Antrag ohne persönliches Erscheinen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

suchender

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Hallo!

Wo kann ich erfahren ob ein Antrag ohne persönliches Erscheinen erlaubt ist?

Die Filiale wo ich einen Antrag per Email/Fax/Post zusenden will antwortete auf meine Email das dies nicht möglich sei.

Telefonisch erkundigte ich mich bei meiner alten Filiale in einem kleineren Ort, dort sagte man mir das dies kein Problem sei.
Ich hatte dort in 3 Jahren 3 mal harz4 beantragen müssen, nun bin ich wieder arbeitslos und es ist praktisch ein Neuantrag.

Vielen Dank für Antworten.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo suchender,kann deine Frage nicht ganz nachvollziehen, nach Möglichkeit gibt man
einen Antrag mit Bestättigung Stempel/Unterschrift vom JC, persönlich ab!

Per Post sehr kostenintensiv per Einschreibe/Rückschein!

Oder fragst du aus gesundheitlichen Gründen danach?

Gruss Seepferdchen

PS.: Willkommen im Forum
 

Hoffmannstropfen

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Hallo!

Wo kann ich erfahren ob ein Antrag ohne persönliches Erscheinen erlaubt ist?

Die Filiale wo ich einen Antrag per Email/Fax/Post zusenden will antwortete auf meine Email das dies nicht möglich sei.

Telefonisch erkundigte ich mich bei meiner alten Filiale in einem kleineren Ort, dort sagte man mir das dies kein Problem sei.
Ich hatte dort in 3 Jahren 3 mal harz4 beantragen müssen, nun bin ich wieder arbeitslos und es ist praktisch ein Neuantrag.

Vielen Dank für Antworten.
Irgendwie muss man ja Deine Identität feststellen,ansonsten könnte ja jeder einen Antrag stelllen.
 

Seebarsch

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Nö,
im Gegensatz zu ALG 1 ist eine Antragstellung im Alg 2 nicht vom persönlichen Erscheinen abhängig.
Allerdings wird nach Antragseingang mit Sicherheit eine Einladung zu persönlichen Erscheinen erfolgen!
Also kann man das besser direkt persönlich abgegeben!
:biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Kurzer Abriss

Leistungen nach dem SGB II gibt es nur auf Antrag, § 37 Abs. 1 SGB II.
Nach Antragstellung muss der Leistungsträger (LT) tätig werden. Es besteht ein Rechtsanspruch, § 40 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 18 S. 2 SGB X.
Den Antrag auf Sozialleistungen, somit auch auf ALG II, kann jeder Bürger stellen, wenn er handlungsfähig i.S. des Sozialgesetzbuches ist.
Personen nach Vollendung des 15. Lebensjahres sind handlungsfähig, § 36 Abs. 1 SGB I.
Sie dürfen auch Widersprüche einlegen.
Die Rücknahme eines Antrages ist hier an die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters gebunden, § 36 Abs. 2 S. 2 SGB I.

Leistungsanträge müssen beim zuständigen LT gestellt werden, § 16 Abs. 1 SGB I.
Sind sie bei einem unzuständigen LT gestellt worden, so ist dieser zur Entgegennahme verpflichtet und muss sie an den zuständigen weiterleiten, § 16 Abs. 2 SGB I.
War der Antrag bei einem unzuständigen gestellt, gilt er hinsichtlich des Zeitpunkts als bei diesem rechtzeitig gestellt, § 16 Abs. 2 S. 2 SGB I.

Der Antrag bedarf keiner besonderen Form, mündlich, fernmündlich, schriftlich, § 37 SGB II.
Die Formulare, die der LT verwendet, sind vom Antragsteller nur im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht zwecks Angabe von Tatsachen zu benutzen, § 60 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB I.

Die Leistungsberechtigen können sich bereits bei der Antragstellung durch Bevollmächtigte vertreten lassen, § 40 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 13 SGB X.
Sind Bevollmächtigte zur Vertretung in sozialgerichtlichen Verfahren berufen, § 73 Abs. 2 S. 1 und 2 Nr. 3 bis 9 SGG, können sie vom mündlichen Vortrag nicht zurückgewiesen werden.
Ein beauftragter Rechtsanwalt ist berechtigt mit dem Leistungsberechtigten oder allein beim LT für den Leistungsberechtigten tätig zu werden.

Beim LT muss der Leistungsberechtigte nur persönlich erscheinen, wenn das persönliche Erscheinen zur Erläuterung des Antrags oder Vornahme von erforderlichen Maßnahmen, die für den Antrag notwendig sind, angeordnet wird, § 61 SGB I.
Die Aufforderung zur persönlichen Meldung, § 59 i.V.m. §§ 309, 310 SGB III, muss gefolgt werden, Pflicht.
Die Meldung kann nur zu den in § 309 Abs. 2 SGB III angegebenen Zwecken verlangt werden.
(Vgl. Zimmermann - Das Hartz-IV-Mandat, 2. Aufl., 1 40 ff.)
 

suchender

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Vielen Dank für die Antworten.

Zur meiner Situation, ich bin bei meinen Eltern gemeldet aber wohne dort nur zeitweise, die Zweizimmerwohnung ist auf Dauer zu klein für 3 Personen. Somit übernachte ich zeitweise auch viel bei Freunden und Bekannten. Der Weg zum Amt wäre derzeit über 100Km und somit möchte ich einen schriftlichen Antrag zusenden.

Ein Bevollmächtigter z.B. meine Mutter könnte ebenfalls beim Amt meinen Antrag vorlegen.

Schätze per Email sollte ich mir den Versuch dann sparen?
 
E

ExitUser

Gast
E-Mail-Antrag ist Kacke.........

Über die Mutter mit Vollmacht, das müßte eigentlich gehen.

Du könntest Deinen Antrag auch z.B. bei der Polizei abgeben oder einer gesetzlichen Krankenkasse. Die leiten den dann weiter...
 

Helga40

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Ohne groß in die Glaskugel zu schauen, prophezeie ich, dass bei einem rein schriftlich gestellten Antrag eine Einladung mit Rechtsfolgenbelehrung nicht lange auf sich warten lassen wird...

Helga
 

im Grünen

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Einfach versuchen mit Einschreiben/RS

Nur dringend auf die Absenderangaben und den Poststempel achten:biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Ohne groß in die Glaskugel zu schauen, prophezeie ich, dass bei einem rein schriftlich gestellten Antrag eine Einladung mit Rechtsfolgenbelehrung nicht lange auf sich warten lassen wird...

Helga
...es sei denn, man schickt sämtliche Nachweise im Original/Kopie mit. Dann natürlich auch die Kontoauszüge:icon_twisted:.
 

Helga40

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Es wird trotzdem eine Einladung kommen. Nicht zur Leistung, sondern zur Vermittlung... Das ist zumindest in den gemeinsamen Einrichtungen seitens der BA als Mindesstandards so vorgesehen, dass innerhalb von x Tagen nach Antragstellung der Antragsteller zum Erstgespräch zu laden ist.

Helga
 

Sternperle

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das geht uns ebend so,da wir einen sehr weiten weg zum neuen jobcenter haben wollten wir uns auch schriftlich anmelden.unser jobcenter sagte das man das kann,sogar telefonisch.aber in dem neuen jobcenter sagt man uns,das sie nur persöhnliche Anmeldungen gelten lassen.die bestehen auf persöhnliche Anmeldung.:icon_kotz:
 
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