Antrag Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - Haushaltsgemeinschaft

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Lorentz

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Guten Tag,

momentan beziehe ich noch ALG2, nach längerer Zeit des hin und hers ist nun die Prüfung anscheinend beim Rententräger durch und ich erhielt vom Sozialamt hier einen Brief, dass ich unverzüglich einen Antrag stell soll.

Ich habe den Antrag ausgedruckt und nun will ich fragen ob ich die Familienverhältnisse inklusive Einkommen und Vermögen angeben muss? Beim ALG2 musste ich das nicht machen, da ich keine Bedarfsgemeinschaft mit meiner Mutter und Schwester führe und auch nicht gemeinschaftlich wirtschaften.
Ich lebe zur Untermiete/Kostenbeteiligungsvereinbarung bei meiner Mutter, die momentan selber arbeitslos ist und Arbeitslosenversicherung bezieht. Meine Schwester ist in Ausbildung. Ich bin weit über 25 Jahre alt.
Wie soll ich da verfahren? Namen erwähnen aber ansonsten nichts angeben? Meine Mutter kann ja auch ein Schreiben aufsetzen, in der Sie schreibt, dass nicht gemeinschaftlich gewirtschaftet oder sonstiges wird. Ist das bei der Grundsicherung anders geregelt?

Und wie sieht das mit der Mietübernahme aus?
Beim Jobcenter gab es nie Probleme, es wurde einfach der Hauptmietvertrag meiner Mutter kopiert sowie eine Vereinbarung zwischen mir und meiner Mutter mit der Kostenbeteiligung.
Wenn ich den Antrag noch in diesem Jahr in den Briefkasten einwerfe, zählt dann noch der Dezember oder erst im Januar? Laut Jobcenter werde ich noch solange ALG2 bekommen bis mir Grundsicherung gewährt wird.

Ich habe nun Angst und das ist schon alles sehr belastend für mich.

Danke

EDIT:


Was ich vergessen habe, was grundsätzlich wichtig ist.

HzL oder Grundsicherung?
Laut Brief wurde ich auf Zeit erwerbsunfähig eingestuft durch den Rententräger, und da steht dass ich dann auf Leistungen nach 3.Kapitel SGBXII Anspruch hätte.
Aber das wäre ja Hilfe zum Lebensunterhalt?
Im letzten Absatz schreiben die dann, dass ich umgehend Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen solle, das ist aber nicht das Gleiche?
Bei HzL hätte ich eine vielfach höhere Belastung, weil ich gelesen habe, dass auch Angehörige geprüft werden.

Wie soll ich fortfahren, soll ich trotzddem Grundssicherung ankreuzen und wenn es abgelehnt wird, wird weiter ALG2 bezahlt?
 
Zuletzt bearbeitet:

Lorentz

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Es tut mir Leid, wenn mein Eingangstext komplett inkohärent ist.
Ich bin ganz schön mental mitgenommen von der ganzen Sache, und es ist einfach zusätzlich belastend und ich weiß nicht ob ich das packe.

EM-Rente ist etwas anderes als Grundsicherung/Hilfe zur Lebenssicherung.
Reicht es, wenn ich bei der deutschen Rentenversicherung dne R0100 Antrag abgebe? Kann ich einfach einen formlosen Antrag abgeben mit Kopie des Schreibens vom Sozialamt? Druckertinte ist knapp und allein der Grundantrag ist 25 Seiten mächtig.

Die Sache ist folgend: Ich erfülle sowieso nicht die Voraussetzung für die Mindestversicherungszeiten, weil ich außer irgendwann mal einen Ferienjob nichts eingezahlt habe.
Kann ich das einfach nicht beim formlosen Schreiben vermerken, sodass die DRV schnell einfach ein Ablehnungsbescheid austeilt?
Das benötigt wohl das Sozialamt, weil Sozialhilfen nur nachrangig gewährt werden.

Es ist Jahresübergangszeit und ich will einen Termin bei einem DRV Berater machen, aber die sind hier wohl laut Onlinestatus alle ausgebucht, was nun?
Einfach selber formloser Antrag plus Hinweis auf fehlender Voraussetzung für schnellere Entscheidung?
 

Lorentz

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Ich bin momentan einfach in Panikmodus und habe nun pure Existenzängste, fühle mich komplett paralysiert.

