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Anwalt handelt eigenwillig, wie vorgehen?

DooNaBae

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#1
Hallo,

ich habe im Januar 2012 einen Anwalt aufgesucht mit einen Beratungsgutschein vom Amtsgericht.
Danach ist eine lange Zeit vergangen und ich dachte es hätte sich erledigt, da nichts passiert war.
Dann wurde jetzt am 16. August 2012 Klage vor das Sozialgericht eingereicht, mir schriftlich zugegangen mit 1. Prozesskostenhilfe Unterlagen und 2. eine Prozessvollmacht.
Ich soll beides ausfüllen und zurückschicken.
Das Problem was ich nun habe, ich möchte nicht die Sache vor Gericht bringen, wenn der Gutschein ab jetzt nicht mehr ausreicht.
Den es geht vielleicht um 100€ oder weniger, und da ist die Relation zu Gerichtskosten lachhaft.
Den wenn ich wieder arbeiten gehe, darf ich die Gerichtskosten selber tragen, und da habe ich im Endeffekt höhere Kosten.
Die können bis zu 4 Jahren noch eingeholt werden. (700-800€ Mittelwert)

Was mache ich nun, ich finde der Anwalt hat eigenwillig gehandelt, er hätte mich vorher aufklären sollen, ab jetzt reicht der Gutschein nicht mehr vom Amtsgericht, dann hätte ich gesagt, dann müssen wir es fallen lassen.

Wie kann ich weiter nun vorgehen, werde auf jeden Fall Montag nochmal mit der Kanzlei telefonieren, da auf meine Email keine Rückantwort kam.

Desweiteren habe ich noch eine Prozesskostenhilfe am laufen, von eine Abfindung von 2009. Da durfte ich trotz Prozesskostenbeihilfe einen Anteil von über 600€ selber tragen.
Das wäre Selbstmord in meine Lage zur Zeit.
 

DooNaBae

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#3
Er hat ja noch nicht die Prozessvollmacht von mir unterzeichnet bekommen. Kann der Anwalt mir Kosten im Nachhinein berechnen?
Die Klage vor das Sozialgericht muss ich zurückziehen oder der Anwalt?

Danke auf jeden Fall schonmal für die schnelle Antwort hier.
 

Purzelina

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#4
Dann wurde jetzt am 16. August 2012 Klage vor das Sozialgericht eingereicht, mir schriftlich zugegangen mit 1. Prozesskostenhilfe Unterlagen und 2. eine Prozessvollmacht.
Erst mit der Unterschrift unter die gerichtliche VM beauftragst Du den Anwalt für das gerichtliche Verfahren. Ruf einfach an, dass Du keine Klage möchtest und der Anwalt diese zurückziehen möchte.

Es geht bei Dir um 100 €, das ist im SGBII-Bereich keine Kleinigkeit, darum ging der Anwalt einfach davon aus, dass eine Klage schon in deinem Sinne wäre. In Ordnung ist das nicht. Der Anwalt hätte vorher mit Dir die Klageeinreichung besprechen müssen.
 

Rounddancer

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#5
Grundsätzlich schauen Anwälte, wie jeder von uns, erstmal, was "für sie drin" ist. In der Praxis bedeutet das, daß sie Prioritäten setzen. So kann es sein, daß ein Anwalt ein Verfahren, das einen hohen Streitwert, und die Chance hat, über mehrere Instanzen zu gehen, gar noch mit Sonder-Honorarvereinbarung mit seinem Mandanten, vorzieht.

Und sich Vorgänge mit kleinen Streitwerten warm hält, um dann mit ihnen die Zeit zu überbrücken, wenn nichts Ertragreicheres da ist.
 

DeluxeAssi

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#6
Ist die Klageschrift vom Anwalt gekommen, oder direkt vom Gericht?
Evtl. ist es auch nur der Entwurf, sofern er nur vom Anwalt übermittelt wurde.

Gebe aber Purzelina recht, 100 Euro gerade im SGB II Bereich sind nicht wenig und sofern Du gute Aussicht auf Erfolg hast, solltest Du die auch einklagen. Unterliegt das Jobcenter, werden normalerweise die Kosten auch denen aufgebrummt. Also würdest Du gar nichts zurück zahlen müssen, auch wenn du 1 Woche später Millionär wärst.

Bei einer Abfindung war es wohl auch eher Arbeitsrecht und hier zahlt jeder in der 1. Instanz seine Kotten, es sei denn es wurde anderes vereinbart.

