auf Abruf. Viele Arbeitgeber meinen, die Angestellten müßten Tag aus, Tag ein daheim auf Rufbereitschaft sitzen und man bräuchte sie erst zahlen, wenn man sie irgendwann mal braucht. Und bis zu diesem Irgendwann gehen mitunter Monate ins Land. Derweil befindet sich der Arbeitgeber für 10 Stunden wöchentlich (!) im Annahmeverzug. Das daraus resultierende Gehalt müßte nur mal jemand einklagen ...

In Deinem Fall ist das so ähnlich. Du hast angefangen zu arbeiten, der Arbeitgeber hat das angenommen, also ist aus konkludentem Handeln ein Arbeitsvertrag entstanden. Und dessen Inhalt ergibt sich mangels anderer Vereinbarungen unmittelbar aus dem BGB, einem möglicherweise geltenden Tarifvertrag sowie den ortsüblichen Gehaltsgrößen. Und auf die kannst Du Dich dann auch unmittelbar berufen.

Freilich, einen Haken hat das Ganze:

Das Jobcenter.
Hast Du Dich bei denen nicht abgemeldet, zahlt der Arbeitgeber Dir bis zum Vierten des Folgemonats keinen Lohn und klagst Du den dann ein, so mußt Du damit rechnen, aus völlig heiterem Himmel auf einmal eine rückwirkende Maßnahmezuweisung auf dem Tisch zu haben. Im berichteten Fall hatte der Arbeitgeber sogar bei Gericht zugegeben, vom Jobcenter nichts vorliegen zu haben. Beim nächsten Termin dann plötzlich die "Maßnahme". War eigentlich ein klarer Fall von gemeinschaftlich begangenem Prozeßbetrug.

Was die Krankenkasse angeht, weil das hier auch diskutiert wurde:
Deren Versicherte hat die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sie nicht dumm sterben zu lassen. Das ist quasi seit Jahrzehnten so und daran hat sich bislang nichts geändert.

Man wendet sich also möglichst zeitnah und auch formlos an die Kasse und teilt Name und Anschrift des Arbeitgebers sowie den zeitlichen Beginn des Arbeitsvertrages mit. Dann kümmert sich die Kasse selbst um das Weitere. Ob der Arbeitgeber Dich dann anmeldet und Beiträge zahlt, alles nicht mehr Dein Bier - wenn Du nur Deiner Meldepflicht nachgekommen bist. Die Kasse kann eine Sozialversicherungsprüfung veranlassen, die Beiträge schätzen und auf Grundlage dieser Schätzungen die Konten des Ladens pfänden lassen. Denn die Beitragsnachweise oder -schätzungen sind sofort vollstreckbare Titel.
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
@ bluemert


Es gibt Menschen, die hätten unerträgliche Bauchschmerzen in Deiner Situation und wären solange Krank geschrieben, bis sie einen Arbeitsvertrag hätten oder eben auch nicht. Kommt kein schriftl. Arbeitsvertrag, dann würden sie zum Arbeitgericht rennen und den Arbeitgeber auf Lohnfortzahlung i.H.v X,- €/mon verklagen. Sie wären natürlich auch so schlau, dem AG hier auch weiterhin ihre Arbeitskraft anzubieten. Dies natürlich nachweislich! :icon_confused:
 

Dark Vampire

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Apr 2014
Beiträge
1.996
Bewertungen
1.025
Und ganz schnell wäre der Job wieder weg wenn man nun krankfeiert bis der Vertrag da ist....

Man kann dem AG schon eine angenehme Frist verpassen.
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jun 2012
Beiträge
1.421
Bewertungen
377
Na, wenn alle so wie Du die Scheintarifverträge der ZAFs, wo nicht einmal die Sklaven beim Aushandeln der "Tarifverträge" mit am Tisch saßen, für erstreitungsfähige Löhne erachtes, dann kann Deutschland wohl einpacken und Bangladesh als Lohnvorbild nehmen! [...]
Das diese TV "sauber" zustande gekommen sind, ist mehr als Zweifelhaft. Da hast du vollkommen Recht.

Wäre natürlich geil, wenn diese ZATV jetzt "one by one" für Rechtswidrig erklärt werden.


[...]
Wieso meinen? Ich schrieb es doch unmissverständlich auf deutsch! Oder ist die Amtsprache hier im Forum sonst Latein?

So dann nochmal alles in Latein!

Si tibi placet, omnes cogita ferri solere nee ipse servorum ZAFs conciliandae pacta "pacta collectivam" merces erstreitungsfähige mensam sederent, et involvent forsitan Germania;
:biggrin:

m.A

:icon_pause:
 
E

ExitUser

Gast
Es gibt Menschen, die hätten unerträgliche Bauchschmerzen in Deiner Situation und wären solange krank geschrieben, bis sie einen Arbeitsvertrag hätten oder eben auch nicht.
Dann wohl eher nicht. Ich halte die Empfehlung, der Arbeitsstätte fernzubleiben, bis der Arbeitgeber darob fristlos kündigt, für etwas weit daneben. Fredstarter hat angefangen zu arbeiten, der Arbeitgeber hat das angenommen und es wurde nichts vom BGB abweichendes geregelt. Also reden wir hier von einem Vollzeitjob zu den gesetzlichen, tariflichen und ggf. ortsüblichen Bedingungen. Die kann sich der Fredstarter mit etwas Zeitaufwand zusammensuchen, dann weiß er, woran er konkret ist.

