• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Anwalt lässt lange nichts von sich hören in EU Rente

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Ich habe mit meiner Anwältin das Problem,dass ich Wochen oder sogar Monate nichts von ihr höre.Ich bin dadurch natürlich sehr verunsichert,weil ich schlecht informiert bin,wie es weiter geht.

Ich habe Mitte Juli Post von meiner Anwältin bekommen und mir wurde eine Kopie über die letzte Stellungnahme von der DRV Bund über das Sozialgericht zugestellt.

Die DRV behauptete,dass ich seit Juli 2017 nicht mehr zum Hausarzt gehe und auch nicht mehr krankgeschrieben bin und das ich nicht weiter behandelt werde.Das alles ist natürlich völliger Blödsinn,ich habe durch meinen Umzug den Arzt wechseln müssen,aber ich habe mich sofort um einen neuen Arzt bemüht,der mich nachweislich behandelt und lückenlos krank schreibt und mich mit Medikamenten versorgt,dass kann ich alles in 2 Minuten nachweisen.

Meine Anwältin hat überhaupt nicht von alleine darauf reagiert,obwohl es ihre Pflicht gewesen wäre und sie hätte unter Absprache sofort darauf reagieren müssen,weil man so etwas nicht stehen lassen kann.

Ich habe manchmal den Eindruck,dass die Anwältin nicht alle Schriftsätze gewissenhaft bearbeitet,sonst können solche Fehler nicht passieren.Ich musste sie in mehreren E-Mails darauf hinweisen,dass sie darauf reagieren sollte,weil die DRV es zur Begründung genommen hat,nicht von ihrem Votum abzuweichen und das sie genau deshalb eine Begutachtung vom Gericht verlangt,dem das Gericht auch nachkommen wird.Ich fahre selbstverständlich zu einer Begutachtung,aber unter diesen Umständen ist es eine Katastrophe.

Meine Anwältin hat dann nach meinen Hinweisen eine Richtigstellung geschrieben und ich habe seit dem nichts mehr vom Gericht gehört.Ich habe meine Anwältin noch mehrere Male darum gebeten,mich über den aktuellen Stand zu informieren und weil ich noch keinen Termin beim Gutachter habe,es ist nichts mehr seit Mitte Juli wegen meiner Begutachtung passiert.

Nachdem ich wieder mehrere Male versucht habe,den Kontakt zur Anwältin aufzunehmen,hat sie jetzt eine Anfrage wegen der Begutachtung und den Verfahrensstand an das Gericht gestellt und jetzt ist wieder warten angesagt.

Ich kann es sehr gut verstehen,dass Anwälte viele Termine und Fristen haben und das nicht immer sofort geantwortet werden kann,aber es kann nicht sein,dass man immer Wochen und Monate nichts mehr vom Anwalt hört.Ich würde mich schon freuen,wenn ich zwischendurch mal einen Anruf oder eine E-Mail bekommen würde,wo man mir den aktuellen Stand mitteilt oder das man auf meine Fragen auch reagiert,wenn ich sehr verunsichert bin.Wenn ich in dem Punkt zu viel von meiner Anwältin erwarte,dann brauche ich keine,weil es mir nichts bringt.

Ich habe mir genau dafür einen Anwalt genommen,damit er sich um alles kümmert und mich vertritt und nicht,dass ich immer überall nachhaken muss,damit etwas passiert.Ich habe meine Anwältin immer gut zugearbeitet,damit sie ihre Arbeit ohne Probleme fortführen kann.Das alles nutzt aber sehr wenig,wenn in der Kanzlei immer nur das nötigste erledigt wird und damit wird sehr viel Vertrauen zerstört und man fühlt sich schlecht vertreten.

Wenn man schon viele Probleme wegen der EU Rente hat,dann möchte ich mich nicht auch noch immer meinen Anwalt kümmern,sondern das sollte von alleine funktionieren und bei Fragen durch den Anwalt,muss man zur Verfügung stehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Jun 2006
Beiträge
13.443
Bewertungen
7.309
Was ist denn jett Deine Frage?

Wir könneen ja nicht das Verhalten Deiner Anwältin ändern.
 

HermineL

Teammitglied
Foren-Moderation
Mitglied seit
4 Sep 2017
Beiträge
729
Bewertungen
1.005
Ich verstehe deine Ungeduld aber wenn vom Gericht nichts Neues kommt kann dir die Anwältin auch nichts
Neues mitteilen. Leider sind die Gerichte überlastet und es dauert. Ich habe z.B. von einer Klage
gegen die DRV die ich Anfang April eingereicht habe noch nichts weiter als das AZ erhalten. Sonst hat
sich da nichts getan auch wenn ich mit Sicherheit genau so warte wie du. Du wirst damit leben müssen
das es dauert und nach deinen Schilderungen kann ich auch nicht erkennen das dies an der Anwältin liegen würde.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.183
Bewertungen
1.869
Was soll denn dein Anwalt tun. Sag ihm das doch einfach.
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Was soll denn dein Anwalt tun. Sag ihm das doch einfach.
Hallo Muzel,

ich werde Deinen Ratschlag beherzigen und ich werde meiner Anwältin mitteilen,was ich von ihr erwarte.

Wenn ich eine Frage an die Anwältin habe,dann möchte ich auch eine Reaktion bekommen,so das sie mir den aktuellen Stand des Verfahrens auch erklären kann,da ich ja nur der Laie bin und ich kann dadurch auch nicht jeden Juristischen Schritt beurteilen.

Ich erwarte von meiner Anwältin nicht,dass sie immer sofort antworten kann,da ich nicht der einzige Mandant bin,aber innerhalb von 14 Tagen sollte es dann schon möglich sein,einmal Kontakt aufzunehmen,um offene Fragen von mir zu besprechen und wenn es nur per E-Mail ist.Da man den Kontakt aber nicht jeden Monat sucht,müsste sie gar nicht so oft darauf reagieren.

Wenn aber keinerlei Reaktionen auf Kontaktversuche meiner Seite kommen,dann werde ich unsicher und ich mache mir über das laufende Verfahren Gedanken.Ich denke das jeder Mandant unsicher wird,wenn er auf seine Fragen keine Antworten bekommt,weil man eben dafür einen Anwalt hat und mehr erwarte ich doch gar nicht.Ich stelle ja nicht die Kompetenz in Frage,sondern nur der Informationsfluss muss besser sein.