Das der Anwalt einfach eigenmächtig schon was getan hat finde ich auch daneben, des wegen ja auch meine Frage, kam das alles vom Gericht oder vom Anwalt
 

DooNaBae

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#7
Ich werde auf jeden Fall Montag da anrufen, und Bescheid geben, das der Anwalt die Anklage zurückziehen möchte.
In meinen Fall glaube ich sogar, kommen nichtmal 20€ rum, und wie gesagt, mich verwundert es, das er vorab eine Klage einreicht, und dann die Unterlagen schickt, für PKH und PV.
Hätte es eine Beratung vorher nochmal gegeben, hätte ich gesagt, das ich keine PKH mehr machen möchte, bei diesen kleinen Streitwert.
Da dies mir 4 Jahre lang anheftet, und diese in Relation auch nicht stehen.
Klar war mir, das der Anwalt damit Geld verdienen möchte, nur hätte er nicht eigenwillig eine Klage einreichen sollen, was ich nicht möchte, wenn der Gutschein vom Amtsgericht ab hier nicht mehr reicht.

P.S. Klageschrift ist vom Anwalt gekommen.
Und das mit den aufbrummen nach dem Jobcenter ist mir egal, den es läuft bei mir noch eine PKH und ich bin froh wenn die 4 Jahre um sind, jedesmal die Hosen runterzulassen, liegt mir nicht.
 

teddybear

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#8
Du kannst auch die Klage bestehen lassen und nur dem Gericht mitteilen, dass der Anwalt keine Vollmacht hat dich zu vertreten. Die Klage vor dem Sozialgericht ist übrigens nach §183 SGG kostenfrei.

Der Anwalt ist ohne Proßessvolmacht nicht befugt dich zu vertreten. Das Gericht muss nach §73 Abs.3 SGG durch unanfechtbaren Beschluss den Anwalt zurückweisen. In der Folge sind auch Kosten für die unbefugte Vertretungshandlung des Anwaltes vor Gericht nicht durch dich zu begleichen.
 

Purzelina

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#9
Vielleicht wollte der Anwalt mit der Klageeinreichung ohne Nachfrage beim Mandaten nur erst mal die Frist wahren.
 

DooNaBae

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#10
Wenn ich die Klage bestehen lasse, wird es dann zu keine Verhandlung kommen?
Also doch lieber mit den Sozialgericht Kontakt aufnehmen?
Nicht das der Anwalt irgendwelche Schreibauslagen noch auf mich abwälzt.
 

Purzelina

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#11
Ohne deine VM kann der Anwalt Dir gegenüber nichts abrechnen.

Das Vorverfahren mit Beratungshilfe ist abgeschlossen. Mit Klageeinreichung beginnt das gerichtliche Verfahren, das SG fordert diese VM immer ein, ohne wird die Klage nicht weiterbetrieben.
 

DooNaBae

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#12
Habe mal ein Teilscreen vom Brief gemacht.

Danke für die ganzen Antworten, konnte schon schlecht schlafen, das liegt mir nämlich schwer im Magen.
Gerade wenn soviel Sachen auf einmal auf einem zukommen. (AGH Maßnahme ab Ende August, Jobcenter schon wieder eine Einladung, vor eine Woche erst da gewesen, Jobcenter mit einen privaten Arbeitsvermittler Gespräch, hat sich im Endeffekt auch nichts rausgegeben, und nun wieder hin, mal schauen, was Sie diesmal für Sklavenarbeit anzubieten haben.)
 

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Purzelina

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#13
Klage war also nur fristwahrend wegen Abwesenheit/Urlaub des Anwaltes, kann schon mal passieren im Fristendruck. :icon_pause:
 

HajoDF

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#15
Das kommt mir merkwürdig vor.
Ein Anwalt erhebt ohne Mandanten-Auftrag (der auch mündlich erfolgen kann) sicher keine Klage, eine Prozessvollmacht hat damit nichts zutun. Sie ist nur der Ausweis vor Gericht für seine Prozessberechtigung.

Ein Gerichtsverfahren vor dem Sozialgericht ist immer kostenfrei, so dass eventuell nur Anwaltskosten anfallen. Diese werden über die Prozesskostenhilfe abgedeckt und können eventuell bei späterer Veränderung der Vermögenslage nachgefordert werden.

Bei Rücknahme des Mandats jetzt, wirst Du die bisherigen Bemühungen des Anwaltes auch bezahlen müssen.
 

Purzelina

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#16
Danke für die ganzen Antworten, konnte schon schlecht schlafen, das liegt mir nämlich schwer im Magen.
Ich kann Dich beruhigen, Nachprüfungen bei bewilligter PKH im SGBII-Bereich sind sehr sehr selten auf Grund der ständigen Überlastung.
 

