Antrag auf Weiterbildung schriftlich gestellt, dazu jetzt plötzlich eine E-Mail mit Anfrage eines Telefontermins. Wie richtig verhalten?

FrauStahl

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Hallo zusammen :):):)

Ich bemühe mich schon sehr lange um eine Weiterbildung im Bereich ERP.
Ich hatte dazu schon mehrere Termine und Gespräche mit der Agentur für Arbeit. Da wurde dann aber immer vom Thema abgelenkt, oder gesagt, machen sie doch erst mal die Maßnahme, danach gehen wir das an. Am Ende hieß es sogar einfach das Thema können wir nicht machen, suchen sie sich bitte eine andere Weiterbildung. Letzteres macht für mich aber einfach keinen Sinn, weil ERP in meinem Bereich und da wo ich lebe einfach der Bereich ist in dem viele Arbeitgeber Kenntnisse möchten.

Ich habe hier zu dem Thema schon ein paar mal gefragt, gute Antworten bekommen und mich belesen. (y)(y)(y)

Ich habe dann einen sehr langen Antrag auf Weiterbildung schriftlich gestellt, alle Argumente, die mir das Amt bisher gegen die Weiterbildung genannt hat aufgegriffen und so gut es ging widerlegt, auch entsprechende Stellen in meiner Umgebung mitgeschickt,auf die mein Profil passen würde, wenn ich die Weiterbildung machen kann. Habe auch Angebote dazu aus dem Kursnet eingeholt, mit dem Kursanbieter gesprochen etc.

Jetzt kam heute plötzlich eine Mail von meiner SB mit Bezug auf den Antrag und Bitte um ein Telefongespräch.

Ich will mich da eigentlich nicht quer stellen, weil ich ja mit dem Amt zusammen arbeiten mag daran, dass ich wieder in Arbeit bzw. an die Weiterbildung komme. Nur habe ich mittlerweile einfach gesehen, dass ich im persönlichen Gespräch mit dem Amt wenig erreiche, weil da immer viel gesagt und am Ende das genaue Gegenteil gemacht wird. Darum habe ich den Antrag ja nun nachweislich und schriftlich gestellt :geek::geek::geek:

Ich hatte egtl. erwartet, dass nach einer gewissen Zeit dann ein entsprechender Bescheid vom Amt kommt mit Zusage oder Ablehnung und ich ggf. gegen die Ablehnung dann Rechtsmittel einlegen kann, wenn ich finde dass die Ermessensentscheidung hier falsch oder nicht richtig geprüft wurde. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass auf einen schriftlichen Antrag ein Telefonat folgen soll.

Darum wollte ich nochmal fragen, was hier das richtige Verhalten wäre? Richtig in dem Sinne, dass mein Anliegen diesmal nicht einfach abgewiegelt oder vertragt wird oder dinge gesagt werden, die danach nicht eingehalten werden. und ich am Ende natürlich möglichst auch die Weiterbildung bekomme um endlich eine Arbeit zu finden.

Was ist eurer Erfahrung nach hier denn am Zielführendsten?
Mitteilen, dass ein Telefonat aktuell nicht möglich ist?
E-Mail ignorieren?
Telefonat einrichten und schauen, worum es geht? Evtl müssen ja noch Dinge geklärt werden? Ich denke das schlimmste was passieren kann ist, dass meine SB mir am Telefon nochmal sagt, dass die Weiterbildung einfach nicht gemacht werden kann. Aber könnte das für mich telefonisch nicht auch von Vorteil sein, weil SB ja diesmal etwas auf nicht nachweisbarem Wege tut? Sprich im Telefonat nicke ich im Zweifelsfall alles ab und ein paar Wochen später mache zur Abwechslung mal ich selbst genau das Gegenteil und frage schriftlich nach ggf. beim Teamleiter, warum ich nichts im Bezug auf meine Weiterbildung höre? Falls jemand auf das Telefongespräch verweist erkläre ich, dass ich das Gespräch als sehr positiv empfunden habe und damit gerechnet hätte bald eine Zusage zur Weiterbildung zu erhalten oder etwas in die Richtung?