Ich werde es mal vorsichtig ansprechen und vielleicht klappt es ja in Zukunft besser.
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Ich verstehe deine Ungeduld aber wenn vom Gericht nichts Neues kommt kann dir die Anwältin auch nichts
Neues mitteilen. Leider sind die Gerichte überlastet und es dauert. Ich habe z.B. von einer Klage
gegen die DRV die ich Anfang April eingereicht habe noch nichts weiter als das AZ erhalten. Sonst hat
sich da nichts getan auch wenn ich mit Sicherheit genau so warte wie du. Du wirst damit leben müssen
das es dauert und nach deinen Schilderungen kann ich auch nicht erkennen das dies an der Anwältin liegen würde.
Ich bin leider nicht immer der Geduldigste,aber nach 3 Jahren Kampf um diese Rente ist bei mir ganz schön die Luft raus.Meine Klage liegt seit Anfang Juni 2017 beim SG und ich wünsche mir nur noch das es zu Ende geht.
 

HermineL

Teammitglied
Foren-Moderation
Mitglied seit
4 Sep 2017
Beiträge
729
Bewertungen
1.005
Ich bin leider nicht immer der Geduldigste,aber nach 3 Jahren Kampf um diese Rente ist bei mir ganz schön die Luft raus.
Das glaube ich dir und das kann ich absolut nachvollziehen nur leider interessiert das niemanden,

Meine Klage liegt seit Anfang Juni 2017 beim SG und ich wünsche mir nur noch das es zu Ende geht.
Sei mir nicht böse aber das ist noch im Zeitrahmen. Es mag bei manchen Sozialgerichten schneller
gehen aber es geht auch noch langsamer. Wenn du dann ein Urteil bekommst was dir nicht passt
oder gar die Gegenseite in Berufung geht dann kannst du dich unter Umständen auf noch längere
Wartzeiten einstellen.

Ich habe im April 2014 gleichzeitig 7 Verfahren an einem Tag mit dem JC gehabt und alle gewonnen.
Ab dem 3 Verfahren hat deren Vertreter nur immer wiederholt das er Berufung will und so sind alle
Verfahren noch im April 2015 zum LSG gekommen. Bis heute habe ich da außer den Aktenzeichen
nichts wieder von gehört. Das sind schon weit über 3 Jahre. Ich will dir keine Angst machen aber leider
ist es nun einmal so.
 
Zuletzt bearbeitet:

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Das glaube ich dir und das kann ich absolut nachvollziehen nur leider interessiert das niemanden,


Sei mir nicht böse aber das ist noch im Zeitrahmen. Es mag bei manchen Sozialgerichten schneller
gehen aber es geht auch noch langsamer. Wenn du dann ein Urteil bekommst was dir nicht passt
oder gar die Gegenseite in Berufung geht dann kannst du dich unter Umständen auf noch längere
Wartzeiten einstellen. Ich habe im April 2014 gleichzeitig 7 Verfahren an einem Tag mit dem JC
gehabt und alle gewonnen. Ab dem 3 Verfahren hat deren Vertreter nur immer wiederholt
das er Berufung will und so sind alle Verfahren noch im April 2015 zum LSG gekommen.
Bis heute habe ich da außer den Aktenzeichen nichts wieder von gehört. Das sind schon weit
über 3 Jahre. Ich will dir keine Angst machen aber leider ist es nun einmal so.
Das ist wirklich der blanke Wahnsinn mit den Verfahren beim SG und es interessiert wirklich niemanden,weil es ja nicht um die eigene Gesundheit geht und schon gar nicht um die eigene Existenz.Es ist aber leider auch so,dass die Gerichte überlastet sind und wenn es nicht soviel Ungerechtigkeit seitens der Behörden geben würde,dann hätten wir auch nicht die vielen Klagen beim SG.

Ich warte jetzt jeden Tag auf einen Termin beim Gutachter,weil mir schon mitgeteilt wurde,dass ich dort hin muss.Es gibt zwar bessere Termine,aber wenn es gewünscht wird,dann komme ich dem auch nach,solange ich noch nichts mit diesem Gutachter zu tun hatte.

Ich habe auch schon oft im Forum gelesen,dass viele im Schnitt 3 Jahre auf ein Urteil gewartet haben,aber manche auch viel länger.Das SG hat sich alle Befunde von meinen Ärzten und Psychologen angefordert und auch das was ich schon vorher hatte und was ich zur Verfügung stellen konnte.Es liegt bis auf das Gutachten alles vor.

Ich habe natürlich Angst,dass das Urteil nicht gut ausfällt und das mit den Gutachtern ist auch immer ein scharfes Schwert.Es kann immer alles nach hinten losgehen,aber man hat ja keine Wahl.

Wenn die DRV das Verfahren immer weiter in die Länge ziehen möchte und auch noch in Berufung geht,dann haben die leider die Möglichkeit dazu und so kommt nie ein Ende darein,aber ob das immer im Sinne des Gerichts ist,dass bezweifele ich.Es sind trotzdem schlimme Zustände,was ein Kläger alles ertragen muss,um sein Recht zu bekommen,denn kein kranker Mensch tut sich das freiwillig an,sondern nur wenn es nicht anders geht.
 
Zuletzt bearbeitet:

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Ich habe mich heute von einem Anwalt in einer kostenlosen Sozialberatung beraten lassen.

Der Anwalt sagte,dass ich in meinen Verfahren schon längst bei einem Gutachter hätte sein müssen,was aber nicht erfolgt ist.Er sagte unter andern,wenn das SG die Akte nach dieser langen Zeit nicht weiter bearbeitet,dann muss die Anwältin eine Verfahrensrüge beim SG einreichen.

Der Anwalt sagte unter anderen,dass bei einer Rüge die Akten wieder nach oben kommen und man bearbeitet diese dann weiter,weil man das SG später für den entstanden finanziellen Schaden haftbar machen kann und an der Stelle ist das SG sehr vorsichtig.

Ich habe es hier so mitgeteilt,wie der Anwalt für Sozialrecht es mir erklärt hat.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.183
Bewertungen
1.869
Bevor ich irgendwelche Rügen verteilen würde, würde ich gern wissen, was Sache ist.
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Bevor ich irgendwelche Rügen verteilen würde, würde ich gern wissen, was Sache ist.
Meine Anwältin hatte nach einer Bitte von mir, eine Anfrage an das SG gestartet,warum es nicht weiter geht und warum ich keinen Termin zur Begutachtung bekomme,aber leider wieder ohne Antwort.Auch wenn jeder Verwaltungsakt beim SG sehr lange dauert,haben die Anwälte trotzdem Mittel,wieder ein bisschen Leben in die Sache rein zubringen,man muss es nur wollen.

