Antrag Erwerbsminderungsrente und Krankengeld

hilschu

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Hallo,
einem Verwandten von mir, der seit vielen Monaten krankgeschrieben ist wegen Herzinsuffizienz, wurde von der Krankenkasse gesagt, dass er weiterhin Krankengeld beziehen kann, solange sein Antrag auf Erwerbsminderungsrente läuft.
Da die vorher von der Krankenkasse gesetzte Frist zum Beantragen der EMrente in sechs Wochen ausläuft, sind wir nun nicht sicher, ob der Antrag auf EMrente bis dahin durchgehen kann. Geht die Zahlung des Krankengeldes dann wirklich weiter, wenn der Ablauftermin für das Krankengeld überschritten wird? Was kann einen sonst da noch erwarten?
 

Beasterhasi

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Wenn der Arzt weiter AU schreibt muss die Krankenkasse bis Ende der 72. Woche Krankengeldzahlung der Kasse ( also bis zur Aussteuerung) weiterzahlen.
(Da kommt aber noch extra ein Brief der KK was man weiter tun muß um Leistungen zu erhalten.)
Danch würde dann meines Wissens nach ALG1 Meldung mit §145 Nahtlosregelung gelten, d.H. man würde solange ALG1 nach Antrag bekommen wie die
Entscheidung der DRV dauert.

eht die Zahlung des Krankengeldes dann wirklich weiter, wenn der Ablauftermin für das Krankengeld überschritten
Der Ablauftermin für Krankengeld ist nach 78 Wochen Krankengelzahlung ( incl, 6 Wochen Entgeldweiterzahlung durch den Arbeitgeber)erreicht, nicht durch Ende der Frist für
EMR Antrag.
 

ABSW

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Hallo hinschu,

nach § 51 SGB V hat die Krankenkasse grundsätzlich das Recht, Versicherten, deren Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder gemindert ist, eine Frist von zehn Wochen zu setzen, innerhalb der sie einen Antrag auf Leistungen zur Reha und zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen haben.

Grundlage ein MdK-Gutachten

Die Krankenkasse kann nicht zum RENENANTRAG auffordern.

Grundsatz Reha vor Rente
 

HermineL

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hilschu

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Danke für die Antworten. Die KK hat tatsächlich diese 10 Wochen-Frist gesetzt, innerhalb derer jetzt der Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt wird wegen des schlechten Gesundheitszustandes, da Reha leider nicht möglich ist.
Wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet diese 10-Wochen-Frist nicht die eigentliche Aussteuerung nach 78 Wochen, sondern eine vorzeitige Aufforderung aufgrund des Zustandes, wahrscheinlich lt. Angaben des Hausarztes.
Leider weiß ich nicht genau, wann die 78 Wochen um sind, da zwischendurch im letzten Jahr im August ein Arbeitsversuch stattgefunden hat, der leider abgebrochen werden mußte. Danach hat ein Mitarbeiter der KK einmal tel. mitgeteilt, dass die 78 Wochen im Frühling 2020 beendet wären. Allerdings war der Kranke insgesamt seit mindestens Februar 2018 krankgeschrieben, mit dieser kurzen Unterbrechung im August.

Würde das also bedeuten, dass wenn man der Aufforderung der KK nachkommt, die Frist hinfällig ist, zumindest bis zur Entscheidung der DRV?
 
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