Wieso erfahre ich indirekt über das Sozialamt, dass der Rententräger entschieden hat, dass ich auf Zeit erwerbsunfähig bin?
Vom Rententräger habe ich bisher nichts bekommen, auch nichts weiter von Jobcenter gehört.

Die Geschichte mit DRV hat damit angefangen, dass meine Psychiaterin ein Attest geschrieben hat, dass ich auf nicht absehbarer Zeit arbeitsfähig bin.
Dann musste ich beim DRV etwas beantragen, veranlasst durch das JC. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber es müsste wohl die Prüfung auf Erwerbsfähigkeit gewesen sein, das dauerte nun etwa ein halbes Jahr und jetzt vor etwa 1 Woche kam dann eben der Brief des Sozialamts.
Das Jobcenter schrieb vor einigen Monaten, dass ich bis ich woanders unterkomme, weiterhin Leistungen gezahlt werden, stimmt das nun jetzt auch, wenn ich jetzt angeblich offiziell auf Zeit erwerbsunfähig eingestuft wurde?
Das Sozialamt würde mir dann aber auch keine Grundsicherung gewähren, da nur auf Zeit erwerbsunfähig.

Wie stelle ich nun am besten den Antrag bei der DRV, was dann wohl abgelehnt wird?
Online, oder einfach erstmal formlos mit der Bitte um die Sendung aller Formulare? (Mein Tintendrucker ist fast leer).
Werden die nicht wieder ärtzliche Atteste und so weiter verlangen, oder werden die schon im System haben, dass die Erwerbsfähigkeit geprüft wurde von DRV?
Beratungstermine sind hier mit mehreren Wochen verbunden.
Sozialamt klingt drohend, dass ich umgehend eine EM-Rente beantragen soll und einen Nachweis liefern muss.

Ich weiß nicht ob ich das alles packe.
 
E

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Jetzt mal langsam eins nach dem anderen, schalt erstmal den Panikmodus aus.

Optimal wäre es, wenn du den Schriftverkehr mal einstellen könntest. Was hat man dir genau geschrieben?

Wenn du die Mindestbeitragszeiten nicht erfüllst und einen EM-Rentenantrag stellst, dann erfolgt keine medizinische Prüfung durch die DRV, dein Antrag wird sofort abgelehnt.

Dann muss das Sozialamt diese Pruefung bei der DRV beantragen, das kannst du nicht selber.

Vom Ergebnis dieser Pruefung hängt dann ab, welche Leistungen du fuer deinen Lebensunterhalt beantragen musst.

Deshalb muessen wir erstmal wissen, ob die medizinische Pruefung durch die DRV schon erfolgt ist und mit welchem Ergebnis (voll oder teilweise erwerbsgemindert, auf Dauer oder fuer begrenzte Zeit).

Wenn das Sozialamt diese medizinische Pruefung bei der DRV beantragt hat, weil du die Mindestbeitragszeiten nicht erfüllst, dann macht es wenig Sinn, jetzt einen ®entenantrag zu stellen.
 

Lorentz

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Das Jobcenter hat Mitte des Jahres veranlasst, dass ich bei der DRV einen Antrag stelle auf Erwerbsfähigkeit, das zogt sich etwas hin und nun erfahre ich durch das Sozialamt im Schreiben, dass ich eben durch den Rententräger als erwerbsunfähig auf Zeit eingestuft wurde.
Und mir stehe Anspruch nach HzL zu, keine Grundsicherung.
Außerdem schrieb man mir, dass ich unverzüglich einen EM Rente beantragen soll, und einen Nachweis davon liefere.

Vom DRV habe ich selber gar nichts bekommen.
Ich habe gelesen, dass ich Sozialhilfe nur nachrangig gewährt wird.
Kann ich den Prozess beschleunigen beim DRV, da ich sowieso nicht die Mindestbeitragszeiten annähernd erfülle?

Panik ja, ich bin sowieso nicht belastbar, und nun bin ich ein Spielball des Jobcenters, Sozialamts und DRVs und bin relativ im Unklaren gelassen.
Ich kann den ganzen Papierkram und das hin und her nicht erledigen, weswegen ich einen Termin mache bei der Beratungsstelle des DRVs, den ich das Sozialamt mitteile zusammen mit den 2 unterschriebenen Merkblättern und einer Kopie des Passes.
Die wollen all diese Unterlagen schon mal, weiß nicht wieso, weil ich ja eigentlich noch beim Jobcenter bin, zumindest läuft meine ALG2 Weiterbewillungsleistung noch bis Mitte nächsten Jahres.
Ich weiß nicht wie ich das durchstehen werde, meine Existenz ist sowieso nicht viel wert.