Auf dieser Basis arbeiten tausende von Leuten jahrzehntelang. Ich will ja gar nicht verhehlen, daß die Geschichte deutliches Bauchkribbeln verursacht, bis die erste Lohnabrechnung auf dem Tisch liegt und das erste Geld auf dem Konto eingeht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß im Hintergrund das JC hockt, ganz gespannt auf einen Sanktionstatbestand lauert und der Fredstarter somit nicht den Bettel hinschmeißen und so tun kann, als sei nichts gewesen.

Freilich, bis zum Eingehen des ersten Gehalts ist das JC einerseits noch in der Zahlungspflicht. Hat man aber einen Job ergattert, den man behalten will, dann sollte die Truppe tunlichst nicht mehr mit am Tisch sitzen. Eine Abmeldung aus dem Leistungsbezug hätte insofern zur Folge, daß das JC ihn nicht mit einer (rückwirkenden) Maßnahmezuweisung von Gehaltsansprüchen gegen den Arbeitgeber abschneiden und das Zustandekommen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Nachhinein vereiteln kann. Denn wenn der Arbeitgeber einmal einen Arbeitnehmer für lau hatte, dann zahlt er diesem doch nicht plötzlich für lediglich dieselbe Leistung ein fettes Gehalt. Dann findet er das Freibier so toll, daß er den nächsten zu denselben Konditionen haben will. Und das JC wird sich selbst darüber freuen, denn damit bekommt es den nächsten für ein paar Wochen aus der Statistik raus.
 

teddybear

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Apr 2011
Beiträge
3.576
Bewertungen
2.372
Dann wohl eher nicht. Ich halte die Empfehlung, der Arbeitsstätte fernzubleiben, bis der Arbeitgeber darob fristlos kündigt, für etwas weit daneben.
Ich empfehle nichts, ich schreibe nur nieder, was andere Menschen in dem Fall hier machen würden!

Was soll eigentlich fristlos gekündigt werden? Der ""Arbeitsvertrag"" den bis jetzt immer noch keiner kennt? :icon_mad:

Leute die ohne was schriftl. in der Hand zu haben für andere malochen, sind in meinen Augen, um es vorsichtig auszudrücken, extrem blauäugig und mithin auch ideale Betrugsopfer!
 
E

ExitUser

Gast
Ich empfehle nichts, ich schreibe nur nieder, was andere Menschen in dem Fall hier machen würden!

Was soll eigentlich fristlos gekündigt werden? Der ""Arbeitsvertrag"" den bis jetzt immer noch keiner kennt?
Liest Du auch anderer Leute Beiträge oder nur Deine eigenen? Der Inhalt des Arbeitsvertrages wäre kein Geheimnis, wenn wir die korrekte Branche und die Region kennen würden. Soweit ins Detail zu gehen würde ich dem Fredstarter natürlich nicht empfehlen. Das kann er sich alles im Internet, beim Betriebsrat bzw.der Gewerkschaft holen.

Letztlich läuft es darauf hinaus, daß er ohne AU die außerordentliche Kündigung bekommt (unentschuldigtes Fehlen) und mit AU die ordentliche (Probezeit).

Leute die ohne was schriftl. in der Hand zu haben für andere malochen, sind in meinen Augen, um es vorsichtig auszudrücken, extrem blauäugig und mithin auch ideale Betrugsopfer!
Jein. Ich habe schon zwölf Jahre ohne Arbeitsvertrag gearbeitet und damit keine Probleme gehabt und zuletzt trotz Arbeitsvertrag richtig in die Sch... gegriffen. Es kommt da immer auf die konkreten Bedingungen an. Und die kann man nur im jeweiligen Einzelfall einschätzen. Tatsache ist wohl, daß die Unternehmergenerationen, für die ein Handschlag und ein Wort noch etwas galten, nun langsam aber sicher auf den Heiligen Acker wandern ...
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
@jockel:

Es ist höchst ungewöhnlich, dass sich jemand mit solchen Reden für andere einsetzt bzw. ihnen Mut macht und ihnen versucht den Rücken zu stärken.

Das machen idR aber nur Menschen, die sich "auskennen" oder mal etwas ähnliches erlebt haben. Hast du (auch) mal schlechte Erfahrungen gemacht? (Nicht, dass ich mir das wünsche, ich frage nur...)
Ich bin seit Aug. 2001 im sächsischen Osten ununterbrochen arbeitslos und jobsuchend. Davor kommen noch an die 3 Jahre Arbeitslosigkeit stückweise. Und das innerhalb 25 Jahren Zwangsvereinigung. Ich sehe die Langzeitarbeitslosigkeit als politisch verordnetes Berufsverbot an.

Diese Riesenlücken in meiner Erwerbsbiographie nach der Wende kann ich durch spätere Arbeit, egal wie sie aussieht, wie lange sie dauern und eintreten mag, nie mehr aufholen und die Lücke ausgleichen. Altersarmut läßt mit Garantie grüßen.

