Antrag zurückziehen - was sollte im Schreiben enthalten sein?

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knoffhoff

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Hallo,

nettes Forum hier. Und wie viele andere auch, bin ich durch Google auf euch gestoßen.

Ich will nicht lange rumfackeln und deshalb direkt meine Frage:

Aufgrund eines unfreiwilligen Studienabbruches hatte ich zum 1.10 einen Antrag auf ALG II gestellt. Da ich nun aber wider Erwarten schnell eine neue Beschäftigung finden konnte, würde ich den Antrag gerne wieder zurückziehen ( habe bisher auch keinen Bescheid erhalten, dafür aber einen Termin für ein 6-Wöchiges Bewerbertraining... ).

Nun habe ich häufiger gelesen ein formloses Schreiben reicht aus. Darunter kann ich mir aber leider nichts vorstellen und würde deshalb gerne wissen, was in so einem Schreiben enthalten sein sollte. Über ein Musterschreiben wäre ich mehr als dankbar.

mfg
knoffhoff
 

PandorasBox

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Willkommen und Gleichzeitig Herzlichen Glückwunsch.

Antrag würde ich nicht zurückziehen, warum Geld verschenken????

Du machst eine Veränderungsmitteilung, dass Du wieder Arbeit gefunden hast, wann Du anfängst und dich ab diesem Datum dann vom Bezug abmeldest. Mehr nicht. natürlich noch liebenswerterweise... mit freundlichen Grüßen verabschieden und gut ist.

Berechnen müssen die vom 1.10. bis zur Arbeitsaufnahme bzw Deiner Abmeldung.

Was ich aber noch sagen möchte ist, vielleicht ist dein Gehalt/Lohn ja auch nicht ganz so hoch, sodass du vielleicht zusätzlich ALG II haben musst. Wäre vielleicht mal zu bedenken ob man sich komplett vom Leistungsbezug abmeldet.

LG
 

knoffhoff

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Danke, aber meine Entscheidung den Antrag zurückzuziehen steht mehr oder weniger fest. Zum einen beginnt mein neues Beschäftigungsverhältnis noch in diesem Jahr und das Gehalt dürfte auch über der zulässigen Obergrenze liegen, zum anderen wäre das Geld nicht wirklich geschenkt, da ich zuvor noch die 6 Wochen Bewerbertraining ableisten müsste. Die Zeit kann ich deutlich sinnvoller nutzen und ich möchte mich auch nicht länger mit der ARGE herumschlagen als nötig. Die letzten 2 Monate haben mir persönlich schon gereicht ( mein Respekt gegenüber Leuten, die das über Jahre ertragen müssen ist deutlich gestiegen ).

Über ein Musterschreiben würde ich mich nach wie vor freuen.

Mein bisheriges Schreiben "Hiermit ziehe ich meinen Antrag auf ALG II zurück. Knuffipuffi Kunterbunt, lieber Sachbearbeiter bleib gesund!", wage ich so nicht wirklich abzuschicken...

mfg
knoffhoff
 

nordlicht22

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hast Du daran gedacht versichert zu sein?


Ansonsten mach einen formlosen Brief fertig.

Sehr ge.... und Herren,

hiermit ziehe ich meinen Antrag vom zurück wegen Arbeitsaufnahme am xxxx. Ich bitte um eine schriftliche Bestätigung.

MfG

Was Du da vor hast ist eher selten. Vielleicht wäre es sinnvoll erst einmal einige Seiten im Inet dazu zu lesen. Ich kann mir vorstellen das die vom Amt auf blöde Gedanken kommen. Niemand verzichtet freiwillig auf Geld und wer das macht hat was zu verbergen - wenn die so denken könntest Du Probleme bekommen. Muss nicht sein, aber ich bin inzwischen so Misstrauische den gegenüber.
 

knoffhoff

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Danke erstmal für die Antwort.

Ja, an die Versicherung habe ich bereits gedacht und da wäre auch schon alles geregelt.

