antrag berufliche reha (1 Betrachter)

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Flo75

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hallo ihr lieben, ich hoffe ich bin hier im richtigen unterforum.

ich habe vor einiger zeit eine medizinische reha gemacht und möchte nun einen antrag auf berufliche reha stellen.
der antrag an sich ist selbsterklärend, nur mit dem "kleingedruckten" bin ich unsicher.
wäre nett, wenn ihr was dazu sagen könntet...

antrag auf leistungen zur teilhabe am arbeitsleben nach dem sozialgesetzbuch - neuntes buch - sgb IX - rehabilitation und teilhabe behinderter menschen

eine behinderung habe ich nicht, aber das scheint trotzdem der richtige antrag zu sein. ich tippe euch das kleingedruckte mal ab:

10. medizinische leistungen vor leistungen zur teilhabe am arbeitsleben
hinweis: im rahmen der zuständigkeitsklärung bzw vor entscheidung über den antrag auf leistungen zur teilhabe am arbeitsleben wird vom rentenversicherungsträger auch geprüft, ob zunächst eine medizinische leistung zur rehabilitation (heilbehandlung) erforderlich ist. eine weigerung, an einer für nötig erachteten heilbehandlung teilzunehmen, kann zur ablehnung des antrages auf leistungen zur teilhabe am arbeitsleben führen.

sind sie grundsätzlich bereit, an einer heilbehandlung teilzunehmen? (ja/nein)
erste frage: da würde ich mich an diesem "grundsätzlich" aufhängen. erstmal bin ich natürlich grundsätzlich bereit dazu.
im speziellen kann man ja immer noch ablehnen, wenn man die heilbehandlung (warum auch immer) nicht für nötig/angebracht/zielführend hält.

ergo würde ich da "ja" ankreuzen, sehe ich das richtig?

11. information der antragsstellerin / des antragsstellers
daten, die wir im zusammenhang mit einem ärztlichen gutachten wegen der von ihnen beantragten leistungen erhalten haben, dürfen an einen anderen sozialleistungsträger (z.b. träger der grundsicherung nach dem sgb II, krankenkasse, rentenversicherungsträger, versorgungsamt oder berufsgenossenschaft) oder für eigene aufgaben an einen sonstigen dritten (beispielsweise einen anderen gutachter) weitergegeben werden, falls dies erforderlich ist. das ergibt sich aus §76 in verbindung mit §69 des zehnten buches des sozialgesetzbuches - verwaltungsverfahren (sgb X). sie können einer solchen weitergabe aber jederzeit und ohne angabe von gründen widersprechen. das kann allerdings dazu führen, dass ihnen eine leistung ganz oder teilweise versagt oder entzogen wird, wenn sie zuvor schriftlich auf diese möglichkeit hingewiesen worden sind (§66 des allgemeinen teils des sozialgesetzbuchs - sgb I).
zweite frage: muss/kann man das so stehen lassen? gefällt mir irgendwie nicht...
kann bzw darf man das ganz oder teilweise streichen? können einem daraus nachteile entstehen?

12. erklärung der antragstellerin / des antragsstellers
ich versichere, das ich sämtliche angaben wahrheitsgemäß nach bestem wissen und gewissen gemacht habe. mir ist bekannt, das wissentlich falsche angaben die gewährung von leistungen ausschliessen können. ich verpflichte mich, jede wohnungsänderung und alle veränderungen in meinen wirtschaftlichen verhältnissen (zb leistungen zur grundsicherung für arbeitssuchende nach dem zweiten buch des sozialgesetzbuchs, leistungen aus der gesetzlichen renten-, unfall- und krankenversicherung, nach dem dritten buch des sozialgesetzbuchs, nach dem bundessozialhilfegesetz, nach dem bundesversorgungsgesetz usw.) dem zuständigen rehabilitationsträger sofort mitzuteilen.
das merkblatt 12 "förderung der teilhabe am arbeitsleben" habe ich erhalten.
dieses merkblatt habe ich nicht erhalten, den satz werde ich also streichen.
ansonsten wirkt dieser absatz harmlos für mich, oder habe ich was übersehen?

13. einverständniserklärung zur anforderung von ärztlichen unterlagen
ich bin damit einverstanden, dass mein rehabilitationsträger von den ärzten und sonstigen einrichtungen, die ich im antrag angegeben habe oder die aus den überlassenen unterlagen ersichtlich sind, alle ärztlichen und psychologischen untersuchungsunterlagen anfordert, die er für die entscheidung über meinen antrag benötigt. das schliesst die unterlagen ein, die diese ärzte und einrichtungen von anderen ärzten und einrichtungen erhalten haben.
ärztliche untersuchungen, die während des verfahrens - beispielsweise in einem krankenhaus oder einer anderen behandlungsstätte - stattgefunden haben, werde ich meinem rehabilitationsträger umgehend mitteilen. wenn ich bei dieser mitteilung nichts gegenteiliges erkläre, bin ich damit einverstanden, das auch die unterlagen über diese ärztlichen untersuchungen angefordert werden können.
also quasi mal wieder die totale entbindung von der schweigepflicht oder wie sehe ich das? gefällt mir nicht. muss ich das so stehen lassen?

so viel für's erste. wäre nett, wenn sich der ein oder andere dazu äussern könnte.

eins noch: ich hab alles abgetippt, also wer einen rechtschreibfehler findet darf ihn behalten ;)
 

