Appell an die Wirtschaftslehre Lehre ohne akademische Prostitution

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wolliohne

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In einem Aufruf üben Professoren harsche Kritik an der herrschenden Wirtschaftslehre. Es geht um Ethik und Moral in der abstrakten Welt des "idealen Marktes".


Was an den Universitäten gelehrt wird, betrifft die gesamte Gesellschaft.
Foto: dpa

Mit der globalen Finanzkrise ist auch die Wirtschaftswissenschaft unter Beschuss geraten. Nicht nur haben die Ökonomen die Krise nicht vorhergesehen – das ökonomische Denken hat die Grundlage für die Krise gelegt, so die Kritiker. Mit ihren mathematischen Modellen und abstrakten Konstrukten zeichnen die Professoren ein Bild des Ideal-Marktes, fern von Moral und Ethik. Dagegen wendet sich nun ein Aufruf „besorgter Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen“. 98 Ökonomen, Soziologen, Politologen und Philosophen fordern darin die Erneuerung einer Lehre, die „sich ökonomisch verkapselt hat“.

Was gut und richtig ist

Stichwort Ökonomisierung: Ökonomie-Kritiker beklagen zudem das Verdrängen rentabilitätsfremder Gesichtspunkte: Alles, was dem Markterfolg nicht dient, schadet. Dass derartige Ansichten sich verbreiten, zeigt eine Umfrage der Uni Bielefeld: „Menschen, die wenig nützlich sind, kann sich eine Gesellschaft nicht leisten“ – diesen Satz fand fast ein Drittel der Befragten eher oder ganz zutreffend, ebenso wie den Satz „Wir nehmen in unserer Gesellschaft zu viel Rücksicht auf Versager.“ 60 Prozent stimmten dem Satz zu „In Deutschland müssen zu viele schwache Gruppen mitversorgt werden.“
Appell an die Wirtschaftslehre: Lehre ohne akademische Prostitution | Wirtschaft*- Frankfurter Rundschau
 

zuteuer

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Eine reife und undogmatische, unbeeinflusste und deshalb neutrale objektive Wissenschaft haben wir schon lange nicht mehr. Das führt auch A.Popp in seinem Vortrag Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach! - YouTube

aus.

Es gib also faktisch keine freie Wissenschaft. Alles, Forschung, Lehre, Weiterbildung, Neuentwicklung, Investition, Information, steht unter der Herrschaft des "Marktes", d.h. des Kapitals. Was sich nicht rentiert, wird nicht gemacht. Wer im Kapitalismus nicht arbeiten kann, wird abgeschafft. Soweit waren wir in Deutschland schon mal. Erschreckend deutlich die statements der interviewten Personen.
 
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