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Antrag Wohnungserstausstattung nach 5 Monaten nicht bearbeitet!

zuzum

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Hallo,

bei mir häufen sich die Fragen...
Am 23.02.2011 habe ich einen Antrag auf Wohnungserstaaustattung gestellt, da ich aus einer WG mit meinem Freund zusammen zog und wir im April unser erstes Kind erwarteten.
Ca. eine Woche nach Antragstellung kam ein Herr vorbei und schaute sich die tatsächlich vorhandenen Gegenstände bei mir an (viel war das nicht, da ich Küche und co. mitbenutzt habe).
Daraufhin passierte über 3 Monate lang gar nichts, bis ich mit einer Untätigkeitsklage drohte (was im Endeffekt auch eine Falschinfo war, denn klagen kann man erst nach 6 Monaten). Daraufhin stand am nächsten Tag wieder Außendienstler vor meiner Tür (nun in der neuen Wohnung) und wollten sich umschauen. Das habe ich verweigert, mit der Begründung, dass bereits jemand da war und für mich nicht ersichtlich ist, aus welchem Grund sie meine Räumlichkeiten erneut inspizieren wollen.

Nun liegt es auf der Hand, dass eine 3-köpfige Familie mit Neugeborenem z.B. nicht ohne Küche, Waschmaschine etc. auskommt. In der Zwischenzeit haben wir uns einige Sachen angeschafft. Das Geld wurde aus der Familie vorgestreckt.
Mich würde mal interessieren, ob wir etwas von diesem Geld wiedersehen... Den Mitarbeitern des Jobcenters müsste doch klar sein, dass wir nicht 4 Monate lang auf dem Boden sitzen und Tütensuppen überm Lagerfeuer warm machen können. Die werden sich schon gedacht haben, dass wir uns irgendwie anders beholfen haben. Auf mich wirkt es wie eine Hinauszögerungstaktik, und der erneute unnötige und ungerechfertigte Hausbesuch wie Schikane.

So, vor 1,5 Wochen war ich im Jobcenter, weil ich noch ein anderes Problem klären musste, und habe eher zufällig erfahren, dass intern seit geraumer Zeit (nach 2. Hausbesuch) eine Ablehnung vorliegt. Ich habe noch nichts schriftlich bekommen, und befürchte, dass das wieder eine Taktik ist mir das Schreiben z.B. am 15.08 mit dem Datum des 15.07 zukommen zu lassen, sodass die Widerspruchsfrist bereits verstrichen sein wird. Was kann ich in so einem Fall machen?

Naja, wenn die sich noch 4 Wochen Zeit lassen, kann ich auch endlich klagen... traurig...

Für Antworten und Anregungen bin ich dankbar!
 

gast_

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(was im Endeffekt auch eine Falschinfo war, denn klagen kann man erst nach 6 Monaten).

Da bist du einer Falschinfo aufgesessen!

Nun liegt es auf der Hand, dass eine 3-köpfige Familie mit Neugeborenem z.B. nicht ohne Küche, Waschmaschine etc. auskommt. In der Zwischenzeit haben wir uns einige Sachen angeschafft. Das Geld wurde aus der Familie vorgestreckt.

Fehler...
Hoffentlich gibt es wenigstens Darlehensverträge!


Mich würde mal interessieren, ob wir etwas von diesem Geld wiedersehen...

Ich fürchte nicht, denn du setzt deine Rechte ja nicht durch... bisher jedenfalls - warum soll man da Geld rausrücken? Sparen ist angesagt - bei allen, die ihre Rechte nicht einfordern!

So, vor 1,5 Wochen war ich im Jobcenter, weil ich noch ein anderes Problem klären musste, und habe eher zufällig erfahren, dass intern seit geraumer Zeit (nach 2. Hausbesuch) eine Ablehnung vorliegt.

Und da bestehst du nicht drauf, die sofort ausgehändigt zu bekommen?

Ich habe noch nichts schriftlich bekommen, und befürchte, dass das wieder eine Taktik ist mir das Schreiben z.B. am 15.08 mit dem Datum des 15.07 zukommen zu lassen, sodass die Widerspruchsfrist bereits verstrichen sein wird. Was kann ich in so einem Fall machen?

Den Umschlag aufheben -

Naja, wenn die sich noch 4 Wochen Zeit lassen, kann ich auch endlich klagen... traurig...

