Anwartschaftszeit von 11,5 Monaten auffüllen?

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DieHappy

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Hallo liebe ELO-Community,


folgender Sachverhalt:

Ich war von 2012-Oktober 2015 Erwerbstätig.
War daraufhin bis 15.4.2015 arbeitslos und bekam ALG 1 von ca. 550 Euro.
Daraufhin habe ich eine Beschäftigung vom 16.4.2016 bis 31.3.2017 angenommen.

Da diese sich nun dem Ende zuneigt und ich auf weniger als 12 Monate Anwartschaftszeit gelange und keinen Anspruch auf einen Neuberechnung des ALG 1 erhalte, habe ich so meine Bedenken.
Nämlich wäre das ALG 1 nach der Neuberechnung mindestens doppelt so hoch wie mein alter Anspruch.

Dürfte ich eine sozialversicherungspflichtige Arbeit für 16 Tage betreiben, welche rein gar nichts mit meiner alten Tätigkeit oder meiner Ausbildung zu tun hat? Das heisst irgendwelche Montagearbeiten in einer Fabrik oder als Reinigungskraft? Wäre dies erlaubt?

Dürfte im Vertrag dann wirklich stehen: Befristet vom 1.4.2017-16.4.2017?

Nicht, dass es dann heisst ich hätte Betrug begangen oder Ähnliches, nur weil ich eine Neuberechnung verursachen wollte.


Ich hoffe Ihr könnt mir helfen!
Vielen Dank!
 
A

ALGler

Gast
Hallo DieHappy,

niemand kann dir vorschreiben was du zu arbeiten hast. Also kein Problem nach dem 31. März etwas komplett Anderes und sozialversicherungspflichtiges zu machen.

Gruß vom ALGler
 

BerndB

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Ein probates Mittel, wenn man mit dem jetzigen Arbeitgeber nicht gerade im Streit auseinandergeht: Fragen, ob man noch 2 Wochen länger arbeiten kann. Und warum nicht den Grund nennen.
 

Karinik

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Hi,


warum willst du nur einen befristeten Vertrag bis 16.14.2017. Viel besser wäre doch ein unbefristeter Vertrag, der kann natürlich auch branchenfremd sein.
 

DieHappy

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@ ALGler: Vielen Dank für die Antwort.

@ BerndB:Geht beim jetzigem Arbeitgeber leider nicht.

@ Karinik: Damit ich eine Neuberechnung des ALG 1 Beitrag erreiche.


Meine Frage nun ist, welche Option besser ist:

1: Befristeter Arbeitsvertrag vom 1.4-16.4 - Wird das vom Arbeitsamt akzeptiert?
Da man ja eigentlich 3 Montae vorher Bescheid geben muss, wann man Arbeitslos ist. Aktuell weiss das
Amt nur den 1.4. Eigentlich ja kein Problem zu sagen ne wird der 16.4, oder?
2: Einen Unbefristeten Vertrag und Kündigung in der Probezeit.

Vielen Dank für die Hilfe!
 

Bitas

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Vom Bauchgefühl her würde ich die Variante 2 wählen, obwohl Du bei beiden Varianten eine Neuberechnung bekommen wirst.

Gruß
Bitas
 

bla47

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Eine von vorn herein so kurzfristige Beschäftigung ist i.d.R. auch bei höherem Verdienst Steuer und sozialversicherungsfrei und hilft dir sooooo nicht.
Der Vertrag müsste länger laufen, für SV Pflicht mit Anmeldung bei den Sozialversicherungen, kann dann aber wieder beendet werden. Leider dann vielleicht mit Sperrzeit beim ALG1.
 

DieHappy

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"Leider dann vielleicht mit Sperrzeit..."? Aber doch nur, sollte ich in der Probezeit kündigen und nicht wenn der AG kündigt, oder?
 

BerndB

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Eine von vorn herein so kurzfristige Beschäftigung ist i.d.R. auch bei höherem Verdienst Steuer und sozialversicherungsfrei und hilft dir sooooo nicht.
Könnte es sein, dass dies für Studenten bzw. Hausfrauen/-männer zutrifft, nicht aber auf Arbeitnehmer, die schon 3 Monate in 2017 gearbeitet haben? Evtl. bei krankenkassenforum.de klären. Die ziehen auch die Alo-Vers. ein.

Gibt es keine befristete Saisonstelle beim Gärtner oder so? Muss aber jeder für sich entscheiden.
 