DooNaBae

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#19
Das kommt mir merkwürdig vor.
Ein Anwalt erhebt ohne Mandanten-Auftrag (der auch mündlich erfolgen kann) sicher keine Klage, eine Prozessvollmacht hat damit nichts zutun. Sie ist nur der Ausweis vor Gericht für seine Prozessberechtigung.

Ein Gerichtsverfahren vor dem Sozialgericht ist immer kostenfrei, so dass eventuell nur Anwaltskosten anfallen. Diese werden über die Prozesskostenhilfe abgedeckt und können eventuell bei späterer Veränderung der Vermögenslage nachgefordert werden.

Bei Rücknahme des Mandats jetzt, wirst Du die bisherigen Bemühungen des Anwaltes auch bezahlen müssen.
Ich habe den Anwalt nur einmal gesprochen und das war im Januar 2012 beim Erstgespräch.
Seitdem nicht mehr!
Also nichts mit, ich habe den Anwalt beauftragt ein Gerichtsverfahren anzustreben!

Und ich möchte nicht nochmal 4 Jahre meine Hosen runterlassen, den ich hoffe, das ich nicht noch 4 Jahre Arbeitslos bin, und dann darf ich auf einmal mehr zurückzahlen, als ich bekomme, wenn ich überhaupt etwas bekomme. Da bin ich mir auch schon nicht mehr sicher, nachdem Brief (Widerspruch) der Gegenpartei.

Desweiteren hat der Anwalt den Gutschein vom Amtsgericht für das Gespräch erhalten, alles was danach Extra Kosten hätte verursachen können, die hätte er mir auch vorab mitteilen müssen.
So bin ich davon ausgegangen, das alles noch im Rahmen des Gutscheins ist. Den ich benutze sowas ja auch nicht täglich.
Also nachträglich jetzt Geld fordern für den Briefverkehr ist da auch falsch.
 

DooNaBae

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#21
so etwas nenne ich mangelernährung.
kann ich dir meine kontodaten schicken für die 28€, die du monatlich mehr für essen bekommst?:biggrin:
Nee, ist halt eine Einteilung, nicht rauchen, kein Alk. Sind 3,30€ am Tag und ich brauche nicht viel.
Desweiteren sind noch andere Sachen am laufen, da bleibt nicht mehr über. Ist halt alles Mist, wenn eine Firma nach Übernahme durch eine andere Firma viele Mitarbeiter entlässt, und durch Zeitarbeiter erstetzt, weil die ja viel billiger sind und leichter zu entsorgen.
Das Leben ist schon beschissen und wenn man sich die Stellen jeden Tag anguckt, sehe ich noch keine positive Trendwende.
 

teddybear

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#22
Desweiteren hat der Anwalt den Gutschein vom Amtsgericht für das Gespräch erhalten, alles was danach Extra Kosten hätte verursachen können, die hätte er mir auch vorab mitteilen müssen.
Richtig! :icon_daumen:

Es kann ja auch nicht sein, dass, nur weil man mal mit dem Becker spricht, der mir deshalb dann ungefragt ein Jahr lang seine Brötchen auf meine Kosten liefert!

Sobald der Anwalt neue Kosten verursacht, muss der Mandant auch seine Zustimmung erteilen. Selbst dann, wenn man eine mündliche Vereinbarung hier in den Raum stellen würde, so wäre der Anwalt ja in der Beweispflicht, dass Mandant auch der kostenpflichtigen Aktivität hier zustimmte. Ohne schriftliche Vollmacht ist dies jedoch generell auszuschließen!
 

Babbelfisch

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#23
Ohne Vertretungsvollmacht kann ein Anwalt nicht für einen Mandanten handeln, schon gar nicht Klage einreichen. Also muß diese erteilt worden sein.
 

teddybear

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#24
Wiso muss?

Der Anwalt kann hier auch lediglich nur irrtümlich seine Vertretungsvollmacht gegenüber dem Gericht versichert haben!
 

DeluxeAssi

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#25
Zum thema Klage generell, also der TE schreibt einmal 20 Euro einmal 100 Euro, was denn nun? Allerdings vertrete ich die Meinung, egal um wie viel es geht, es geht in aller erster Linie hier um Recht was beschnitten wird und da sollte man keinen cm drauf verzichten.

Zur Rückzahlung, da musste schon einen Job haben der sehr gut bezahlt wird, denn von den derzeitigen Löhnen/Gehälter wird man Dir auch nichts abnehmen können.

Bei der Abfindung war es was anderes, denn da wurde Dir ja diese gezahlt und zählt mit zum verfügbaren Vermögen, aber dass wird Dir nicht passieren. Ich weiß nicht wo die Grenze für Einkommen bei PKH genau liegt, aber sie wird nicht unter dem pfändungsfreien Betrag liegen und die Summe musste Netto erstmal raus haben.

