Antrag nach § 14 InsO was muss ich als Antragsteller beachten, bzw. welche Unterlagen benötigt das Insolvenzgericht? (2 Betrachter)

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franky0815

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ich beabsichtige meinen derzeitigen ag beim arbeitsgericht auf ausstehende lohnzahlungen zu verklagen, dazu will ich auch einen antrag beim insolvenzgericht auf eröffnung des insolvenzverfahrens gegen meinen ag stellen, die schuldsumme beläuft sich zur zeit noch auf knapp 2000€ und wächst mit jedem monat.

was braucht das arbeitsgericht und insolvenzgericht für unterlagen damit die anträge bearbeitet werden?

wie lange zieht sich so etwas hin?
 

axellino

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Hallo,

was braucht das arbeitsgericht und insolvenzgericht für unterlagen damit die anträge bearbeitet werden?
Betreffend einer Lohn/Gehaltsklage, werden sicherlich Arbeitsvertrag, Lohn-Gehaltsabrechnungen, Unterlagen/Belege über die rückständigen Vergütungsansprüche benötigt.

Zu einen Insolvenzantrag nach § 14 InsO (Gläubiger/Fremdantrag) kann ich jetzt nicht allzuviel schreiben. Aufjedenfall würde ich Dir dazu aber empfehlen, das Du dich dazu erstmal vorab juristisch beraten lässt, damit Du um an Ende evtl. nicht sogar schlimmstenfalls in eine Kostenfalle rein tapst.

Der Gesetzgeber setzt hier auch klare Grenzen um evtl. auch einer Willkür vorzubeugen, denn eine Verfahrenseröffnung hätte natürlich hier gravierende Konsequenzen für deinen Arbeitgeber, Bonität im Eimer, Kredite werden gekündigt etc.
Desweiteren obliegt es ausschliesslich Dir mit der Antragstellung glaubhaft und schlüssig darzulegen, das Du eine berechtigte Forderung gegen deinen Arbeitgeber hast, das dein Arbeitgeber überschuldet und zahlungsunfähig ist und nur die Nichterfüllung der Forderung allein würde dazu aufjedenfall nicht ausreichen, um die Zahlungsunfähigkeit deines Arbeitgebers zu belegen, denn dieses wäre eine grundliegende voraussetzung und somit ein Eröffnungsgrund eines Insolvenzverfahrens und wie Dir letzteres ggfls. gelingen mag, erschliesst sich mir jetzt gerade nicht.

Eigentlich sind typische Gläubiger für solch ein Fremdantrag nach § 14 InsO Sozialversicherungsträger (Krankenkasse) oder ebend das Finanzamt, denn diese haben gewisse Vorteile bei der Glaubhaftmachung einer Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit des vermeintlichen Schuldners.

wie lange zieht sich so etwas hin?
Bis über eine Lohnklage durch Urteil entschieden wird, können durchaus 3-4 Monate ins Land gehen. Solltest Du aber z.B. durch die bis zur Klage aufgelaufenen Lohnrückstände in einer Notlage gekommen sein, z.B. sind Mietrückstände aufgelaufen und es droht ggfls. sogar eine fristlose Kündigung des Vermieters, dann käme auch ein arbeitsgerichtliches Eilverfahren in Betracht.
 
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franky0815

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ich war jetzt beim insolvenzgericht, mein berechtigtes interesse wurde anerkannt, aber um das verfahren zu eröffnen müsste ich die kosten erstmal vorstrecken, ebenso die kosten für das gutachten das vom gericht verlangt wird, da kommen schnell mehrere 100€ zusammen die auch weg wären wenn beim insolventen nachher nix mehr da ist was man holen könnte.

wieso wurde der beitrag verschoben in den bereich privatinsolvenz?
 
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