Sorry, wenn ich so wertlos bin, ich wünschte es wäre alles anders.
 

Lorentz

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Ich weiß es nicht mehr genau, ich glaub es war ein Vordruck des Jobcenters.
Ich denke es muss dieses R0210 Formular gewesen sein. Ich hatte in jedem Fall letztens im August noch einen Brief von der Reha/Sozialmedizin-Abteilung der DRV erhalten.

Es wird aber immer verwirrender, dort steht nämlich im Betreff, dass es um den
Antrag auf Leistungen der Grundsicherung
ginge.
Ich hätte noch nicht den Vordruck rgs 410 ausgefüllt und ich sollte mich mit meinen behandelnden Arzt in Verbindung setzen.
Ich hatte aber schon allerlei Sachen zuvor vom Arzt erhalten und abgeschickt und daraufhin habe ich es dann nochmals abgeschickt und zusätzlich Schweigepflichtsentbindungen, damit die selber bei der psychiatrischen Institution alles anfordern können.

Geht das überhaupt, eine Feststellung der Erwerbsunfähigkeit durch den Rententräger ohne direkt einen Antrag auf EM-Rente.
Ich habe die ganzen Sachen schon mental verdrängt und vergessen, habe mich stets einfach auf die Weisung des Jobcenters verlassen.
 
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Lorentz

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Ok, ich glaube nun ich kann es einigermaßen wieder rekonstruieren.
Ich bekam irgendwann ein Schreiben vom Jobcenter ich solle beim Sozialamt Grundsicherung beantragen, was ich auch gemacht habe. Beim Grundsicherung wiederum erhielt ich nach Antrag mitte des Jahres stattdessen ein paar Vordrucke, die ich oder das Sozialamt an das DRV weitergeleitet haben, wahrscheinlich zur Prüfung der Erwerbsfähigkeit durch das DRV und die Reha/Sozialmedizin-Abteilung.

Habe gerade mich überwunden und bei der örtlichen DRV-Stelle angerufen, aber die sind erst im nächsten Jahr wieder verfügbar und die Terminbuchung online geht nicht, weil angeblich es keine freien Plätze gibt bis Ende März nächsten Jahres.
 
E

ExUser 2606

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Gewöhn Dir nite an, von allen Unterlagen, die Du rausgibst eine Kopie für Deine Unterlagen zu machen und abzuheften. So ist es sehr schwer, Dir zu helfen.

Du erscheinst mir auch wirklich überfordert. Hast Du vor Ort niemanden, der Dich unterstützen kann?
 

Lorentz

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Guten Tag,
momentan nicht.

Aber wie gesagt, langsam verstehe ich nun den Prozess.

Jobcenter erhält vom Arzt ein Attest der Erwerbsunfähigkeit -> Jobcenter fordert mich auf Grundsicherung zu beantragen -> Sozialamt interessiert der Antrag nicht, und ich muss erst einmal die Erwerbsfähigkeit durch den Rententräger prüfen lassen (was dann über ein halbes Jahr gedauert hat, und mit Missverständnisse aufgrund fehlerhafter Kommunikation) -> Erhalte dann vom Sozialamt auf einmal ein Schreiben, in dem steht, dass Rententräger mich auf Zeit erwerbsunfähig eingestuft hat und ich EM-Rente beantragen muss
Nun ja, stand nun ist, dass ich einen Termin bei der Rentenberatung gemacht habe um dort die Formulare zu erhalten und mit deren Hilfe es dort abschicke.
Mehr kann ich nicht machen, bin mental schon sehr belastet wegen dieser ganzen Geschichte.

Am Ende schieben die ganzen Ämter/Institutionen mich hin und her und es scheint kein Ende zu nehmen.
 

Lorentz

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HILFE! Anderes relevantes Thema.