Ich weiß nicht warum der TE sich so verrückt macht. Entweder kommt nie eine Nachfrage wie Purzelina schon schreibt, oder aber es ist nichts zu holen.

Ich finde das ist aber ein gutes Beispiel dafür, was die versuchen, damit weniger Leute ihre Rechte einklagen.

Ein Anwalt kann vor Gericht erstmal anwaltlich versichern das er bevollmächtigt ist, dass Gericht muss die originale Vollmacht spätestens bei Verhandlung prüfen.
 

Purzelina

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#26
Ich verstehe das so, dass er die Klage noch nicht eingereicht hat
In der Anlage wird der WSB und die Klage mitgeschickt und drum gebeten einen Termin zur Klagebesprechung zu vereinbaren, aber etwas länger hin.

Normalerweise erfolgt nach Erteilung des WSB die Absprache mit dem Mandaten, wie man weiter vorgeht. Ist hier nicht geschehen, aus welchen Gründen auch immer. Lieber eine Klage fristwahrend ohne vorherige Zustimmung des Mandaten eingereicht, als eine Klagefrist zu verpassen. Zurücknehmen ist doch kein Akt.
 

DooNaBae

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#27
Wieviel zu holen ist, kann ich dir nicht sagen, denn es geht um Krankengeld für 5 Tage. lt. Krankenkasse wurde aber der Höchsatz von 90% schon gezahlt. Deswegen sage ich, ich weiß nicht ob ich 100€, 20€ oder gar nichts bekomme.

Aber in Sachen Löhne gebe ich dir Recht, das was die Arbeitgeber zahlen, werde ich das nie zurückzahlen müssen.

Nur wenn ich bedenke, wie oft das Arbeitsgericht nachgehackt hat, ob meine Vermögenswerte sich geändert haben, habe ich dahingehend schon schlechte Erfahrung.

Aber wie schon jemand anmerkte, sind die Kosten für Arbeitsgericht wesentlich höher als vom Sozialgericht, da man hier auschliesslich die Anwaltskosten tragen muss. Wenn man den Prozess verliert, von beiden Seiten. (Anwaltkosten belaufen sich aber auch pro Partei durschschnittlich 800€, siehe hier Kosten im Verfahren vor dem Sozialgericht . (Verdienen sich an mir ja dann eine goldene Nase, wenn man die Relation vom Streitwert in Betracht zieht.)

Ich werde erstmal versuchen, mit den Anwalt zu reden.
 

teddybear

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#28
Na ja der Mandant hat ja in aller Regel auch ein Telefon und oder e-mail zwecks schneller Kontaktaufnahme. Und die Klagefrist von einem Monat nach ergangenem Widerspruchsbescheid dürfte ja wohl auch ausreichend genug sein, um sich mal mit dem Mandanten zuvor zwecks Erhebung der Klage abzustimmen!

Sorry aber auf solche Anwälte kann man gut und gerne verzichten. Es ist nicht erkennbar, dass bei einem derartigen Vorgehen der Anwalt hier auch einen ernsthaft vertritt. Offenbar scheint der Anwalt seinen Mandanten hier nicht recht ernst zu nehmen, wenn er diesen hier einfach vor vollendete Tatsachen stellt!
 

DeluxeAssi

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#29
Wieviel zu holen ist, kann ich dir nicht sagen, denn es geht um Krankengeld für 5 Tage. lt. Krankenkasse wurde aber der Höchsatz von 90% schon gezahlt. Deswegen sage ich, ich weiß nicht ob ich 100€, 20€ oder gar nichts bekomme.

Aber in Sachen Löhne gebe ich dir Recht, das was die Arbeitgeber zahlen, werde ich das nie zurückzahlen müssen.

Nur wenn ich bedenke, wie oft das Arbeitsgericht nachgehackt hat, ob meine Vermögenswerte sich geändert haben, habe ich dahingehend schon schlechte Erfahrung.

Aber wie schon jemand anmerkte, sind die Kosten für Arbeitsgericht wesentlich höher als vom Sozialgericht, da man hier auschliesslich die Anwaltskosten tragen muss. Wenn man den Prozess verliert, von beiden Seiten. (Anwaltkosten belaufen sich aber auch pro Partei durschschnittlich 800€, siehe hier Kosten im Verfahren vor dem Sozialgericht . (Verdienen sich an mir ja dann eine goldene Nase, wenn man die Relation vom Streitwert in Betracht zieht.)

Ich werde erstmal versuchen, mit den Anwalt zu reden.