Ich habe 5 Berufsabschlüsse, verteilt über mehrere Wirtschaftsbranchen - auch hochwertige und anspruchsvolle, 2mal bis rauf zum DDR-Fachschulniveau, vergleichbar mit bundesdeutschen FH-Abschluß - überall mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung.

Ich bin ursprünglich Arbeitswissenschaftler und WAO-Fachmann gewesen, weil man von den DDR-Einkünften als Facharbeiter Wirtschaftskaufmann damals nicht leben konnte.

DDR-Wirtschaftskaufmann = bundesdeutscher Industrie- oder Bürokaufmann

Also studierte ich Arbeitsökonomie, eine spezialisierte Fachschulausbildung des sonst gängigen Ingenieurökonomen. Der Ingenieurökonom war eine Zwitterausbildung - Technik- und Technologieausbildung gepaart mit betriebswirtschaftlicher Grundlagenausbildung.

Den reinen Ingenieur fand man in der Wirtschaft als Industrietechnologen, als Techniker und Verfahrensexperten wieder.

Der Arbeitsökonom kannte sich in der Verfahrenstechnologie, in der Arbeitsorganisation, den gestalteten Arbeitsbedingungen und der betriebswirtschaftlichen Abrechnung menschlicher Arbeitsleistung aus und artverwandt streifte er auch etwas den betrieblichen Gesundheits-, Unfall- und Arbeitsschutz und das Arbeitsrecht.

WAO nannte man Wissenschaftliche Arbeitsorganisation mit den Teildisziplinen

  • Arbeitsstudium
  • maßliche, ergonometrische Arbeitsplatzgestaltung
  • meßtechnische Ermittlung und Bewertung von gesundheitlichen Belastungs- und Gefährdungsfaktoren aus der Arbeitsumwelt auf den arbeitenden Menschen
  • Arbeitsnormung
  • Arbeitsklassifizierung (Eingruppierung der Arbeitsaufgaben in Lohn- und Gehaltsgruppen)
  • Arbeitsrecht
Ein sehr kleiner Bruchteil dieser WAO-Arbeit fällt heutzutage den REFA-Fachleuten (REFA-Ingenieure oder REFA-Techniker) zu.

Der REFA-Fachverband hieß mal Reichsfachausschuß für Arbeit und wurde in den 30er Jahre des 20. Jh. in Darmstadt gegründet. Die Vorläufer dieses Fachverbandes gab es schon 1921.

Die REFA ist Teil des VDI - des Vereins Deutscher Ingenieure.

In der DDR wurde die WAO durch die KdT - die Kammer der Technik fachlich betreut und angeleitet. Das Gegenstück zum westdeutschen VDI.

Dazu kamen bei mir 13 Jahre lang bis zur Wende noch gesellschaftliche, unbezahlte Ehrenamtsarbeit in Kommissionen im Bereich des DDR-Gesundheits- und Arbeitsschutzes, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungsrechts und der dazugehörigen DDR-Rechtsprechung - unten an der Basis zu den Berufstätigen und Bürgern.

Sowas prägt die eigene sozialorientierte Einstellung zur Arbeit, zum menschenwürdigen Umgang mit den Berufstätigen und zwar zu humanen, soziokulturellen Bedingungen.

Welcher westdeutsche Unternehmer will so einen Arbeitsspezialisten im Unternehmen?

Der kontrolliert ja kritisch den Unternehmer und fährt ihm störend in die Parade, wenn der Unternehmer maßlos Profite scheffelt. Arbeitsökonomen haben Humanitätsduseleien an sich und gestalten Arbeitsbedingungen möglichst menschenfreundlich, aber auch leistungsorientiert in den Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit.

Ich bin demnach nicht bildungsfern, nicht weltfremd, sondern noch sozial stabilisiert - genau das Gegenteil von dem, was uns westliche Politiker, Amtsbürokraten und Unternehmer diskriminierend unterstellen.

Ergebnis: Die eigene Lebenslage verschlechtert sich zusehends. Es entstanden Mehrfacheinstellungshemmnisse, trotz guter Leistungsfähigkeit.

  • Langzeitarbeitslosigkeit
  • dadurch schrittweise Abwertung der Berufsabschlüsse retour bis aufs Niveau zum Un- oder Angelernten
  • vorhandene Körperbehinderung
  • unternehmerkritische Einstellung - es fehlt das demutsvolle Untertanenbuckeln und mit den Hufen scharren
Ich muß aufpassen, gesundheitlich nicht vor die Hunde zu gehen, denn Arbeitslosigkeit und niedrigerer Alg-II-Regelsatz weit unter dem pfändungsfreien Existenzminimum von ca. 1.099 für Alleinstehende machen krank. Die Sozialkontakte nach außen ins Wohnumfeld sind eingeschränkt, man spart auf Teufel komm an allem, auch an der Nahrung, trägt jahrzehntealte, abgerissene Sachen und wartet auf den nächsten technischen Ausfall irgendeines Haushaltgegenstands, der lebenswichtig ist.

Das ist kein Leben mehr, sondern politisch gewolltes Dahinsiechen und Verrotten bis in die Friedhofsgrube.

