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Antwort auf die Beschwerde bez. des Datenschutzes Arge Rhein-Sieg

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Ich habe mich ja über die Abarbeitung der "Kunden" bei der ARGE Rhein-Sieg in Sankt Augustin beim Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Nordrhein-Westfalen beschwert.

(Dort werden die "Kunden" an einer Theke zeitgleich abgearbeitet, dass der eine "Kunde" alles vom anderen "Kunden" mitbekommt.)

Hier nun die wiedereinmal etwas unbefriedigende Antwort:


Sehr geehrter Herr XXXXXXXXXXXXXX,

die Geschäftsleitung der ARGE Rhein-Sieg hat zwischenzeitlich auf mein Auskunftsersuchen geantwortet und folgendes mitgeteilt:

Die von Ihnen angesprochene Theke sei die Anlaufstelle für die Anmeldung zu einem Termin und zur Anliegensnennung. Sie diene der Kundensteuerung und nicht der Durchführung von Beratungsgesprächen.
Beratungsgespräche würden regelmäßig in Einzelbüros durchgeführt. Gleichwohl ließe es sich nicht verhindern, dass in Einzelfällen die Kunden in der Anlaufstelle bereits sehr offen und intensiv ihr Anliegen
detailliert vortragen würden. Ein Mithören wäre in diesen Fällen nicht zu vermeiden. Es sei allerdings vorgesehen, dass in der Anlaufstelle eine zusätzliche Trennwand zur Lärmreduzierung aufgestellt werde.
Dies führe dann auch zu einer Erhöhung der Diskretion.

Ich hoffe, dass mit dieser Maßnahme Ihrem Anliegen zukünftig entsprochen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag"


Abgesehen davon, dass in der ARGE Rhein-Sieg in Sankt Augustin keine Beratungen durchgeführt werden, sind jetzt anscheinend die "Kunden" die Verletzung des Datenschutzes schuld, da sie ja allzu offen über ihre Anliegen quatschen.

Wieder einmal geile Äußerungen durch die ARGE...

Ich habe natürlich geantwortet und darum gebeten, sich nicht derartig abspeisen zu lassen, zumal die ARGE ja eine Verletzung des Datenschutzes zugibt.

Gruß

pelz
 

Mario Nette

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#2
Mein damaliger zuständiger Datenschutzbeauftragte kam zumindest noch auf die Idee, separate Besprechungszimmer offensichtlich zu machen. Dem ist die ARGE natürlich nicht nachgekommen. Davon ab gab es aber bei der ARGE nicht nur die recht offene Theke, sondern auch Großraumbüros für die "Beratung" Wird es sicherlich immer noch geben.

Mario Nette
 
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  Th.Starter/in  
#4
Was ich allerdings sehr schade finde, ist, dass dieser Zustand anscheinend ziemlich allen egal zu sein scheint.

Wäre schön, wenn sich noch andere über solche Zustände beschweren könnten.
 

Ripley

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#5
Egal ist es mir nicht, aber ich glaube, dass die ARGE in Sankt Augustin mit dieser "Nichtberatungstendenz" kein Einzelfall ist. Meiner Meinung nach kommen auch noch gezielte Desinformation, Lange-Bank-Strategien und Methoden aus der Psycho-Folterkammer hinzu. Ich habe das alles hinter mir und dabei erkannt, dass die armen Wichte an den Schreibtischen letzlich nur das umsetzen, was die Oberdurchlaucht befiehlt.

Und seine Excellence sind jetzt bei mir fällig. Ich werde dem Geschäftsführer hübsch in die Parade fahren. Das kriegt der nicht mehr aus der Akte. Dafür habe ich aber fast ein Jahr gebraucht und währenddessen Ruhe bewahren müssen. Ich werde die Ergebnisse demnächst hier mal posten, im Moment ist es noch nicht soweit. :cool:
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#6
Sorry, meinte eigentlich den Datenschutz. Wegen der Beratung... nun ja, das dürfte klar sein, dass die zumeist nicht vorhanden ist.

Ich finde es halt schade, wie gleichgültig der meisten sind, wenn es um deren Rechte und so kleine Dinge wie Demokratie usw. geht.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#7
Was ich allerdings sehr schade finde, ist, dass dieser Zustand anscheinend ziemlich allen egal zu sein scheint.

Wäre schön, wenn sich noch andere über solche Zustände beschweren könnten.
Ich konnte selbst schon miterleben, wie „Kunden“ an der Arge-Theke einfache Fragen, für die ein knappes „Ja“ bzw. „Nein“ gereicht hätte, mit einem Vortrag über privateste Dinge beantworteten. Ich meine, vielen Leuten ist nicht einmal bewusst, was sie da gerade tun.

Die absolute Krönung war, als sich mehrere Kunden mit ihren Anträgen und Unterlagen an den SD wandten, der sich sichtlich wichtig vorkam und die Sachen genüsslich und eingehend studierte. Helfen konnte/durfte er natürlich nicht und auch diese „Kunden“ mussten sich anschließend in die Warteschlange einreihen…
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#8
Ich musste bisher nahezu jedes Anliegen dort an der Theke bearbeiten lassen.

Allein die Unterzeichnung von zwei Mietverträgen wurden bei einem Sachbearbeiter hinten vorgenommen. Alles andere musste ich z. B. vorne an der Theke klären.

Wie man das machen soll, ohne Fakten zu nennen, soll mir die ARGE dann mal erklären. Aber die ARGE erklärt ja nicht.

Ich bin sogar aufgefordert worden, als ich einfach nur Widerspruch einlegen wollte, diesen an der Theke mit Argumenten auszuformulieren. Der guten Dame war noch nichtmals klar, dass ein Widerspruch keiner Begründung bedarf.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#9
Ich musste bisher nahezu jedes Anliegen dort an der Theke bearbeiten lassen...
4. Mangelnde Diskretion in den ARGEn

Eine Reihe von Beschwerden betrafen die Einhaltung der Diskretion in den ARGEn. In vielen Fällen fand die Antragsannahme in Großraumbüros statt. Schutzwürdige Sachverhalte, die am Nachbartisch behandelt wurden, konnten mitgehört werden. Da dieser Zustand nicht hinnehmbar war, hat die BA nochmals darauf hingewiesen, dass durch Hinweisschilder deutlich gemacht werden muss, dass jeder Betroffene die Möglichkeit einer Beratung in einem Einzelzimmer hat. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird durch die Landesbeauftragten für den Datenschutz kontrolliert.
Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Bundesagentur für Arbeit - Arbeitslosengeld II
 
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  Th.Starter/in  
#10
Na, dann Respekt für die superbe Durchführung!

Habe weder jemals eine Beratung erlebt, noch ein Schild gesehen.
 
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