Aber wieso sollte die ARGE meine Entscheidung hinterfragen wollen? Sind die nicht eher froh, dass ich "dem Staat nicht länger auf der Tasche liege"? Was auch gleichzeitig als Begründung für meinen Rückzug ausreichen sollte, selbst wenn's nicht stimmt.
Das hat zumindest meine Suche im Internet bestätigt, dass ich bei Rückzug meines Antrags keine Rechenschaft schuldig bin - auch wenn die ARGE das Gegenteil behauptet.

mfg
knoffhoff
 
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nahkämpfer

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Der arme Sb, nun verliert er noch einen Kunden.
Kannst Du das mit Deinem Gewissen vereinbaren Dich einfach so der Arbeitslosigkeit zu entziehen, denk doch an den Sb , mit Deiner Handlungsweise setzt Du seinen Arbeitsplatz aufs Spiel.
Kannst Du wirklich damit leben? Wolmöglich muss er sich nun arbeitslos melden.
Was sagt Dir Dein Gewissen dazu?

Auch wenn es sich auf dem ersten blick bescheuert anhört, aber was wäre Sb ohne seine Kunden?

An Alle, einfach mal sacken lassen.

nahkämpfer
 

Nur so

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Danke, aber meine Entscheidung den Antrag zurückzuziehen steht mehr oder weniger fest. Zum einen beginnt mein neues Beschäftigungsverhältnis noch in diesem Jahr und das Gehalt dürfte auch über der zulässigen Obergrenze liegen, zum anderen wäre das Geld nicht wirklich geschenkt, da ich zuvor noch die 6 Wochen Bewerbertraining ableisten müsste.

Ich denke das ließe sich verhindern. Zunächst einmal würde ich auf einen Bewilligungsbescheidbescheid bestehen. Ohne einen Bescheid können sie Dich nirgendwo hinschicken. Bis das durch ist, ist der November ummi - wenn nicht gar der Dezember. Und dann gibt es ein Schreiben in dem Du Dich artig bedankst, abmeldest und ihnen sagst das Du auch ohne ihre wertvolle Hilfe Arbeit gefunden hast.

Die Zeit kann ich deutlich sinnvoller nutzen und ich möchte mich auch nicht länger mit der ARGE herumschlagen als nötig. Die letzten 2 Monate haben mir persönlich schon gereicht ( mein Respekt gegenüber Leuten, die das über Jahre ertragen müssen ist deutlich gestiegen ).

Über ein Musterschreiben würde ich mich nach wie vor freuen.

Mein bisheriges Schreiben "Hiermit ziehe ich meinen Antrag auf ALG II zurück. Knuffipuffi Kunterbunt, lieber Sachbearbeiter bleib gesund!", wage ich so nicht wirklich abzuschicken...

mfg
knoffhoff
Tu uns doch den Gefallen und ärger sie ein bisschen. Wir setzen Dir auch jedes Schreiben auf. :icon_lol::icon_lol::icon_twisted::icon_twisted:
 

Napolion Bonaparte

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Über ein Musterschreiben würde ich mich nach wie vor freuen.
Deine
Anschrft​
Arbeitsgemeinschaft für
Beschäftigung und Grundsicherung
12345 Musterstadt

Sachbearbeiter : falls vorhandern
BG-Nummer : falls vorhanden

Datum, xx.xx.xxxx​



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit ziehe ich meinen Antrag auf Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach den Zweiten Buch Sozialgesetzbuch zurück.

Mit freundlichen Grüßen
Das wars und der rest ergibt sich von selbst.
 

knoffhoff

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Ich denke das ließe sich verhindern. Zunächst einmal würde ich auf einen Bewilligungsbescheidbescheid bestehen. Ohne einen Bescheid können sie Dich nirgendwo hinschicken. Bis das durch ist, ist der November ummi - wenn nicht gar der Dezember. Und dann gibt es ein Schreiben in dem Du Dich artig bedankst, abmeldest und ihnen sagst das Du auch ohne ihre wertvolle Hilfe Arbeit gefunden hast.
Tatsache? Denn in meiner Naivität habe ich bereits eine EGV unterschrieben. Wäre ich zur Mitwirkung also erst verpflichtet, wenn ein Bewilligungsbescheid bei mir einflattert?

Das Bewerbertraining ist bereits in vollem Gange und ich hab' auch schon eine erste Androhung auf Sanktion + Aufforderung zur Stellungnahme erhalten. Wie sollte ich in diesem Falle antworten?

mfg
knoffhoff
 

Nur so

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Hier gibt es kompetentere als mich diese Fragen zu beantworten.
Ich hoffe die melden sich dazu auch.