Arbeitslosigkeit kann in den Alkohol oder Drogenkonsum führen, um sich zu betäuben, weil diese aufgezwungenen Lebensverhältnisse nicht auf Dauer zu ertragen sind oder man wir aggressiv, militant, wütend, hasserfüllt und gewaltbereit oder versinkt ins Gegenteil - in Depressionen und Antriebslosigkeit. Je nach Lebenslage schlägt das Pendel mal von einer zur anderen Seite aus.

Auf Dauer hält man aufgezwungene Langzeitarbeitslosigkeit und Armut nicht aus.

Ich kann mich mit dem bundesdeutschen Gesellschafts- und Machtsystem nicht anfreunden, weil ich vorher unter DDR-Bedingungen als Mench und Berufstätiger respektiert und gewürdigt wurde. Meine Arbeitsergebnisse waren was wert, wurden gebraucht und leistungsgerecht bezahlt.

Reichtümer konnte man sich nicht zulegen, aber vom Verdienten leben und sich was leisten, sein Leben gestalten. Erspartes wurde nicht amtlich kontrolliert und dessen Verwendung nicht vorgeschrieben.

Was nutzt Dir im Westen die Meinungs-, Rede-, Versammlungs- und Reisefreiheit, wenn Du systematisch hilfebedürftig gemacht wirst und unten zu bleiben hast?

Im Westen zählt nicht der Mensch, sondern nur Kapital und Profit.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Bewertungen
1.347
... Tatsache ist wohl, daß die Unternehmergenerationen, für die ein Handschlag und ein Wort noch etwas galten, nun langsam aber sicher auf den Heiligen Acker wandern ...
Den ehrbaren Kaufmann mit all seinen wünschenwerten Eigenschaften und seiner menschenbeseelten Einstellung zur Belegschaft mußt Du mit der Lupe suchen.

Ein Handschlag - ein verläßliches Wort - gibt es nicht mal mehr im Viehhandel.

Die Nordreportage - Handel mit Handschlag | NDR Fernsehen - YouTube
 

Snickers

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Feb 2013
Beiträge
2.547
Bewertungen
855
Und ganz schnell wäre der Job wieder weg wenn man nun krankfeiert bis der Vertrag da ist....

Man kann dem AG schon eine angenehme Frist verpassen.
Wozu?

Wenn du einkaufst, bezahlst du deine Ware auch erst nachdem du sie gegessen oder ge- verbraucht hast?

Bei jedem Arzt musst du vor der Behandlung deine Versicherungskarte abgeben....

Verträge sind dafür da, das man etwas hat wenn man sich nicht mehr verträgt. Wer ohne Vertrag arbeitet macht sich das Leben unnötig schwer.

Und wer anderen das empfehlt, sollte mal lieber die XXX halten.
 

Dark Vampire

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Apr 2014
Beiträge
1.996
Bewertungen
1.025
Komisch bei EGV kanns nicht lang genug sein was.

Und wenn sie ohne arbeitet gelten ohnhin die gesetzlichen Regelungen.

Und sobald man anfängt zu arbeiten geht man eh einen mündlichen AV ein.
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Bewertungen
522
Früher kam das Wort Vertrag von vertragen, heute ist es die Grundlage zum streiten

Verträge dienen als Grundlage dafür wenn man sich streiten will, sowas gibt es nur im Mutterland der Bürokratie, in Deutschland

In jedem anderen Land auf der Welt gilt das Wort oder der Handschlag, nur hier geht es nicht weil man hinter jedem Geschäft gleich einen Prozesshansel vermuten muss
 
E

ExitUser

Gast
Früher kam das Wort Vertrag von vertragen, heute ist es die Grundlage zum streiten

Verträge dienen als Grundlage dafür wenn man sich streiten will, sowas gibt es nur im Mutterland der Bürokratie, in Deutschland

In jedem anderen Land auf der Welt gilt das Wort oder der Handschlag, nur hier geht es nicht weil man hinter jedem Geschäft gleich einen Prozesshansel vermuten muss

Bist Du eigentlich blond?

Ein mündliches Wort hat in einem eventuellem Rechtsstreit keinen Wert, wenn Aussage gegen Aussage steht.

Ich glaube mittlerweile, dass Du es selber bist, der sich nach seinen Antworten einen runterholt.
Scheinst ziemlich heiß zu sein, dass Du es so oft am Tag brauchst.
 
E

ExitUser

Gast
Den ehrbaren Kaufmann mit all seinen wünschenwerten Eigenschaften und seiner menschenbeseelten Einstellung zur Belegschaft mußt Du mit der Lupe suchen.
Hatte ich mehr als zehn Jahre. Nur war der Mann nun schon etwas älter. Man darf meine Beiträge (auch den, auf den Du hier antwortest) gerne wörtlich so nehmen, wie ich sie geschrieben habe.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Es hat sich etwas neues ergeben.

Heute teilte mir die Lohnbuchhaltung aus der Firma mit, dass der Chef bestreitet, mich gestern im Büro gesehen zu haben, um meinen Arbeitsvertrag abzuholen. Ich war natürlich NACHWEISLICH dort und konnte die Sache erst einmal nicht nachvollziehen. Wieso sollte der Arbeitgeber behaupten, ich wäre nicht dort gewesen, um mir den Vertrag abzuholen, obwohl ich doch so sehnsüchtig darauf warte?

