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Anzeige im Stellenmarkt: Bitte keine ALGI+II Empfänger

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Nicht offen für weitere Antworten.

ShenTe

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  Th.Starter/in  
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#1
Moin Moin!

Was sagt ihr dazu? Ich habe heute mal wieder den Stellenmarkt in unserer Wochenzeitung gelesen und bin dabei auf folgende Anzeige gestoßen:
Wir suchen einen Wasserableser[...] auf 400€ Basis.
Vorraussetzungen sind ein gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen, eigen. PKW und eine entsprechende Freizeit. Bitte keine ALGI+II Empfänger.

Ich finde, das ist eine Frechheit. Erstens widerspricht es dem Gleichheitsgrundsatz in Beschäftigung und Beruf (Diskriminierung!) und es ist weder im Sinne des Steuerzahlers noch der Arbeitsvermittlung.
Ich habe versucht Anzeige zu erstatten, doch das ist scheinbar nicht möglich, deswegen wende ich mich jetzt an die Gewerbeaufsicht. Die zwei Stellen mit denen ich bis jetzt gesprochen (Polizei, mein Fallmanager) habe, haben mir beider Recht gegeben, können aber, wie immer,nichts machen.
was sagt ihr dazu?
liebe Grüße ShenTe
 

Arania

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#2
Nun die Arbeitgeber haben keine Lust auf den Papierkram mit der ARGE, da wird halt auf ALG II Empfänger verzichtet
 

Nimrodel

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#3
Kann aber auch sein, dass sie dauerhaft jemanden für diesen Posten suchen und da es ein Minijob ist, wissen die vielleicht, dass ein Erwerbsloser da schnell wieder kündigt, wenn er einen festen Job bekommt, oder in einer Vollzeitmaßnahme landet etc.
Und damit sie nicht ständig jemanden neu einarbeiten müssen, greifen sie lieber auf solche Leute zurück, die nicht unter ALG stehen und dem Amt zur Verfügung stehen müssen.

Finde ich irgendwo verständlich und würde da jetzt nicht so empfindlich drauf reagieren. Ich glaube nicht, dass das diskriminierend gemeint ist.

Anzeigen finde ich jetzt überzogen. Frag doch erstmal nach, warum sie keine ALG-Empfänger wollen.

LG
Nimrodel
 

Merkur

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#4
Das hört man oft bei 400€ Jobs das man da keine ALG II Empfänger möchte und das ist nicht gegen uns gemacht sondern weil da auch
Überstunden anfallen oder mal mehr oder weniger verdient wird und bei ALG II nur ein wenig dazu verdient werden darf und es eben immer Ärger mit den Argen gibt. Auch nimmt man den Job an und wird sofort in eine Maßnahme gesteckt so müssen sie sich wieder Neue suchen.
 
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#7
ich würd mal sagen, da bettelt ein Arbeitgeber um eine Klage gemäß Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz. Sind immerhin 3 Monatsgehälter die dabei rausspringen können.
 

Arania

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#8
dann muss das wohl mal geklärt werden, bei uns steht das bei fast jeder 400 Euro-Stelle dabei und es hat seine Gründe
 

jobfrust

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#9
Also bei uns stand sowas noch nirgends, habe aber damals schon mal die Erfahrung gehabt, dass mir bei einem Bewerbungsgespräch um einen 400 Euro Job in nem Sonnenstudio dann gesagt wurde, dass sie mich eigentlich nehmen würden, sie aber schon öfter welche hatten ,die auch Arebitslosengeld bekamen und dann gab es nur Ärger, weil die ja nicht mehr als 14,9 Std/Woche arebiten dürfen, dass da aber mal vorkommen kann, dafür muß man dan ne andere Woche halt gar nicht ran..

Denke, dass diese Sturheiten auch viel kaputt machen. Denn meine Freundin hat nu genau in dem Sonnenstudi (ne Kette) einen Job auf Steuerkarte bekommen, nachdem sie lange als 400 Euro Kraft dort war. Aber nein, sowas sieht das Amt nicht - da wird stur auf diese Zeitgrenze gepocht.

Von daher kan nich die Arebitgeber ein Stück weit verstehen, finde aber so eine Aussage in ner Anzeige trotzdem sehr daneben. Im Gespräch war es für mich ok, da habe ich halt ne Begründung bekommen, die nicht mich persönlich betraf. Wenn ich aber nur sowas lesen würde, käme ich mir auch vor wie ein Mensch zweiter Klasse, da man eben nicht den wirklichen Grund kennt...

