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Antrag Mehrbedarf in 2009, Ablehnung und kein Widerspruch von mir

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PacMan

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#1
Hallo - ich habe eine Frage, ob sich in dem "Fall" noch "etwas machen" liesse, was eine Zahlung an mich zur Folge hätte oder eben hat.

Die Sache: Ich habe Diabetes Typ II, Untergruppenbuchstabe weiss ich grad nicht aus dem Kopf vom Typ her Hypoglykämie (also Unterzuckerung). Brauche (auch daher wohl) kein Insulin beziehungsweise bin nicht Insulinpflichtig, nehme keine Medikamente.

Es wurde nur auf mein Drängen hin bei einem Diabetologen meines Vertrauens so festgestellt nach diversen Tests und Co. Mir war das ständige sehr sehr schnelle Abfallen meines Blutzuckerspiegels auf Werte zwischen ca. 35 und 50 aufgefallen - ich hatte, als es anfing, zufällig eine Arbeit, bei der auch immer Messgeräte für Blutzucker in der Nähe waren, daher wusste ich die Werte.

Nach Diabetologe und Co fing ich an mich anders zu ernähren und so Sachen - Noch immer nicht perfekt, aber es ist insgesamt nicht mehr so massiv in den Beschwerden oder eben dem Auftreten.
Soweit, so gut, Langzeitwert immer super (zwischen 5,9 und 5,6m), der war aber auch beim ersten Besuch nicht gerade hoch, was aber vielleicht auch damit zusammenhängt, dass es äh Hypo (unter) nicht hyper (über) Zucker ist.

OK, Diabetologe meint "Tu was, oder Insulinpflicht oder sowas kommt auch dich zu". Ich tat was.

Letzes Jahr beantragte ich Leistungen wegen Mehrbedarf zur Ernährung - wurde zum "Gesundheitsamtsarzt" geschickt, ich hatte keine zwei Schritte zur Tür reingemacht da hörte ich schon "Sie haben kein Diabetes". Ok, ich sah gut aus, wog nicht mehr 95kg, sondern da schon meist unter 85kg, ansonsten auch fit, bis eben auf die phänomenal tollen Beschwerden und noch fehlende Fitness insgesamt und ein paar Rückenproblemen. Anderes gab es körperlicherseits nicht mehr wirklich zu der Zeit.

Also, Untersuchung fand eh keine statt, Antrag wurde abgelehnt, ich bekam den Ablehnungsbescheid, legte keinen Widerspruch ein.

Gibt es eine Möglichkeit, dass rückwirkend durch Überprüfungsantrag oder so was in der Art noch einmal aufzurollen? Ich scheue (!) jegliche weitergehenden Auseinandersetzungen mit gerade diesen Behörden, da sie mich meist zu sehr davon abhalten, nach Auswegen zu suchen aus dem Bezug.... andere Auseinandersetzungen gibt es, gerade dieses Jahr, auch immer wieder.

Was meint ihr? Ich möchte nicht als "gierig" erscheinen oder so, nur zur Zeit des Antrages hatte ich so gar keinen Nerv, zudem ich mich mit irgendwelchen Vermietern noch rumzoffen musste und und und... daher beliess ich es dabei.

Nun kommt es mir wieder in den Kopf?
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: Antrag Mehrbedarf in 209, Ablehnung und kein Widerspruch von mir

Das ist leider ein generelles Problem mit (amts-)medizinischen Gutachten, ganz gleich, für welchen Zweck sie erstellt werden: man kann rückwirkend schwer etwas beweisen, wenn es nicht gerade um aktute Krankheitsereignisse oder Unfälle geht.

Wenn du rückwirkend etwas haben willst, mußt du ja nachweisen, daß nicht nur jetzt, sondern auch schon in 2009 dieser Zustand bestanden hat. Bei einer chronischen Erkrankung ist das schwierig. Vor allem wird man dir das Gutachten des Gesundheitsamtes entgegenhalten. Es ist ja damals amtlich festgestellt worden, daß du nicht krank warst. Das Gutachten mag schlampig erstellt worden sein oder sachlich falsch sein, aber auch das müßtest du erstmal (nachträglich mit einem erheblichen zeitlichen Abstand) beweisen. Wenn so ein Gutachten nicht in Ordnung ist, muß man gleich dagegen angehen.

Es spricht natürlich nichts dagegen, daß du den Antrag einfach neu stellst. Solltest du wieder an einen solchen Amtsarzt geraten, kannst du die "Untersuchung" sofort abbrechen und gehen, da hier offensichtliche Voreingenommenheit bzw. Befangenheit vorliegt. Rückwirkend wirst du aber vermutlich nur schwer etwas bekommen.
 

PacMan

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#3
AW: Antrag Mehrbedarf in 209, Ablehnung und kein Widerspruch von mir

Ich bin ja seit fast 5 Jahren oder so in fester Behandlung deswegen.

Jahr für Jahr inklusive - wie nennt sich das, so ein bestimmter "Behandlungsplan"? - dem Kram, den es für meine Krankenkasse gibt, oder den Unterlagen, die die mir immer zu dem Thema zuschicken..

Natürlich könnt ich ein paar Wochen mich so "ernähren" dass sich die Gefahr, einfach umzufallen im Alltag ein wenig erhöht, um akuter zu erscheinen, was ja nit Sinn einer Sache ist.
 