Das mit der Rüge hatte mir der Anwalt in der Sozialberatung mitgeteilt,ich kannte dieses Mittel bis heute nicht.
 

saurbier

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.910
Bewertungen
2.094
Hallo hansestadt,

nun bevor man hier etwas näheres zur Sache sagen kann, müßte man zuerst einmal erfahren wie denn das Vorverfahren lief und wann überhaupt Klage eingereicht wurde. Seit 2017 sagt da leider nicht viel.

Nur mal so, zuerst einmal hat man ja das Widerspruchsverfahren was sich schon länger hinziehen kann. Im Anschluß nach dem Widerspruchsbescheid käme dann das Klageverfahren, wo erneut ninnerhalb der vier wöchigen Klagefrist die Klage zu erheben ist, für welche man dann im Regelfall nochmal 4 Wochen Zeit für eine Begründung bekommt (so die Begründung nicht gleich mit der Klage eingereicht wurde). Daraufhin bekommt die Gegenseite erneut eine 4 wöchige Frist zur Stellungnahme. So sind mal schnell 10 Wochen vergangen und bei Anwälten kann sich eine Klagebegründung durchaus noch etwas länger hinziehen, da gibt es verschiedene Ursachen für.

Nach dem ersten Schlagabtausch sollte dann das Sozialgericht im Zweifelsfall einen Gerichtsgutachter einschalten was sich leider bis zu einige Monate hinziehen kann, denn a) muß der passende Gutachter gefunden werden und b) dieser einen freien Termin haben. Auch hier kann es durchaus ein halbes Jahr dauern.

Und so kann mal ganz schnell bis zu ein Jahr vergehen.

Bei alle dem darf man dann leider auch nicht vergessen, daß inzwischen viele Sozialgerichte weit überlastet sind, was das ein kurzfristiges Terminieren nicht so einfach macht.

Bei den LSG sieht es noch schlimmer aus, weil deren Masse ganz einfach fehlt.

Mein damilger Rentenprozeß dauerte z.B. fast 5 Jahre und began Ende 1990 an.

All das ist unserer Politik zu verdanken, denn für die Herrschaften reicht es einen Rechtsstaat auf Sparflamme laufen zu lassen.

Da die Masse des Volkes von diesen Geschichten ja logischer Weise nichts bis wenig davon mitbekommt, kann das Volk auch nicht verstehen warum z.B. soviel Ganoven hier ungestraft herum laufen und glauben den Praolen und Rufen der Regierung (Merkel und Co.) nach schärferen Gesetzen. Alles Unsinn, denn wenn es niemanden bzw. zu wenige gibt die schon die aktuellen Gesetze zügig umsetzen, dann bringen auch schärfere Gesetze nichts.

Der leidtragende ist natürlich der Bürger.


Grüße saurbier
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Hallo hansestadt,

nun bevor man hier etwas näheres zur Sache sagen kann, müßte man zuerst einmal erfahren wie denn das Vorverfahren lief und wann überhaupt Klage eingereicht wurde. Seit 2017 sagt da leider nicht viel.

Nur mal so, zuerst einmal hat man ja das Widerspruchsverfahren was sich schon länger hinziehen kann. Im Anschluß nach dem Widerspruchsbescheid käme dann das Klageverfahren, wo erneut ninnerhalb der vier wöchigen Klagefrist die Klage zu erheben ist, für welche man dann im Regelfall nochmal 4 Wochen Zeit für eine Begründung bekommt (so die Begründung nicht gleich mit der Klage eingereicht wurde). Daraufhin bekommt die Gegenseite erneut eine 4 wöchige Frist zur Stellungnahme. So sind mal schnell 10 Wochen vergangen und bei Anwälten kann sich eine Klagebegründung durchaus noch etwas länger hinziehen, da gibt es verschiedene Ursachen für.

Nach dem ersten Schlagabtausch sollte dann das Sozialgericht im Zweifelsfall einen Gerichtsgutachter einschalten was sich leider bis zu einige Monate hinziehen kann, denn a) muß der passende Gutachter gefunden werden und b) dieser einen freien Termin haben. Auch hier kann es durchaus ein halbes Jahr dauern.

Und so kann mal ganz schnell bis zu ein Jahr vergehen.

Bei alle dem darf man dann leider auch nicht vergessen, daß inzwischen viele Sozialgerichte weit überlastet sind, was das ein kurzfristiges Terminieren nicht so einfach macht.

Bei den LSG sieht es noch schlimmer aus, weil deren Masse ganz einfach fehlt.

Mein damilger Rentenprozeß dauerte z.B. fast 5 Jahre und began Ende 1990 an.

All das ist unserer Politik zu verdanken, denn für die Herrschaften reicht es einen Rechtsstaat auf Sparflamme laufen zu lassen.

Da die Masse des Volkes von diesen Geschichten ja logischer Weise nichts bis wenig davon mitbekommt, kann das Volk auch nicht verstehen warum z.B. soviel Ganoven hier ungestraft herum laufen und glauben den Praolen und Rufen der Regierung (Merkel und Co.) nach schärferen Gesetzen. Alles Unsinn, denn wenn es niemanden bzw. zu wenige gibt die schon die aktuellen Gesetze zügig umsetzen, dann bringen auch schärfere Gesetze nichts.

Der leidtragende ist natürlich der Bürger.


Grüße saurbier
Hallo Sauerbier,danke für Deine Schilderungen in dieser Sache.

Das Vorverfahren dauerte von Antragstellung bis Ablehnung im Widerspruchsverfahren genau 2 Jahre und die Klage wurde am 01.06.2017 an das SG eingereicht,dass gesamte Verfahren dauert jetzt 3 Jahre.

Die DRV Bund hatte sich im Widerspruchsverfahren alle Befunde von meinen Ärzten,Psychologen und Kliniken eingefordert.Die DRV hat immer genau am letzten Tag ihrer Frist,irgendeine neue Forderung gestellt,mal brauchten sie einen Bericht und dann musste plötzlich wieder ein neuer Befund her.Es ging immer nur darum,auf Zeit zu spielen.Die Befunde von der Reha(2015) und Rentengutachter(2016) waren naturgemäß im Sinne der DRV.

