Antrag Erwerbsminderungsrente (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

aidafan301

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 März 2012
Beiträge
218
Bewertungen
74
Hallo,

da ich aus meiner Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig entlassen wurde, habe ich im Juni den Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Der Rentenberater hat direkt mit der DRV Berlin gesprochen, dass mein Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgewandelt wird. Mir ist ja schon ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich nicht zu einem Gutachter muss (hat die DRV gesagt). Alle Unterlagen, die die DRV haben wollte (waren nicht viele, da sich die DRV wohl hauptsächlich auf den Reha-Abschlussbericht stützt), habe ich über den Rentenberater eingereicht. Angeblich soll das ganze Verfahren recht schnell gehen. Die Unterlagen sind jetzt über 3 Monate weg und zwischendurch habe ich mal direkt angerufen, um den Bearbeitungsstand zu erfahren. Zuletzt hieß es, dass die Ärzte eine Info meiner Krankenkasse benötigen. Diese Info wäre schon seit 4 Wochen wieder da. Heute kam Post der DRV und ich dachte, ich bekäme jetzt endlich mal eine Bescheid, da diese Warterei unerträglich ist. Aber es waren zwei Formulare, die mein Neurologe und auch meine Hausärztin ausfüllen muss. Also wird es wieder dauern.

Nun heißt es in dem Schreiben an die Ärzte:

Ihr Patient hat einen Antrag auf Rente gestellt..............

Wir wollen Ihre ärztlichen Erkenntnisse über das Krankheitsbildes des Antragstellers einbeziehen. Die medizinischen Angaben sind für uns vor allem unter dem Gesichtspunkt von Interesse, inwieweit die Erkrankungen für das Erwerbsleben Ihres Patienten einen leistungsmindernden Einfluss haben. Deshalb erbitten wir vor allem Angaben über Funktionsstörungen und nicht nur über Diagnosen.


So. Mein Neurologe kommt damit klar, denn ich denke, er wird so etwas häufiger ausfüllen. Anders meine Hausärztin. Ihr werde ich wohl wieder genau vorgeben müssen, was einzutragen ist, da sie in solchen Dingen sehr hilflos bzw. unwissend ist. Hinzu kommt, dass ich in letzter Zeit nicht mehr so oft bei ihr war, da ich hauptsächlich zu meinem Neurologen gehe.

Könnt Ihr mir helfen? Worauf muss geachtet werden? Welche Funktionsstörungen sind gemeint, wenn es um Depressionen, Angstzuständen und Panikattacken geht.

Ich wäre Euch so dankbar, denn ich habe meinen Termin bei meiner Ärztin schon morgen.

LG
Gaby
 

alexander29

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
1.527
Bewertungen
373
Du könntest deinen Neurologen bitten, sich mit der Hausärztin in Verbindung zu setzen; oder umgekehrt.
Dann können die beiden sich austauschen.

Ich persönlich würde das so machen, dass die Hausärztin, wenn sie keinen "Textvorschlag" vom Neurologen bekommt, dass ich sie bitten würde, einen Brief zu schreiben; ungefähr so.

Da ich die Patientin in der Letzen Zeit nur noch sporadisch gesehen habe, sie sich also nicht in regelmäßiger Behandlung bei mir befindet, ich zudem keine Fachärztin für Psychiatrie bin; sich der Zustand von XXX in den letzten Monaten verändert hat, sehe ich mich nicht in der Lage, eine ärztlich fundierte Stellungnahme abzugeben.
Oder so ungefähr.
 

aidafan301

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 März 2012
Beiträge
218
Bewertungen
74
Du könntest deinen Neurologen bitten, sich mit der Hausärztin in Verbindung zu setzen; oder umgekehrt.
Dann können die beiden sich austauschen.

Ich persönlich würde das so machen, dass die Hausärztin, wenn sie keinen "Textvorschlag" vom Neurologen bekommt, dass ich sie bitten würde, einen Brief zu schreiben; ungefähr so.