PS:
ALG I mit Aufstockung
 

saurbier

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Vielleicht solltest du denn deine bisherigen Erfahrungen entsprechend umsetzen und die liebe E-Mail schlicht dem Spam-Ordner zuordnen - ganz nach dem Motto ach tut mir das aber Leid ich hab nichts erhalten -.

Wenn du nur noch schriftlich mit denen Verfahren willst - was ja nun mal der sicherste Weg ist - dann liegt es jetzt an dir auch keine anderen Möglichkeiten einzuräumen.

Das die SB jetzt viel leiber telefonisch verfahren möchte ist doch logisch, da kann sie dir den Himmel auf Erden versprechen, du wirst ihr ja später nie etwas anderes beweisen können. Ganz anders sieht es doch aus, wenn du da etwas schriftliches in den Händen hältst.

Es liegt jetzt schlicht an dir selbst, wie du nun verfahren möchtest. Dazu kannst du die jetzige E-Mail dann zum Anlass nehmen der SB jetzt per Post dergestalt zu antworten, das du a) deine offenbar ja hinterlegte E-Mail-Adresse umgehend und nachweislich löschen läßt und b) für die SB nur auf rechtssicherem Weg postalisch zu erreichen bist. Nur dabei mußt du dir dann aber auch gleich über die dir dadurch entstehenden Kosten im klaren sein, denn Einschreibebriefe haben ihren Preis, es sei denn du kannst auch auf ein Fax zurück greifen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator...:

Frank71

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Telefon ist immer nur Schall und Rauch, da zählt nur Schriftlich.

Wann hast du den Antrag auf Weiterbildung denn gestellt?
 

Nena

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Du willst doch was. Frag doch (am Telefon), worum es geht. Und am Ende bittest Du darum, das gesamte Gespräch schriftlich bestätigen zu lassen.
Natürlich kannst Du alles ignorieren! Aber dann dauert es halt länger. Du MUSST weder telefonieren noch mailen. Aber vielleicht hast Du davon einen Vorteil?

Edit
Um nicht noch mehr schlechte Bewertungen zu kriegen, schreibe ich jetzt willkommenen Mainstream: NIEMALS mit dem JC telefonieren. Du musst nur per Briefpost erreichbar sein. Gib ihnen nicht den kleinen Finger (wer wollte nochmal was von wem?)!
Vielleicht kriegst Du ja vor der Rente noch eine Umschulung - aber bitte nur schriftlich.
So besser?
 
Zuletzt bearbeitet:

BerndB

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Ich würde per Mail antworten (wegen mir auch per Brief), dass man mündlich schon viele Argumente ausgetauscht hat und nicht zu einem Nenner gekommen ist, die Missverständnisse eher größer wurden. Es ist nach deiner Sicht besser, wenn jetzt jeder (due und die AfA) die Argumente schriftlich niederlegt (hast du ja schon gemacht), dann kann der jeweils andere konkret und ohne dass etwa falsch verstanden wird, die Sicht des anderen in Ruhe überdenken und werten.
 

FrauStahl

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Das die SB jetzt viel leiber telefonisch verfahren möchte ist doch logisch, da kann sie dir den Himmel auf Erden versprechen, du wirst ihr ja später nie etwas anderes beweisen können. Ganz anders sieht es doch aus, wenn du da etwas schriftliches in den Händen hältst.
Ich möchte nochmal die Frage aufwerfen, ob das in der Konstellation für mich aber wirklich ein Nachteil ist.

Ich meine kann eine Telefonat in diesem Fall für meine SB nicht auch nachteilig sein, genau aus dem Grund, weil danach keiner mehr beweisen kann, was dort gesagt wurde?
Wenn ich mich in ein paar Wochen nochmals nachweisbar, schriftlich und ggf. über den Teamleiter zum Bearbeitungsstand meiner Weiterbildung erkundige, weil es ja auch eilt, denn die Stellen bleiben ja nicht für immer offen. Und SB dann auf das Telefongespräch verweist und damit eben genau garnichts beweisen/vorweisen kann während sowohl mein Antrag mit Begründung und die Nachfrage zum Bearbeitungsstatus schriftlich und nachweisbar weiterhin im Raum stehen?

