Arbeiten beim SozRecht-RA: Was bin ich (in €/h) wert? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

kelebek

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Ein Rechtsanwalt für Sozialrecht bot mir an, bei ihm Probezuarbeiten.

Das tat ich für zwei Tage. Mein Frage, ob er nunmehr einschätzen könne, wie ich arbeite, bejahte er. Meine Tätigkeiten sind hier die üblichen Bürotätigkeiten; idealerweise würden einige der qualifizierteren Tätigkeiten von einem Rechtanwaltsfachangestellten durchgeführt.

Ich sagte, ich würde ihm ein Angebot für meine Arbeitsleistung unterbreiten. Nun weiß ich nicht, wieviel ich verlangen soll. Was bin ich pro Arbeitsstunde wert?

Bedauerlicherweise würde mein Weg zur / von der Arbeitsstätte jeweils 1,5 Stunden dauern.

Zu mir: Ich bin kein Anwalt und kein Rechtsanwaltfachangestellter. Mein Studium ist weiterhin nicht abgeschlossen (ausschließlich Prüfungsleistungen und Abschlussarbeit verbleibend; ich habe eine inzwischen über Jahre andauernde, nicht auszuschließenderweise mittels meines JC-Kontaktes wieder enorm verstärkte Depression). Das Studium ist ohnehin aus einem anderen Bereich (Soz.- u. Geisteswiss.n). Ich bin also formal ohne Ausbildung.

Ich möchte dem RA meine Arbeitsleistung für 20 h/Wo anbieten. Was also darf ich pro Stunde kosten? Was soll ich anbieten?
 

ethos07

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Mit dem von Spitzbart eingestellten Gehaltscheck kommt man gut zu einem Ergebnis. Aber ich verrate jetzt mal noch nicht, was bei mir für dich so in etwa rauskam - zumal ich auch nicht wirklich weiß, ob die berufliche Zuordnung so, wie ich sie gemacht habe, stimmig ist. Und vor allem, weil ja auch ggf. der Arbeitgeber hier mitliest...

Zumindest gut von H4 wegkommen solltest du mit der Arbeit schon, nicht? :icon_kinn:
 

Purzelina

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Bei 20 Stunden könnte die Spanne vom Minijob bis zu ungefähr 800 € gehen.
 

Luise Koschinsky

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Leider wird da nur die sogenannte Aufstockung bleiben.

Raus ist man damit nicht, weil zuwenig.

Wenn man raus kommt, muss man auch bedenken, dass keine Nachzahlungen mehr übernommen werden und man es schaffen muss, diese alleine zu begleichen von dem, was man verdient - auch keine GEZ Befreiung mehr etc.

Alles Gute !
 

Anna B.

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hallo,

eine Frage...was spricht dagegen, dich für 30 oder 39 Stunden "anzubieten"?

Die Erkrankung oder das Studium?

wenn ich könnte, würde ich wieder voll arbeiten wollen...allein wegen des Geldes...
 

Anna B.

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Hallo,

zum letzten Post einen Kommentar...

Leistungsbezieherin wird vom Amt voll verar....

sucht guten RA auf....der wendet die Dinge zum Guten..

er fragt sie, was ihr denn beruflich so vorschwebt...

sie meinte, och alles mögliche, würde auch gern beim Rechtsanwalt arbeiten...:biggrin:

RA sagt prima..ab nächsten 1. bei mir ..Vollzeit...?

Die hat einen Job als Bürogehilfin beim Anwalt, sie ist zwar nicht als RA-Fachangestellte dort beschäftigt, ist aber vom Amt weg und hat ein regelmäßiges Einkommen...

So positiv kann es auch gehen...
 

Luise Koschinsky

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@Anna, das ist natürlich toll, aber leider erlebt man so etwas nur noch selten und es liest sich daher im ersten Moment wie ein schönes Märchen !

Denn die meisten RAs zahlen auch nur noch Hungerlöhne und selbst die gelernten ReNos müssen dann aufstocken.
 

Anna B.

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Hallo Luise,

ich weiß das...die Angestellten beim RA und die Auszubildenen bei Friseuren haben die niedrigsten Entgelte...

aber für diese Frau habe ich mich ehrlich über den Job gefreut...zumindest ist sie nicht mehr den Schikanen der Behörde ausgesetzt...

übrigens ist das der Anwalt, der mich vor dem SG wegen meiner EM-Rente vertritt....
 

Luise Koschinsky

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Klar freut man sich da mit, toller RA :)

Die Preise steigen an allen Ecken und Kanten und der Euro ist der Teuro, aber die Gehälter bleiben oder sinken sogar.

Dabei möchte man doch nur vom Verdienten Leben können und nicht nur vegetieren !
 
E

ExitUser

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Die dazwischen liegende Euroeinführung hast Du entsprechend berücksichtigt?
Natürlich hab ich das. Ich hab auch noch Anfangs von Eurozeit in dem Beruf gearbeitet.

Evtl. lohnt es sich, für einen Euro weniger zu arbeiten, dafür aber ständig seine qualifizierte Tätigkeit in Anspruch nehmen zu können.
Warum nicht gleich 2 oder 3 Euro weniger? Man kann doch von Luft und Liebe und Religion leben. :icon_neutral:

@Anna, das ist natürlich toll, aber leider erlebt man so etwas nur noch selten und es liest sich daher im ersten Moment wie ein schönes Märchen !

Ist wie ein 6er im Lotto, was ganz seltenes also.

Denn die meisten RAs zahlen auch nur noch Hungerlöhne und selbst die gelernten ReNos müssen dann aufstocken.
Das stimmt. Kenne nen RA, der wollte für Vollzeit (!) inkl. Überstunden 800 Euro Brutto bezahlen. :icon_kotz:
 

n-tier

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Nimm doch eine Runde Zahl, die mit drei Nullen. Und zum Verhandeln fängst du mit 1150 Euro an. Sind ja immerhin 80 Stunden. Nach 6 nochmal Monaten verhandeln.
 

Georgie634

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gibbt auch leute die mit einer 40 stunden woche aufstocken müssen. gibbt es mehr ärger und probleme mit dem amt wenn man aufstockt oder ist das besser wenn man aufstockt?
 

Luise Koschinsky

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@Georgie, Du meinst wohl, ob es besser ist wenn man aufstockt oder nicht ?!

Es ist ja bekannt, das alles immer Vor- und Nachteile hat.

Oftmals lebt man wirklich ruhiger, wenn man nicht aufstockt, doch man muss es sich auch leisten können und da die Gehälter und Löhne immer niedriger werden, beantwortet sich die Frage fast von selbst.

Wenn Du aufstockst, musst Du jeden Monat den Lohnnachweis vorlegen, auch wenn sich dieser eigentlich nicht ändert.

Oft heißt es Papiere sind nicht angekommen etc. und es findet keine Zahlung statt, doch wer arbeiten geht, kann nicht noch jedes mal alles persönlich gegen Bestätigung abgeben.

Wenn dann evtl. Wohngeld reicht, ist man besser dran, doch da werden halt keine BK/HK Nachzahlungen übernommen. Keine GEZ Befreiung, keine evtl. Fahrvergünstigungen - muss man ja alles rechnen.

Das allerbeste wäre natürlich man kann endlich vom verdienten Geld leben und nicht nur vegetieren ! Denn es ist ja wohl nicht normal, das es Menschen gibt die bei einer 40 Stundenwoche noch aufstocken müssen.

Gruß Luise
 
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