Antrag gestellt - seit einem Monat keine Meldung vom JobCenter

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ikarus1

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Eine Freundin von mir bekommt etwas ALG1 (ca. 500 Euro) und hat daher Ende März einen Antrag auf ALG2 als Aufstocker gestellt.
Anfang April bekam sie dann auch eine Einladung zum Jobcenter und hat dort den ALG1 Bescheid vorgelegt und die Meldebescheinigung.

Seit dem ist Stille. Wir rufen mehrmals die Woche auf der Hotline an und es kommt immer die selbe Antwort: ist noch in Bearbeitung.
Die haben keine Kopie des Mietvertrags angefordert (obwohl wir Wohnkosten angegeben haben), keine Kontoauszüge.

Was kann meine Freundin tum, um das zu beschläunigen? Von 500 Euro kann man echt nicht leben. Weit über die Hälfte geht davon schon für die Miete drauf.

Bei der Hotline hat man gesagt, ein Besuch beim Jobcenter würde nichts bringen und keinen Einfluss auf den Vorgang haben. Stimmt das?
Hilft dann vielleicht eine schriftliche Meldung?

Bin ratlos... und dankbar für jegliche Hilfe.
 

Curt The Cat

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Moinsen ikarus1,

man ruft nicht bei der Hotline an (Gehe nicht zu Deinem Fürsten, wenn er Dich nicht ruft) ...

Wenn Du bzw. Deine Freundin einen wichtigen Grund zur Kontaktaufnahme mit dem jobcenter hast/ hat dann sollte das nachweislich, schriftlich erfolgen ... denn nur "wer schreibt, der bleibt".

Ach ja ... 'nen Antrag auf einen angemessenen Vorschuß auf die zu erwartende Leistung kann man dann schon auch stellen, wenn die Kohlen nicht reichen.

:icon_wink:
 

olivera

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Willkommen in AlG II ! :frown:

letztes Mittel wäre untätigkeitsklage (nach 6 Monaten...) *schief grins*

Wenn's geld wirklich knapp wird: Mittellosigkeit, nur mal so als Stichwort (für die Suchfunktion des Forums).

Wenn ihr es finanziell überbrücken könnt: abwarten tee trinken - der LeistungsAnspruch hat mit Antragstellung (Nachweis, Kopie mit Eingangsstempel etc habt ihr?) begonnen, so dass nix verloren geht -besser spät als nie ist da die Devise..

Wenn ohne Nachweis (also das JC theoretisch den Antrag unbesehen und ohne Konsequenzen in den Papierkorb befördern könnte), wird es etwas kniffeliger... wollen wir mal nicht von ausgehen, oder? Schließlich muss ja schon eine BG-Nummer vorhanden sein, ohne die nützt das Centercalling doch eh nix...
 

Curt The Cat

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[...]

Ach ja ... 'nen Antrag auf einen angemessenen Vorschuß auf die zu erwartende Leistung kann man dann schon auch stellen, wenn die Kohlen nicht reichen.


Am besten macht man das, wenn man ungeübt ist, mit einem Beistand.

Wenn man den ALG ll-Antrag nachweislich gestellt hat und Mittellosigkeit (am Besten mit einem Kontoauszug, der sich ins Minus bewegt) nachweisen kann, steht einer Barauszahlung, in Form eines Barschecks, nichts entgegen.

Die SB oder die Empfangspitbulls lehnen das gerne ab, aber da muß man hartnäckig bleiben.Den Barscheck muß in der Regel der Teamleiter frei geben - dann besteht man eben drauf, daß der das tut und verläßt die Lokalität nicht eher, bevor man den Scheck in der Hand hält ...

... auf keinen Fall abwimmeln lassen!!!


:icon_wink:
 

sagwasdudenkst

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Vielen Dank für die vielen Antworten!

Geht es da darum, einen Zeugen zu haben oder dass man sich jemanden mit zur Begleitung nimmt, der sich mit der Materie auskennt?

Ja oder jemanden, der während eines Gespräches eingreifen und vermittel kann.
Manchmal erreicht man damit eine sofortige Barauszahlung.
Jemand der sich mit dem Umgang JC auskennt, lässt sich nicht mit irgendwelchen Worthülsen abspeisen und weiß wie man zielführend vorgeht.

Du kannst auch zum Amtsgericht gehen und einen Beratungshilfeschein beantragen um einen Anwalt zu in Anspruch zu nehmen.
 

ikarus1

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Kleines Update: Die Sachbearbeiterin, bei der meine Freundin die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben hat, hat VERGESSEN, ihren Fall zur Bearbeitung weiter zu leiten. So lag das also da einen Monat lang rum und nichts geschah. Und keine Sau hat sich dafür interessiert - trotz mehrfachen Nachfragens. Unfassbar...