Ein Anruf bei meinem Sachbearbeiter brachte etwas licht ins Dunkel:

Im Hintergrund scheinen zwischen Arbeitgeber und Jobcenter Verhandlungen über einen Eingliederungszuschuss zu laufen. Da ich mit GdB 50 den grünen Schein habe, käme eine solche Förderung wohl in Frage (ich kann meinen Beruf als Industriekauffrau uneingeschränkt ausüben!!!). Das Jobcenter ist allerdings der Ansicht, mit dem unbezahlten 6-wöchigen Praktikum im letzten Jahr genügend Eingliederungshilfe gezahlt zu haben.

Bis man hier auf einen Nenner kommt, kann man mir keinen Arbeitsvertrag aushändigen, denn sobald ich über die Firma angemeldet bin, ist es mit den erwarteten Fördermitteln vorbei. Daher geht der Arbeitgeber von einem kostenlosen Probearbeiten meinerseits aus und möchte den Vertrag hinauszögern. (Wirklich toll! - Hätte man mir das mit der Probearbeit gleich gesagt, hätte ich zumindest einen Fahrtkostenzuschuss beim Jobcenter stellen können!)

So viel zum Thema mündlicher/konkluder Arbeitsvertrag. Jetzt hilft mir nicht mal die Stechuhr weiter, mit der ich nur meine bloße Anwesenheit beweisen kann. Es steht Aussage gegen Aussage, was das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages angeht.

Mein Sachbearbeiter hat mir gesagt, er stellt es mir frei, ob ich mich weiterhin um diese Stelle bemühe. Allerdings darf ich nicht mehr dort arbeiten, bis ich einen Vertrag habe, weil er unter anderem

  • weder ein Probearbeiten genehmigt hat und ich deshalb
  • im Betrieb durch die fehlende Sofortmeldung nicht unfallversichert bin
  • ich auf Grund fehlender Qualifikation die teilweise ausgeübte Tätigkeit entgegen der Stellenbeschreibung (Warenbegleitpapiere für Gefahrgüter und gefährliche Stoffe ausstellen) von Seiten des Gesetzgebers nicht ausüben darf
  • es für mich nicht zumutbar ist, mich evtl. monatelang durch ein Arbeitsgerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang zu kämpfen (Stichwort angebliche Probearbeit: Aussage gegen Aussage)
  • nicht verstehen kann, dass ich nach Laune des Chefs einfach mal einen Tag zu Hause bleiben soll wie es letzten Freitag geschehen ist
Außerdem hat er gesehen, dass ich mich nicht vorm Arbeiten drücke, sondern beim Jobcenter und von früheren Arbeitgebern her als zuverlässig gelte. Klar, ich muss arbeiten, aber er hat mir freigestellt, ob ich mich um diesen speziellen Job in dieser Firma weiterhin bemühen möchte. Falls nicht, unterstützt er mich weiterhin bei der Stellensuche (Anmerkung: ich befinde mich gerade in einem speziellen Jobcenter-Projekt).

Bis morgen habe ich Zeit, darüber nachzudenken, ob ich dort arbeiten möchte bzw. dort nach einem wirksamen Vertrag anklingle.
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Früher kam das Wort Vertrag von vertragen, heute ist es die Grundlage zum streiten

Verträge dienen als Grundlage dafür wenn man sich streiten will, sowas gibt es nur im Mutterland der Bürokratie, in Deutschland

In jedem anderen Land auf der Welt gilt das Wort oder der Handschlag, nur hier geht es nicht weil man hinter jedem Geschäft gleich einen Prozesshansel vermuten muss
Ach, hier gilt auf einmal der mündliche Vertrag.
In einem anderen Thread bist Du der Meinung, das man dem JC einen Mietvertrag vorlegen muss.

Du schreibst immer so, wie es Dir bzw. einem JC gerade am besten passt.
 
E

ExitUser

Gast
@ bluemert,
das ist ja wieder ein ganz mieser Arbeitgeber.
Blöd, dass es so läuft.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Offtopic für @jockel:

Ich bin auch der Ansicht, das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ nicht mehr 100%ig gilt. Zumindest nicht im beruflichen Bereich, wenn es um eine lohnabhängige Beschäftigung geht.

Vor ein paar Tagen hat mir ein Verwandte gesagt, er sei froh, in Rente zu sein, weil er die unsicheren Arbeitsbedingungen nicht mehr nachvollziehen kann. Er hat nicht von mir gesprochen, sondern allgemein von den Niedriglöhnern, die noch wirklich hart schuften und trotzdem kaum über die Runden kommen. Dagegen sind meine derzeitigen Probleme purer Luxus.

Deinen Beitrag fand ich deshalb spannend, weil mir vor ein paar Jahren das Buch „Faktor Vier“ in die Hände gefallen ist. (Dem Club of Rome stehst du wohl auch kritisch gegenüber?) Hier geht es nicht nur um Umwelt, sondern auch darum, den arbeitenden Menschen mitzunehmen. Usw. und so fort...