Du darfst wirklich nicht vom Arbeitsgericht ausgehen. Die hacken wirklich immer wieder nach, war bei mir auch so. SG Verfahren wurde nie nachgefragt. Die wissen eh das da nichts zu holen ist und sparen sich den Kram.

Ich denke mal dein Anwalt wird hier gute Aussichten sehen, sonst würde er das nicht annehmen. Denn die Arbeit mit der Klage hatte er ja schon und er weiß genau, dass er die nicht bezahlt bekommt, wenn keine PKH gewährt wird.

Rede mal mit ihm und mache ihm schon freundlich aber deutlich klar, dass er Dinge mit Dir zuvor abzusprechen hat.
 

DeluxeAssi

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#30
In der Anlage wird der WSB und die Klage mitgeschickt und drum gebeten einen Termin zur Klagebesprechung zu vereinbaren, aber etwas länger hin.

Normalerweise erfolgt nach Erteilung des WSB die Absprache mit dem Mandaten, wie man weiter vorgeht. Ist hier nicht geschehen, aus welchen Gründen auch immer. Lieber eine Klage fristwahrend ohne vorherige Zustimmung des Mandaten eingereicht, als eine Klagefrist zu verpassen. Zurücknehmen ist doch kein Akt.
Jaja habe ich doch schon rausgenommen, da war der Kaffee noch nciht durchgelaufen :biggrin:
 

DeluxeAssi

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#31
Na ja der Mandant hat ja in aller Regel auch ein Telefon und oder e-mail zwecks schneller Kontaktaufnahme. Und die Klagefrist von einem Monat nach ergangenem Widerspruchsbescheid dürfte ja wohl auch ausreichend genug sein, um sich mal mit dem Mandanten zuvor zwecks Erhebung der Klage abzustimmen!

Sorry aber auf solche Anwälte kann man gut und gerne verzichten. Es ist nicht erkennbar, dass bei einem derartigen Vorgehen der Anwalt hier auch einen ernsthaft vertritt. Offenbar scheint der Anwalt seinen Mandanten hier nicht recht ernst zu nehmen, wenn er diesen hier einfach vor vollendete Tatsachen stellt!
Ist leider auch meine Erfahrung. Ich habe mal erlebt, dass ein Anwalt mit mir klar abgeklärt hat, dass es keine Vergleiche gibt. Bei der münde. Verhandlung konnte ich dann nicht persönlich anwesend sein wegen Krankheit, war aber auch nicht angeordnet. Der Anwalt hat dann einfach einen Vergleich geschlossen, ohne Widerspruchsfrist . Des wegen sollte man sich die Vollmacht auch genau durchlesen.

Das Verhalten des Anwaltes ist daneben, keine Frage. Davon gibt es leider gerade im SG Bereich immer mehr
 

Purzelina

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#32
Na ja der Mandant hat ja in aller Regel auch ein Telefon und oder e-mail zwecks schneller Kontaktaufnahme. Und die Klagefrist von einem Monat nach ergangenem Widerspruchsbescheid dürfte ja wohl auch ausreichend genug sein, um sich mal mit dem Mandanten zuvor zwecks Erhebung der Klage abzustimmen!
Stell Dir vor, auch Anwälte können mal in gesundheitliche oder andere Schwierigkeiten geraten und dann bleiben Sachen halt liegen.
 

teddybear

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#34
Stell dir vor, dass in dem Falle jede Kanzlei auch in der Regel einen Vertretungsberechtigten Anwalt hat und auch jede Anwaltskanzlei in der Regel auch seine Rechtsanwaltsfachangestellten hat! :icon_wink:

Zudem erschließt sich nicht, weshalb man nicht bevor man anfängt eine Klage zu tippen, man nicht auch kurz zuvor den Telefonhörer in die Hand nehmen könnte, um den Mandanten zu fragen, ob man die Klage nun noch schnell einrechen soll? Darüberhinaus kann man auch Fristverlängerung beim SG beantragen, wenn man die Klage nicht rechtzeitig einreichen kann!
 

rechtspfleger

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#36
Das Gericht muss nach §73 Abs.3 SGG durch unanfechtbaren Beschluss den Anwalt zurückweisen.
§ 73 Abs. 3 SGG betrifft nicht die Zurückweisung eines Rechtsanwalts, sondern die Zurückweisung von Bevollmächtigten, die weder Rechtsanwalt noch nach § 73 Abs. 2 SGG zur Vertretung befugt sind.

Ein Rechtsanwalt kann durch das Gericht nicht als Bevollmächtigter zurückgewiesen werden und ist dadurch "raus", dass er selbst oder der Mandant dem Gericht anzeigt, dass das Mandat nicht mehr besteht.

