Anwaltsgebühren berechtigt?

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christian87

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Hallo,

ich habe Schulden gemacht (leider nicht das erste mal). Nun habe ich gewartet, bis Post vom Inkasso-Dienst kommt. Die erste Post kam am 03.06.2013. Die Hauptforderung + Gebühren (Verzugszinsen, Mahnkosten Mandant, Inkassokosten, Post- und Telekommunikationspauschale, Mahngebühren, Kontoführungsgebühr. Insgesamt also 242,22 EUR Gebühren) werden fein säuberlich aufgeführt. Klar, dass die Inkasso-Unternehmen Geld verdienen wollen. Ich also eine Ratenzahlungsvereinbarung fertig gemacht und abgeschickt (09. Juni). Am 13. Juni dann die Antwort:

Sehr geehrter Herr...

hiermit bestätigen wir Ihnen die Ratenzahlungsvereinbarung.

Weiter hab ich mir den Brief gar nicht durchgelesen. Jetzt, am 22. Juni, lese ich mir nochmal den Brief durch. Der Brief ging noch weiter:

...
Mit diesem Schreiben erhalten Sie ein Ratenzahlungs-/ Schuldenanerkennungsformular, welches Sie bitte innerhalb einer Frist bis zum 20. Juni 2013 an uns zurücksenden.

Mit freundlichen Grüßen

Dachte mir "na gut, Frist schon vorbei, habs halt nicht gesehen, kann ja mal passieren". Ich dreh den Brief um, lese nur das Dickgedruckte, und dacht mein Schwein pfeift.

Ich erkenne die Gesamtforderung von ... EUR, inklusive einer Einigungsgebühr analog dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz in Höhe von 241,50 EUR, zuzüglich weiterer Zinsen an

Jetzt meine Frage an euch (die Ihr euch sicherlich denken könnt):
Muss ich eine "Einigungsgebühr" bezahlen? Ich zahle mit den "Einigungsgebühren" dann 483,72 EUR nur an Gebühren?!? Ist das rechtens? Hauptforderung liegt bei 2000 EUR (knapp drüber). Das sind fast 25% nur Inkasso-Gebühren. Kann ich das irgendwo prüfen lassen?

Bis jetzt habe ich noch kurz recherchiert. Es ist spät und ich muss ins Bett. Das habe ich bei Anwaltskosten.de gefunden:
Konnte der Anwalt in der Sache eine außergerichtliche Einigung herbeiführen, so fällt außerdem eine Einigungsgebühr nach Nr. 1000 VV RVG an.

Das Inkassounternehmen hat mich angeschrieben, ich habe geantwortet, und fertig. Ein Anwalt war hier gar nicht von nöten.
 

Inkasso

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Mit diesem Schreiben erhalten Sie ein Ratenzahlungs-/ Schuldenanerkennungsformular, welches Sie bitte innerhalb einer Frist bis zum 20. Juni 2013 an uns zurücksenden
Hast Du unterschrieben und zurückgeschickt oder ( hoffentlich) nicht ?

Ist das rechtens?

Ja - Wenn Du unterschreibst und dies aktzepierst

Um was für eine Art Gläubiger handelt es sich ?
Schon was gezahlt in dieser Angelegenheit ?
Wie ist Dein score ?
Gabe es was zu pfänden ?
Forderung ist nicht tituliert ?
Laufen noch andere Beitreibungsmasnahmen ?
 

arbeitslos in holland

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ja, das kind liegt im brunnen und ist auch schon ertrunken :icon_cry:

hättest du das schreiben-vor unterschrift-hier eigestellt oder auszüge der vereinbarung, hätte man der bude antworten können, dass sie dir mal den schuh aufblasen können und du keine blankovollmacht unterschreibst :icon_evil:

du hast dieser bude das "rundum-sorglos"paket auf dem silbertablett geliefert. das beinhaltet.