Du kannst gut schreiben. Du verfügst über interessantes Hintergrundwissen und hast eigene Erfahrungen gemacht. Dein Wissen ist gefragt. Vielleicht schreibst du ein Buch darüber? Ich wäre dein erster Kunde.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Ach, hier gilt auf einmal der mündliche Vertrag.
In einem anderen Thread bist Du der Meinung, das man dem JC einen Mietvertrag vorlegen muss.

Du schreibst immer so, wie es Dir bzw. einem JC gerade am besten passt.
Hallo Charlot, sei mir bitte nicht böse, ich glaube, hier liegt ein Irrtum vor.

Arbeitsverträge, Kaufverträge usw. kann man mündlich wirksam schließen. Aber Quittungen und Nachweise werden mitunter in Schriftform benötigt. Nicht nur beim Jobcenter ist das der Fall, sondern auch Finanzämter usw. möchten gerne Papiere sehen. Sonst wären doch all die schönen dicken Aktenordner leer. ;-)

Das liegt daran, dass es unterschiedliche Vorgänge unterschiedliche Rechtsbereiche berühren.
 
E

ExitUser

Gast
Ein mündliches Wort hat in einem eventuellem Rechtsstreit keinen Wert, wenn Aussage gegen Aussage steht.
Das kommt drauf an. Es steht ja oft nicht nur einfach nur Aussage gegen Aussage, sondern es gibt meist aus der Vergangenheit Anhaltspunkte, daß etwas (und oft auch was) vereinbart wurde.

Arbeitnehmer geht (im Idealfall vor Antritt des Jobs) zu seiner Krankenkasse und teilt ihr mit, daß er ab dem ... bei ... beschäftigt sein wird. Dann ist das Thema Schwarzarbeit und Tauchstation schon von vornherein erledigt. Denn die Krankenkasse schickt dem Arbeitgeber dann eine Mitgliedsbescheinigung, in der steht daß ... bei ihr versichert ist und daß der Arbeitgeber bitte eine Meldung nach §28a Abs. 1 Nr. 1 SGB IV bzw. nach § 28a Abs. 4 SGB IV (Sofortmeldung) SGB 4 - Einzelnorm
übermitteln möge. Zudem schaut man auch darauf, daß die Jahresentgeltmeldung (§ 28a Abs. 2 SGB IV) bzw. die Abmeldung (§ 28a Abs. 1 Nr. 2 SGB IV) erfolgt. Ersteres geschieht durch die Vollständigkeitsprüfung, das Zweite (die Abmeldung) entlastet den Arbeitgeber von weiteren Beitragsforderungen, die notfalls per Schätzung festgesetzt und zwangsvollstreckt werden.

Ein verständiger Arbeitnehmer wird auch, wenn er hierbei berechtigte Zweifel hat, bei der Krankenkasse nach einer erfolgten Anmeldung fragen. Die wird spätestens mit dem ersten Lohnzahlungslauf, bei dem er dabei ist, übermittelt. Und damit gibt es spätestens zu diesem Zeitpunkt kein "Aussage gegen Aussage" mehr zu der Frage, ob ein Arbeitsverhältnis bestanden hat und welcher Lohn gezahlt werden sollte. In der Regel streitet man sich ja mit dem Arbeitgeber nicht schon vor dem ersten Lohnzahlungstag, so daß die erste Abrechnung meistens noch in der "Wohlverhaltensphase" des Arbeitgeber liegt und daher aussagekräftig ist.

Freilich, Ausnahmen bestätigen diese Regeln. Und bei diesen Ausnahmen ist auch recht bald Druck auf dem Kessel und das Ende der Gemeinsamkeiten absehbar. Da reagiert dann auch der Arbeitgeber auf eine AU wunschgemäß. Und zwar schriftlich: § 623 BGB Schriftform der Kündigung - dejure.org
 
E

ExitUser

Gast
Es hat sich etwas neues ergeben.

Heute teilte mir die Lohnbuchhaltung aus der Firma mit, dass der Chef bestreitet, mich gestern im Büro gesehen zu haben, um meinen Arbeitsvertrag abzuholen. Ich war natürlich NACHWEISLICH dort und konnte die Sache erst einmal nicht nachvollziehen. Wieso sollte der Arbeitgeber behaupten, ich wäre nicht dort gewesen, um mir den Vertrag abzuholen, obwohl ich doch so sehnsüchtig darauf warte?

Ein Anruf bei meinem Sachbearbeiter brachte etwas Licht ins Dunkel:

Im Hintergrund scheinen zwischen Arbeitgeber und Jobcenter Verhandlungen über einen Eingliederungszuschuss zu laufen. Da ich mit GdB 50 den grünen Schein habe, käme eine solche Förderung wohl in Frage (ich kann meinen Beruf als Industriekauffrau uneingeschränkt ausüben!!!). Das Jobcenter ist allerdings der Ansicht, mit dem unbezahlten 6-wöchigen Praktikum im letzten Jahr genügend Eingliederungshilfe gezahlt zu haben.
Siehe Beitag #76 ...