Ich bekam heute 2 Briefe vom Jobcenter, mir werden die ALG2 Leistungen aufgehoben, ab dem 01.02.2019, komplett.
Begründung ist, dass die Erwerbsfähigkeit weggefallen ist. Dazu dann etliche Blätter an Gesetzestexte von §7 SGB II

Normalerweise wäre der Bewilligungsantrag vom letzten Jahr bis Mai gegangen.
Im 2.Brief dann nochmalige Erinnerung an den neuen Ablauf des Bewilligungszeitraumes, mit einem Weiterbewillungsantrag? Was soll das?

Beide Briefe sind ohne Namen eines Sachbearbeiters sogar.
Was mache ich nun? In einem früheren Schreiben hieß es, dass ich solange ALG2 bekomme, bis ich Sozialhilfe stattdessen gewährt bekomme.
 

Lorentz

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Hilfe, ich bin mental ziemlich am Ende als Spielball zwischen Jobcenter, Sozialamt und DRV.

Durch Rententräger wurde ich auf Zeit als voll erwerbsunfähig eingestuft. Diese Prüfung wurde vom Sozialamt veranlasst, nachdem ich dort auf Foderung des Jobcenters vor etlichen Monaten einen Antrag auf Sozialhilfe gestellt habe.
Diese Information erhielt ich kurz vor Weihnachten in einem Schreiben, in dem ich erst einmal EM-Rente beim DRV beantragen soll.

Und nun heute die nächste schlechte Überraschung, Aufhebung meines weiterbewilligten ALG2s, nur noch für Januar wird mir Leistung gewährt.
Begründung: Wegfall der Erwerbsfähigkeit, Entscheidung nach §40 Abs.1 und 2, SGB II und § 330 Abs.3 SGBIII in Verbindung mit § 48 Abs.1 SGB X und §§§7 Abs.1, 8 SGBII
In dem 2.Brief dann der Hinweis des Ablauf des Bewilligungszeitraumes mit Weiterbewilligungsantrag? Warum?


Vor einem halben Jahr habe ich aber ein Schreiben vom Jobcenter erhalten, in dem klar steht, dass ich
Arbeitslosengeld II wird bis zur Bewilligung der Sozialhilfe weitergewährt.

Die wissen doch, dass ich sowieso nicht belastbar, und zudem einen Schwerbehindertenausweis habe, wieso behandeln die mich so?
Bis der DRV entscheidet, wird wohl das Sozialamt nicht mal daran denken meinen Antrag auf Sozialhilfe zu bearbeiten, und nach der Entscheidung wird das Sozialamt wohl auch seine Zeit brauchen bis zur deren Entscheidung.

Was mache ich nun? Wenn ich Widerspruch mit Kopie des Schreibens beilege, was passiert dann?
Soll ich den Aufhebungsbescheid und das alte Schreiben auch an das Sozialamt schicken mit der Bitte, dass sie auch vor der Entscheidung der EM-Rente (ich erfülle nicht mal die Mindestversicherungszeiten) Sozialhilfe gewähren?

Ich weiß nicht wie lange ich das jetzt nun durchhalte.
 

Lorentz

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Entschuldigung, aber ich bin nervlich am Ende.
Und ich dachte, dieses Thema gehört dann eher spezifisch unter ALG2.

Das hängt aber halt alles zusammen.
 

Larsson

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Also irgendwie stimmt da etwas nicht oder du gibst hier unwissentlich Fakten falsch wieder.
Wenn die Rentenversicherung entschieden hat, dass du voll erwerbsgemindert bist, dann braucht dich kein Amt dazu auffordern einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, das ist doch Quatsch. Ausserdem hättest du dann zu einer Begutachtung der DRV gemusst, wurdest du über die DRV begutachtet? Das musst du doch wissen, hättest ja dann mit einem Gutachter gesprochen.
Ich gehe mal davon aus, dass entweder der äD vom Jobcenter dich für erwerbsgemindert hält und dich somit zum Sozialamt abschieben will. Das Sozialamt aber ist erst zuständig, wenn die DRV über deine Erwerbsminderung entschieden hat, somit fordert dich das Sozialamt auf Erwerbsminderungsrente zu beantragen? Ist das so?
Bitte bringe erst mal Ordnung in diese ganze Abfolge, sonst kann man dir nicht vernünftig helfen.
 

Lorentz

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Also, es ist so wie es ist, oder ich habe ein paar Briefe nicht erhalten. Die Kommunikation war wirklich dürftig und ich wurde im Dunkeln gelassen.