Die letzten eingeforderten Befunde,waren von meinem Psychiater und meiner Psychologin,beide hatten nochmals die Erwerbsunfähigkeit bestätigt,genau wie auch mein Hausarzt und der MDK. Die DRV antwortete dann nach Monaten,dass die Befunde keine neuen Erkenntnisse währen.Diese Befunde sollten aber keine neuen Erkenntnisse bringen,sondern es sollte die vorhandene Erwerbsunfähigkeit mit der aktuellen Erkrankung begründet werden und nicht neue Erkrankungen die in der Zukunft auftreten können.

Die DRV hat sich aber zu keinem Zeitpunkt für die Befunde meiner Ärzte interessiert,als wenn es diese Befunde und Krankengeschichte nie gegeben hat.

Mit der Klage vom 01.06.2017 gegen die DRV,hat sich das SG alle Unterlagen von mir eingefordert und meine Ärzte mussten nochmals alle Befunde für das SG schreiben,was auch erfolgt ist und es wurde wieder die Erwerbsunfähigkeit bestätigt.

In den Monaten danach,gingen die Stellungnahmen hin und her,die DRV hat immer versucht,dass die Klage abgewendet wird und sie sind am kratzen und beißen.Sie behaupten sogar,dass mein Psychiater nie einen Befund für die DRV abgegeben hätte,was natürlich nicht stimmt,er war nur nicht für die DRV passend.Der Befund vom Psychiater,für das SG hat nochmals alles bestätigt,dass ich erwerbsunfähig bin.Ich habe dann Anfang Juni vom SG Post bekommen,dass ich zum Gutachter gehen soll.

Ich habe aber leider nichts mehr vom SG gehört und einen Termin vom Gutachter habe ich natürlich auch nicht.Meine Anwältin hatte eine Verfahrensstandanfrage an das SG gestellt,auch ohne Antwort.

Ich habe mit unseren Politikern schon lange abgeschlossen und einen Rechtsstaat gibt es für den Bürger schon gar nicht,weil der Bürger keine Rechte mehr hat.Diese ganzen Ungerechtigkeiten,kommen doch kaum ans Tageslicht und die Politiker können sich weiter mit einem Sozialstaat schmücken,den es schon lange nicht mehr gibt.Man steigt ja auch nur als Betroffener dahinter.
 
Zuletzt bearbeitet:

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Hallo Sauerbier,danke für Deine Schilderungen in dieser Sache.

Das Vorverfahren dauerte von Antragstellung bis Ablehnung im Widerspruchsverfahren genau 2 Jahre und die Klage wurde am 01.06.2017 an das SG eingereicht,dass gesamte Verfahren dauert jetzt 3 Jahre.

Die DRV Bund hatte sich im Widerspruchsverfahren alle Befunde von meinen Ärzten,Psychologen und Kliniken eingefordert.Die DRV hat immer genau am letzten Tag ihrer Frist,irgendeine neue Forderung gestellt,mal brauchten sie einen Bericht und dann musste plötzlich wieder ein neuer Befund her.Es ging immer nur darum,auf Zeit zu spielen.Die Befunde von der Reha(2015) und Rentengutachter(2016) waren naturgemäß im Sinne der DRV.

Die letzten eingeforderten Befunde,waren von meinem Psychiater und meiner Psychologin,beide hatten nochmals die Erwerbsunfähigkeit bestätigt,genau wie auch mein Hausarzt und der MDK. Die DRV antwortete dann nach Monaten,dass die Befunde keine neuen Erkenntnisse währen.Diese Befunde sollten aber keine neuen Erkenntnisse bringen,sondern es sollte die vorhandene Erwerbsunfähigkeit mit der aktuellen Erkrankung begründet werden und nicht neue Erkrankungen die in der Zukunft auftreten können.

Die DRV hat sich aber zu keinem Zeitpunkt für die Befunde meiner Ärzte interessiert,als wenn es diese Befunde und Krankengeschichte nie gegeben hat.

Mit der Klage vom 01.06.2017 gegen die DRV,hat sich das SG alle Unterlagen von mir eingefordert und meine Ärzte mussten nochmals alle Befunde für das SG schreiben,was auch erfolgt ist und es wurde wieder die Erwerbsunfähigkeit bestätigt.

In den Monaten danach,gingen die Stellungnahmen hin und her,die DRV hat immer versucht,dass die Klage abgewendet wird und sie sind am kratzen und beißen.Sie behaupten sogar,dass mein Psychiater nie einen Befund für die DRV abgegeben hätte,was natürlich nicht stimmt,er war nur nicht für die DRV passend.Mein Psychiater hatte diesen Befund einige Wochen später,mit mir persönlich durchgesprochen,darum kannte ich auch sehr schnell den Inhalt. Der Befund vom Psychiater,für das ""SG"" hat nochmals alles bestätigt,dass ich erwerbsunfähig bin.Ich habe dann Anfang Juni vom SG Post bekommen,dass ich zum Gutachter gehen soll.

Ich habe aber leider nichts mehr vom SG gehört und einen Termin vom Gutachter habe ich natürlich auch nicht.Meine Anwältin hatte eine Verfahrensstandanfrage an das SG gestellt,auch ohne Antwort.

Ich habe mit unseren Politikern schon lange abgeschlossen und einen Rechtsstaat gibt es für den Bürger schon gar nicht,weil der Bürger keine Rechte mehr hat.Diese ganzen Ungerechtigkeiten,kommen doch kaum ans Tageslicht und die Politiker können sich weiter mit einem Sozialstaat schmücken,den es schon lange nicht mehr gibt.Man steigt ja auch nur als Betroffener dahinter.

Ich habe schon manchmal gedacht,dass sich alle Betroffenen zusammen tun müssten und damit in die Öffentlichkeit gehen,um auf diese Missstände des Staates hinzuweisen,denn die Öffentlichkeit scheuen diese Behörden sehr und man arbeitet im Hintergrund ganz fleißig weiter gegen den Bürger.Viele Betroffene sind zusammen um einiges stärker,als wenn man nur alleine darauf aufmerksam macht.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.183
Bewertungen
1.869
Hast du eine Schwerbehinderung? So eine amtliche Bescheinigung könnte vielleicht etwas helfen.
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Hast du eine Schwerbehinderung? So eine amtliche Bescheinigung könnte vielleicht etwas helfen.
Ich hab schon seit vielen Jahren 30%,dass müsste alles nochmal neu berechnet werden.Ich wollte mir das im Moment nicht antun,weil man auch dort oft um die 50% kämpfen muss,unter anderen mit Gutachter.Mein Anwalt und auch die auf dem Amt sagen,dass es keinen Einfluss auf das Rentenverfahren hat.Ich hab immer gedacht,dass auch das eine Rolle spielt,aber es ist wohl nicht so.
 
