"Antragsstellungsfrist" Reisekostenübernahme

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lautenbach

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Ist etwas derartiges irgendwo festgeschrieben?

Habe nämlich heute bzw. gestern (Freitag) leider etwas kurzfristig eine Einladung zum Vorstellungsgespräch (kommende Woche Dienstag) zugestellt bekommen. Die Postfrau kommt hier wie jeden Tag eigentlich auch erst gegen High Noon vorbei, weswegen ich mir dann auch nach Öffnen und Lesen des Briefes die Fahrt zur nunmehr bereits geschlossenen Arbeitsagentur gespart habe.

Stellt sich nun die Frage, ob ich mir mit dem doch relativ knappen Zeitraum von 2 Tagen (Antragsstellung Montag früh) überhaupt noch Hoffnungen auf einen rechtzeitig bewilligten Antrag auf Reisekostenübernahme machen kann?
Und wie hat man sich den anschließenden Vorgang eigentlich vorzustellen? In meinem Fall wäre das Hin- und Rückfahrt per DB-Holzklasse, bekommt man da so eine Buchungs-/Reservierungsbestätigung mit entsprechender Auftragsnummer überreicht, die man dann am Ticket-Automaten unter Angabe bzw. Eingabe der Auftragsnummer gegen die entsprechende Fahrkarte eintauscht?
Oder läuft das ganz anders, sprich z.B. über Nachweis der dann eben erstmal aus eigener Tasche bezahlten Fahrkarte und dem darauf vermerkten Preis?

Fragen über Fragen, ich hoffe, jemand kann sich erbarmen.

Danke schonmal im voraus,
lb
 

ladydi12

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Hallo lautenbach,

in der Regel läuft es so, daß du vor Reiseantritt den Antrag auf Reisekosten stellst. Du hast ja von der Firma, bei der du dich vorstellen sollst, sicher schriftlich daß du am Dienstag dort erscheinen sollst. Ergo gehst du am Montag zum Amt mit dem Einladungsschreiben der Firma und stellst dort deinen Antrag. In der Regel erhälst du direkt vom Amt auch die Fahrkarte ausgehändigt. Mache denen allerdings klar, daß du die Fahrkarte nicht vorstrecken kannst. Zusatzkosten, wie Buskarten etc. mußt du allerdings vorstrecken, bekommst sie allerdings bei Rückgabe des Antrages zurückerstattet. Der Arbeitgeber füllt für diesen Antrag ebenfalls eine Bescheinigung aus, daß du auch zum Termin erschienen bist. Für das Amt ist das wichtig wegen der Abrechnung.

Übrigens: Recht herzlich willkommen im Forum


meint ladydi12
 

pinguin

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In der Regel erhälst du direkt vom Amt auch die Fahrkarte ausgehändigt. Mache denen allerdings klar, daß du die Fahrkarte nicht vorstrecken kannst.
Ich glaube nicht, daß das Amt hier innerhalb weniger Tage reagiert; bei mir haben sie über 2 Monate gebraucht, um die Kosten für einen Fahrschein zu erstatten, der durch einen vom Amt vergebenen Termin bedingt war. Da war das Urteil vom BSG schon durch.

Die Fahrkosten zu Vorstellungsgesprächen, oder wie auch immer, die im Nahumfeld stattfinden, kann ein ALG 2 - Empfänger sicherlich vorstrecken, doch bei allem, was weiter weg ist, noch dazu vielleicht in einem anderen Bundesland, ist es schon nicht mehr realistisch.

Trotz Bahncard wäre es mir beispielsweise nicht möglich, mal eben, wenn denn so ein Vorstellungsgespräch dort zustande käme, 50 Euro oder mehr vorzustrecken; ist schlicht nicht. Zumal man bei der Bahn die günstigsten Tarife bis etwa 3 Wochen vor Fahrtantritt bekommt. Aber selbst dann würde eine Fahrt von Berlin nach Düsseldorf, (als Beispiel), noch immer etwa 80 Euro für Hin- und Rückfahrt kosten; damit habe ich dann aber auch schon den maximal möglichen Sparpreis. Kurzfristige Termine, quasi von heute auf morgen, würden obigen Fahrpreis in meinem Fall glatt mindestens verdoppeln; Leute ohne Bahncard müssten nochmal ein Viertel draufpacken. Alles dabei 2. Klasse.

Für ALG 2-Empfänger per Vorauskasse nicht realistisch.

ciao
pinguin
 

lautenbach

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Besten Dank nochmal.
Kaum zu glauben, das es bei dieser Angelegenheit so schnell und unkompliziert vonstatten gehen sollte, das kenne ich von unserer geschätzten Agentur aber auch anders.

Bin da dementsprechend doch noch etwas skeptisch, aber im Endeffekt komme ich nun nicht darum, es zumindest zu versuchen. Wenn's nicht klappt, wären das dann übrigens so ungefähr, über den Daumen gepeilte 40 Euronen, die ich dann wohl aus eigener Kasse berappen müßte. Und das wohlgemerkt als Nicht-Leistungsempfänger (weder ALG I noch II).
Mmmh... eigentlich müßten doch gerade dadurch meine Chancen auf eine problem- und verzugslose Bewilligung um ein Vielfaches steigen(?).
 

Scholla

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Wenn's nicht klappt, wären das dann übrigens so ungefähr, über den Daumen gepeilte 40 Euronen, die ich dann wohl aus eigener Kasse berappen müßte.

Die 40 Euronen hast du natürlich nicht und kannst nicht zum Vorstellungstermin erscheinen, wenn du die Fahrkarte nicht bekommst.
Ich bekam einmal eine Einladung am Donnerstag zum Vorstellungsgespräch Montag früh und um pünktlich dort erscheinen zu können, musste ich sogar in einem Hotel übernachten.
Mein Antrag wurde schnell und zügig noch am Freitagmorgen bearbeitet, ich wurde mit einem Zettel zum Reisebüro geschickt, die mir die Fahrkarte ausstellten und dann mit der ARGE abgerechnet haben. Die Hotelkosten bekam ich ohne Probleme im nachhinein erstattet.

Viel Glück

Grüße
 

lautenbach

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Übrigens ist die Regel, also die Möglichkeit mit der vorher ausgestellten Fahrkarte leider nicht eingetreten. Ob das jetzt aufgrund des knappen Zeitrahmens so gehandhabt wurde konnte oder wollte man mir nicht extra noch darlegen, sprich, ich habe nur besagten Antrag gestellt/überreicht bekommen, am darauf folgenden Tag die Reisekosten notgedrungenermaßen selbst getragen, den potentiellen Arbeitgeber nach dem Gespräch gegenzeichnen lassen und das ausgefüllte Pamphlet nach Rückkehr wieder bei der Agentur eingereicht.

Schau'n mer mal.
 

pinguin

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Übrigens ist die Regel, also die Möglichkeit mit der vorher ausgestellten Fahrkarte leider nicht eingetreten.
Nun, daß das die Regel wäre, bezweifle ich doch stzark, höchstens eine Ausnahme. Deine Erfahrung, die Du jetzt gemacht hast, dürfte der Normalfall sein; und dieser Normalfall kommt nur für jene in Betracht, die auch die Mittel haben, dieses Geld vorzustrecken. Für die meisten ALG2-Bezieher scheidet damit eine positive Bewerbung im "Ausland" aus.

ciao
pinguin
 
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