Antriebslosigkeit (1 Betrachter)

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Corpse76

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Guten Abend!

Kurz zu meiner Person/Situation:

Ich bin 20 Jahre alt, lebe mit meiner Freundin und unserem Sohn (3 Monate) in einer 3-Zimmer Wohnung.
Meine Ausbildung habe ich letztes Jahr im November kurz vor Abschluss durch unglückliche Umstände verloren.
Meine Freundin hatte auch ihre Ausbildung abbrechen müssen (klingt jetzt etwas komisch alles, aber ist zu lang und zu persönlich um das hier so offen zu erzählen.)

So, nun sind wir seit einem halben Jahr also eine "Bedarfsgemeinschaft".
Ich habe in der Zeit der Schwangerschaft meiner Freundin insgesamt 2 400-Euro-Jobs (nicht parallel, nacheinander) verübt- nachdem unser Sohn auf die Welt gekommen ist bin ich nun aber wieder ohne Arbeit, da wir ein sehr junges Paar sind und somit am Anfang sehr überfordert mit der Situation waren.

Nun habe ich mit meinem Arbeitsvermittler (der Anfangs sehr verständnisvoll darauf reagiert hatte das wir das erstmal zu 2t meistern wollen und uns damit arrangieren müssen) ausgemacht, ich würde mich auf eigene Faust auf die Suche nach geeigneten Stellen für mich machen. Erstmal auf Teilzeit.

So, nach diesem Monat "Eingewöhnungsphase", und 2 Monaten Jobsuche steh ich immernoch ohne da.
So langsam kommt in mir diese berühmtberüchtigte "Lustlosigkeit" bzw Antriebslosigkeit auf.

Das äußert sich so:

- Ich stehe morgens auf, nehme mir 1000 Dinge vor- am Ende des Tages ist trotzdem die Hälfte liegen geblieben.
- Ich bin den ganzen Tag mehr oder weniger Müde, vielleicht ist aber Müde das falsche Wort dafür, es fühlt sich einfach verdammt mies an.
- Alltägliches wie Abspülen, Wäsche waschen etc. geht immer mehr vor die Hunde durch diese Lustlosigkeit. (Klar wird mindestens alle 2 Tage besagtes gemacht, aber eigentlich hat man ja den ganzen Tag Zeit und sollte das nicht vor sich hinschieben müssen.)

Ich habe einfach das Gefühl das es ein wenig mit meiner Lebensfreude dahingeht durch diesen tristen und trostlosen Alltag. Denn auch der 3-Monate alte Sohn ist noch nicht in der Lage da richtig Action rein zu bringen :/

Meine Frage zu dem ganzen ist:
Kennt ihr dieses Gefühl? Und- was macht ihr dagegen das so Alltägliches wie Abspülen, Wäsche waschen und und und nicht einfach liegenbleiben, sondern das man morgens aufsteht sich motiviert und den Tag nicht verschwendet?

Danke schonmal für eure Antworten!!
 

sonne26

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Eine Tagesstruktur erarbeiten ist sehr hilfreich.

Grüße
Sonne26
 
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Wie ist es mit Sport :biggrin:
Einfach Früh mal eine Stunde laufen gehen,macht den Kopf frei und ist gut gegen dem inneren Schweinehund. :icon_daumen:

Warum nicht doch die Ausbildung beenden,vielleicht gibt es eine Möglichkeit.:icon_kinn:
 
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gast_

Gast
So langsam kommt in mir diese berühmtberüchtigte "Lustlosigkeit" bzw Antriebslosigkeit auf.
Dann mach dir mal klar, daß du das Privileg hast, zu Hause sein zu dürfen, viel Kontakt zu deinem Kind haben kannst.
Das können berufstätige Väter nicht.

- Ich stehe morgens auf, nehme mir 1000 Dinge vor- am Ende des Tages ist trotzdem die Hälfte liegen geblieben.
Mach dir am Tag vorher einen Zettel, was am nächsten Tag zu tun ist ...

- Ich bin den ganzen Tag mehr oder weniger Müde, vielleicht ist aber Müde das falsche Wort dafür, es fühlt sich einfach verdammt mies an.
Dann sprich mit deinem Arzt...
- Alltägliches wie Abspülen, Wäsche waschen etc. geht immer mehr vor die Hunde durch diese Lustlosigkeit. (Klar wird mindestens alle 2 Tage besagtes gemacht, aber eigentlich hat man ja den ganzen Tag Zeit und sollte das nicht vor sich hinschieben müssen.)
Naja, dem Abwasch tuts nicht weh, wenn er mal etwas aufs Abwaschen warten muß :biggrin:
Den laß ich heute auch gern mal etwas stehen, wenn mir anderes wichtiger ist.