Aber, wenn Du nicht mal einen (positiven) Bewilligungsbescheid hast, wie soll dann gerechtfertigt werden das Du einer Maßnahme oder irgend etwas Folge leisten sollst? Der Bewilligungsbescheid kann ja auch negativ ausfallen. Dann wärest Du gar nicht im ALG II Bezug, könntest also auch an keiner Maßnahme etc. teilnehmen.

Also, zuerst einmal mußt Du einen positiven Bewilligungsbescheid in Händen haben.

Tatsache? Denn in meiner Naivität habe ich bereits eine EGV unterschrieben. Wäre ich zur Mitwirkung also erst verpflichtet, wenn ein Bewilligungsbescheid bei mir einflattert?

Ja ist doch logisch, oder?

Das Bewerbertraining ist bereits in vollem Gange und ich hab' auch schon eine erste Androhung auf Sanktion + Aufforderung zur Stellungnahme erhalten. Wie sollte ich in diesem Falle antworten?

Sanktion von was? Du erhältst doch gar nichts und hast auch keine schriftliche Bestätigung das Du was erhalten wirst oder könntest.

mfg
knoffhoff
Trotzdem solltest Du die EGV mal hier einstellen. Finde ich interessant, EGV schon unterschrieben, aber es steht noch gar nicht fest ob Du Leistungen erhältst....

Das ist ja ungefähr so, als würde man irgend einen BürgerIn von der Straße holen und in den Knast stecken. Dann sagt man;so, jetzt schauen wir mal ob gegen die Person irgend was vorliegt. Irgendwie stimmt da die Reihenfolge nicht....:icon_neutral:
 

Doppeloma

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Hallo knoffhoff,

Wäre ich zur Mitwirkung also erst verpflichtet, wenn ein Bewilligungsbescheid bei mir einflattert?
Korrekt, denn eine EGV soll mit JEDEM erwerbsfähigen Hilfebedürftigen abgeschlossen werden, dazu MUSS deine Hilfebedürftigkeit aber erst mal feststehen und DAS ist erst mit dem Bescheid der Fall!

Wir haben auch son Teil zur "Begrüßung" bei der Antragsabgabe bekommen, da steht sogar drin, "dass diese Eingl....bla, bla, erst in Kraft tritt, wenn die Hilfebedürftigkeit mit Bescheid festgestellt wurde..."
Die haben einfach zuviel Papier übrig, bei uns ist das sogar noch interessanter, denn wir sind seit Jahren bescheinigt KRANK, das heißt, noch nicht mal die Erwerbsfähigkeit steht bisher fest (eine EGV ist daher rechtlich noch gar nicht zulässig!!!) :icon_twisted:


Das Bewerbertraining ist bereits in vollem Gange und ich hab' auch schon eine erste Androhung auf Sanktion + Aufforderung zur Stellungnahme erhalten. Wie sollte ich in diesem Falle antworten?
GAR NICHT!!!

Wenn alles geregelt ist, incl. K-Versicherung, dann schick die Abmeldung aus Post 9 (nachweislich!) da hin und FERTIG.

Damit sind ALLE gegenseitigen Ansprüche (auch die aus einer voreiligen EGV) hinfällig :icon_daumen:

Du brauchst dich NICHT dafür rechtfertigen WARUM du auf Staatsknete verzichtest, ob man das beantragt oder darauf verzichtet, wenigstens DAS entscheidet der mündige Bürger noch selber.


MfG Doppeloma
 

Stefan26

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Mal angenommen, knoffhoff meldet sich ab.
Dann könnte es ja theoretisch sein, dass irgendetwas im Leben schief geht und er sich, sagen wir mal, einen Monat später wieder anmeldet.
Hätten die dann wohl ein Recht darauf, die abgegebene EGV wieder "aufleben" zu lassen? Oder hätte die sich aufgrund des Passus "Diese EGV behält grundsätzlich solange ihre Gültigkeit, solange Sie hilfebedürftig sind. Entfällt Ihre Hilfebedürftigkeit sind weder Sie noch der Träger der Grundsicherung an die aufgeführten Rechte und Pflichten weiter gebunden." definitv erledigt?
 