Katzenfan

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Könnte es sein, dass dies für Studenten bzw. Hausfrauen/-männer zutrifft, nicht aber auf Arbeitnehmer, die schon 3 Monate in 2017 gearbeitet haben?
Genau so ist das, das sind die sogenannten kurzfristigen Beschäftigungen, die aber nur greifen, wenn die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeführt wird.

Eine "normale" geringfügige Beschäftigung kann es bei ca. 14 Tagen Beschäftigung auch nicht sein, da der Verdienst (bei einer Vollzeitstelle) selbst mit Mindestlohn weit mehr als 450 € beträgt.

Die Beschäftigung könnte z. B. eine Krankheits- oder Urlaubsvertretung sein und somit von vornherein bis mindestens zum 15.04. befristet werden (Dann wären die 12 Monate genau voll). Da ist nix Außergewöhnliches dran und die Arbeitsagentur wird das ohne Wenn und Aber akzeptieren. Nix Betrug und nix Sperrzeit!


@DieHappy
Wegen der 3 Monate vorher "Bescheid geben":
Das trifft in dem Fall so nicht zu!
Du bist ja bereits arbeitsuchend gemeldet. Sobald Dir der neue Arbeitsvertrag vorliegt - spätestens am Tag der Beschäftigungsaufnahme - teilst Du der AA mit, dass Du eine befristete Beschäftigung vom XX bis XX hast. Dann bleibt die Arbeitsuchendmeldung für die Zeit danach automatisch bestehen.
 

Katzenfan

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Ich war von 2012-Oktober 2015 Erwerbstätig.
War daraufhin bis 15.4.2015 arbeitslos und bekam ALG 1 von ca. 550 Euro.
Daraufhin habe ich eine Beschäftigung vom 16.4.2016 bis 31.3.2017 angenommen.
@DieHappy

Hier stimmen irgendwo die Jahresangaben nicht.
Hast Du noch einen ALG-Restanspruch? (Müsste im Aufhebungsbescheid drinstehen.)
 

DieHappy

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@DieHappy

Hier stimmen irgendwo die Jahresangaben nicht.
Hast Du noch einen ALG-Restanspruch? (Müsste im Aufhebungsbescheid drinstehen.)

Du hast recht. Ich war bis zum 15.4.2016 arbeitslos.

Selbst wenn ich einen ALG-Restanspruch hätte, wäre dieser ja durch weitere 12 Monate Arbeit hinfällig, aufgrund einer Neuberechnung, oder?
 
M

mucel

Gast
Dein jetziger Job endet am 31.03. und dir fehlen noch 14 Tage für einen Neuanspruch auf ALG1?

Wenn gar nichts anderes hilft. Lass dich am Mittwoch (29.03.) krankschreiben und sieh zu, dass du bis Ende April "krank bleibst". Dann bekommst du ab 01.04. Krankengeld. Das dann bis zum Ende der Krankschreibung. Die Zeit zählt dann für's ALG1.
 

Katzenfan

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Selbst wenn ich einen ALG-Restanspruch hätte, wäre dieser ja durch weitere 12 Monate Arbeit hinfällig, aufgrund einer Neuberechnung, oder?
Nein, ein Restanspruch wäre nicht hinfällig, sondern käme zu Deinem neu erworbenen ALG-Anspruch dazu. Falls Du U50 bist, jedoch höchstens auf insgesamt 12 Monate.
Kannst Du in § 147 Abs. 4 SGB III nachlesen:

(4) Die Dauer des Anspruchs verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind; sie verlängert sich längstens bis zu der dem Lebensalter der oder des Arbeitslosen zugeordneten Höchstdauer.

Wenn gar nichts anderes hilft. Lass dich am Mittwoch (29.03.) krankschreiben und sieh zu, dass du bis Ende April "krank bleibst". Dann bekommst du ab 01.04. Krankengeld. Das dann bis zum Ende der Krankschreibung. Die Zeit zählt dann für's ALG1.
Ja, das würde funktionieren. Du müsstest Dich allerdings allerspätestens am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses krankschreiben lassen und die AU müsste bis mindestens 15.04. andauern, damit die 12 Monate (gerade so) voll wären.

