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Arbeiten in WfB kontra Unterhaltsansprüche

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pearly

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Hallo,
bin neu hier.

Vielleicht finde ich hier jemanden, der ähnliche Probleme durchgemacht hat. Außerdem würden mich Meinungen interessieren.

Bin mittlerweile 40 Jahre alt, keine Kinder, lebe in Scheidung. Ich habe 1997 eine Umschulung zur Bürokauffrau aus gesundheitlichen Gründen durchziehen müssen (seelisch bedingt). Von der Umschulung habe ich leider nicht viel gehabt, da ich von 1998 - 2000 erneut Probleme mit der Gesundheit hatte und 2000 musste ich deshalb Rente beantragen. Diese Rente musste ich einklagen. Die Rente wurde immer wieder befristet.
2007 hatte ich sie dann einstellen lassen, da die Untersuchungsergebnisse immer verlogener wurden (schlimme psychologische Gutachten über meine Person, die überhaupt nicht stimmten). Anfang 2008 landete ich dann leider erneut - nach 8 Jahren - zum zweiten Mal in der Klinik wegen einer Psychose. Mein Mann hat dann eine Betreuung für mich beantragt, weil er zu blöde war, sich um meine Angelegenheiten zu kümmern. (Vorher habe ich immer alles für uns beide gemacht). Ich musste die Rente dann neu beantragen, diese sollte dann erst ein Jahr weiter laufen, wurde dann jedoch überraschenderweise in eine Frührente umgewandelt - nach einem Jahr hätten sie sowieso entscheiden müssen, ob sie mich ganz raus nehmen, da dann die Zeit voll gewesen wäre. Die Rente habe ich dann auch erstmal mitgenommen, da dann die Scheidung kam usw.
Zusätzlich habe ich 70 % Schwerbehinderung vom Versorgungsamt.

Ich habe einmal versucht, während des Bezuges meiner Frührente auf 400 Euro zu arbeiten - davon wurde mir gleich knapp die Hälfte entrissen und auf mein Unterhalt angerechnet. Ich bekam dann die Möglichkeit über den Betreuer in einer Werkstatt für Behinderte zu arbeiten. Ich hatte dem auch erst zugestimmt, es dann aber sein gelassen, weil mein Betreuer mir anscheinend nur Humbug erzählte. Er erklärte mir als auch meiner Scheidungsanwältin, das wäre keine Wiedereingliederung ins Berufsleben.
Die Rentenstelle und die WfB erzählten mir allerdings das wäre sehr wohl eine Wiedereingliederung, nach Ablauf von 2,3 Jahren wird geprüft, ob ich wieder arbeiten kann. (?).

Ich selbst bin mir überhaupt nicht mehr sicher, was ich von meiner Lage halten soll. Der Betreuer erklärte mir zusätzlich, für mich wäre eine Arbeit in der WfBM keine Wiedereingliederung, da ich auf Lebenszeit in Rente geschrieben worden wäre und somit für den Rest des Lebens nicht mehr voll erwerbsfähig. Ich denke dieser Spruch ist Schwachsinn - könnte doch jederzeit einfach arbeiten gehen und raus aus der Rente. ?

So nun kommt das Problem. In vier Wochen habe ich die blöde Scheidung wobei entschieden werden soll, wie lange mein Mann noch bluten muss für mich. Meine Anwältin fragte mich, ob ich denn noch weiterhin auf 400 Euro arbeiten könnte, das würde mich auch der Richter fragen. Ich erklärte ihr, nein - kann ich nicht und will ich auch nicht, ich möchte vielleicht in der WfB anfangen, da ich aus der Rente wieder raus will. Wenn mein Mann nicht mehr zahlt, lande ich sonst in der Grundsicherung und ich möchte für meine Altersrente lieber noch arbeiten gehen, auf einen Schwerbehindertenarbeitsplatz. Sie erklärte dann ganz frech, dann könnte ich doch gleich ne Stelle als Verkäuferin suchen. Sie kapiert nicht was die WfB ist und ich kapiere das auch nicht ganz (immer noch nicht). Jedenfalls
meinte ich auch, ich dürfte auch garnicht auf 400 Euro arbeiten, da ich dann mein Anspruch auf eine Arbeit in der WfB verliere.
Ich würde gerne dem Richter sagen, das ich da anfangen möchte und das mein Mann wenigstens noch so lange zahlen soll, bis ich die Frist durchlaufen habe, ob ich wieder arbeiten gehen kann. Sie meinte dann, ne so ginge das nicht, ich solle erstmal einen Weg gehen, ich solle erstmal ne Bescheinigung besorgen, das ich nicht auf 400 Euro arbeiten kann, also sprich im Grunde garnichts arbeiten kann. Danach könnte man immer über weitere Maßnahmen, die ich vorhätte reden.

Irgendwie kapiert die es nicht und ist nicht ganz helle im Kopf.
Ende Juni ist meine Scheidung. Ich soll vor dem Richter erklären, ich könnte garnicht mehr arbeiten und abwarten, welche Frist er meinen Mann setzt, noch weiter Unterhalt zu zahlen. Zwei Monate später würde ich dann etwas das Scheidungsurteil erhalten. Das Problem ist aber, das ich bereits Anfang August in der WfB anfangen könnte und hierfür noch einen Antrag stellen muss (einen neuen Antrag). Dann erhalte ich auch Übergangsgeld. Die Anwältin meinte dann, dann müsse man eben Aufstockungsunterhalt verlangen.

Ich halte das alles für eine Zwickmühle. Wie soll ich einen Richter Ende Juni erklären, ich kriege beruflich garnichts mehr auf die Reihe und Anfang August würde ich jeden Tag 8 Stunden versuchen, wieder auf die Beine zu kommen über ein geschützten Arbeitsplatz. ? Ich habe Angst, das ich dann noch meine ganzen Unterhaltsansprüche verliere, da der Richter doch wohl auch denken muss, die belügt. ?

Was meint ihr dazu. ?

Danke
Dagmar
 
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