Kann man somit nicht den Spieß auch etwas umdrehen? :unsure::unsure::unsure:
 

DerChris

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Willst du dich wirklich auf deten Niveau begeben?


Ich sehe nicht was das mit Niveau zu tun hat.
Wenn SB sich dazu entscheide den Antrag "formfrei" zu bearbeiten und damit ggf. die Ermessensentscheidung am Ende argumentativ und formal auf wackeligen Beinen steht, dann ist das seine Sache. Dafür wird er/sie geschult und auch bezahlt. Darum kann es nicht in der Verantwortung des Antragstellers liegen, den SB bei der Bearbeitung des Antrages in irgend eine Richtung zu führen, auf das die Entscheidung am Ende nicht inhaltlich oder formal angreifbar sei. Insbesondere dann nicht, wenn zu erwarten ist, dass auf der Antrag auf Grund einer fragwürdigen Ermessensentscheidung abgelehnt wird.

Ich finde den Ansatz ganz Interessant, allein schon weil Gegenwehr gegen Behördenwillkür und Pfusch ja eines der großen Themen hier im Forum ist.
Aber ob sich SB dadurch wirklich in eine Zwickmühle bringen lässt ist schwer einzuschätzen.
 

Nutälla

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Und SB dann auf das Telefongespräch verweist und damit eben genau garnichts beweisen/vorweisen kann
Der SB kann sehr wohl eine Telefon-/Aktennotiz des Gespräches erstellen und später "beweisen", das er dies und jenes mit dir geklärt hat, u.a. auch das du durch das Telefonat zu der Erkenntnis gekommen bist, eine Weiterbildung sei nicht in deinem Interesse und du dich jetzt eher Richtung Helferstellen in der Zeitarbeit orientieren möchtest. Dann müsstest du erstmal selber gegenteiliges glaubhaft machen. Muss nicht so sein, könnte aber.
Unterschätz die Leute nicht, die machen so etwas beruflich jeden Tag.
 

Elgaucho

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Vor Gericht bzw juristisch zählt immer nur was schriftlich vereinbart wurde bzw. hat dort die höchste Beweisqualität. Also
immer schriftlich kommunizieren - das ist das sicherste was geht oder unter glaubwürdigen, seriösen Zeugen. Ein guter
Bekannter von mir hat neulich auch gut 3 Monate auf ein schon bezahltes und längst bestelltes Möbelstück von einem
Möbelhaus gewartet. Er rief dort immer wieder an und monierte telefonisch wann es denn käme. Ich sagte dem Bekannten
daraufhin - wievel Gespräche willst Du Dir mit denen noch antuen - vor Gericht wäre deine dusslige Telefoniererei nichtig -
weil nicht beweiskräftig. Schreib jetzt dahin - setze eine Frist per Einschreiben Rückschein und warte ab. Nach 2 Wochen
kam sein Möbelstück inclusive Entschuldigungs-Gutschein von 200 Euro wegen der Verzögerung. Im Zweifel immer schriftlich.
 

Thani

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Der SB kann sehr wohl eine Telefon-/Aktennotiz des Gespräches erstellen und später "beweisen", das er dies und jenes mit dir geklärt hat, u.a. auch das du durch das Telefonat zu der Erkenntnis gekommen bist, eine Weiterbildung sei nicht in deinem Interesse und du dich jetzt eher Richtung Helferstellen in der Zeitarbeit orientieren möchtest. Dann müsstest du erstmal selber gegenteiliges glaubhaft machen. Muss nicht so sein, könnte aber.

Wenn man unterstellt, dass alles, was SB sich so aufschreibt automatisch eine beweiskräftig wäre, dann kann man aber genau so gut mit SB telefonieren. Nach der Logik könnte SB auch ohne Telefonat aufschreiben man hätte das telefonisch geklärt und die Sache ist dann erledigt.

Zum Glück haben Notizen oder Protokolle ohne Unterschrift beider Seiten, oder wenn sie nicht von einem neutralen Dritten geführt wurden, genau so wenig Beweiskraft, wie das was ELO sich so während eines Telefonates notiert....