Zuletzt bearbeitet:

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.183
Bewertungen
1.869
In den Jahren von 87 bis heute ist es mir einmal passiert, dass ich für einen Schwerbehindertenantrag zum Gutachter musste. Grundsätzlich ist eine Entscheidung nach Aktenlage üblich.
Einen GdB von 50 zu bekommen ist schwierig.
Wenn du bereits einen GdB von 30 hast und der erhöht sich jetzt, kann aber keiner behaupten, dass du dich gut erholt hättest. Ein GdB ist eine amtliche Feststellung und so etwas gilt in Deutschland.
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
In den Jahren von 87 bis heute ist es mir einmal passiert, dass ich für einen Schwerbehindertenantrag zum Gutachter musste. Grundsätzlich ist eine Entscheidung nach Aktenlage üblich.
Einen GdB von 50 zu bekommen ist schwierig.
Wenn du bereits einen GdB von 30 hast und der erhöht sich jetzt, kann aber keiner behaupten, dass du dich gut erholt hättest. Ein GdB ist eine amtliche Feststellung und so etwas gilt in Deutschland.
Ich habe in meiner Reha 2015 von mehreren Patienten gehört,dass sie wegen den 50% zum Gutachter mussten,weil man alles in Frage gestellt hatte.

Wenn jemand eine lange Krankengeschichte hinter sich hat und nicht arbeiten kann,unter anderen auch, wenn man eine EU Rente bekommt,müsste doch eigentlich klar sein,dass er auf jeden Fall eine Behinderung von 50% hat,aber das sehen die Behörden ganz anders.Man versucht alles zu verhindern,was für den Bürger von Vorteil wäre,um Leistungen zu verweigern.
 

saurbier

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.910
Bewertungen
2.094
Hallo hansestadt,

also so ganz falsch finde ich die Aussage von Muzel mal nicht.

Wenn du schon jahrelang einen GDB von 30 hast, dann kann es ohne weiteres jetzt nach Jahren so sein, daß man dich ohne weiteres höher einstufen würde, wenn z.B. neue Leiden hinzu gekommen sind, bzw. sich alte weiter verschlechtert haben.

Ich hab selbst z.B. nach meinem ersten Rentenverfahren aus 1998 ruck zuck einen GDB von 30 erhalten. Nach meinem letzten Rehaaufendhalt in 2012 hab ich dann auf anraten der Rehaärztin einen neuerlichen Antrag gestellt und war selbst erstaunt als ich nach wenigen Wochen plötzlich den Ausweis mit einem GDB von 100 sowie diversen Merkzeichen erhielt. Ich hab dazu im Antragsformular alle behandelnden Ärzte der letzten Jahre aufgeführt sowie eine Kopie meines Rehaabschlussberichtes beigefügt.

Nun ein Versuch kann ja nicht schaden.

Das die DRV sich nicht bzw. nicht viel um einen SchwerB-Ausweis kümmert ist klar, aber für einen Richter kann dies ggf. auch ein weiteres Indiz zu deinem Gesundheitszustand sein, denn solch ein Richter muß sich ja in seiner Beurteilung auf ärztliche Aussagen verlassen und ein Versorgungsamt ist nun mal eine verlässliche Behörde.

Das du bisher noch nicht viel vom Gericht gehört hast, könnte vielleicht auch an der Ferienzeit liegen. Im übrigen wäre der Gutachter ja jetzt mit der Terminierung dran, wer weiß wie der wohlmöglich überlastet ist.


Grüße saurbier
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Hallo hansestadt,

also so ganz falsch finde ich die Aussage von Muzel mal nicht.

Wenn du schon jahrelang einen GDB von 30 hast, dann kann es ohne weiteres jetzt nach Jahren so sein, daß man dich ohne weiteres höher einstufen würde, wenn z.B. neue Leiden hinzu gekommen sind, bzw. sich alte weiter verschlechtert haben.

Ich hab selbst z.B. nach meinem ersten Rentenverfahren aus 1998 ruck zuck einen GDB von 30 erhalten. Nach meinem letzten Rehaaufendhalt in 2012 hab ich dann auf anraten der Rehaärztin einen neuerlichen Antrag gestellt und war selbst erstaunt als ich nach wenigen Wochen plötzlich den Ausweis mit einem GDB von 100 sowie diversen Merkzeichen erhielt. Ich hab dazu im Antragsformular alle behandelnden Ärzte der letzten Jahre aufgeführt sowie eine Kopie meines Rehaabschlussberichtes beigefügt.

Nun ein Versuch kann ja nicht schaden.

Das die DRV sich nicht bzw. nicht viel um einen SchwerB-Ausweis kümmert ist klar, aber für einen Richter kann dies ggf. auch ein weiteres Indiz zu deinem Gesundheitszustand sein, denn solch ein Richter muß sich ja in seiner Beurteilung auf ärztliche Aussagen verlassen und ein Versorgungsamt ist nun mal eine verlässliche Behörde.

Das du bisher noch nicht viel vom Gericht gehört hast, könnte vielleicht auch an der Ferienzeit liegen. Im übrigen wäre der Gutachter ja jetzt mit der Terminierung dran, wer weiß wie der wohlmöglich überlastet ist.


Grüße saurbier
Ich werde es mit dem Grad der Behinderung wieder in Angriff nehmen,denn ein Versuch kostet nichts.Ich hatte im Moment so den Kopf voll,dass ich an den GDB nicht mehr gedacht habe.
 

Doppeloma

Teammitglied
Super-Moderation
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.984
Bewertungen
12.436
Hallo hansestadt,

Wenn jemand eine lange Krankengeschichte hinter sich hat und nicht arbeiten kann,unter anderen auch, wenn man eine EU Rente bekommt,müsste doch eigentlich klar sein,dass er auf jeden Fall eine Behinderung von 50% hat,
Hier vewechselst du "Äpfel" (EM-Rente) mit "Birnen" ( Grad der Behinderung / Prozente gibt es da nicht), denn das Eine hat mit dem Anderen nicht wirklich viel zu tun.