Übrigens:
Wenn Du zwischen dem jetzigen und einem evtl. neuen Arbeitsverhältnis eine "Lücke" hast, ist das nicht weiter tragisch (außer dass Du für diese Tage kein Geld erhältst, denn Arbeitslosengeld beantragen dürftest Du dann noch nicht).
Für die Neuberechnung von ALG sind 12 Monate Versicherungspflichtverhältnisse innerhalb von 24 Monaten notwendig, OHNE dass dazwischen ein ALG-Bezug stattgefunden hat (auch nicht durch einen Restanspruch!).
Wenn es innerhalb von 4 Wochen (nach dem Ende Deiner derzeitigen Beschäftigung) ein neues Versicherungspflichtverhältnis gibt, greift in der Krankenversicherung die kostenlose Nachversicherung. Dann müstest Du allenfalls die Beiträge für die Pflegeversicherung selbst tragen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Wenn Du zwischen dem jetzigen und einem evtl. neuen Arbeitsverhältnis eine "Lücke" hast, ist das nicht weiter tragisch (außer dass Du für diese Tage kein Geld erhältst, denn Arbeitslosengeld beantragen dürftest Du dann noch nicht).
Doch, darf er.
Für die Neuberechnung von ALG sind 12 Monate Versicherungspflichtverhältnisse innerhalb von 24 Monaten notwendig, OHNE dass dazwischen ein ALG-Bezug stattgefunden hat (auch nicht durch einen Restanspruch!).
Hast du für das fettmarkierte auch eine Quelle?
Dem SGB III kann ich das jedenfalls nicht entnehmen.
 

Katzenfan

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Hast du für das fettmarkierte auch eine Quelle?
Dem SGB III kann ich das jedenfalls nicht entnehmen.
Nein, habe ich nicht - jedenfalls nicht direkt.

Ich bin davon ausgegangen, dass für den Fall, dass man einen ALG-Antrag stellt, ohne 12 Monate Versicherungspflicht nachweisen zu können, ein "Schnitt" gemacht wird und die 12-Monats-Frist dann nach Aufnahme einer neuen Beschäftigung von vorn beginnt.

Bei genauer Betrachtung magst Du aber Recht haben, denn die vor der Inanspruchnahme des Restanspruchs erworbenen Zeiten werden ja nicht für einen neuen Anspruch "verwendet", so dass sie - nach einer weiteren sv-pflichtigen Beschäftigung - durchaus als Anwartschaftszeiten mit herangezogen werden können.

So richtig?
 

DieHappy

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Nun ist der Sachverhalt so.


Man darf befristete Kurzbeschäftigung nur sozialversichern, wenn man bei den Eltern wohnhaft wäre oder man eine andere Haupteinnahmequelle hat, um seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten.

Nun sollte man noch wissen, ob man bei den Eltern angemeldet sein muss oder nur da zu wohnen braucht über die Zeit, denn das müsste ich lustigerweise tatsächlich.


Ansonsten kommt nur noch die Variente als Möglichkeit in betracht, dass der AG mir einen unbefristeten Arbeitsvertag gibt und mich dann in der Probezeit nach 16 Tagen kündigt.

Hoffe, dass kommt beim Arbeitsamt dann nicht komisch, da ich vorab denen Bescheid gegeben habe, dass ich vermutlich einen befristete Stelle für 16 Tage erhalte, sie aber meinten, dass ich erst den Vertrag unterschrieben haben muss, damit Sie es rechtskräftig festhalten können, so haben Sie es sich nur kurz notiert, dass ich nochmal anrufe.

Dann würde ich anrufen und sagen: So, nichts geworden aus dem befristeten Arbeitsverhätlnis, wird jetzt ein Unbefristetes. Würde mich dann am 17.4 nach der Kündigung arbeitslos melden.
Darf man das so machen? Oder wäre dies Betrug? Und würden die dann beim AG anrufen?

Bin so verwirrt was ich nun machen soll =(
 

Katzenfan

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Man darf befristete Kurzbeschäftigung nur sozialversichern, wenn man bei den Eltern wohnhaft wäre oder man eine andere Haupteinnahmequelle hat, um seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten.
Wo hast Du das denn her?
Das dürfte wohl eher alles nicht zutreffen, siehe z. B. hier (unter Kurzfristige Beschäftigung):
https://www.ikk-classic.de/oc/de/firmenkunden/sozialversicherung/geringfuegigkeit-gleitzone

Für Dich trifft auf jeden Fall Berufsmäßigkeit zu, so dass es sich auch bei einem auf nur zwei Wochen befristeten Arbeitsverhältnis um ein sozialversicherungspflichtiges handelt - erst recht, wenn Du in der Zeit mehr als 450 € verdienst, was ja wohl der Fall wäre.

Ob man bei den Eltern wohnt oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Wenn die Beschäftigung "berufsmäßig" ausgeübt wird, ist sie sozialversicherungspflichtig!

Wichtig: Zu den Berufsmäßigen gehört auch der Personenkreis der Arbeitslosen. Hierunter fällt, wer Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit bezieht, der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht und/oder als arbeitsuchend gemeldet ist.