Ich bin wie gesagt voll erwerbsgemindert, aber auf Zeit.
Die Begutachtung der DRV fand ohne meine Anwesenheit statt, Entscheidung mit Hilfe der Akten (bei mir ist es nach so vielen Jahren psychiatrischer Behandlung relativ umfangreich). Ist das nicht normal, das war schon bei der Begutachtung durch den Amtsarzt der Arbeitsagentur so?

Ich kann mich schlecht ausdrücken, aber ich versuche es nochmals.

äD vom Jobcenter stuft mich erwerbsgemindert ein aufgrund eines Attest durch den Psychiater und hat mich aufgefordert Sozialhilfe zu beantragen. Das war vor über einem halben Jahr.
Das habe ich gemacht, aber das Sozialamt hat meinen Antrag ignoriert und stattdessen Anlagen gegeben, die beim Rententräger eingereicht werden sollen zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit.
Das habe ich auch gemacht und etwa ein halbes Jahr später kurz vor Weihnachten habe ich vom Sozialamt eben den Brief erhalten, den ich oben eingangs beschrieben habe.
Und nun im neuen Jahr 2 Briefe vom Jobcenter, in dem steht, dass meine Leistungen aufgehoben werden ab Anfang Februar.
Vom DRV habe ich keinen Brief erhalten, dass ich voll erwerbsgemindert auf Zeit eingestuft wurde.

Ich habe durch Eigenrecherche folgendes gefunden:

Jobcenter muss nahtlosen Übergang in die Grundsicherung sicherstellen

In einem früheren Schreiben mit persönlichen Ansprechpartner beim Jobcenter, wurde mir versichert, dass bis zur Gewährleistung von Sozialhilfe, weiter ALG2 gewährt wird. Der Aufhebungsbescheid wurde maschinell erstellt ohne Namen und Unterschrift.

Ich beantrage EM-Rente am 08.Januar, wenn ich dann den Termin bei der Beratungsstelle habe. Aber bis zur Absage durch den DRV (da Mindestbeitragszeiten nicht erfüllt) dauert das.
 

Larsson

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Bitte stelle das Schreiben vom Sozialamt anonymisiert hier rein. Oder tippe den genauen Wortlaut ab.
Wenn die Rentenversicherung etwas entschieden hat, dann muss sie dir das mitteilen und ein erneuter Antrag deinerseits würde überhaupt keinen Sinn machen. Das der äD des JC gerne nal ein Gutachten erstellt aufgrund eines ärztl. Berichtes und ohne mit dem Mensch selbst zu sprechen, das ist nicht ungewöhnlich. Ich bin mir aber schon sehr sicher, dass die DRV das so nicht macht, die begutachtet nicht einfach mal so nach Aktenlage, sondern du musst schon zum Gutachter selbst.
Und solange, wie die DRV nicht über deine Erwerbsminderung entschieden hat, ist das JC für dich zuständig, ob sie wollen oder nicht. Leider versucht das JC immer wieder Menschen in die Sozialhilfe abzuschieben, aber das nur als Nebeninfo.
Also nochmal die Frage: Wer genau hat dich für Erwerbsgemindert erklärt? Deswegen bitte das Schreiben vom Sozialamt einstellen oder abtippen und nicht das wiedergeben, was du glaubst daraus zu lesen.
Wenn das geklärt ist, kann man dir erklären, wie du weiter verfahren musst.
 

Lorentz

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Larrson, du missverstehst mich immer noch.
Ich bin immer den Anweisungen der jeweiligen Institution gefolgt, und ich habe beim DRV etliche Befunde, Atteste und Schweigepflichtsentbindungen abgegeben, damit diese meine Erwerbsfähigkeit prüfen.

Hier habe ich nun die 3 wichtigen Briefe hochgeladen.
Entschuldigung für die schwarzen Kleckse, aber ich bin psychisch echt am Ende jetzt.
Aber mir war schon bewusst, dass ich als Abfallmensch zwischen den Ämtern hin und hergeschoben werde.
Der Prozess hat im letzten Jahr im Frühling angefangen, seitdem Anspannung und existentielle Ängste, die sich nun jetzt bestätigen.
 