1.) anerkennung der gesamtsumme ohne möglichkeit weiterer verhandlungen
2.) zuerkennung der einigungsgebühr nach RVG
3.) verpflichtung zur ratenzahlung mit sanktionsfolgen
4.) verjährungsfrist von 30 jahren, ohne das risiko der vorherigen verjährung/verfristung
5.) sofortige vollstreckung bei nichteinhaltung der ratenzahlungsvereinbarung

mal zum vergleich:

1.) einigungsgebühr+inkassokosten sind nicht einklagbar
2.) gesamtforderung hätte man zinsfrei stellen lassen können+man hätte die gesamtforderung verhandeln können
3.) den vergleich hätte man kurzfristig ablösen können
4.) verjährung/verfristung hätte(n) regelmäßig,von seiten der bude, verhindert werden müssen
5.) vollstreckung wäre ohne titulierung nicht mgl. gewesen->zusätzliche kosten für die bude

jetzt bleibt nur noch der weg über rechts- bzw. schuldnerberatungsstelle....................
 

Inkasso

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Wenn der Schuldner die Kosten vorher expl mit seiner Unterschrift bestätigt hat er die A Karte - so wie ich das Eingangsposting verstehe hat er jedoch glücklicherweise nicht unterschrieben
 

christian87

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Danke für eure zahlreichen Antwort.

Ich hab dieses Schreiben natürlich noch nicht ausgefüllt und zurückgeschickt. Eben weil ich verunsichert bin, möchte ich mich vorher erkundigen. Dass einzige, was ich bis jetzt unternommen habe, ich habe eine Ratenzahlungsvereinbarung dort hingeschickt, weil ich die Angelegenheit schnell vom Tisch haben will. Vorher war aber halt nie die Rede von Anwaltsgebühren, nur Inkassogebühren.
 

Inkasso

Super-Moderation
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Gib dochmal Info

Um was für eine Art Gläubiger handelt es sich ?
Schon was gezahlt in dieser Angelegenheit ?
Wie ist Dein score ?
Gabe es was zu pfänden ?
Forderung ist nicht tituliert ?
Laufen noch andere Beitreibungsmaßnahmen ?
 

christian87

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Natürlich, entschuldigt die halben Infos.

Um was für eine Art Gläubiger handelt es sich?
Das Inkasso-Unternehmen heißt **** mit Sitz in Potsdam. Gläubiger ist ein Mobilfunkunternehmen, die entstandenen Kosten waren Daten- und Gesprächsverbindungen innerhalb Auslands (ich selbst warne den Leuten davor, und nun passiert es mir selbst *peinlich*)

Schon was gezahlt in dieser Angelegenheit?
Noch nichts, nein, weil die Kosten enorm viel für mich sind.

Wie ist Dein score ?
Wenn du mir sagst wir ich das rausfinde? Meine letzte kostenfreie Schufa-Abfrage ist relativ lange her (2 Jahre glaub ich)

Gabe es was zu pfänden ?
Bei mir nicht, bei meiner Mutter schon. Wohne noch daheim.

Forderung ist nicht tituliert ?
Beim Mobilfunkanbieter kam es zur 1. Mahnung, zur 2. Mahnung, zur 3. Mahnung, und dann kam Post vom o.g. Inkasso-Unternehmen, auf dessen Post ich dann mit einer Ratenzahlungsvereinbarung geantwortet habe (120 EUR im Monat). Den Brief, den ich weggeschickt habe, liegt im Anhang.

Laufen noch andere Beitreibungsmaßnahmen ?
Leider Gottes ja, ein Kredit, der noch 5 Jahre läuft (180 EUR im Monat). Hierraus nichts Pfändbar (also kein Auto, Gegenstand oder ähnliches)

Ich hab es zwar schon sehr oft gesagt, aber ich danke für eure Unterstützung :icon_daumen:
 

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Inkasso

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Gläubiger ist ein Mobilfunkunternehmen, die entstandenen Kosten waren Daten- und Gesprächsverbindungen innerhalb Auslands (ich selbst warne den Leuten davor, und nun passiert es mir selbst *peinlich*)
Die Haupt Forderung an sich ist absolut unstrittig - Da bist Du Dir sicher ?
Wann hast Du von den Daten und Gesprächverbindungen erstmals erfahren ?

Gabe es was zu pfänden ?
Bei mir nicht, bei meiner Mutter schon. Wohne noch daheim.
Nur Du bist der Schuldner
Keine Angst - Pfändungstechnisch wäre Deine Mutter natürlich komplett außen vor - Selbst wenn Deine Mutter eine 20000 € High End Anlage hätte kann nichts passieren

Abgesehen davon ist die Forderung nicht tituliert !