Ansonsten kommt nur noch die Variente als Möglichkeit in betracht, dass der AG mir einen unbefristeten Arbeitsvertag gibt und mich dann in der Probezeit nach 16 Tagen kündigt.
In der Probezeit gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Tagen!
Ich denke nicht, dass die unterschritten werden darf. Abweichende Vereinbarungen in Arbeitsverträgen etc. dürfen normalerweise nur zugunsten des Arbeitnehmers getroffen werden - was eben im Normalfall heißt, dass die Frist höchstens länger sein darf.

Wie lang ist die Kündigungsfrist in der Probezeit? |*ZEIT ONLINE

Findet ein Tarifvertrag keine Anwendung, kann eine Probezeit einzelvertraglich vereinbart werden. Eine kürzere Kündigungsfrist (wie hier von einer Woche) ist nur tarifvertraglich zulässig. Bei einem Einzelvertrag ist eine solche kurze Frist nur durch Bezug auf einen solchen Tarifvertrag zulässig. Wenn aber kein Tarifvertrag anwendbar ist, dann ist Ihre einwöchige Kündigungsfrist unwirksam. Ihr Arbeitgeber könnte Sie nur mit der zweiwöchigen Frist gemäß des § 622 Abs. 3 BGB kündigen.

Dann würde ich anrufen und sagen: So, nichts geworden aus dem befristeten Arbeitsverhätlnis, wird jetzt ein Unbefristetes. Würde mich dann am 17.4 nach der Kündigung arbeitslos melden.
Darf man das so machen? Oder wäre dies Betrug? Und würden die dann beim AG anrufen?
Klar, im Grunde darf man das so machen. Wieso sollte das Betrug sein?
Nur, dass Dir die Kündigung bereits am 02.04. zugehen müsste, damit die 14 Tage Kündigungsfrist eingehalten werden. Und dann müsstest Du Dich wohl innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsamt melden.

Da würde ich die Variante mit der befristeten Beschäftigung vorziehen.
Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, weshalb die nicht sozialversicherungspflichtig sein sollte.
Grundsätzlich ist ja erstmal JEDE Beschäftigung sv-pflichtig - und wenn die SV-Pflicht NICHT greifen soll, muss man bestimmte Bedingungen erfüllen und auch nachweisen (meistens der Arbeitgeber gegenüber der Krankenkasse und/oder anlässlich einer Sozialversicherungsprüfung durch den Rentenversicherungsträger).

Ich habe schon etliche Seminare mitgemacht, in denen es um solche Sachverhalte bzw. Bedingungen ging und kann nur sagen, dass man ganz schön aufpassen muss, damit einem als Arbeitgeber am Ende nicht doch für die eine oder andere Beschäftigung Versicherungspflicht (und damit eine satte Beitragsnachzahlung) "angehängt" wird - nicht umgekehrt!
 

DieHappy

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Ob man bei den Eltern wohnt oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Wenn die Beschäftigung "berufsmäßig" ausgeübt wird, ist sie sozialversicherungspflichtig!

Leider wäre die Beschäftigung nicht berufsmäßig. Habe ein IT-Studium hinter mir und würde die 16 Tage in einem Handwerksbetrieb arbeiten.

In der Probezeit gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Tagen!
Ich denke nicht, dass die unterschritten werden darf. Abweichende Vereinbarungen in Arbeitsverträgen etc. dürfen normalerweise nur zugunsten des Arbeitnehmers getroffen werden - was eben im Normalfall heißt, dass die Frist höchstens länger sein darf.

Wie lang ist die Kündigungsfrist in der Probezeit? |*ZEIT ONLINE

Findet ein Tarifvertrag keine Anwendung, kann eine Probezeit einzelvertraglich vereinbart werden. Eine kürzere Kündigungsfrist (wie hier von einer Woche) ist nur tarifvertraglich zulässig. Bei einem Einzelvertrag ist eine solche kurze Frist nur durch Bezug auf einen solchen Tarifvertrag zulässig. Wenn aber kein Tarifvertrag anwendbar ist, dann ist Ihre einwöchige Kündigungsfrist unwirksam. Ihr Arbeitgeber könnte Sie nur mit der zweiwöchigen Frist gemäß des § 622 Abs. 3 BGB kündigen.

Da die Beschäftigung in einer Malerei also einem Handwerksbetrieb wäre, gibt es anscheinend die 2 Wochen Kündigungsfrist nicht. Ist anscheind so bei Handwerksbetrieben. Ob dies stimmt, bin ich mir leider nicht sicher.
 