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Larsson

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Ok, Danke fürs hochladen, die Kleckse sind nicht schlimm, alles gut, muss ja anonym sein.
Das Landratsamt hat wohl ebenso keine Ahnung was es denn so schreibt. Es gibt keine Erwerbsunfähigkeitsrente mehr, es gibt nur eine Erwerbsminderungsrente. Und auf welcher Grundlage die beim Rententräger eine Erwerbsminderung sehen bleibt ein Fragezeichen, denn die DRV hat da wohl nix entschieden, sonst würden sie dich nicht zum Antrag auffordern. Alles sehr suspekt.

Du solltest folgendermassen vorgehen. Stelle einen Antrag bei der DRV auf Erwerbsminderungsrente, den Antrag lass dir schriftlich bestätigen. Mit dieser Bestätigung gehst du zum Jobcenter, denn solange die DRV dich nicht erwerbsgemindert erklärt ist das Jobcenter zuständig und sie müssen den Ausgang der Überprüfung abwarten und bis zu einer Entscheidungen deine Leistungen zahlen. Das Sozialamt wird dir erst Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung, je nach dem ob dauerhaft oder auf Zeit berentet, gewähren. Und da kann sich das Jobcenter auch nicht rausreden, das ist für dich zuständig bis die DRV über deinen Antrag entscheidet.
So ist die Rechtliche Lage.
Um sicher zu gehen, kannst solltest du die Antragsbestätigung auch beim Landratsamt vorlegen, die wollen das ja auch, da würde ich dann aber von denen auch eine schriftl. Zusicherung fordern, dass sie dir Hilfe zum Lebensunterhalt gewähren, auch wenn die DRV noch nicht entschieden hat, müssen tun sie es nicht, aber da deren Brief schon auf völlig falschen Vorraussetzungen fusst, hast du vielleicht Glück und sie gewähren es, manche tun es, manche nicht. Aber das sollen die dann wirklich schriftlich bestätigen, denn die Rechtsgrundlage ist die Zuständigkeit beim Jobcenter.

Bäh, das ist alles wirklich widerlich, wie die mit Menschen manchmal umgehen. Und für die Rente kannst du dir auch ein dickes Fell zulegen, evtl.
 
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Lorentz

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Wieso schreibt dann das Landratsamt, dass dies schon entschieden wurde vom Rententräger?
Wie gesagt, ich habe definitiv etliche Sachen an das DRV zur Prüfung der Erwerbsfähigkeit abgegeben, aber von DRV habe ich nichts mehr gehört.
Ich habe das Gefühl, dass der Rententräger eben das Sozialamt benachrichtigt hat, und ebenso das Jobcenter.

Ich gehe morgen zum Sozialamt, und versuche ohne Termin als Notfall sozusagen mit der Bearbeiterin kurz zu sprechen. Zwischen Sozialamt und Jobcenter herrscht wohl auch mangelnde Kommunikation.
 

Larsson

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Wieso das Landratsamt dir das schreibt weiss ich nicht. Es schreibt ja aber auch von Erwerbsunfähigkeitsrente, die gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Es gibt nur noch eine Erwerbsminderungsrente.
Und hätte die DRV etwas entschieden, dann hättest du von dieser einen offiziellen schriftl. Bescheid bekommen müssen.
 

Lorentz

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Ich kann nicht mehr , ich wünschte ich wäre nicht so wertlos. Dieses ganze hin und her und das im Dunkeln sein, macht mich schon seit letztes Jahr fertig.
Das Sozialamt und die Sachbearbeiterin wird mich bestimmt abwimmeln, was dann? Zum Jobcenter rennen und mich dort von den Leuten niedermachen lassen?

Soll ich den Aufhebungsbescheid widersprechen? Ich bekomme noch keine Sozialhilfe. Die haben doch selber geschrieben, dass ich ALG2 bekomme solange ich noch nicht Sozialhilfe gewährt wurde.
Und dazu habe ich auch die Entscheidung des Sozialgerichts in Kiel gefunden.

Und für die Rente kannst du dir auch ein dickes Fell zulegen, evtl.

Wie ist das gemeint? Wird mir auch noch das DRV Ärger machen? Eine Chance auf EM-Rente besteht aber nicht, da ich nicht mal die Mindestbeitrags/versicherungszeiten erfülle. Es wäre wünschenswert, wenn ich irgendwie den Prozess der Ablehnung beschleunigen könnte.
 
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