Leider Gottes ja, ein Kredit, der noch 5 Jahre läuft (180 EUR im Monat). Hierraus nichts Pfändbar (also kein Auto, Gegenstand oder ähnliches)

Wieviel wäre gerundet noch zu ca zahlen ?

Du bist ledig ohne Kids ?
Wieviel verdienst Du netto ( gerundet )

lg
 

Inkasso

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Übrigens in Brandenburg ist die rechtsprechung bezüglich Inkassogebühren besonders unfreundlich

AG Brandenburg
Entscheidungsdatum: 27.08.2012
Aktenzeichen: 31 C 266/11
Dokumenttyp: Urteil
Die Mahnungen von Inkassounternehmen sollen im Übrigen zwar in mehreren Fällen Erfolg haben, in dem Sinne, dass der Schuldner auf diese Mahnungen leistet. Da aber die Mitarbeiter des Inkassounternehmens in der Regel weder über besondere Rechtskenntnisse verfügen, noch über ein nachhaltiges Druckmittel, das über die eigenen Möglichkeiten des Gläubigers hinaus geht, ist dieser Erfolg wohl nur unter den Aspekten zu würdigen, dass der Schuldner ohnehin auf nachdrückliche und mehrfache Mahnungen des Gläubigers geleistet hätte oder der Schuldner den Mahnungen des Inkassounternehmens aus irrationalen Gründen eine größere Bedeutung beimisst als den Mahnungen des Gläubigers selbst und nur deswegen die Forderung bedient. Beides rechtfertigt jedoch noch nicht, dem säumigen Schuldner deswegen allein schon auch die Inkassokosten aufzuerlegen. Denn der behauptete Erfolg von Inkassounternehmen - so dies den überhaupt zutrifft - beruht entweder auf einer Tätigkeit (Mahnwesen), die zunächst eine Aufgabe des Gläubigers selbst ist und auf Kosten des Schuldners in unwirtschaftlicher Art und Weise auf das Inkassounternehmen ausgelagert wird oder ggf. sogar auf der Ausnutzung einer unterschwelligen irrationalen Angst.Zahlt der Schuldner nicht innerhalb der üblichen Frist, ist es nämlich zunächst Sache des Gläubigers, sich um die Erfüllung der Forderung zu bemühen. Dazu gehören nach herrschender Auffassung die Überwachung der Zahlungseingänge und Zahlungsfristen sowie zumindest eine zweimalige Mahnung. (...) Die Beauftragung des Inkassounternehmens dient insofern nämlich ausschließlich der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Anspruchs. Solche Aufwendungen kann der Gläubiger von dem Schuldner aber regelmäßig gerade nicht ersetzt verlangen (BGH, BGHZ Band 181, Seiten 233 ff. = ZGS 2009, Seiten 369 ff. = NJW 2009, Seiten 2530 ff. = Das Grundeigentum 2009, Seiten 974 ff. = VersR 2009, Seiten 1121 ff. = Schaden-Praxis 2009, Seiten 304 f. = NZM 2009, Seiten 595 ff. = WM 2009, Seiten 1664 ff. = DAR 2009, Seiten 515 ff. = ZfSch 2009, Seiten 558 ff. = MDR 2009, Seiten 1166 ff. = VRS Band 117, Seiten 23 ff., Nr. 7; BGH, NJW 1977, Seite 35; BGH, BGHZ Band 66, Seiten 112 ff. = NJW 1976, Seiten 1256 ff. = VersR 1976, Seiten 857 ff. = MDR 1976, Seiten 831 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1994, Seiten 1139 ff.; OLG Köln, WM 1989, Seiten 246 ff.; LG Berlin, Urteil vom 20.07.2009, Az.: 5 O 468/08, u. a. in: "juris"; AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11, u. a. in: "juris").Diesen grundsätzlich somit nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend aber nur "ausgelagert", indem sie nach Eintritt des Verzugs ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht ohne weiteres auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.
 

christian87

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Du bist ledig ohne Kids ?
Wieviel verdienst Du netto ( gerundet )

Ledig und ohne Kinder, ja. Ich verdiene 1050 EUR rund, auf der Hand. Ansonsten Brutto ca. 1.500 EUR. Was heißt dieses Urteil für mich?