Katzenfan

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Leider wäre die Beschäftigung nicht berufsmäßig. Habe ein IT-Studium hinter mir und würde die 16 Tage in einem Handwerksbetrieb arbeiten.
Dass die Beschäftigung deshalb nicht berufsmäßig sein soll, ist totaler Quatsch!
Wer hat Dir das gesagt? Rechtsgrundlage?

Das mit dem Studium spielt keine Rolle, da Du ja zuletzt fast 1 Jahr ganz normal erwerbstätig warst.
Außerdem bist Du arbeitsuchend gemeldet, was allein schon als Berufsmäßigkeit gilt.

Nochmal:

Wichtig: Zu den Berufsmäßigen gehört auch der Personenkreis der Arbeitslosen. Hierunter fällt, wer Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit bezieht, der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht und/oder als arbeitsuchend gemeldet ist.

Da die Beschäftigung in einer Malerei also einem Handwerksbetrieb wäre, gibt es anscheinend die 2 Wochen Kündigungsfrist nicht. Ist anscheind so bei Handwerksbetrieben. Ob dies stimmt, bin ich mir leider nicht sicher.
Das könnte nur sein, wenn ein Tarifvertrag Anwendung findet, in dem das so explizit drinsteht - wobei es irgendeine Kündigungsfrist in der Probezeit immer geben muss (und auch wird).
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

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Leider wäre die Beschäftigung nicht berufsmäßig. Habe ein IT-Studium hinter mir und würde die 16 Tage in einem Handwerksbetrieb arbeiten.
"Berufsmäßig" hat nichts mit dem erlernten Beruf zu tun, das ist eher "nicht hobbymäßig" zu verstehen.

Da die Beschäftigung in einer Malerei also einem Handwerksbetrieb wäre, gibt es anscheinend die 2 Wochen Kündigungsfrist nicht. Ist anscheind so bei Handwerksbetrieben. Ob dies stimmt, bin ich mir leider nicht sicher.
Wirf mal einen tiefen Blick in den § 622 BGB.
Ich zumindest habe dort keine Ausnahme für Handwerksbetriebe gefunden.

Vielmehr ergibt sich aus den Abs. 3+4 dieses:
Das könnte nur sein, wenn ein Tarifvertrag Anwendung findet, in dem das so explizit drinsteht - wobei es irgendeine Kündigungsfrist in der Probezeit immer geben muss (und auch wird).

Nachtrag:
Für Maler- und Lackierer gilt m.W. ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag, könnte sein dass der abweichende Kündigungsfristen regelt. Müsste man mal nachschauen.
 

Katzenfan

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Muss man dafür als Maler oder Lackierer beim Betrieb tätig sein, oder muss es lediglich die Ausrichtung der Firma sein.

Keine Ahnung! Wenn ein Tarifvertrag aber nur für bestimmte Beschäftigte gelten sollte, gilt für die anderen eben das BGB.

Gefunden habe ich das hier:

https://www.tarifregister.nrw.de/pdf/mindestlohn_verordnungen/maler.pdf

Ist wohl nicht mehr ganz frisch (von August 2014), aber da die dort genannten Mindestlöhne auch noch die Zeit ab 1. Mai 2016 (vermutlich gültig bis 30.04.2017) umfassen, dürfte das Teil sogar noch gelten.

Der Rahmentarifvertrag (RTV), in dem u. a. auch die Kündigungsfristen geregelt sind, ist leider nur auszugsweise enthalten (ab PDF-Seite 4) - leider ist nix über diese Fristen dabei.

Aber unter 1. steht, dass der RTV für alle Betriebe des Maler- und Lackiererhandwerks gilt - also für alle dort Beschäftigten.
Jetzt müsste man also "nur" noch wissen, was da über Kündigungsfristen speziell in der Probezeit drinsteht. Vielleicht findest Du ja selbst noch was dazu.

Ich an Deiner Stelle würde einen befristeten Arbeitsvertrag vorziehen, was ohne Weiteres auch für 2 Wochen möglich ist (Krankheitsvertretung o. ä.), denn das hier stimmt definitiv NICHT (siehe meinen Beitrag #19):
Man darf befristete Kurzbeschäftigung nur sozialversichern, wenn man bei den Eltern wohnhaft wäre oder man eine andere Haupteinnahmequelle hat, um seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten.
Leider hast Du noch immer nicht geschrieben, wer Dir das erzählt hat. Das würde mich ja echt mal interessieren ...
 
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