Habe mit Antrag auf einstweilige Anordnung angekündigt. Die Antwort: das können sie ja gerne tun, aber das dauert auch zwei Wochen. Bis dahin ist alles geklärt.

Das ist doch mal ne Einstellung, oder? Und das vom Teamleiter... Hach ja. Gott, was freu ich mich drauf, wenn meine Freundin endlich ne Arbeit hat und sie mit dem Sauladen nichts mehr zu tun hat.
 

ikarus1

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Mach nicht den Fehler und glaub denen auch nur ein Wort. Solche Sachen passieren ständig und überall, also ist von Absicht auszugehen!

Hast du nun Geld bekommen, oder immer noch nicht?

Dann hätte dein nächster Weg direkt zum SG gehen müssen, denn die erste Anfrage eines Richters ans JC dauert bestimmt nicht 2 Wochen, eher nur 2-3 Tage, wenn nicht schneller, hängt nur davon ab, wieviele Eilanträge zur gleichen Zeit auf dessen Schreibtisch einflattern.
Also schon wieder belogen... Was empfiehlst du? Soll ich nach dem Termin beim Sachbearbeiter zum SG gehen?
 

FrauNachbarin

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Ich kann nur von mir berichten:

Hatte ich auch schon, dass etwas ewig beim Jobcenter rum lag und ich auf die Bearbeitung warten mußte. Irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt! Nicht mit mir:icon_evil:

Mein Vorgehen war wie folgt: Ich hab mit eine Thermoskanne Kaffee gemacht :icon_pause:, zwei Brote geschmiert und bin zu meinem Jobcenter. Habe dort unmissverständlich klar gemacht, dass ich zum "Bleiben" bereit bin, bis meine Angelegenheit bearbeitet bzw. eine Einigung getroffen wird, mit der ich leben kann.:cool:

Es hat keine 20 Minuten gedauert, da wurde ich höflich ins Zimmer gebeten, wo mir erklärt wurde, dass ich am Nachmittag kommen könnte und den Bescheid direkt erhalten würde, sowie eine "Geldkarte" für den Automaten. :icon_evil: nö, ich warte!

Dann wurde es etwas betriebsamer und die SB huschte mit meiner Akte über den Flur. Etwas 10 Minuten später kam sie zurück und bat mich abermals in ihr Zimmer. Hier erhielt ich dann den Bescheid und eine Geldkarte über die komplette Summe für den Automaten.:icon_party: Alles in Allem war ich nach 1 Std, incl. An- und Abweg wieder zu Hause.

Ich bin mit der Taktik ganz gut gefahren und von da an gab es bezüglich des Geldes nie wieder Probleme.:icon_wink:

LG
 

ikarus1

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Verstehe!
Also auf zum SG. Eine Frage noch. Der Teamleiter meinte, von wegen Vorschuss... Da sie ja bereits ALG1 bekommt, würde sie keinen Vorschuss kriegen und die Dringlichkeit sei ja nicht so hoch. Geld fließt ja schon.

Das ist doch Schwachsinn oder?
 

ikarus1

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Und noch eine Frage (sorry für die ständigen Posts...):

Sie ist seit der Antrag im März gestellt wurde, umgezogen in eine andere Straße. Dadurch ändert sich die Zuständigkeit des JC zu einem anderen JC in Dortmund.
Sie ist aber noch nicht umgemeldet. Das wollen wir Montag nachholen.

Die Frage: wenn wir das vor dem Termin beim SB machen, geht dann die ganze Kacke in dem anderen JC von vorne los?
Sollen wir das lieber nachreichen als Änderungsmitteilung?
Das Problem dabei ist dann noch, dass der Mietvertrag, den sie ja vorlegen muss, natürlich schon auf die neue Adresse lautet.
 

FrauNachbarin

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Oh...ganz sicher bin ich mir nicht, aber der Antrag wurde im März gestellt, ab dem Zeitpunkt hat Sie Ansprüche.

Auch auf Vorschuß
§ 42 SGB 1 Absatz 1

Die Akte müsste dann an das zuständige Jobcenter gehen. Ist m. M. nach aber völlig unwichtig, wo Sie gemeldet ist. Fakt ist, dass ein Antrag vorliegt und dieser bis Dato nicht bearbeitet wurde.
Hier wird Dir sicher aber noch mit § geholfen, warte mal. Dafür bin ich zu blond:icon_kratz:

Ich würde einen formlosen Antrag auf Vorschuß stellen und mich beim netten Teamleiter vor die Tür setzen. :cool:
 

ikarus1

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Oh...ganz sicher bin ich mir nicht, aber der Antrag wurde im März gestellt, ab dem Zeitpunkt hat Sie Ansprüche.