Bis man hier auf einen Nenner kommt, kann man mir keinen Arbeitsvertrag aushändigen, denn sobald ich über die Firma angemeldet bin, ist es mit den erwarteten Fördermitteln vorbei. Daher geht der Arbeitgeber von einem kostenlosen Probearbeiten meinerseits aus und möchte den Vertrag hinauszögern. (Wirklich toll! - Hätte man mir das mit der Probearbeit gleich gesagt, hätte ich zumindest einen Fahrtkostenzuschuss beim Jobcenter stellen können!)

So viel zum Thema mündlicher/konkluder Arbeitsvertrag. Jetzt hilft mir nicht mal die Stechuhr weiter, mit der ich nur meine bloße Anwesenheit beweisen kann. Es steht Aussage gegen Aussage, was das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages angeht.
Nicht wirklich. Denn die Schutzbehauptung "Probearbeiten" hört kein Arbeitsrichter zum ersten Mal. Die Arbeitgeber sind in ihren Ausreden durchaus nicht so kreativ, wie man das von einem Unternehmer annehmen sollte. Also sei mal froh, daß der Laden Stechuhren hat. Und erinnere Dich draran, daß Du dem Arbeitgeber "lediglich" Deine Arbeitskraft und Deine Zeit schuldest, nicht aber irgendein konkretes Arbeitsergebnis.

Mein Sachbearbeiter hat mir gesagt, er stellt es mir frei, ob ich mich weiterhin um diese Stelle bemühe. Allerdings darf ich nicht mehr dort arbeiten, bis ich einen Vertrag habe, weil er unter anderem

  • weder ein Probearbeiten genehmigt hat und ich deshalb
  • im Betrieb durch die fehlende Sofortmeldung nicht unfallversichert bin
  • ich auf Grund fehlender Qualifikation die teilweise ausgeübte Tätigkeit entgegen der Stellenbeschreibung (Warenbegleitpapiere für Gefahrgüter und gefährliche Stoffe ausstellen) von Seiten des Gesetzgebers nicht ausüben darf
  • es für mich nicht zumutbar ist, mich evtl. monatelang durch ein Arbeitsgerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang zu kämpfen (Stichwort angebliche Probearbeit: Aussage gegen Aussage)
  • nicht verstehen kann, dass ich nach Laune des Chefs einfach mal einen Tag zu Hause bleiben soll wie es letzten Freitag geschehen ist
Es gibt also noch vernünftige Menschen in einem JC. Schau mal, daß Du das von ihm so schriftlich bekommst. Und dann geht Dein nächster Weg damit zum Arbeitsgericht, um den Lohn für die bisher geleistete Arbeit einzuklagen. Denn mit dem Verbot seitens des JC, Deine Arbeitskraft anzubieten, ist zweifellos der Anlaß für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gesetzt.

Laß diese Truppe nicht davonkommen! Auch eine Handvoll Arbeitstage in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis sind für Dich in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Die werden im JC noch über Jahre hinweg positiv zur Kenntnis genommen. Sofern es sich um mehr als sieben handelt, hast Du Deinen SB zudem zum Verbündeten: Da kann er sich für die Vermittlung ein Bienchen eintragen lassen.

Bis morgen habe ich Zeit, darüber nachzudenken, ob ich dort arbeiten möchte bzw. dort nach einem wirksamen Vertrag anklingle.
Deine Entscheidung. Ich wüßte aber nicht, woraus Du schließen könntest, mit diesem Chef dauerhaft auf einen Nenner zu kommen. Der schickt Dir doch sowieso bei erstbester Gelegenheit eine fristlose.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
@bluemert



Das sieht man ja bei dir was dabei raus kommt! Nichts hast du!
Entschuldigung, warum so unfreundlich? Natürlich kann man auf die Nase fallen.

Dennoch gibt es Bereiche, in denen der Gesetzgeber nicht zwingend die Schriftform vorschreibt. In anderen Bereichen dagegen schon (zB Immobilienerwerb etc.).
 

Snickers

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Feb 2013
Beiträge
2.547
Bewertungen
855
Entschuldigung, warum so unfreundlich? Natürlich kann man auf die Nase fallen.

Dennoch gibt es Bereiche, in denen der Gesetzgeber nicht zwingend die Schriftform vorschreibt. In anderen Bereichen dagegen schon (zB Immobilienerwerb etc.).
Es geht doch nicht um den Gesetzgeber sondern um den Menschen der keinen Vertrag hat! Gehe mal mit deinem mündlichen Vertrag zum SG............worauf soll sich ein Gericht oder ein RA beziehen?

Wozu dieses unnötige Risiko? Und ausbleibendes Gehalt ist noch das kleinste Übel........keinen Arbeitsvertrag keine Krankenkasse und dann?

Wenn Du dir das antun magst........nur zu, kannst da nun morgen wieder umsonst arbeiten gehen........der Chef, deiner ist es ja nicht, hast ja keinen Arbeitsvertrag.......ist ein Ausbeuter unf Lügner! So zumindest beschreibst du ihn........erzählst hier aber was von gültigen mündlichen Verträgen..........wie beweist man einen mündlichen Vertrag eigentlich ohne Zeugen?

Und weshalb ich so unfreundlich bin? Weil ich Ratschläge verabscheue die andere in Gefahr bringen und ausschließlich Nachteile haben.