Da ich die Patientin in der Letzen Zeit nur noch sporadisch gesehen habe, sie sich also nicht in regelmäßiger Behandlung bei mir befindet, ich zudem keine Fachärztin für Psychiatrie bin; sich der Zustand von XXX in den letzten Monaten verändert hat, sehe ich mich nicht in der Lage, eine ärztlich fundierte Stellungnahme abzugeben.
Oder so ungefähr.
Danke Dir für Deine Antwort. Könnte mir das auch nicht negativ ausgelegt werden, so nach dem Motto, wenn sie nicht regelmäßig zum Arzt geht, dann hat sie auch nichts?

Ich glaube, ich schlage ihr tatsächlich vor, sich mit dem Neurologen kurzzuschließen.

Weiß noch jemand, was Funktionsdiagnosen bzw. Funktionsstörungen sind? Hiervon ist nämlich die Rede und die möchte die DRV haben.

LG
Gaby
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du wegen deiner Gesundheitsstörungen bei einem Facharzt in Behandlung bist, ist hauptsächlich dieser zuständig. Man wird dir da kaum vorwerfen können, nicht ständig den Hausarzt aufzusuchen. Falls du überhaupt keinen Arzt aufsuchen würdest, wäre dies eine andere Sache.

Funktionsdiagnosen sind, wie im Schreiben geschildert, die Auswirkungen der Erkrankung auf das Arbeitsleben beziehungsweise das, was in diesem Zusammenhang relevant ist. Beispiel: jemand kann nichts Schweres mehr heben, keine längere Arbeit im Stehen verrichten oder keine Arbeit mit Kundenkontakt verrichten. Es geht dabei also nicht um die medizinischen Hintergründe, sondern die praktischen Auswirkungen.
 

flowerpowe

Elo-User*in
Mitglied seit
29 Februar 2012
Beiträge
122
Bewertungen
21
Hallo,

also: Bei den Funktionsstörungen ist das einzutragen, was dich eben im Alltag beeinträchtigt..... z.B. Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit usw.... Deine Neurologin weiß das sicher - und wenn sie die Fachärztin ist, wiegt das wohl mehr als das Formular der Hausärztin. Ich nehme an, bei der Neurologin oder bei einem Therapeut bist du ja auch regelmäßig, oder?

Ein Gutachter-Termin steht nicht mehr an?
Wenn sie in der Reha schon vorgeschlagen haben, daß du Rente beantragen sollst, und du AU entlassen wurdest, stehen die Chancen bestimmt nicht schlecht!

Übrigens - wegen Depris und posttraumatischer Belasstungsstörung ist meine Rente durch, ging innerhalb von 4 Monaten.
 

aidafan301

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 März 2012
Beiträge
218
Bewertungen
74
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Hilfe.

Ich war heute 2 Stunden bei meiner Hausärztin.:icon_rolleyes:

Ich habs gewusst, dass sie ziemlich unbeholfen ist in solchen Dingen. Jedenfalls hat sie für den ärztlichen Bericht die Diagnosen aus dem Reha-Bericht (habe ich zum Glück mitgenommen) übernommen.
Bei den Funktionsstörungen hatte ich mir selber vorab eine Liste gemacht, welche Probleme bei mir entstanden sind:

Konzentrationsstörungen
Schlaflosigkeit
teilweise aggressives Verhalten
plötzliche Weinkrämpfe
Hilflosigkeit
Orientierungslosigkeit
Magen- und Darmbeschwerden
Kopfschmerzen
Schulter- und Nackenschmerzen
Innere Leere
Rückzug sozialer Kontakte
Vermeidung von Menschenansammlungen

Im Nachhinein ist mir dann noch die Abgeschlagenheit und Müdigkeit eingefallen, aber ich hoffe, das ist nicht ganz so schlimm?

Statt das Formular sofort auszufüllen, hat sie sich alles auf kleine Notizzettel geschrieben; ich hoffe, sie steigt da noch durch. Ich kann es mir Freitag abholen und bin gespannt, ob es nicht zu meinem Nachteil ausgefüllt wird. Sie ist sehr bemüht, aber so oft macht sie so etwas wohl nicht. Meine Hoffnung ist mein Neurologe, der wahrscheinlich mehr Erfahrung mit solchen Dingen hat.

LG
Gaby
 
Oben Unten