Anwaltsrechnung trotz Beratungshilfeschein - zulässig? (1 Betrachter)

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Kirla

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Hallo miteinander!
Habe mich soeben schon mal etwas umgesehen und finde dieses Forum sehr sympathisch!

Natürlich möchte ich mich auch gleich mit einem Problem an euch wenden. Habe schon ein ähnliches Thread durchstöbert, bin mir aber immernoch unsicher in der Sache.

Also:
Im Februar 2007 ging ich mit einem Beratungshilfeschein zu einer Anwältin und ließ mich zum Thema Umgangsreglung Vater / Tochter (1 Jahr alt) beraten. Ich mußte 10,00 Euro bezahlen und gut wars.
Im Juli 2008 suchte ich nochmals die Anwältin auf, da sich in der selben Angelegenheit eine veränderte Situation ergeben hatte. Meine Tochter ist jetzt schwerbehindert, aber es ging immernoch ums Umgangsrecht. Wieder erfolgte eine Beratung. Es gab keinen Schriftwechsel mit der Gegenseite, keinen Prozeß.

Nachdem mir die Anwältin mitgeteilt hatte, dass Sie diese Beratung in Rechnung stellen müßte, erkundigte ich mich beim Amtsgericht danach, ob das richtig sei. Man sagte mir, dass der Beratungshilfeschein 2 Jahre Gültigkeit habe (also bis 14.03.2009) und ich in der selben Angelegenheit (also Umgangsregelung) keinen weiteren Antrag auf Beratungshilfe stellen bräuchte. Die Anwältin solle zum Geschäftszeichen eine Nachfestsetzung beantragen, unter dem Hinweis, dass der erteilte Berechtigungsschein dem Gericht bereits vorliegt. Gesagt - getan.

Zwischenzeitlich bekam ich Post von der Anwältin. Sie fragte mich, ob ich nicht eine Rechtsschutzversicherung habe. Darauf habe ich nicht ragiert, sondern nochmals auf die Auskunft vom Amtsgericht verwiesen.

Heute nun flatterte mir eine Rechnung ins Haus. Vergütungsvereinbarung §3a RVG 190,00 EURO + Mehrwertsteuer = 226,10 EURO

WAS NUN??? :icon_eek:
Ist das korrekt? Wie soll und muß ich jetzt reagieren? :confused:
Bin für jeden Rat dankbar!

Kirla
 

Martin Behrsing

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Ein Beratungsschein gilt immer nur für eine Sache. 2 verschiedene Sachen sind damit nicht zu machen. Dafür hätte ein 2. Beratungsschein beantragt werden müssen.
 

Kirla

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Ein Beratungsschein gilt immer nur für eine Sache. 2 verschiedene Sachen sind damit nicht zu machen. Dafür hätte ein 2. Beratungsschein beantragt werden müssen.
Hallo Martin,
ich wollte ja einen zweiten Beratungsschein beantragen, aber das Amtsgericht hat mitgeteit: "Es handelt sich im vorliegenden Fall um dieselbe Angelegenheit. In ein und derselben Angelegenheit ist der erteilte Berechtigungsschein 2 Kalenderjahre gültig (s. §15 Abs. 5 RVG)"
 

Martin Behrsing

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Dann würde ich einer Mahnung gelassen entgegen sehen. Lass dir zur Sicherheit das Ganze noch mal schriftlich vom amtsgericht bestägigen. Sollte eine Mahnung kommen, widersprichst du dieser. Dann muss die gegenseite ja klagen und dann kannst du genau diese Sachen aus der Tache ziehen.
 

Berenike1810

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..Hallo Kirla,

in einer "Klageserie" anno 2006, wurde mir auch ein zweiter B'Schein vom Amtsgericht abgelehnt, ..."da es sich immer noch um die selbe/erste.... Sache handele".

Bin sofort zu meinem Anwalt und habe aufgeregt berichtet. Anwalt ruft in meiner Gegenwart beim AG an und verlangt den Vorgesetzten. Erreicht ihn auch gleich.

Ergebnis: bin gleich wieder zum AG - hatte jetzt Termin und schau,schau: man gab mir unter Entschuldigungen sogar 2 unterschriebene Beratungsscheine mit ( = kein Witz!!)

- mit der Anmerkung: ..."könne ja sein. daß sie nochmal einen brauchen, und dann nicht extra nochmal anstehen müssen" !!!

...Wehr' Dich!
 
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