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Antrag auf Wohngeld anstelle Leistungen für KdU nicht so einfach möglich!

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Nick

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
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#1
Aufgrund der Vollzeitstelle meiner Frau erhalten wir von der Arge z.Z. nur noch Leistungen in Höhe von 55 Euro für KdU.

Um uns komplett von der Arge und ihren Schikanen zu lösen, wollten wir beim Wohngeldamt Wohngeld anstelle der Leistungen von der Arge beantragen.

Die Wohngeldstelle erklärte uns aber, dass ein Antrag von Wohngeld nicht möglich ist, solange man ALG II- Leistungen erhält. Erst wenn man von der Arge die Aufforderung erhält, dass man Wohngeld beantragen soll, kann man das tun. Das Wohngeldamt fordert nämlich den Beendigungsbescheid der Arge. Und den haben wir ja nicht. Und eine Aufforderung von der Arge, wonach wir Wohngeld beantragen sollen auch nicht.

Scheint also gar nicht so einfach zu sein, von der Arge loszukommen, wenn man noch Leistungen erhält aber diese von einer anderen Behörde erhalten möchte.

Hat jemand Erfahrungswerte in Bezug von Wohngeldanträge anstelle KdU? Sind tatsächlich diese Vorgaben so geregelt?
 

Linchen0307

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#2
Du kannst ja deine ARGE mal freundlich darauf hinweisen, dass man euch aus dem Leistungsbezug bekäme, wenn ihr Wohngeld beantragen könntet. Das haben die sicher noch gar nicht bemerkt....
 
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#3
Das ist schon richtig, was die Wohngeldstelle sagt.
Allerdings kannst du dir von denen schon mal ausrechnen lassen, wie hoch euer Wohngeld wäre, wenn ihr es denn beantragen tätet.
 

biddy

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#4
Nach geltendem Recht besteht ein Ausschluss vom Wohngeld bereits ab dem Monat, ab dem Alg II beantragt wurde bzw. für die Zeit, für die der Anspruch besteht. Ein Ausschluss vom Wohngeld besteht nicht, wenn Alg II ausschließlich als Darlehen (siehe § 23 Abs. 4 SGB II) gewährt wird. Mit der Neuregelung besteht dieser Ausschluss außerdem nicht, wenn durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 SGB II vermieden oder beseitigt werden kann (auch unter Berücksichtigung eines ggf. bestehenden Anspruchs auf Kinderzuschlag) und

- Leistungen nach dem SGB II während der Dauer des Verwaltungsverfahrens noch nicht erbracht worden sind (z. B. im Rahmen einer Neuantragstellung auf Alg II)

- oder (im Falle des laufenden Leistungsbezuges) die zuständige Grundsicherungsstelle Alg II als nachrangig verpflichteter Träger Leistungen nach § 104 SGB X erbringt.

Insofern ist die Aufhebung bzw. Befristung von Leistungen nach dem SGB II vor der Antragstellung auf Wohngeld bei laufenden Leistungsfällen ab dem 01.01.2009 im Vorgriff auf die gesetzliche Neuregelung nicht mehr erforderlich.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentra.../Publikation/pdf/GA-Vorrangige-Leistungen.pdf

Also für mich ticken die nicht ganz richtig, zumal keine der beiden Stellen Sorge haben muss, da Erstattungsansprüche an den jeweils anderen Träger gestellt werden können.
 
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