Ich habe einfach das Gefühl das es ein wenig mit meiner Lebensfreude dahingeht durch diesen tristen und trostlosen Alltag.
Das hört sich nicht gut an...

Denn auch der 3-Monate alte Sohn ist noch nicht in der Lage da richtig Action rein zu bringen :/
Naja: Da mußt du aktiv werden: Stell nen Antrag auf Leistung und Teilhabe und geh mit deinem Kind zum Babyschwimmen...das tut euch beiden gut.



Meine Frage zu dem ganzen ist:
Kennt ihr dieses Gefühl?
Sagen wir so: Ich kenne es, mal den Abwasch nicht machen zu wollen - aber ich weiß von Depressiven, die es nur unregelmäßig schaffen.

Man muß sich mal fragen: Kann ich nicht oder will ich nicht?

Wenn du bei vielen Kleinigkeiten meinst du willst eigentlich und kannst es nicht, solltest du zum Arzt gehen...

Und- was macht ihr dagegen das so Alltägliches wie Abspülen, Wäsche waschen und und und nicht einfach liegenbleiben, sondern das man morgens aufsteht sich motiviert und den Tag nicht verschwendet?
Ich hab mir Dinge gesucht, die mir Freude machen. Das motiviert.
Hätte ich ein kleines Kind und solche Gefühle wie du wüßte ich, daß ich depressiv bin, denn für mich gibt es nix Schöneres als sich um so einen Wurm kümmern zu können
 
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@Corpse76

... das hört sich aber gar nicht gut an!
Auch ich denke, dass Du Dich gerade auf dem Weg in eine Depression befindest.

Depression ist nicht nur eine 'Stimmungsschwankung', es ist eine ernst zu nehmende Einschränkung ('Krankheit').

Du bist zu jung, um Dich dieser Entwicklung zu 'überlassen'.

Such Dir bitte proffesionelle Hilfe!
Geh zu Deinem Hausartzt und lass Dir eine Verordnung für psychotherapeutische Begleitung geben!

Psychotherapie ist NICHT = Psychiater!!!! (heißt: suche Dir keinen Psychiater!)

Die Suche nach einer geeignetenen Begleitung (Psychotherapeut) kann dornig sein, die Chemie muss stimmen und für den von Dir gezeugten neuen Erdenbürger, für den Du sorgen möchtest, braucht es jetzt einen VATER. Das zählt jetzt (auch)!

Mehr kann ich Dir leider nicht schreiben.
P.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28343

Gast
Denn auch der 3-Monate alte Sohn ist noch nicht in der Lage da richtig Action rein zu bringen :/
Werde du der Sinn des Lebens für deinen Jungen. Nicht er sollte dir Action geben, eher du ihm.

Und- was macht ihr dagegen das so Alltägliches wie Abspülen, Wäsche waschen und und und nicht einfach liegenbleiben, sondern das man morgens aufsteht sich motiviert und den Tag nicht verschwendet?
Ich lasse den Abwasch Abwasch sein, wenn ich mich nicht aufraffen kann oder keine Lust habe. Ist ja nicht so, dass er sich stapelt, wenn er mal 2 Tage steht. Wäsche wasche ich, wenn es notwendig ist und die Maschine voll wird. Manchmal, wenn ich keine Lust habe und sich viel gesammelt hat, lege ich einen Waschtag ein und wasche alles mit einmal weg.
_______________________________

Das alles ist für mich normal und kein Anzeichen für irgendwas Krankes. Bedenklich fände ich eher, wenn der Anblick meines Kind mir keine Freude mehr bereiten würde. Ein Kind ist etwas so Wunderbares, da geht mir einfach das Herz auf.
 

Baerbel2012

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man muß sich etwas vornehmen

versuch doch Spielzeug aus Holz zu basteln für den Kleinen :icon_pause:
 
G

gast_

Gast
Werde du der Sinn des Lebens für deinen Jungen. Nicht er sollte dir Action geben, eher du ihm.
Gut gesagt :)


Das alles ist für mich normal und kein Anzeichen für irgendwas Krankes.
Das hab ich mal dem med. Dienst geschrieben: Jedes Beispiel (das ich in dem Schreiben geschildert habe) für sich ist nichts Krankhaftes - aber zusammengenommen sieht es anders aus.

Später diagnostizierten die Ärzte bei dem betreffenden unter anderem Depressionen.

Übrigens: Auch der med. Dienst sah es wie ich und die Sperre wurde aufgehoben.

Bedenklich fände ich eher, wenn der Anblick meines Kind mir keine Freude mehr bereiten würde. Ein Kind ist etwas so Wunderbares, da geht mir einfach das Herz auf.
Richtig - genau das gäbe mir sofort zu denken.
 
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