Antrag per E-Mail?

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Thors Liebling

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Gilt ein an das zuständige Jobcenter übermittelter Antrag als Antrag oder kann das Jobcenter den einfach ignorieren?
 

kelebek

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Ein per E-Mail gestellter Antrag kann von einem JC meines Wissens als nicht gestellt betrachtet werden. Mehr noch: Es kann durchaus sein, dass der Zugang einer E-Mail vom JC bestritten wird.
 

joelle

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Hier: Anträge sind per Email gestellt worden, war kein Problem.
Wenn dir am letzten Tag des Monats um 23:45 Uhr einfällt, dass du doch noch einen Antrag stellen mußt, dann Email. E-Mailadressen der Jobcenter sind im Internet angegeben.

Ich konnte nirgendwo finden, dass man dafür Formulare einreichen müßte.

Ein einfacher Antrag "Ich stelle heute Antrag auf Leistungen nach SGB 2 zum Monatsersten, bitte senden Sie mir die Unterlagen zu" reichte zur Fristwahrung.

Was natürlich auch reicht: Im Internet auf der Arbeitsagenturseite die Anträge herunterladen, ausfüllen, unterschreiben, als PDF an das JC senden, dann das Original ein paar Tage später abgeben oder zusenden. Je nachdem, wie eilig man es hat.

Was nicht per Mail geht, ist das Schreiben, mit dem man Widerspruch einlegt. Die Frist muß man nachweisen können (höchstrichterliche Rechtsprechung).

Die Widerspruchsbegründung darf wiederum per Mail erfolgen, weil die Behörde sowieso bei einem Widerspruch selbst ohne Begründung von sich aus die Rechtmäßigkeit überprüfen muß.
 

joelle

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Gilt ein an das zuständige Jobcenter übermittelter Antrag als Antrag oder kann das Jobcenter den einfach ignorieren?
Dass ein Antrag per Mail fristwahrend gestellt werden kann, ist richtig.
Dass das JC den gerne ignoriert, stimmt auch.
Das tun sie aber bei allen anderen Anträgen auch.
Insofern besteht kein Unterschied.

Bei Erstanträgen per Mail ist die Rückmeldezeit sehr kurz gewesen (hier würden sie sich auch gerichtlich angreifbar machen, wenn dies anders wäre), während andere Anträge schon mal 4 Monate gebraucht haben (die werden aber auch nicht schneller bearbeitet, wenn sie persönlich eingereicht werden). Als Antragsdatum wurde das Emaildatum im Bescheid vermerkt.
 

Hamilkar

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Mehr noch: Es kann durchaus sein, dass der Zugang einer E-Mail vom JC bestritten wird.

Genau das ist im Zweifelsfall das Problem.

Wenn ich was relevantes per E-mail mache, setze ich mich mit einer Zweitadresse zumindest auf BCC, dann ist schon mal ein Nachweis da, dass die Mail überhaupt rausgegangen ist. Ist die Mailadresse des JC richtig geschrieben und kommt die Mail nicht als failed oder mit invaild adress zurück, könnte man eventuell eine minimale Glaubwürdigkeit darlegen.

wobei im echten Rechtsstreit der Kläger den Beweis der Zustellung erbingen muss.
 
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