Die Kosten sind absolut korrekt berechnet, darin bestehen keine Zweifel.

Wie kann ich mich denn jetzt verhalten? Verbrauchenschutzzentrale? Oder direkt Anwalt aufsuchen (wobei ich ja genau diese Kosten vermeiden will, "Einigungsgebühr"). Vereinbarung schriftlich zurückziehen unter Berufung der nicht-genannten "Einigungsgebühr" im ersten Schreiben? Erstmal etwas an den Mobilfunkanbieter zahlen beim nächsten Geldtag (nächste Woche Donnerstag)?
 

Inkasso

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Ledig und ohne Kinder, ja. Ich verdiene 1050 EUR rund, auf der Hand.
Bei Dir wären nur generel nur rund 10 € (!) maximal pfändbar ( Beispiel 1 )
Aktuelle Pfändungsfreigrenzen gem. § 850c ZPO - Schuldnerberatung Kanzlei Grundmann

Wieviel ist noch bezügl des Kredites zu zahlen ?

Was heißt dieses Urteil für mich?

Du könntest z.b die Gebühren des ext Inkassobüros komplett einsparen und die unstrittige Hauptforderung plus moderater interner Gläubigermahngebühren und Zinsen zweckgebunden ( nur hauptforderung ) direkt an den Gläubiger ( nicht ans Inkasso) überweisen
Das wäre die beste Lösung wenn Du in der Lage wärst in 2 oder 3 Raten die Hauptforderung zu begleichen.

Bei einer Ratenzahlungsvereinbarung mit dem Inkassobüro wird jeder Fehler bzw jeder kleine verzug ( wenige tage zu spät gezahlte rate ) unmittelbar mit neuen Kosten "bestraft"
Du bist qwasi über längere Zeit mit dem IB verbunden und man versucht maximal aus Deiner Notsituation zu profitieren ( war früher in der Branche)
 

christian87

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Wieviel ist noch bezügl des Kredites zu zahlen ?

Mit Zinsen und allem drum und dran geschätzt 9.000 EUR.

Also kann ich gar nichts machen?
Selbst wenn ich nach allen Abzügen (Miete, Nahrung+Pflege+Haushalt, Kredit, etc.) alles dem Mobilfunkbetreiber überweise, reicht es nicht für 3 Raten.

Hatte hier (um den Kredit nicht zu gefährden, FALLS irgendwas dazwischen kommt, in kürze z.B. Zahnarzt) auf 120 EUR angezeigt, Zahlung ginge dann bis Anfang 2015.
 

Inkasso

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Einfach mal zum nachdenken :

Du könntest auch in die PI gehen

Der Kredit und die Mobilfunksache sind immerhin zusammen rund 11000 €
Müsstest also die nächsten 2 Jahre jeden Monat 300 € stemmen
Angesicht von 1050 € Netto bleibt Dir nicht mehr viel zum Leben


Würde mich an deiner Stelle mal mit einem Schuldenberater unterhalten ( z.b Carritas )
 

Inkasso

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Nochmal zusammengefasst :

Du hast meiner Meinung nach 4 Möglichkeiten :

1
Du unterschreibst die Vereinbarung und achtest penibel darauf stets pünktlich die Raten zu zahlen
2
Du leihst Dir von irgendwem das Geld und überweist - wie erwähnt - zweckgebunden direkt an den GL und könntest die Gebühren des ext Inkassobüros komplett einsparen
3
PI und zeitnah Termin mit Schuldnerberatung
Dann allerdings sämtliche Zahlungen an Gläubiger inkl der noch offenen 9000 umgehend einstellen
4
Du zockst und wartest auf den MB und widersprichst vollumfänglich
und wartest auf die Klagebegründung
Wenn geklagt wird und die gegenseite gewinnt zu 100 % fallen die Inkassogebühren und diverse andere Kosten weg allerdings kommen dann die Gerichtsgebühren dazu
 

christian87

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1
Du unterschreibst die Vereinbarung und achtest penibel darauf stets pünktlich die Raten zu zahlen