PacMan

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#4
AW: Antrag Mehrbedarf in 209, Ablehnung und kein Widerspruch von mir

Wenn du rückwirkend etwas haben willst, mußt du ja nachweisen, daß nicht nur jetzt, sondern auch schon in 2009 dieser Zustand bestanden hat. Bei einer chronischen Erkrankung ist das schwierig. Vor allem wird man dir das Gutachten des Gesundheitsamtes entgegenhalten.
Naja, davor und danach bin ich ja "im Programm" meiner Krankenkasse deswegen.. ob das nun ein Nachweis sein kann oder nicht.. Ich notier mir das mal als Stichwort für den Januar, falls es bei reinem Neuantrag bliebe - ob ich Nerv und so aufbringen, mir solche Behördensachen zu "leisten nervlich" - Ist allgemein zum k*** immer wieder, da halt ich ja, eigentlich..., den Aufwand möglichst gering. Äh, ja, so irgendwie :)

Rückwirkend meint auch den Ablehnungsbescheid von damals angehen können noch?
 
E

ExitUser

Gast
#5
AW: Antrag Mehrbedarf in 209, Ablehnung und kein Widerspruch von mir

Die Fristen für einen Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid von anno 2009 dürften längst abgelaufen sein. Bei einem Überprüfungsantrag bleibt das Beweisproblem für die Vergangenheit.

Irgendwelche Krankenkassenprogramme dürften kaum als Nachweis taugen. Dein Problem wird sein, daß in den Akten ein amtliches (und daher "neutrales") Gutachten liegt, was in deinem speziellen Fall das Gegenteil aussagt. Du hättest bei Problemen mit den damaligen "Untersuchungsmethoden" sofort dagegen angehen müssen.

Beantrage das einfach neu, und dann kannst du dir vielleicht überlegen, ob du bei einem positiven Ergebnis des Neugutachtens auch eine Überprüfung für die Vergangenheit beantragst. Ich wäre bei rückwirkenden Feststellungen aber eher skeptisch.
 

PacMan

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#6
AW: Antrag Mehrbedarf in 209, Ablehnung und kein Widerspruch von mir

Beantrage das einfach neu, und dann kannst du dir vielleicht überlegen, ob du bei einem positiven Ergebnis des Neugutachtens auch eine Überprüfung für die Vergangenheit beantragst. Ich wäre bei rückwirkenden Feststellungen aber eher skeptisch.
Ob mir jemand von euch bei der Formulierung eines Neuantrages behilflich sein könnte? Ich habe derzeit Tage, an denen ich etwas "blockiert" bin im Kopf ab und an.

Und rückwirkend - nun, ich habe wegen etwas anderem auch nur deswegen einen Überprüfungsantrag gestellt, weil es recht eindeutig ist, weil ich dachte, der Zeitraum würde sich ändern, den man rückwirkend überprüfen lassen kann (1 Jahr statt 4 Jahre).

Ansonsten bin ich eigentlich eher froh, wenn ich so wenig schriftliche Sachen "am Laufen" habe mit den beteiligten Behörden, da jeder Vorgang das Potential hat, viel Kraft zu kosten - und ich dann manchmal eher auf irgendeine Sache verzichtet habe, als mir den Aufwand "zu geben". Allerdings, im Rahmen der aktuellen Zustände überlege ich die Einstellung zu ändern..
 

Muzel

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#7
Pacman, einen Antrag zu schreiben ist doch gar nicht schwer. Du musst konkret darlegen und beweisen, dass du höhere krankheitbedingte Mehraufwendungen hast. Dazu musst du dir genau überlegen,welche Aufwendungen das sind. Hat dir dein behandelnde Arzt beispielsweise verschrieben, dass eine energieaufwendige Sportart betreiben musst? Dann brauchst du natürlich die ärztliche Bescheinigung oder einen anderen Nachweis. Kannst du krankheitsbedingt deinen Haushalt nicht mehr bewältigen und brauchst Hilfe? Vielleicht bist du auch in einer Ernährungsberatungsselbsthilfegruppe und es fallen Fahrtkosten an.
 

PacMan

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#8
Ja - Im Grunde nicht schwer, nur manchmal will der Kopf nicht alles oder hat zuviel oder verweigert sich kurzfristig manchmal. Was schreiben von Antrag angeht.

Es ist ja wenn Mehrbedarf Ernährung. Klar, meine Hausärzting würde mich auch in ein Fitnessstudio schicken *lach* wenn ich es mir denn leisten könnte - ich würda das aber lieber wenn zuhause machen, hatte auch vor einem Monat angefangen ... wobei es jetzt schon wieder pausiert, bin abgelenkt.. wird aber wieder, tendentiell.

Als es "anfing" .. bekam ich von meinem vorherigen Hausarzt, der eben Diabetologe war, die Massgabe "Ernährung umstellen oder du wirst wohl irgendwann Insulinpflichtig". Wie auch immer, gesagt getan, wobei, ich merke es schnell, wenn es mit Ernährung nicht einigermassen stimmt bekomme ich Probleme. Das wäre der einzige Mehrbedarfspunkt wo ich vielleicht ansetzen würde. Vieles lasse ich, weil der ganze Ärger und Papierkram eher abschreckend ist oder das Alltagsgeschäft im Bürokratiedschungel so schon ausreichend Aufmerksamkeit fordert.
 
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