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Antrag stellen, Umzug geplant, Vermögen ist über Schonbetrag, wie vorgehen?

Bernd das Brot

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Hallo. Bernhard* lebt momentan mit seinem Bruder zusammen in einer Wohnung. Da nun dessen schwangere Freundin einziehen will, wird Bernhard demnächst umziehen, in eine ~50m² Wohnung, zum 1.6. oder 1.7, je früher desto besser. Bernhard ist seit Jahresbeginn selbstständig, aber mit noch sehr geringem Einkommen aus dieser Tätigkeit (keine 200 Euro im Monat). Daher will er ALG II beantragen, um durch die Aufstockung über die Runden zu kommen.

Der Freibetrag (Schonvermögen) für ihn beträgt insgesamt 6000 Euro, allerdings sind knapp 9000 Euro auf einem Investmentfond vorhanden, und ein paar hundert Euro auf dem Konto. Nun wird durch den Umzug und die erstmals benötigten Einrichtungsgegenstände, Kühlschrank, Waschmaschine usw. sicherlich um die 2000 Euro ausgegeben werden. Das restliche Geld über dem Freibetrag würde er schon jetzt als Mietkosten deklariert für das 1. Quartal an seinen Bruder überweisen.


1) Ist das so ok, oder kann man ihm da einen Strick draus drehen, dass zufällig in etwa die Summe über dem Freibetrag kurz vor Antragsstellung ausgegeben wurde bzw. an den Bruder ging?

2) Der potenzielle neue Vermieter will doch sicher einen Gehaltsnachweis oder Ähnliches. Ohne bewilligtes ALG II sieht es bei Bernhard aber ziemlich mau aus. Also wann ist der beste Zeitpunkt für ihn, den Antrag zu stellen? Sofort geht wohl nicht, weil Vermögen noch zu hoch. Allerdings kann er auch nicht schon alle Einrichtungsgegenstände kaufen, weil er ja noch keine Wohnung hat, wo man das alles hinstellen könnte. Was tun?

Fällt euch sonst noch was auf, was es zu beachten gilt? Vielen Dank schonmal.

*Name geändert
 

Dagegen72

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wie sieht es aus, es für eventuelle Kaution der neuen Wohnung zu verwenden? Kaution vom Amt muss man in der Regel auf Raten zurückzahlen, du könntest dein Geld dann aber gewinnbringend (Sparbuchzinsen, wenn auch Kapitalertrag aber gering) behalten?
 

Bernd das Brot

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Ja richtig, die Kaution. Aber das ist ja auch keine Unsumme, vielleicht 500-700 Euro. Muss man wirklich erst eingezogen sein, alle Geräte etc. gekauft haben, Kaution + Miete bezahlt haben, um dann erst den Antrag stellen zu können?

Und wie bekommt man eine Wohnung, wenn man noch kein entsprechendes Einkommen vorweisen kann? Soll man dem Vermieter sagen, dass man nach Einzug direkt ALG II beantragt? Ob das so gut ankommt?
 

ibuR

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Wenn du beim Vermieter falsche Angaben bzgl der Einkommensart/des Einkommens macht, kann er dir jederzeit fristlos kündigen.
Also lass solche Spielchen tunlichst sein.
 

Bernd das Brot

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Ja, das ist natürlich klar. Der Vermieter soll ruhig alles wissen. Nur wie kann man ihm klarmachen, dass er immer pünktlich die Miete bekommt, wenn man noch gar keinen ALG II-Antrag stellen konnte (weil man noch nicht arm genug ist) und erst die Wohnung braucht, damit dann alles hinkommt? Er sieht ja in dem Moment bloß "aha, nur die paar Kröten gehen ein pro Monat, das langt nie und nimmer". Wird denn jemand so einen Mieter nehmen?

Andere Option: Kann man das "zu viele" Geld vom Investmentfonds jetzt schon aufs Konto holen und dann abheben, um dann dem Jobcenter zu sagen, das ist "reserviert" für den Umzug, die Renovierung, Möbel- und Elektrogeräte-Käufe, etc.? Obwohl, das wird bestimmt auch nicht gehen, es ist ja immer noch Barvermögen...

Was tun? Erstmal zum Jobcenter gehen und sich dort beraten lassen?

P.S. Immerhin will die Krankenkasse nun rückwirkend zum Jahresbeginn 100 Euro mehr im Monat, da schmilzt auch wieder was weg...
 

Maxenmann

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Von was lebt "Bernhard" aktuell, 200 Euro reichen gerade für eine freiwillige Krankenversicherung aus???

Diese Frage wird ihm das JC auch stellen
 

Bernd das Brot

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Von was lebt "Bernhard" aktuell, 200 Euro reichen gerade für eine freiwillige Krankenversicherung aus???
Sein Bruder übernimmt den Großteil der Miete, ansonsten von Ibäh-Verkäufen von gebrauchten PC-Teilen (von Kunden überlassen etc.) und Sachen wie der DVD-Sammlung, sowie notgedrungen vom Ersparten, was aber wie gesagt auch langsam zur Neige geht.

Zum Glück kam Anfang des Jahres eine größere Summe herein, da zwei Kundenrechner ausgetauscht wurden. Aber jetzt geht es erstmal wieder mit 200 Euro weiter. Dass das vorne und hinten nicht reicht, ist offensichtlich, sonst bräuchte man auch nicht den Gang zum Jobcenter machen.
 

Maxenmann

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Dann soll er jeden Monat Summe XXX vom Konto holen und verleben........bis Juni dürfte dann das Überschuss weg sein
 

Bernd das Brot

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Es ist noch etwas über einen Monat bis Juni. Fällt vielleicht ein wenig auf, wenn man in dieser Zeit über 3000 Euro "verlebt". Nein, wenn dann werden davon die ganzen Sachen für die Wohnung gekauft und was sonst alles noch so kommt (was ja nicht wenig ist).

Aber nochmal die Frage, wie sagt man's dem Mieter, dass man bald ALG II beantragt? Wird er nicht immer einen anderen, solventeren Interessenten vorziehen? Muss man ihm irgendwie belegen, dass der ALG II-Antrag Erfolg haben wird?
 
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