Bei einem Rechtsanwalt als Bevollmächtigtem wird die Vollmacht nicht von Amts wegen geprüft (]§ 73 Abs. 6 S. 5 SGG).

Bei Rücknahme des Mandats jetzt, wirst Du die bisherigen Bemühungen des Anwaltes auch bezahlen müssen.
Meiner Ansicht nach nein. Ich vermute @HajoDF, Du wolltest darauf hinaus, dass der Anwaltsvertrag Dienstvertrag ist (= es wird eine Tätigkeit geschuldet und kein Ergebnis/Erfolg, letzterenfalls Werkvertrag). Vorliegend erscheint aber schon fraglich, ob überhaupt eine wirksame Erweiterung des Anwaltsvertrages über die außergerichtliche Tätigkeit vorliegt. Schon das dürfte wohl eher nicht der Fall sein, wenn die Klageeinreichung ohne vorherige Rücksprache erfolgte.

Selbst wenn man dies anders sehen würde, könnte der Threadstarter immer noch einen Schadensersatzanspruch in Höhe der entstandenen weiteren Anwaltsvergütung haben, da die Klageerweiterung ohne Rücksprache mit ihm erfolgte. Das klingt evtl. etwas kompliziert, hängt aber damit zusammen, dass bei einem Dienstvertrag der Vergütungsanspruch des Dienstleisters nicht unmittelbar gekürzt werden kann, sondern man dazu einen eigenen Anspruch gegen den Dienstleister benötigt.
 
E

ExitUser

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#37
Hallo DooNaBae,

mach dir keine Sorgen. Wenn du den RA nicht beauftragt hast, ist er Prozessvertreter ohne Vertretungsbefugnis. Damit hast du nichts zu tun.

Du hast ihm ja schon eine E-Mail geschickt. Er soll dir die Klagerücknahme bestätigen. Tut er das nicht, schreib kurz an das SG, dass für die Klage überhaupt kein Auftrag vorliegt bzw. vorlag. Gerichtskosten entstehen am SG nicht. Die bereits angefallenen Anwaltsgebühren musst du mangels Auftrag natürlich nicht zahlen.

Ich bin mit der Einreichung von Klagen auch sehr vorsichtig. Ich klag beim SG nur dann mit RA, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass ich den Prozess gewinne. Sonst ist mir das - auch bei Bewilligung von PKH - zu gefährlich. Wie du selbst weißt, musst du im Unterliegensfalle die Anwaltsgebühren zahlen, wenn du wieder in Lohn und Brot stehst. Das versuchen die vier Jahre lang. Hab das selbst erlebt. Ich wurde einmal im Jahr - meist zum Jahresende - angeschrieben und musste meine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen. Irgendwann hatte ich dann Geld und musste die bewilligte PKH komplett zurückzahlen. :eek:

Mein Rat: Wenn die Erfolgsaussichten einer Klage nicht gut stehen, dann probier`s ohne Anwalt. Dann kann - zumindest finanziell gesehen -nichts schiefgehen. :icon_smile:

Schreib, wie die Geschichte mit dem falsus procurator ausgegangen ist. Bin gespannt, welche Ausrede der hat.
 

DeluxeAssi

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#38
Eine Vollmacht muss grundsätzlich schriftlich vorliegen und in den Gerichtsakten sein. Ist dies nicht der Fall, dann hat der Anwalt, aber auch der Richter ein Problem.

Der Richter kann während einer Verhandlung davon ausgehen, dass eine Vollmacht vorliegt, aber sofern diese nicht bei Urteilsfindung schriftlich in den Akten ist, dann ist das Urteil wegen Verfahrensfehler in die Tonne zu treten.

Es lebe die deutsche Gründlichkeit :biggrin:
 

rechtspfleger

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#40
Nach dieser Vorschrift können aber nur aus formalen Gründen nicht zur Vertretung befugte Bevollmächtigte zurückgewiesen werden. Ein nicht ordnungsgemäß bevollmächtigter Rechtsanwalt fällt nicht darunter.
 

teddybear

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#42
Nach dieser Vorschrift können aber nur aus formalen Gründen nicht zur Vertretung befugte Bevollmächtigte zurückgewiesen werden. Ein nicht ordnungsgemäß bevollmächtigter Rechtsanwalt fällt nicht darunter.
Das ist doch Wortklauberei. Ob nun der Nichtbevollmächtigte ein Olli Kahn ist oder Herr Rechtsanwalt Troll. Nicht bevollmächtigt ist nicht bevollmächtigt! Beide haben hier die gleichen Rechte, nämlich gar KEINE!