Auch auf Vorschuß
§ 42 SGB 1 Absatz 1

Die Akte müsste dann an das zuständige Jobcenter gehen. Ist m. M. nach aber völlig unwichtig, wo Sie gemeldet ist. Fakt ist, dass ein Antrag vorliegt und dieser bis Dato nicht bearbeitet wurde.
Hier wird Dir sicher aber noch mit § geholfen, warte mal. Dafür bin ich zu blond:icon_kratz:

Ich würde einen formlosen Antrag auf Vorschuß stellen und mich beim netten Teamleiter vor die Tür setzen. :cool:
Ja, das mit dem Vorschuss ist klar. Den Antrag werde ich direkt mitbringen und einreichen.
Wenn die Akte an das Zuständige Jobcenter dann geht, wird die Bearbeitung ja dann wieder verzögert, oder sehe ich das falsch?
 

FrauNachbarin

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Ja, das mit dem Vorschuss ist klar. Den Antrag werde ich direkt mitbringen und einreichen.
Wenn die Akte an das Zuständige Jobcenter dann geht, wird die Bearbeitung ja dann wieder verzögert, oder sehe ich das falsch?

...dass kann Dir denke ich keiner mit Sicherheit beantworten.
:icon_rolleyes:

Aber, wenn die Akte angelegt ist, die Freundin Geld bekommt, dann umzieht, ist die Mühle doch am laufen. Sie wird dann sicher einen Termin beim "neuen" SB bekommen, ihren Antrittsbesuch abhalten und dann dreht sich die Mühle weiter.

Falls ich da falsch liege, bitte korrigieren:icon_kratz:
 

ikarus1

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...dass kann Dir denke ich keiner mit Sicherheit beantworten.
:icon_rolleyes:

Aber, wenn die Akte angelegt ist, die Freundin Geld bekommt, dann umzieht, ist die Mühle doch am laufen. Sie wird dann sicher einen Termin beim "neuen" SB bekommen, ihren Antrittsbesuch abhalten und dann dreht sich die Mühle weiter.

Falls ich da falsch liege, bitte korrigieren:icon_kratz:
Das Problem ist, dass das jetzt der Termin zur Antragsabgabe ist. Wie gesagt, den Antrag hat sie postalisch eingeschickt und dann wurde sie eingeladen Anfang April (nachdem wir nachhakten).
Dann blieb die ganze Kacke liegen und jetzt erst am Montag (und das auch "nur ausnahmsweise, eigentlich hat der SB keine Termine mehr frei") hat meine Freundin der Termin, um ihre ganzen Unterlagen abzugeben.

Meine Sorge ist halt, dass der SB sich das anguckt und sagt: Ja, dann bearbeite ich das gar nicht weiter und gebe das ab an das zuständige JobCenter.
Und dann kann meine Freundin dort wieder einen Termin in 2 Wochen oder so abwarten.

Das ist das, was wir nicht möchten, weil es ja schon ewig so geht. Und die sagen uns ja: Geld fließt ja, also kann sie ja warten, bis alles bearbeitet ist.
 

FrauNachbarin

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SGB 1 § 16 Abs. 1 regelt, dass jeder Leistungsträger solche Anträge entgegenzunehmen hat. Abs. 2 sagt, dass Anträge unverzüglich an den zuständigen Leistungsträger weiterzuleiten sind und Abs. 3, dass die Leistungsträger verpflichtet sind, dafür Sorge zu tragen, dass unverzüglich korrekte Anträge gestellt und unvollständige Angaben ergänzt werden. Theoretisch könntest Du den Antrag auch beim Einwohnermeldeamt abgeben, denn die wären dann verpflichtet, Deinen Antrag schnellstens an die richtige Stelle weiterzuleiten. Ist natürlich zeitaufwendig. Das will man ja vermeiden. Ich bin echt nicht schlüssig, was bei Euch am Gescheitesten ist:icon_kratz:
Warte mal, da kommen ganz sicher noch hilfreichere Antworten.

LG
 

ikarus1

Elo-User*in
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Update:
So, jetzt haben wir am Freitag beim SG die einstweilige Anordnung beantragt. Und heute morgen wollten wir bei der (endlich stattfindenden Antragsabgabe) einen Vorschuss beantragen (im Jobcenter). Der SB meinte, damit müssten wir zum Arbeitsamt, da sie ALG1 bezieht.
Aber, so der SB, das sei eigentlich nicht nötig, weil er das heute noch bearbeiten wird und meine Freundin am Mittwoch das Geld auf dem Konto hat.

Bin mal sehr gespannt.
 
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