Beim Versorgungsamt wird selten begutachtet, das ist soweit richtig aber ob du arbeiten KANNST oder nicht (nach den Kriterien der Rentenkasse) interessiert dort Niemanden. :icon_evil:

Es zählt auch nicht die "Menge" der Diagnosen sondern nur die konkreten Auswirkungen / Behinderungen dein gesamtes Leben (altersgerecht) gestalten zu können, es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen, die Vollzeit arbeiten an einem geeigneten Arbeitsplatz.

Das besagt also für sich genommen GAR NICHTS im Bezug auf die Erwerbsfähigkeit nach Rentenrecht, darum wird es auch bei der DRV eher "nebenbei" mit erfragt, ob es einen Behinderten- / Schwerbehinderten-Grad gibt.
Ich habe immer noch GdB 40 und hatte auch noch mal den Antrag auf "Erhöhung" gestellt, besonders auch betont, dass ich nun nicht mehr Erwerbsfähig sein könne aus gesundheitlichen Gründen und inzwischen eine EM-Rente beziehe.

Das hat die dort GAR NICHT interessiert, man hat mir beschrieben, dass es dafür keine Rolle spielt, ob man berufstätig sein könne oder nicht ...das bewirkt keinen höheren GdB, wenn die vorliegenden Behinderungen insgesamt nicht schwerer sind als vorher auch schon.

Nicht berufstätig zu sein ist nicht als (zusätzliche) "Behinderung" anzusehen, meine (bereits berücksichtigten) gesundheitlichen Einschränkungen seien insgesamt nicht schwer genug für den Schwerbehinderten-Status. :icon_evil:

aber das sehen die Behörden ganz anders.Man versucht alles zu verhindern,was für den Bürger von Vorteil wäre,um Leistungen zu verweigern.
So pauschal zu denken hilft dir aber auch nicht weiter, jede dieser Behörden hat andere Bewertungs-Kriterien und das Versorgungsamt hat zur Erwerbsfähigkeit (nach Rentenrecht) nun mal keine Entscheidungen zu treffen und umgekehrt bestimmt die DRV nicht, welchen GdB man zu bekommen hat.

Dass dir nun ein Antrag auf Erhöhung deines GdB im EM-Rentenverfahren helfen wird sehe ich (leider) als sehr zweifelhaft an, für die Leistungsfähigkeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" gelten andere Richtlinien, als für die Anerkennung von behinderungsbedingten Einschränkungen.

Das macht NICHT Alles "automatisch" auch direkt komplett "Erwerbsunfähig", da hast du leider auch etwas falsche Vorstellungen ... zu den Auswirkungen eines höheren GdB bei der Rentenkasse.

Mir ist schon klar, dass du nach jedem "Strohhalm" greifen möchtest, um dein EM-Rentenverfahren zum Erfolg bringen zu können, dafür kannst du aber aktuell NUR auf eine faire Begutachtung beim beauftragten (gerichtlichen) Gutachter hoffen.

Danach wird sich der Richter anschließend orientieren und bestimmt nicht danach was man dir beim Versorgungs-Amt vielleicht noch zusätzlich anerkennen könnte. :icon_evil:
Mit einem bewilligten Schwerbehinderten-Ausweis wirst du das gerichtliche Gutachten NICHT beeinflussen können und den Richter muss das für die Entscheidung zur EM-Rente auch nicht interessieren.

Aus dem Schwerbehinderten-Ausweis alleine ergeben sich kaum irgendwelche "Vorteile" schon gar keine finanziellen ... gerade wenn du dann doch eine EM-Rente bekommen solltest, wird der Ausweis wohl vorerst ein trauriges Dasein in deinem "Unterlagen-Kasten" führen ...

"Echte" Vorteile ergeben sich daraus eigentlich nur wenn man noch in Arbeit ist (höherer Kündigungsschutz / 5 Tage Zusatz-Urlaub /Steuerersparnis), das zeigt aber auch schon, dass man noch lange nicht "Erwerbsunfähig" sein muss, mit einem Schwerbehinderten-Ausweis.

MfG Doppeloma
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.183
Bewertungen
1.869
Das Vorliegen einer Schwerbehinderung kann allerdings ein gravierendes Indiz für das Vorliegen einer EM sein. Ist eine Person lange krank und wird sie aufgrund der Krankheit entlassen und das Amt stellt dann fest, dass diese Erkrankung eine Schwerbehinderung ist, ist es einfacher die Rente zu begründen. Ein Mensch, der jahrelang mit der Behinderung gearbeitet hat und dann gekündigt wird, wird einen erhöhten Erklärungsbedarf haben um an die Rente zu kommen.
Ich würde das mit dem GdB versuchen.
Ein Bekannter hat mal gesagt:" Man weiß es erst genau, wenn man von Karlsruhe zurück ist:"
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Hallo hansestadt,



Hier vewechselst du "Äpfel" (EM-Rente) mit "Birnen" ( Grad der Behinderung / Prozente gibt es da nicht), denn das Eine hat mit dem Anderen nicht wirklich viel zu tun.

Beim Versorgungsamt wird selten begutachtet, das ist soweit richtig aber ob du arbeiten KANNST oder nicht (nach den Kriterien der Rentenkasse) interessiert dort Niemanden. :icon_evil:

Es zählt auch nicht die "Menge" der Diagnosen sondern nur die konkreten Auswirkungen / Behinderungen dein gesamtes Leben (altersgerecht) gestalten zu können, es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen, die Vollzeit arbeiten an einem geeigneten Arbeitsplatz.

Das besagt also für sich genommen GAR NICHTS im Bezug auf die Erwerbsfähigkeit nach Rentenrecht, darum wird es auch bei der DRV eher "nebenbei" mit erfragt, ob es einen Behinderten- / Schwerbehinderten-Grad gibt.
Ich habe immer noch GdB 40 und hatte auch noch mal den Antrag auf "Erhöhung" gestellt, besonders auch betont, dass ich nun nicht mehr Erwerbsfähig sein könne aus gesundheitlichen Gründen und inzwischen eine EM-Rente beziehe.

Das hat die dort GAR NICHT interessiert, man hat mir beschrieben, dass es dafür keine Rolle spielt, ob man berufstätig sein könne oder nicht ...das bewirkt keinen höheren GdB, wenn die vorliegenden Behinderungen insgesamt nicht schwerer sind als vorher auch schon.