DooNaBae Hatte übrigens auch mal 95 so einen Troll von Anwalt. Sollte mich in einer Mietsache vertreten. Hatte sich die Deckungszusage meiner Versicherung erstmal eingekrallt und meinte dann ganz Frech im Gespräch, dass er sich wegen 200 € nicht am Gericht anstellt. Der Typ versuchte dann über meine Rechtschutzversicherung abzurechnen allerdings hatte ich meiner Rechtschutz schon zuvor gesagt, dass die den Typen nicht bezahlen sollen. :biggrin:

Der schickte dann seine Rechung an mich und ich schrieb ihm zurück, dass ich von ihm lediglich nur die Auskunft erhielt, dass er sich für 200 € nicht am Gericht anstelle. Für diese "Auskunft" kann er nicht ernsthaft erwarten, dass er auch nur einen müden Cent von mir sehen wird und, wenn er meint, dass ich ihm Geld schulde er mich ja auch gern verklagen könnte. Ich wies ihn dann gleich daraufhin, dass, wenn er warum auch immer "Recht" bekäme, er sich ganz hinten bei meinen Gläubigern anstellen dürfte. Leider bin ich krank und arbeitslos, so dass er sich ja sicher jetzt schon ausmalen dürfte, dass für ihn außer Spesen nichts bei rumkommen dürfte.


Natürlich hat Troll nicht gegen mich geklagt!
 

DeluxeAssi

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#43
Fakt ist, wenn der Anwalt nicht die schriftliche original Vollmacht dem Gericht vorlegen kann, dann können die verhandeln was sie wollen....könnten aber dann auch alles der Parkuhr vortragen, denn ohne Mandanten kein Kläger und somit ein Haufen Arbeit für den Anwalt, das Gericht und alles für nüschts.

Die Te sollte sich überlegen, ob Sie die Klage machen will oder nicht und dann entsprechend handeln, aber auf jeden fall dem Anwalt klarmachen, dass es so nicht geht.
 

rechtspfleger

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#44
Das ist doch Wortklauberei. Ob nun der Nichtbevollmächtigte ein Olli Kahn ist oder Herr Rechtsanwalt Troll. Nicht bevollmächtigt ist nicht bevollmächtigt! Beide haben hier die gleichen Rechte, nämlich gar KEINE!
Nein, das ist kein Wortklauberei. ;-) Fällt unter "is' so". Man braucht allerdings auch kein Problem daraus zu machen, sich eines Rechtsanwalts zu "entledigen", da dies mittels Anzeige an das Gericht, dass Rechtsanwalt Sowieso keine Vollmacht mehr hat/hatte möglich ist.
 

micato

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#45
Anwalt das Mandat entziehen und Klage vorm SG zurückziehen.
VORSICHT: Den Fehler habe ich auch gemacht. Mein Anwalt hat 4 Klagen eingereicht (gegen die Grundsicherungsleistungen als solches) und plötzlich das Mandat gekündigt. Da ich bisher keine PKH-Anträge gestellt habe und laut Aussage SG keine Aussicht auf Erfolg und somit Ablehnung einer PKH folgt, solle ich die Klagen zurückziehen. Niemand hat mich aber darauf hingewiesen, dass der Anwalt eine Abrechnung schicken darf für seine bisherige Tätigkeit. Inzwischen droht der Anwalt mit Klage gegen mich und ich muss einen Anwalt für eine Gegenklage suchen!
Also: Klagen laufen lassen und ggf. PKH-Anträge stellen (geht auch nach Eingang Klageschrift)
 

DeluxeAssi

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#46
VORSICHT: Den Fehler habe ich auch gemacht. Mein Anwalt hat 4 Klagen eingereicht (gegen die Grundsicherungsleistungen als solches) und plötzlich das Mandat gekündigt. Da ich bisher keine PKH-Anträge gestellt habe und laut Aussage SG keine Aussicht auf Erfolg und somit Ablehnung einer PKH folgt, solle ich die Klagen zurückziehen. Niemand hat mich aber darauf hingewiesen, dass der Anwalt eine Abrechnung schicken darf für seine bisherige Tätigkeit. Inzwischen droht der Anwalt mit Klage gegen mich und ich muss einen Anwalt für eine Gegenklage suchen!
Also: Klagen laufen lassen und ggf. PKH-Anträge stellen (geht auch nach Eingang Klageschrift)
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man einfach ein Gespräch mit dem Anwalt führen sollte. Sprechenden soll geholfen werden können.
 