Wenn du mittellos bist und sofort etwas brauchst - dann wartet man nicht 6 Monate ab!
- und SOFORT zu einem Fachanwalt für Sozialrecht... Beratungshilfeschein gibt es beim Amtsgericht
 

zuzum

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Beim Anwalt war ich schon. Er wollte von mir die Belege für die Sachen haben, die wir uns angeschafft haben und will das Jobcenter jetzt anschreiben. Darlehensverträge gibt es selbstverständlich auch.
Ich war beim Jobcenter, ich war bei der Teamleitung (oder wie die heißen..). Diese Frau war die schlimmste von allen bisher. Ich bin ganz gewiss nicht auf den Mund gefallen, aber nach dem Gespräch mit ihr musste ich mich arg zusammen reißen, um nicht zu heulen. Was soll ich denn da machen? Amok laufen?
Es ist mir peinlich in dieser Situation zu sein und um Leistungen betteln zu müssen, immer hinterher zu sein und den Sachbearbeitern, die es eigentlich besser wissen müssten, auf die Finger zu schauen. Ich kann mich nicht dahin stellen und sagen "Gebt mir dies und das!". Vielleicht bin ich dafür einfach zu gut erzogen und zu höflich...
Mittellos bin ich nicht (es geht "nur" um Wohnungserstausstattung, nicht um laufende Leistungen!!

Und prinzipiell würde ich gerne wissen, ob sie mit einer Ablehnung mit der Begründung, dass ich die zum zweiten Mal nicht reingelassen habe, durchkommen. Von dem ersten Besuch weiß angeblich auch keiner mehr. Die Unterlagen sind vermutlich auch nicht mehr aufzufinden...
 

gast_

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Du warst sicher alleine da? Nimm ab sofort jemanden (oder mehrere) mit, der Protokoll schreibt... wichtig ist, daß man Unverschämtheiten möglichst wörtlich wiedergeben kann.
Beim Anwalt war ich schon.
Und der meint, du mußt 6 Monate warten?
 

zuzum

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Beim letzten Mal war ich alleine da, sonst immer in Begleitung. Suche über diese Seit auch jemanden, der in 2 Wochen mitkommen könnte. Zu zweit ist man immer stärker.

Tatsächlich kann man erst nach 6 Monaten klagen, es sei denn, es liegt eine akute Notlage vor, die belegt werden kann. Die ist bei mir nicht gegeben, da wir uns mittlerweile andreweitig beholfen haben. Die Familie musste halt einspringen.

Ich habe erlebt, dass mir der Rechtspfleger anfänglich keinen Beratungshilfeschein ausstellen wollte, mit der Begründung, ich solle zum Gericht und klagen, da 3 Monate rum seien. Der hatte anscheinend auch nicht viel Ahnung. Mein Anwalt hat darüber nur gelacht. Es ist erschreckend, dass so viele Leute nicht die geringste Ahnung von ihrem Job haben.
 

franzi

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Beim Anwalt war ich schon. Er wollte von mir die Belege für die Sachen haben, die wir uns angeschafft haben und will das Jobcenter jetzt anschreiben. Darlehensverträge gibt es selbstverständlich auch.
Ich war beim Jobcenter, ich war bei der Teamleitung (oder wie die heißen..). Diese Frau war die schlimmste von allen bisher. Ich bin ganz gewiss nicht auf den Mund gefallen, aber nach dem Gespräch mit ihr musste ich mich arg zusammen reißen, um nicht zu heulen. Was soll ich denn da machen? Amok laufen?
Es ist mir peinlich in dieser Situation zu sein und um Leistungen betteln zu müssen, immer hinterher zu sein und den Sachbearbeitern, die es eigentlich besser wissen müssten, auf die Finger zu schauen. Ich kann mich nicht dahin stellen und sagen "Gebt mir dies und das!". Vielleicht bin ich dafür einfach zu gut erzogen und zu höflich...
Mittellos bin ich nicht (es geht "nur" um Wohnungserstausstattung, nicht um laufende Leistungen!!

Und prinzipiell würde ich gerne wissen, ob sie mit einer Ablehnung mit der Begründung, dass ich die zum zweiten Mal nicht reingelassen habe, durchkommen. Von dem ersten Besuch weiß angeblich auch keiner mehr. Die Unterlagen sind vermutlich auch nicht mehr aufzufinden...
Warst du bei dem ersten Hausbesuch alleine daheim oder hattest du einen Zeugen? Du hast dir doch bestimmt Tag und Uhrzeit notiert sowie den Namen der Person, die den Hausbesuch durchgeführt hat. Das allein müsste schon als Nachweis für das tatsächliche Stattfinden reichen.
Ohne Ausweisen kommen die gar nicht rein. Schließlich könnten es auch Betrüger sein, die einfach nur mal in fremden Wohnungen schnüffeln wollen....
Hat der damals ein Protokoll erstellt oder zu dir gesagt, wie weiter verfahren wird?
 

zuzum

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Thematiker*in
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Beim ersten Hausbesuch war mein Freund da. Datum und Uhrzeit kriege ich auch noch zusammen, den Namen der Person leider nicht mehr. Da stand ich noch am Anfang und wusste nicht, auf was man sich alles bei der ARGE gefasst machen muss, deswegen nicht notiert. Aber das ließe sich auch irgendwie rausfinden, solange die ARGE nicht leugnet, dass es diesen Mitarbeiter überhaupt jemals gegeben hat.

Er hat sich notiert was ich da hatte - viel war es nicht, und meinte, dass er das weitergibt und ich in nächster Zeit mit einer Bewilligung rechnen kann. Ha ha.
 
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