Die Frage wäre sogar eher ob SB nicht Ärger bekommen kann, wenn ELO über Teamleitung oder Kundenservice Aktennotizen über Telefonate die evtl garnicht erfolgt sind, als falsch moniert und ganz nebenbei die Frage aufwirft ob das formal egtl korrekt ist, eine schriftlich gestellten Antrag telefonisch zu bescheiden.
 

avrschmitz

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Die Frage wäre sogar eher ob SB nicht Ärger bekommen kann, wenn ELO über Teamleitung oder Kundenservice Aktennotizen über Telefonate die evtl garnicht erfolgt sind, als falsch moniert
Die Antwort kann ich Dir geben, weil ich genau den Fall hatte. Mein SB hat Lügen über Gespräche bei Terminen als Gesprächsprotokolle vermerkt. Ich habe das JC mehrfach aufgefordert, die zu Löschen. Das ging rauf bis zur Geschäftsführung. Die Antwort war, wird nicht gelöscht weil gem. § 84 SGB X nicht eindeutig festzustellen ist, dass die Einträge falsch sind. Auf meinen Hinweis, dass das genau im Gegensatz zu meinem vorherigen SB ist, kam immer dieselbe Antwort. Das wird alles bis oben gedeckt. Jetzt eine Feststellungsklage einreichen, ist mir zu blöd. Immerhin habe ich es geschafft, dass der Tyrann nicht mehr für mich zuständig ist. Also besser keine Telefonate führen. Man weiss nie, was SB da reinschreibt
 

DerChris

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Die Antwort kann ich Dir geben, weil ich genau den Fall hatte. Mein SB hat Lügen über Gespräche bei Terminen als Gesprächsprotokolle vermerkt. Ich habe das JC mehrfach aufgefordert, die zu Löschen. Das ging rauf bis zur Geschäftsführung. Die Antwort war, wird nicht gelöscht weil gem. § 84 SGB X nicht eindeutig festzustellen ist, dass die Einträge falsch sind.

Danke für die Info. Ich erlaube mir auch mal eine Zwischenfrage zum Thema Aktenvermerke, will das Thema dann aber nicht weiter Off Topic führen. Aber vorgeschrieben ist ja folgendes:
(2) Wird die Richtigkeit von Sozialdaten von der betroffenen Person bestritten und lässt sich weder die Richtigkeit noch die Unrichtigkeit der Daten feststellen, gilt ergänzend zu Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2016/679, dass dies keine Einschränkung der Verarbeitung bewirkt, soweit es um die Erfüllung sozialer Aufgaben geht; die ungeklärte Sachlage ist in geeigneter Weise festzuhalten. Die bestrittenen Daten dürfen nur mit einem Hinweis hierauf verarbeitet werden.

Wurde dann dann wenigstens auch genau so verfahren?
 

avrschmitz

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Wurde dann dann wenigstens auch genau so verfahren?
Aufgrund Deiner Frage dämmerte mir da was. Habe mir deshalb das Schreiben der stellv. Geschäftsleitung nochmal angesehen. Darin heißt es:
Gemäß der gesetzlichen Vorgabe wurde allerdings vermerkt, dass Sie die Richtigkeit des erfolgenten Gesprächsvermerks bestreiten.
Diesen Vermerk vom 08.April 2020 habe ich beigefügt.
Daraufhin ging eine neue DAB gegen die stellv. GF raus, ich wusste zwar, dass das Ergebnis dasselbe sein wird, aber die sollten wissen, dass ich mich wehre. Ebenfalls habe ich denen mitgeteilt, dass ein Vermerk vom 08. April nicht beigefügt war. Irgendwann später bekam ich dann einen Stapel mit allen Gesprächsvermerken die seit diesem SB vorhanden waren. Auch der vom 8.4. Steht der vollständige Name der stellv. GF drin, dass sie das geprüft hat und keine offensichtlichen Lügen feststellbar wären, ich aber den Inhalt bestreite. Vom GF kam dann die Antwort, die mir vorher klar war, nämlich dass er kein Fehlverhalten seiner stellv. GF feststellen könnte.

Ich habe es dann dabei belassen. Ich bin meinen SB los, der ist jetzt angezählt. Kommen weitere Beschwerden über den von anderen Leistungsbeziehern, wird man sich wohl an meine Sachen erinnern und dem weniger glauben.
 

