Antrag des Gläubigers Restschuldbefreiung zu versagen

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Hartz4kasper

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Erstmal ein guten Morgen.
Mein aktuelles Problem scheint wohl nicht einfach zu lösen zu sein.

Also, ich habe im letzten Jahr mich aufgerappelt und mit einer Schuldnerberatung meine Privatinsolvenz angeleiert.

Habe mittlerweile auch einen Insolvenzverwalter und das zuständige Amtsgericht hat im Juni 2018 das Verfahren eröffnet.

Soweit so gut. Am 06.04.19 bekam ich Post vom AG in der mir mitgeteilt wurde, dass ein Gläubiger den Antrag auf versagen
der Restschuldbefreiung gestellt hat. Schlusstermin war 04.04.19 Eingang bei Gericht 02.04.19 per Fax.

Vorgeworfen wird mir den Gläubiger grob Fahrlässig oder bewusst nicht in die Gläubigerliste aufgenommen zu haben.

Rücksprache mit Insolvenzverwalter gab kein Ergebnis. Ist nicht zuständig - Aussage am Tel.
Rücksprache mit Schuldnerberatung kann man nichts machen, Schulterzucken.

Ich bekomme die verschiedensten Tipps, aber was geht wirklich?

Bin für jede Hilfe dankbar.
 

axellino

Super-Moderation
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Ich bekomme die verschiedensten Tipps, aber was geht wirklich?

Lege uns doch mal diesbezüglich, die erhaltenen verschiedenen Tipps ein wenig näher, denn wenn schon deine Insolvenz begleitende Schuldnerberatung auf den Versagungsantrag, nur ein Schulterzucken und kann man nichts machen übrig hat, dann kanns ja mit diesen erhaltenen verschiedenen Tipps eigentlich nicht weit her sein und darum möchte mich persönlich auch gar nicht weiter zu dem, aber was geht wirklich äussern, kenne hier im weiteren auch sowieso keine Details zu.

Nach § 290 Abs. 1 Nr. 6 InsO ist die Restschuldbefreiung durch Beschluss zu versagen, wenn dies von einem Insolvenzgläubiger, der seine Forderung angemeldet hat, beantragt worden ist und wenn der Schuldner in der nach § 287 Abs. 1 S. 3 InsO vorzulegenden Erklärung und in den nach § 305 Abs. 1 Nr. 3 InsO vorzulegenden Verzeichnissen seines Vermögens und seines Einkommens, seiner Gläubiger und der gegen ihn gerichteten Forderungen vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht hat.

Fakt ist nunmal, das man die Antragsunterlagen vor seiner persönlichen Unterschrift gewissenhaft und auf Richtigkeit zu prüfen hat und dies auch, wenn aufgrund gemachter Angaben des Insolvenzschuldners und z.B. unter Mithilfe einer Schuldnerberatung, z.B. das Gläubigerverzeichnis erstellt wurde.

Zu deinem Anliegen gibt es ein intressantes Urteil des LG Hamburg v. 10.7.17, 326 T 181/16,
welches dem Versagungsantrag eines nicht im Gläubigerverzeichnis aufgeführten Gläubigers zustimmte. Schauhe ggfls. mal rein, um zu erkennen, was das Gericht diesbezüglich dazu bewogen hatte, hier die Restschuldbefreiung zu versagen.

LG Hamburg 10.7.17, 326 T 181/16
 
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