Muzel

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Die Frage 10 wirst du bejahen müssen und auch die medizinische Reha über dich ergehen lassen müssen. In der medizinischen Reha wird getestet, wie leistungsfähig du bist.
Die Weitergabe von Daten wirst du nicht Widersprechen können, denn die RV will wissen, ob sie zuständig für deine Leistung ist.
Bei Frage 12 hast du alles richtig gemacht.
Pauschale Schweigepflichtentbindungen sind grundsätzlich unzulässig. Da schert sich die Behörde aber nicht drum. Ich habe mich mit dem Landschaftsverband auch darüber gestritten. Die haben sich sich auf den Standpunkt gestellt, wenn ich nicht alle ärztlichen Unterlagen herausgebe, stellen sie das Verfahren ein.
 

gizmo

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Flo75

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hey gizmo, den antrag kann ich leider (noch) nicht als pdf posten, da ich den erst einscannen müsste. habe keinen scanner zuhause.

es ist aber nicht der antrag, den du gepostet hast. meiner sieht anders aus.
 

gizmo

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Hallo Flo,
schaue mal bei mir nach was ich da so finde, bitte kopiere alles bevor du es abgibst, auch wenn es nicht vollständig ist. Ich schätze die werden bei der Abgabe noch einiges ändern, streichen und ergänzen, und dann den Antrag bei sich behalten. Denke nicht das du den Antrag ein zweites mal mit nach Hause bekommst.
 

Flo75

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Die Frage 10 wirst du bejahen müssen und auch die medizinische Reha über dich ergehen lassen müssen. In der medizinischen Reha wird getestet, wie leistungsfähig du bist.
ich habe bereits eine medizinische reha hinter mir. ich glaube nicht, das die sowas nochmal bezahlen möchten ;)

Die Weitergabe von Daten wirst du nicht Widersprechen können, denn die RV will wissen, ob sie zuständig für deine Leistung ist.
damit meinst du den punkt -> 11. informationen des antragsstellers?

Pauschale Schweigepflichtentbindungen sind grundsätzlich unzulässig. Da schert sich die Behörde aber nicht drum. Ich habe mich mit dem Landschaftsverband auch darüber gestritten. Die haben sich sich auf den Standpunkt gestellt, wenn ich nicht alle ärztlichen Unterlagen herausgebe, stellen sie das Verfahren ein.
bezogen auf -> 13. einverständniserklärung zur anforderung von ärztlichen unterlagen?

wenn ich das also streiche (was ich ganz gerne tun würde) bin ich im recht, riskiere aber, dass das amt sich trotzdem irgendwie querstellt... richtig?
macht die entscheidung irgendwie nicht einfacher...
 

Muzel

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Wegen dem Punkt 13 habe ich mich auf Streit mit dem Landschaftsverband eingelassen. Sogar meine Anwältin hat sich quer gestellt und ist dann eingeknickt. Wer will sich schon gern auf einen jahrelangen Gerichtsstreit einlassen? Du willst doch auch schnell eine berufliche Reha? Wenn du die ganzen Fragen nicht abnickst, kann dir die Behörde Schwierigkeiten bereiten und du musst die dann allein ausbaden.
Vor allem brauchst du wirklich nicht damit zu rechnen, dass die Behörde alle med. Unterlagen anfordert. Dass ist ja Arbeit und die machen sich die SB nur ganz ungern.
 

Doppeloma

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Hallo Flo75,

ich habe bereits eine medizinische reha hinter mir. ich glaube nicht, das die sowas nochmal bezahlen möchten ;)
da stimme ich dir zu, allerdings solltest du vor einem Antrag auf eine berufliche Reha (Teilhabe am Arbeitsleben) mal den Reha-Bericht anfordern und selber lesen...

Wurde dir in dieser Reha ein Antrag auf eine Umschulung angeraten, empfohlen...wie lange ist die Reha her :confused:

Die von dir angesprochenen Passagen (das Kleingedruckte) sind üblich in den Anträgen der DRV, dort beruhen nun mal ALLE Entscheidungen mehr oder weniger auf deinen gesundheitlichen Problemen.

Man KANN das nun sehen wie man will, aber bei Ablehnung der Schweigepflicht-Entbindung wirst du bald laufend Post von der DRV bekommen, um einzelne Freigaben zu unterschreiben, denn OHNE ausreichende medizinische Daten werden die NICHTS dazu entscheiden...

Das liegt nun mal in der Natur der Sache, die werden sich nicht endlos "abstrampeln", wenn da kein problemloser Zugang zu den erforderlichen Gesundheitsunterlagen besteht, dann gibt es eben einen Ablehnungs-Bescheid.

Du willst was von denen (eine Umschulung und die kostet RICHTIG VIEL GELD), der DRV ist das egal, die sparen dieses Geld lieber ein, als deiner "Mitwirkung" nachlaufen zu müssen.

Ich bin wirklich ansonsten NICHT für die Entbindung von der Schweigepflicht zu haben, besonders nicht wenn KK / AfA und Jobcenter da ihre umfassenden Wünsche äußern...

Bei der DRV bleibt kaum eine Wahl, wenn man möchte, dass ein Antrag (Reha /EM-Rente) möglichst zügig und umfassend bearbeitet und hoffendlich positiv entschieden wird...:icon_kinn:

Entscheiden muss das Jeder für sich selber, hast du diese Einschränkungen auf dem Reha-Antrag auch gemacht ???
Ansonsten haben die doch wahrscheinlich sowieso schon (fast) alles vorliegen, was es von dir gibt und für die DRV interessant sein könnte...

MfG Doppeloma
 
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