FrauStahl

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Du willst doch was. Frag doch (am Telefon), worum es geht. Und am Ende bittest Du darum, das gesamte Gespräch schriftlich bestätigen zu lassen.
Natürlich kannst Du alles ignorieren! Aber dann dauert es halt länger. Du MUSST weder telefonieren noch mailen. Aber vielleicht hast Du davon einen Vorteil?

Edit
Um nicht noch mehr schlechte Bewertungen zu kriegen, schreibe ich jetzt willkommenen Mainstream: NIEMALS mit dem JC telefonieren. Du musst nur per Briefpost erreichbar sein. Gib ihnen nicht den kleinen Finger (wer wollte nochmal was von wem?)!
Vielleicht kriegst Du ja vor der Rente noch eine Umschulung - aber bitte nur schriftlich.
So besser?


Ich bin ja nichtmal per Se dagegen mit SB zusammenzuarbeiten, versteh mich da bitte nicht falsch.
Das Thema wurde ja nun schon über ein halbes Jahr in verschiedenen Terminen immer wieder besprochen und meine SB hat dann immer mal dies gesagt und das gesagt und das Thema dann einfach immer wieder abgewiegelt, hinten an gestellt und/oder verschoben. o_Oo_Oo_O

Für mich ist das Thema aber eben super wichtig, weil ich (gerade in der aktuellen Situation) einfach nicht sehe, dass ich ohne die Zusatzqualifikation in absehbarer Zeit in Arbeit kommen kann. Und je länger das Thema aufgeschoben wird, desto größer wird die Lücke im Lebenslauf und desto schwieriger wird es für mich wieder Fuß zu fassen.
Und gerade weil ich finde, dass das Thema eilt, ich aber gemerkt habe, dass auf nicht schriftlichem Wege nichts voran geht versuche ich das Ganze jetzt mal in eine Bahn zu lenken, in der meine SB das eben nicht abwiegeln, aufschieben oder irgendwie unter den Tisch kehren kann.

Ich hoffe, dass kann man ein bisschen verstehen.
 

Thani

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Ich kann das generelle Ablehnen von Telefonaten so nicht unterstreichen.

Ich hatte schon eine SB die hatte nach dem Telefonat sofort vergessen, was ausgemacht war. Mit der hat Telefon garnichts gebracht.
Ich hatte aber auch schon SB mit der konnte ich am Telefon Dinge vereinbaren oder schnell und unkompliziert klären, was mich sonst deutlich mehr Zeit gekostet hätte.
Man muss auch immer wissen, für welches Thema man welchen Kommunikationsweg wählt. Wenn es darum geht, ob man im kommenden Monat Geld für Nahrung auf dem Konto hat, würde ich das nicht per Telefon klären. Maximal schriftlich und dann per Telefon Druck machen.

So wie ich deinen Fall lese hast du ja schon viele Gespräche und Termine mit SBs gehabt zum Thema Weiterbildung. Und so wie du es schilderst hat man dir immer mit der Karotte am Stock die Weiterbildung in Aussicht gestellt, bei der du aber nie ankommen solltest. Als es konkret wurde schilderst du, dass man mit dir garnicht mehr so gern über das Thema reden wollte.

Ich kenne jetzt nur deine Schilderungen, aber das zeigt ja eine gewisse Einstellung von Seiten deiner SBs.
Darum würde ich persönlich in einem weiteren Gespräch oder Telefonat auch wenig Sinn sehen, wenn du schon mehrfach erlebt hast, dass am Ende doch nichts dabei raus kam und du sogar schreibst, dass Termine für Weiterbildung angesetzt wurden, SB die aber einfach für was anderes genutzt hat.

Ich würde tatsächlich auch mal dazu raten nicht zu telefonieren und den schriftlichen Weg zu gehen.
Einfach weil du sagst du hast jetzt ein halbes Jahr mit SBs geredet und immer noch nichts in der Hand.
 

Ferenz

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Ich hatte dazu schon mehrere Termine und Gespräche mit der Agentur für Arbeit. Da wurde dann aber immer vom Thema abgelenkt, oder gesagt, machen sie doch erst mal die Maßnahme, danach gehen wir das an. Am Ende hieß es sogar einfach das Thema können wir nicht machen, suchen sie sich bitte eine andere Weiterbildung...