Nur so

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Mal angenommen, knoffhoff meldet sich ab.
Dann könnte es ja theoretisch sein, dass irgendetwas im Leben schief geht und er sich, sagen wir mal, einen Monat später wieder anmeldet.
Hätten die dann wohl ein Recht darauf, die abgegebene EGV wieder "aufleben" zu lassen? Oder hätte die sich aufgrund des Passus "Diese EGV behält grundsätzlich solange ihre Gültigkeit, solange Sie hilfebedürftig sind. Entfällt Ihre Hilfebedürftigkeit sind weder Sie noch der Träger der Grundsicherung an die aufgeführten Rechte und Pflichten weiter gebunden." definitv erledigt?
Dann hat sich alles erledigt.
 

Nur so

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Das Bewerbertraining ist bereits in vollem Gange und ich hab' auch schon eine erste Androhung auf Sanktion + Aufforderung zur Stellungnahme erhalten. Wie sollte ich in diesem Falle antworten?
Würde ich so pauschal nicht sagen. Stell doch mal das Schriftstück hier ein, dann kann man mehr dazu sagen. Auf jeden Fall gibt es einiges dazu zu sagen.

Man könnte z.B. die EGV anfechten, oder oder oder. Ziel wäre ja die Arge mit Widersprüchen etc. ne Weile zu beschäftigen, bis Du Deine Arbeit anfängst. Auch dann muß die Arge nachträglich für die Monate zahlen ab Eingang der Unterlagen.

Das wäre mir die Sache schon wert. Ist sicher ein netter Urlaub der da rausspringt. Und vor allem; DIR STEHT DAS GELD ZU! - nie vergessen, daß ist DEIN GELD welches sie da widerrechtlich festhalten.
 

Stefan26

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dann gibt es neue egv, die kann mit der alten identisch sein muss es aber nicht.
Aber die alte EGV wäre damit nicht mehr gültig. Wenn er dann eine neue vorgelegt bekommt, es beim geplanten neuen Vertragsabschluß aber nicht zu einer einvernehmlichen Einigung kommt, dann stände er ganz ohne gültige EGV da...
 

Napolion Bonaparte

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Aber die alte EGV wäre damit nicht mehr gültig. Wenn er dann eine neue vorgelegt bekommt, es beim geplanten neuen Vertragsabschluß aber nicht zu einer einvernehmlichen Einigung kommt, dann stände er ganz ohne gültige EGV da...
ich verstehe den sinn der frage nicht, aber so ist es. die alte egv wäre nicht mehr gültig. es gibt dann ein neue und die kann (muss aber nicht) mit der alten identisch sein.
 

Stefan26

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Der Sinn der Frage: Ich hab mir überlegt, warum man aus einem beidseits geschlossenen Vertrag über einen Zeitraum von 6 Monaten nicht mehr herauskommt? Beispielsweise gibt es Dinge in meiner eigenen EGV, die ich besser vorher durchlesen hätte sollen. Ich hätte besser auf Abänderung bzw. Entfernen einiger Punkte drängen sollen.

Die Auflösung der EGV ist aber wohl nur möglich, indem sich meine Bedürftigkeit schnell abstellt und der Vertrag damit beendet ist. Sollte ich dann wider Erwartens nochmal in die missliche Lage kommen, Leistungen zu benötigen, dann könnte ich die Details auch neu verhandeln.
 

Napolion Bonaparte

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Die Auflösung der EGV ist aber wohl nur möglich, indem sich meine Bedürftigkeit schnell abstellt und der Vertrag damit beendet ist. Sollte ich dann wider Erwartens nochmal in die missliche Lage kommen, Leistungen zu benötigen, dann könnte ich die Details auch neu verhandeln.
möchten nicht viel ihre bedürftigkeit schnell abstellen :icon_exclaim:

jetzt sollte man nach dem warum möchtest du deine egv andern fragen? womit hast du problem in der egv usw. und ggf. könnte man dann einen vernünftigen weg finden wie man das ändern könnte.

aber das werde ich hier mit dir nicht diskutrien. hier geht es darum wie man einen erstantrag zurück zieht ohne ärger mit der arge zu bekommen, wenn man noch mal eine neuen antrag stellen muss oder möchte:icon_smile:
 
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