Gruss
 

Helena

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#10
Moin Moin!

Was sagt ihr dazu? Ich habe heute mal wieder den Stellenmarkt in unserer Wochenzeitung gelesen und bin dabei auf folgende Anzeige gestoßen:
Wir suchen einen Wasserableser[...] auf 400€ Basis.
Vorraussetzungen sind ein gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen, eigen. PKW und eine entsprechende Freizeit. Bitte keine ALGI+II Empfänger.

Ich finde, das ist eine Frechheit. Erstens widerspricht es dem Gleichheitsgrundsatz in Beschäftigung und Beruf (Diskriminierung!) und es ist weder im Sinne des Steuerzahlers noch der Arbeitsvermittlung.
Ich habe versucht Anzeige zu erstatten, doch das ist scheinbar nicht möglich, deswegen wende ich mich jetzt an die Gewerbeaufsicht. Die zwei Stellen mit denen ich bis jetzt gesprochen (Polizei, mein Fallmanager) habe, haben mir beider Recht gegeben, können aber, wie immer,nichts machen.
was sagt ihr dazu?
liebe Grüße ShenTe
Mich regt so etwas ungeheuer auf und wer hier als Arbeitsloser behauptet, Verständnis für diesen Arbeitgeber zu haben, den kann ich wirklich nicht verstehen. Auch bei uns finde ich manchmal Stellenangebote mit einem Nebenjob für Arbeitnehmer. Also derjenige, der eine Arbeit hat, darf noch einen Job zusätzlich ausüben... Derjenige, der nichts hat, darf weiter nicht haben und bekommt keine Arbeit. Unfassbar! Eine Strafanzeige wäre auf jeden Fall sinnvoll.
 

alvis123

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#11
Hi...
also bitte..... nicht aufregen!
Die meisten ALGII-Empfänger können sich eh kein Auto leisten. Und ein ALGII-Empfänger ist auch verpflichtet, einen Vollzeitjob anzunehmen, damit er seine Bedürftigkeit beendet. Würdest Du jemanden einstellen, von dem Du genau weißt, dass er einen anderen Job sucht?? Jedem, der sich jetzt noch darüber aufregt, steht es selbstverständlich frei, gegen diese "Diskriminierung" zu klagen. Bitte das Ergebnis der Klage hier einstellen!!
MfG
 

Rounddancer

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#12
Nein, das ist schon verständlich, daß Inserenten sowas schreiben. Denn:

1. Alg I-Empfänger dürfen nur max. 14,9 Wochenstunden arbeiten, sonst gelten sie als nicht mehr arbeitslos,- kriegen kein Alg I mehr,- verhungern krankenversicherungslos, oder landen als Aufstocker in der Hartz IV Gängelei. Dort werden sie dann erstmal, egal, ob das zum 400EUR-Job paßt, oder nicht, in einer Arbeitswilligkeitserkundungsmaßnahme. Und fehlen deswegen zumeist im Minijob.

2. Alg I-Bezieher dürfen vom Minijob monatlich nur 165 EUR behalten,- und manche sind versucht, auch nur für die 165 EUR arbeiten zu wollen. Was dann dem Arbeitgeber zumeist zu wenig ist.


3. Arbeitgeber, die Alg I-Bezieher einstellen,
sind laufend in der Gefahr, ihren Mitarbeiter zu verlieren, weil der ja in der Regel einen richtigen (=sozialversicherungspflichtigen (Vollzeit-))Arbeitsplatz sucht und manchmal auch findet, und dann weg ist, der Nächste gesucht und eingearbeitet werden muß.

4. Arbeitgeber scheuen den Papierkrieg mit dem Arbeitsamt.


5. Alg II-Empfänger dürfen an Stunden soviel arbeiten, wie sie wollen,- da sie ja alles annehmen müssen. Aber von 400 EUR dürfen sie nur 160 EUR behalten,- und man muß damit rechnen, daß sie auch nur für 100 EUR arbeiten wollen,- denn nur die dürfen sie sicher behalten.

Alle anderen oben erwähnten Punkte passen auch bei Alg II-Empfängern.
 
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