Nicht berufstätig zu sein ist nicht als (zusätzliche) "Behinderung" anzusehen, meine (bereits berücksichtigten) gesundheitlichen Einschränkungen seien insgesamt nicht schwer genug für den Schwerbehinderten-Status. :icon_evil:



So pauschal zu denken hilft dir aber auch nicht weiter, jede dieser Behörden hat andere Bewertungs-Kriterien und das Versorgungsamt hat zur Erwerbsfähigkeit (nach Rentenrecht) nun mal keine Entscheidungen zu treffen und umgekehrt bestimmt die DRV nicht, welchen GdB man zu bekommen hat.

Dass dir nun ein Antrag auf Erhöhung deines GdB im EM-Rentenverfahren helfen wird sehe ich (leider) als sehr zweifelhaft an, für die Leistungsfähigkeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" gelten andere Richtlinien, als für die Anerkennung von behinderungsbedingten Einschränkungen.

Das macht NICHT Alles "automatisch" auch direkt komplett "Erwerbsunfähig", da hast du leider auch etwas falsche Vorstellungen ... zu den Auswirkungen eines höheren GdB bei der Rentenkasse.

Mir ist schon klar, dass du nach jedem "Strohhalm" greifen möchtest, um dein EM-Rentenverfahren zum Erfolg bringen zu können, dafür kannst du aber aktuell NUR auf eine faire Begutachtung beim beauftragten (gerichtlichen) Gutachter hoffen.

Danach wird sich der Richter anschließend orientieren und bestimmt nicht danach was man dir beim Versorgungs-Amt vielleicht noch zusätzlich anerkennen könnte. :icon_evil:
Mit einem bewilligten Schwerbehinderten-Ausweis wirst du das gerichtliche Gutachten NICHT beeinflussen können und den Richter muss das für die Entscheidung zur EM-Rente auch nicht interessieren.

Aus dem Schwerbehinderten-Ausweis alleine ergeben sich kaum irgendwelche "Vorteile" schon gar keine finanziellen ... gerade wenn du dann doch eine EM-Rente bekommen solltest, wird der Ausweis wohl vorerst ein trauriges Dasein in deinem "Unterlagen-Kasten" führen ...

"Echte" Vorteile ergeben sich daraus eigentlich nur wenn man noch in Arbeit ist (höherer Kündigungsschutz / 5 Tage Zusatz-Urlaub /Steuerersparnis), das zeigt aber auch schon, dass man noch lange nicht "Erwerbsunfähig" sein muss, mit einem Schwerbehinderten-Ausweis.

MfG Doppeloma
Ich weiß das ein Rentenverfahren unabhängig vom GDB abläuft,es kann nur im aller besten Fall unterstützend wirken,wenn der Richter sieht,dass es den GDB überhaupt gibt,ansonsten ist es unabhängig voneinander.

Als ich den GDB hab feststellen lassen,war ich erst nicht damit einverstanden und ich sollte dann im Widerspruch zu einem Gutachter gehen,was ich dann aber nicht gemacht habe.Es sind aber einige Jahre seit dem vergangen.Ich habe später aber noch mehrere kennengelernt,die genau deswegen zu einem Gutachter gehen mussten.

Wenn ich es nochmal in Angriff nehme,kann es wohl kaum zum Schaden sein,einen höheren Grad der Behinderung zu haben.

Ich muss mich jetzt aber auf mein Rentenverfahren und Begutachtung konzentrieren,weil das erst einmal an erster Stelle steht und alles andere kommt dann später.
 
Zuletzt bearbeitet:

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.183
Bewertungen
1.869
Das du einen Änderungsantrag gestellt hast, war sehr gut. Damit tritt die Vermutungswirkung ein, dass du ein Schwerbehinderter bist. Die Anerkennung ist nämlich nur deklaratorisch, deshalb wirkt sie auch auf den Zeitpunkt der Antragstellung zurück. So lange das Versorgungsamt also nichts gegenteiliges behauptet hat, bist du schwer behindert.
 

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Ich hatte vor einigen Wochen geschrieben,dass ich wegen meiner EU Rente zu einem vom SG beauftragten Gutachter fahren soll,leider hatte dass SG einen Gutachter beauftragt,der in der selben Klinik und Abteilung tätig ist,wo ich meine Reha absolviert habe,die für mich sehr schlecht gelaufen ist,mit geschönten Entlassungsbericht für die DRV.

Ich habe das umgehend meiner Anwältin mitgeteilt,weil der bestellte Gutachter nicht unbefangen sein konnte.
Ich habe vor einigen Tagen Post von meiner Anwältin bekommen,sie teilte mir mit,dass jetzt ein anderer Gutachter vom SG beauftragt wird,dass Gericht ist meiner Bitte und meinen Einwänden nachgekommen.
 

hansklein

Elo-User*in
Mitglied seit
10 Feb 2006
Beiträge
615
Bewertungen
354
Ich habe in meiner Reha 2015 von mehreren Patienten gehört,dass sie wegen den 50% zum Gutachter mussten,weil man alles in Frage gestellt hatte.
Und ich habe in der Praxis erlebt, das ich auf 60% mit Merkzeichen gestuft wurde nach Aktenlage, vorher erst 30% dann 40%. Es kommt immer mit darauf an, was man hat und wie sich das auswirkt im Vergleich zu anderen Betroffenen der Altersgruppe, wie Aussagekräftig der "Jammerlappen" ist und was die vorhandenen Arztberichte sagen. Vielleicht noch etwas auf den SB. Man selbst wird meist denken, das es schlimm ist was man hat und ausreichen würde. Die Beurteilung dessen läuft dann allerdings nicht nach eigenen Kriterien ab, wobei ich "früher" auch enttäuscht wurde, weil mit mehr gerechnet zu Anfang meiner Antragsstellungen.

Nur Versuch macht kluch und kostet nix ausser die Antragsstellung auf Verschlimmerung.
 

saurbier

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Mrz 2013
Beiträge
2.910
Bewertungen
2.094
Wenn man bereits seit Jahren über einen GdB von 30 verfügt, kann es keineswegs schaden dies nochmals prüfen zu lassen.

Zumindest dann nicht, wenn sich weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen in der Zwischenzeit ergeben haben. Da sollte der behandelnde Arzt einem doch weiter helfen können.

Bei mir kam die Empfehlung sogar von der leitenden Reha-Ärztin das ich einen Verschlechtungs-Antrag beim Versorgungsamt stellen sollte.