Und Du scheinst daraus:

weder ein Probearbeiten genehmigt hat und ich deshalb
im Betrieb durch die fehlende Sofortmeldung nicht unfallversichert bin
ich auf Grund fehlender Qualifikation die teilweise ausgeübte Tätigkeit entgegen der Stellenbeschreibung (Warenbegleitpapiere für Gefahrgüter und gefährliche Stoffe ausstellen) von Seiten des Gesetzgebers nicht ausüben darf
es für mich nicht zumutbar ist, mich evtl. monatelang durch ein Arbeitsgerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang zu kämpfen (Stichwort angebliche Probearbeit: Aussage gegen Aussage)
nicht verstehen kann, dass ich nach Laune des Chefs einfach mal einen Tag zu Hause bleiben soll wie es letzten Freitag geschehen ist
0,- gelernt zu haben!............:icon_idea:

Alles Gute trotzdem....


Immobilienerwerb........Du meinst die Anmietung einer Wohnung? Also Mietvertrag? Oder meinst du mit erwerben ......kaufen, das ist nämlich erwerben.

Mietvertrag und Maxemann.......

Charlot

Ach, hier gilt auf einmal der mündliche Vertrag.
In einem anderen Thread bist Du der Meinung, das man dem JC einen Mietvertrag vorlegen muss.

Du schreibst immer so, wie es Dir bzw. einem JC gerade am besten passt.
:danke:

Genau so ist es..........das einzigeste worauf man sich bei den Ratschlägen von bei Maxemann verlassen kann ist, dass man dann verlassen ist!
 
E

ExitUser

Gast
Es geht doch nicht um den Gesetzgeber sondern um den Menschen der keinen Vertrag hat! Gehe mal mit deinem mündlichen Vertrag zum SG............worauf soll sich ein Gericht oder ein RA beziehen?
Das ist natürlich Unsinn. Was sollte eine Lohnzahlungsklage gegen einen Ex-Arbeitgeber mit dem Sozialrecht zu tun haben? Das SG schmeißt einen mit so etwas achtkantig raus - egal, was Du da vorzutragen und in der Hand hast oder auch nicht.
Beim Arbeitsgericht zahlt in der ersten Instanz jeder seinen Antwalt selbst. Kannst Du Dich gerne finanziell engagieren, wenn Du meinst, daß die Fredstarterin unbedingt Geld aus dem Fenster werfen soll. Fredstarterin hat die Stechprotokolle, der SB weiß von der Beschäftigung und auch, daß sich die Geschichte auf einen Betrugsfall hinbewegt. Was willst Du noch?

Wozu dieses unnötige Risiko? Und ausbleibendes Gehalt ist noch das kleinste Übel........keinen Arbeitsvertrag keine Krankenkasse und dann?
Du liest auch nur Deine eigenen Beiträge? Fredstarterin hätte diese Beschäftigung bei der Krankenkasse anzeigen müssen. Was sie im Übrigen immer noch machen kann. Denk mal drüber nach, wozu man diese Verpflichtung - die gab es schon in den neunziger Jahren - wohl eingeführt haben könnte.

Und weshalb ich so unfreundlich bin? Weil ich Ratschläge verabscheue die andere in Gefahr bringen und ausschließlich Nachteile haben.
Dann solltest Du wenigstens bei der Sache bleiben und nicht in der Rage alles durcheinanderwürfeln.
 

bluemert

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
30 Mai 2014
Beiträge
21
Bewertungen
12
Mensch @Snickers, du bringst hier etwas durcheinander. Vielleicht habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt.

Das mit dem schriftlichen Kaufvertrag über eine Immobilie war nur ein Beispiel dafür, dass der Gesetzgeber für gewisse Geschäfte die Schriftform vorschreibt, im Gegensatz dazu aber in anderen Bereichen des täglichen Lebens ein Handschlag, Kopfnicken oder ein überzeugendes "jawollja" als übereinstimmende Willenserklärung gilt. In diese Kategorie gehört nunmal auch ein Arbeitsverhältnis. Da ist so ein "Theorie und Praxis"-Ding. Ich _empfehle_ auch niemandem, einen Job ohne ein Stückchen Papier anzunehmen.

Aber wenn wie in Charlots Fall das Jobcenter was Schriftliches dafür verlangt, dass es gewisse Kosten übernimmt, kann ich das einfach nachvollziehen. Kohle gegen Nachweis. Ist doch eigentlich eine faire Regelung, oder?

Zu mir nochmal:

Natürlich bin ich krankenversichert. Ich war nur im Betrieb nicht unfallversichert. Das wusste ich allerdings vorher nicht. Da bin ich eben auf die Nase gefallen. Ja, da war ich halt ein bisschen blöd. Sowas passiert. Einmal.

Mit meinem nicht-oder-ungültigen wie-auch-immer-Arbeitsverhältnis renne ich auch nicht zum Sozial-, sondern zum Arbeitsgericht. Dazu haben mir u.a. die User P123 #94 Caso #68 Indeclinabilis #24 usw. ... etwas geschrieben.

#94 ist meiner Ansicht nach das sinnvollste, was ich nun tun kann.

Ich bin neu hier im Forum und möchte mich mit niemandem anlegen. PEACE PEACE PEACE :)
 
Oben Unten