Ich würde das avisierte Telefongespräch wahrnehmen, weil es ja immer noch im Rahmen der vorgeschriebenen Beratung stattfindet.

Aber:

Frage die Fallmanagerin zuerst nach dem von der hiesigen Regionaldirektion der örtlichen Arbeitsagentur aktuellen jährlich beschlossenen Bildungszielplan! Denn jede RD hat für den Arbeitsmarkt in ihrer Region (Landkreis, Stadt) eine individuelle Planung für die einzusetzenden Förderungsmittel. Das kann man kritisieren, aber es ist ein übliches Steuerungsinstrument für die Förderung der beruflichen Weiterbildung.

ZITAT:

"Dr. Kaltenborn 2005 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 91 – Drucksache 16/505
......
Führungskräfte berichten von durch die Reformen verursachten Sozialisations- und Informationsproblemen auf der Ebene der Vermittlerinnen und Vermittler. So erfordert die stärkere Orientierung an den Erfolgsaussichten von Maßnahmen und Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Entwicklung von „Neinsagekompetenzen“ bei den Vermittlerinnen und Vermittlern. Die Anforderung einer stärkeren Orientierung an der einzelnen Kundin bzw. dem einzelnen Kunden habe darüber hinaus zu Informationsproblemen geführt, die in einem erhöhten Schulungsbedarf zum Ausdruck kommen. Von Seiten der Vermittlerinnen und Vermittler wird in diesem Zusammenhang beklagt, dass die durchgeführten Schulungen nicht immer hinreichend gewesen seien, um die neuen komplexen Aufgaben gut zu erfüllen.

Als zentrales Steuerungselement bei der Förderung beruflicher Weiterbildung wird von den Führungskräften in den Agenturen die im Zuge des organisatorischen Umbaus der Bundesagentur für Arbeit eingeführte Bildungszielplanung gesehen. In der Bildungszielplanung dokumentiert die jeweilige Agentur, welches Angebot im Bereich der Förderung der beruflichen Weiterbildung aus arbeitsmarktpolitischer Sicht erforderlich ist und mit welchen Schwerpunkten (insbesondere die Anzahl der Bildungsgutscheine je Bildungsziel) sie ihr Mittelbudget umsetzen will.

Die Bildungszielplanung hat vorläufigen Charakter und kann jederzeit entsprechend der aktuellen Haushaltslage angepasst werden. In der Realität sind notwendige Änderungen nach Aussagen aus den Agenturen jedoch schwer umzusetzen. Darüber hinaus bereitet die Erstellung verlässlicher Bedarfsprognosen insbesondere in Problemregionen mit einer sehr schlechten Arbeitsmarktlage offenbar Schwierigkeiten.

Die Planungen werden von den Führungskräften teilweise auch als zu vage angesehen, eine zielorientierte Steuerung des „Bildungsmarktes“ könne damit nicht bewirkt werden. Bei der Erstellung ihrer Bildungszielplanung orientieren sich die Agenturen vor allem an der Mittelverfügbarkeit sowie kurzfristigen Bedarfen von einzelnen Branchen oder Betrieben bzw. des lokalen Arbeitsmarktes (vgl. Abbildung 27).

Mittelfristige oder gar langfristige Tendenzen werden in der Planung dagegen deutlich seltener berücksichtigt. Der Vorgabe einer prognostizierten Verbleibsquote von mindestens 70 Prozent bei der Zulassung von Maßnahmen kommt in den Agenturen für Arbeit ein hoher Stellenwert zu. Ihre Umsetzung gestaltet sich nach Aussagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Gründen jedoch häufig schwierig. Die 70 Prozent-Verbleibsquote sei lediglich ein Hilfskonstrukt, zu dem hinreichende Maßgaben und exakte Datengrundlagen für die Umsetzung fehlten. Außerdem sei sie bei einer schlechten regionalen Marktlage nur schwer einzuhalten und ihre konsequente Umsetzung würde mittel- bis langfristig zu einer erheblichen Ausdünnung des Bildungsangebots führen.