DooNaBae

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#47
Gerade mit der Anwaltskanzlei telefoniert, mein Anwalt ist im Urlaub. (Naja die haben ja noch was vom Leben.)
Soll heute abend nochmal anrufen, aber der Mann klang schon nicht gut.
Denke da werden auf jeden Fall Kosten auf mir sitzen bleiben, wenn ich die Anklage zurückziehen lasse.
Ich habe die Berechnung der Krankenkasse nochmal gecheckt und komme immer mehr zum Entschluss, das sie doch richtig gerechnet haben.
Heisst, den Prozess, wenn ich ihn durchziehe verliere ich wahrscheinlich.
Warum der Anwalt das nicht sieht, ist mir schleierhaft.
Naja die wollen Kohle machen, aber doch nicht so.

Mal heute abend nochmal anrufen, und nachfragen, wieviel ich bezahlen muss, bei Rückziehung de Klage.

Schriftverkehr lag so bei ~5-6 Briefe.
Jedenfalls eine Schweinerei, wenn man ohne Rücksprache eine Klage einreicht.

Angenommen, ich würde die Vollmacht und die PKH unterschreiben oder wird das Gericht PKH gesondert handhaben, ALG 2 Empfänger sollte den auch klar sein, das Sie kein Rechtsanwalt bezahlen können.
Das Gericht die Klage aber dann abweisst, muss ich die Kosten dann für den Rechtsanwalt trotzdem zahlen?

Was auch komisch ist, angeblich wurde der Gutschein vom Amtsgericht auch noch nicht abgerechnet, lt. Telefonat.
 

DeluxeAssi

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#48
Gerade mit der Anwaltskanzlei telefoniert, mein Anwalt ist im Urlaub. (Naja die haben ja noch was vom Leben.)
Soll heute abend nochmal anrufen, aber der Mann klang schon nicht gut.
Denke da werden auf jeden Fall Kosten auf mir sitzen bleiben, wenn ich die Anklage zurückziehen lasse.
Ich habe die Berechnung der Krankenkasse nochmal gecheckt und komme immer mehr zum Entschluss, das sie doch richtig gerechnet haben.
Heisst, den Prozess, wenn ich ihn durchziehe verliere ich wahrscheinlich.
Warum der Anwalt das nicht sieht, ist mir schleierhaft.
Naja die wollen Kohle machen, aber doch nicht so.

Mal heute abend nochmal anrufen, und nachfragen, wieviel ich bezahlen muss, bei Rückziehung de Klage.

Schriftverkehr lag so bei ~5-6 Briefe.
Jedenfalls eine Schweinerei, wenn man ohne Rücksprache eine Klage einreicht.

Angenommen, ich würde die Vollmacht und die PKH unterschreiben oder wird das Gericht PKH gesondert handhaben, ALG 2 Empfänger sollte den auch klar sein, das Sie kein Rechtsanwalt bezahlen können.
Das Gericht die Klage aber dann abweisst, muss ich die Kosten dann für den Rechtsanwalt trotzdem zahlen?

Was auch komisch ist, angeblich wurde der Gutschein vom Amtsgericht auch noch nicht abgerechnet, lt. Telefonat.

Rufe doch bitte mal bei der Anwaltskammer an die für deinen Bereich zuständig ist und schildere denen den Fall. Ich persönlich würde dem Anwalt nichts zahlen, sofern er zur Klageerhebung nicht beauftragt war. Auch die anderen kosten würde ich zurückweisen, denn eines sollte klar sein, er hat Dich nicht über die kosten aufgeklärt und auch nicht darüber, dass er Klage einreichen wird.

Zudem ist er verpflichtet wirtschaftlich zu arbeiten. Also wenn schon vermutet werden kann, dass die Kosten eines Verfahrens nicht dem Streitwert übersteigen. Sollte dies der Fall sein, muss derMandant explizit hierauf hingewiesen werden. Zudem kennt der Anwalt deine wirtschaftliche Lage.

Also bitte nicht in Bittstellung gehen und fragen was muss ich bezahlen, sondern klarstellen, dass Du nichts bezahlen wirst. Ruf wirklich mal bei der Anwaltskammer an, die mögen so was auch nicht gerne und es gibt auch eine Schlichtungsstelle für so was
 

DooNaBae

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#49
So, heute eine Email nach der Anwaltskammer geschickt um Bitte, wie ich vorzugehen habe.
Der vertrettende Anwalt droht jetzt, wenn ich die PKH nicht ausfülle, werde ich mit den Kosten belangt.
Habe nun eine Email geschrieben nach dem Anwalt, das ich weder von zusätzliche Kosten vorab informiert wurde, noch eine Klage zugewilligt habe, da ich vorher gar nicht gefragt worden bin, ob wir Klagen sollen.
Es wurde auch diesmal nur von eine Ausfüllung des PKH Antrages gesprochen, die Vollmacht wurde nicht erwähnt, das ich die Ausfüllen soll.


Und mein Sachverhalt dann nochmal an die Anwaltskammer.
 
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