Und zumindest bei mir war das Ergebnis dann auch positiv und sogar ohne Gutachter.


Grüße saurbier
 
Zuletzt bearbeitet:

hansestadt

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Dez 2017
Beiträge
59
Bewertungen
13
Hallo hansestadt,



Hier vewechselst du "Äpfel" (EM-Rente) mit "Birnen" ( Grad der Behinderung / Prozente gibt es da nicht), denn das Eine hat mit dem Anderen nicht wirklich viel zu tun.

Beim Versorgungsamt wird selten begutachtet, das ist soweit richtig aber ob du arbeiten KANNST oder nicht (nach den Kriterien der Rentenkasse) interessiert dort Niemanden. :icon_evil:

Es zählt auch nicht die "Menge" der Diagnosen sondern nur die konkreten Auswirkungen / Behinderungen dein gesamtes Leben (altersgerecht) gestalten zu können, es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen, die Vollzeit arbeiten an einem geeigneten Arbeitsplatz.

Das besagt also für sich genommen GAR NICHTS im Bezug auf die Erwerbsfähigkeit nach Rentenrecht, darum wird es auch bei der DRV eher "nebenbei" mit erfragt, ob es einen Behinderten- / Schwerbehinderten-Grad gibt.
Ich habe immer noch GdB 40 und hatte auch noch mal den Antrag auf "Erhöhung" gestellt, besonders auch betont, dass ich nun nicht mehr Erwerbsfähig sein könne aus gesundheitlichen Gründen und inzwischen eine EM-Rente beziehe.

Das hat die dort GAR NICHT interessiert, man hat mir beschrieben, dass es dafür keine Rolle spielt, ob man berufstätig sein könne oder nicht ...das bewirkt keinen höheren GdB, wenn die vorliegenden Behinderungen insgesamt nicht schwerer sind als vorher auch schon.

Nicht berufstätig zu sein ist nicht als (zusätzliche) "Behinderung" anzusehen, meine (bereits berücksichtigten) gesundheitlichen Einschränkungen seien insgesamt nicht schwer genug für den Schwerbehinderten-Status. :icon_evil:



So pauschal zu denken hilft dir aber auch nicht weiter, jede dieser Behörden hat andere Bewertungs-Kriterien und das Versorgungsamt hat zur Erwerbsfähigkeit (nach Rentenrecht) nun mal keine Entscheidungen zu treffen und umgekehrt bestimmt die DRV nicht, welchen GdB man zu bekommen hat.

Dass dir nun ein Antrag auf Erhöhung deines GdB im EM-Rentenverfahren helfen wird sehe ich (leider) als sehr zweifelhaft an, für die Leistungsfähigkeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" gelten andere Richtlinien, als für die Anerkennung von behinderungsbedingten Einschränkungen.

Das macht NICHT Alles "automatisch" auch direkt komplett "Erwerbsunfähig", da hast du leider auch etwas falsche Vorstellungen ... zu den Auswirkungen eines höheren GdB bei der Rentenkasse.

Mir ist schon klar, dass du nach jedem "Strohhalm" greifen möchtest, um dein EM-Rentenverfahren zum Erfolg bringen zu können, dafür kannst du aber aktuell NUR auf eine faire Begutachtung beim beauftragten (gerichtlichen) Gutachter hoffen.

Danach wird sich der Richter anschließend orientieren und bestimmt nicht danach was man dir beim Versorgungs-Amt vielleicht noch zusätzlich anerkennen könnte. :icon_evil:
Mit einem bewilligten Schwerbehinderten-Ausweis wirst du das gerichtliche Gutachten NICHT beeinflussen können und den Richter muss das für die Entscheidung zur EM-Rente auch nicht interessieren.

Aus dem Schwerbehinderten-Ausweis alleine ergeben sich kaum irgendwelche "Vorteile" schon gar keine finanziellen ... gerade wenn du dann doch eine EM-Rente bekommen solltest, wird der Ausweis wohl vorerst ein trauriges Dasein in deinem "Unterlagen-Kasten" führen ...

"Echte" Vorteile ergeben sich daraus eigentlich nur wenn man noch in Arbeit ist (höherer Kündigungsschutz / 5 Tage Zusatz-Urlaub /Steuerersparnis), das zeigt aber auch schon, dass man noch lange nicht "Erwerbsunfähig" sein muss, mit einem Schwerbehinderten-Ausweis.

MfG Doppeloma
Hallo Doppeloma,

ich wollte mich nochmal bei Dir melden,weil Du mir vor längerer Zeit schon wichtige Tipps und Ratschläge in der Rentensache gegeben hast,die auch sehr informativ und wichtig für mich gewesen sind.

Es ist jetzt soweit,dass ich nach über 3 Jahren am 22.11.2018 zum Gutachter vom SG muss.Ich bin natürlich unheimlich aufgeregt,weil ja sehr viel davon abhängt.

Ich versuche mich so gut es geht,etwas darauf vorzubereiten.Ich habe einen Krankheits-Lebenslauf von 3 Seiten geschrieben und ich hoffe das ich den Gutachter nicht damit erschlage.Ich finde es ziemlich schwer,man soll nicht übertreiben und bei der Wahrheit bleiben,was ich auch in diesem Lebenslauf gemacht habe,aber beschönigen ist genauso falsch.Ich habe aber große Angst,dass man mir auch das nicht glauben möchte,obwohl ich es so geschrieben habe,wie es ist und wie ich es empfinde und erlebe.

Dieser Bericht ist ja auch nur zusätzlich zum abgeben mit den Befunden,weil ich sonst mit Sicherheit einiges nicht in der Aufregung im Gespräch erwähnen würde.Mir war es auch wichtig,dass es so geschrieben ist,wie ich diese Erkrankung erlebe und wie ich mich dabei fühle und das kommt bei nackten Befunden oft nicht rüber.

Ich habe ja leider wie viele andere Patienten auch erlebt,dass mir beim Gutachter von der Rentenversicherung nicht geglaubt wurde oder ich könnte auch sagen,es durfte für die DRV nicht sein,weil man natürlich nicht zahlen möchte.

Ich würde mich wirklich sehr freuen,wenn Du mir noch ein paar wichtige Ratschläge mit auf dem Weg geben kannst,weil Du auch diese ganzen Erfahrungen gesammelt hast.

Liebe Grüße Hansestadt
 
Oben Unten