Ist denn die Einigungsgebühr berechtigt? Ich hab wie gesagt das Teil auf der Rückseite nicht zurückgeschickt, und die Frist ist abgelaufen. Geschrieben wurde mir, dass man mit meiner Ratenzahlungsvereinbarung einverstanden sei
 

Inkasso

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Ist denn die Einigungsgebühr berechtigt?
Wenn Du die Einigungsgebühr ´vorher mit Deiner Unterschrift anerkennst ist sie berechtigt - Nicht berrechtigt und nicht durchsetzungsfähig ist sie wenn diese gebühr am Ende nachgeschoben wird !
Ich hab wie gesagt das Teil auf der Rückseite nicht zurückgeschickt, und die Frist ist abgelaufen. Geschrieben wurde mir, dass man mit meiner Ratenzahlungsvereinbarung einverstanden sei
Stimmt - Du müsstest auch vorher schriftlich klären ob diese Vereinbarung noch gilt - denn die Frist - für die Rücksendung ist ja auch abgelaufen
---------
Ich würde trotzdem mal mit einer Schuldnerberatung in Deiner Nähe reden - 300 € jeden Monat müsstest Du stemmen
Die Inkassofirma wird jeden Verzug - auch wenn es nur 1 oder 2 tage sind gnadenlos ausnutzen
 

christian87

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Wenn Du die Einigungsgebühr ´vorher mit Deiner Unterschrift anerkennst ist sie berechtigt - Nicht berrechtigt und nicht durchsetzungsfähig ist sie wenn diese gebühr am Ende nachgeschoben wird !

Nachgeschoben heißt, wenn sie plötzlich irgendwo in einer Berechnug von denen auftaucht, obwohl ich sie nie zugestimmt habe? Morgen ist Geldtag, da würde ich gerne anfangen abzuzahlen.

Das soll jetzt nicht wie eine ausrede klingen, aber momentan habe ich es schon schwer meinen Zahnarzt hinterher zu rennen, und der Terminkalender von nem Schuldenberater ist auch nicht gerade gering. Mir rennt die Zeit weg. Meine größte Sorge ist, dass eine Kreditkündigung ins Haus flattert, und wenn ich zum Schuldnerberater gehe, kann der mir in meiner Situation (schätze ich) eh nur empfehlen Privatinsolvenz anzumelden, was wiederum zur Folge hat das ich Zahlungsunfähig bin und alles in Gefahr ist, was nur in Gefahr sein kann (z.B. kann ich keine Verträge mehr abschließen weil der Negativeintrag in der Schufa ist, Arbeitgeber hat meinetwegen Mehraufwand wegen Gehaltspfändung etc.).
 

Inkasso

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Schuldnerberater gehe, kann der mir in meiner Situation (schätze ich) eh nur empfehlen Privatinsolvenz anzumelden,

Diese Empfehlung wird er zu 99,99 % geben

Arbeitgeber hat meinetwegen Mehraufwand wegen Gehaltspfändung etc

Eine Lohnpfändung wird es nicht geben
Selbst wenn Du nicht in die PI gehst wäre eine Lohnpfändung fruchtlos

Morgen ist Geldtag, da würde ich gerne anfangen abzuzahlen.
Gilt die Vereinbarung noch - das vorher checken
was wiederum zur Folge hat das ich Zahlungsunfähig bin und alles in Gefahr ist, was nur in Gefahr sein kann
Was für Gefahren ? Du sparst jeden Monat 300 €
(z.B. kann ich keine Verträge mehr abschließen weil der Negativeintrag in der Schufa ist,
Was für Verträge sind für Dich in den kommenden 2 jahren relevant ?
Du hättest nur 750 € mtl in den nächsten Jahren zur Verfügung
Viele verträge könntest Du nicht abschließen
Das PI Szenario ist bei weitem nicht so grausam wie Du Dir es ausmalst - Außerdem ist Dein score durch die Abgabe ans Inkasso höchstwahrscheinlich schon im keller (Telkos melden schnell an Auskunfteien )

Überleg Dir das alles nochmal und mach einen Termin

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Vermutlich wird man aber das selbe erzählen wie ich
 
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