Bei der Entscheidung über die Ausgabe eines Bildungsgutscheins steht nach Angaben von Führungskräften die individuelle Eingliederungswahrscheinlichkeit der Bewerberinnen und Bewerber nach der Weiterbildung an erster Stelle (vgl. Abbildung 28). Weitere wichtige Entscheidungskriterien hinsichtlich der individuellen Voraussetzungen der Bewerberinnen und Bewerber sind das Ergebnis der Eignungsfeststellung und die bisherige Berufsbiographie. Daneben spielen jedoch auch der Bedarf potenzieller Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie die bisher erzielte Eingliederungsquote der anvisierten Bildungsmaßnahme eine große Rolle."


Frage danach, welch konkreten Weiterbildungsmaßnahmen Deine Arbeitsagentur in Deinem Fall unter Berücksichtigung Deiner Berufsausbildung und den vorhandenen bzw. fehlenden praktischen Fähigkeiten als notwendig und förderfähig mit einem Bildungsgutschein unterstützen will.

Wenn es Dir nicht gelingt, diesen Zielkonflikt zwischen Deiner Ansicht und der Ansicht der AG zu lösen, wirst Du wahrscheinlich mit Deiner Einschätzung von Arbeitsmarktqualifikationen nicht zum Erfolg kommen...
 

FrauStahl

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@Ferenz
Erst mal ausdrücklich Danke für den ausführlichen Beitrag und die Quelle.
Ich sehe nur leider garnicht, wie mich der Bildungszielplan in meinem Problem weiter bringt. :unsure::unsure::unsure:

Mein Problem ist doch einfach, dass ich seit über einem halben Jahr über das Thema "rede". Nur passieren tut einfach nichts. Es wird alles getan um das Thema aufzuschieben oder zu übergehen, das Amt drückt sich einfach davor das Thema einmal ordentlich zu bearbeiten.
Von mir aus mag am Ende auch ein Ablehnungsbescheid kommen. Den kann ich dann prüfen und falls möglich Rechtsmittel einlegen und vielleicht wird das dann auch abgelehnt, aber dann hat das Thema wenigstens einen Abschluss gefunden. Dann habe ich es wenigstens ernsthaft versucht, aber es wurde eben abgelehnt. Dann bleibt mir eben nur noch weiter bewerben und hoffen.
Das wäre zwar kein wirklich gutes Ergebnis, aber immer noch besser, als immer weiter in der Schwebe zu hängen und noch mehr Zeit und Energie in das Thema zu stecken in dem eigentlich schon x mal alles gesagt wurde.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator...:

Thani

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Ich werfe mal die Frage auf, welche Reaktion vom JC denn am wahrscheinlichsten ist, wenn auf die Aufforderung per Mail keine Antwort kommt.
Ich würde davon ausgehen, dass JC dich dann per Brief zum Telefonat auffordert, da das aktuell ja hier oft berichtet wird.
DU musst zwar telefonisch nicht erreichbar sein, aber dennoch hat dir das Amt dann ja schriftlich etwas geschickt.
Dann stellt sich natürlich die Frage, wie man am besten reagiert....
Wenn du das Telefonat, aus welchen Gründen auch immer dann schriftlich ablehnst, dann kommt das JC evtl auf die Idee dich einfach so einzubestellen nach der alten Masche "Gespräch über berufliche Situation".
Auch wenn du nicht telefonierst, wird dir das Amt so ein "unverbindliches" Gespräch also irgendwie aufzwingen, ob du es willst, oder nicht.
Du kannst dann natürlich immer noch auf etwas schriftliches bestehen, aber das Problem dabei ist das hier:


Wenn deine SBs das Thema offensichtlich nicht voran bringen wollen, dann kannst du letztlich nichts dagegen tuen. Dir steht am Ende nur die Möglichkeit zur Verfügung eine Untätigkeitsklage zu erheben. Und schau mal auf die Fristen - für einen beliebigen Antrag hat das Amt 6 Monate Zeit. Sprich wenn das JC nicht will, kann es dich nochmal ein halbes Jahr lang zappeln lassen.
 

Stauer

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Du willst doch was. Frag doch (am Telefon), worum es geht. Und am Ende bittest Du darum, das gesamte Gespräch schriftlich bestätigen zu lassen.
Was ist denn das, bitteschön? Einer Bitte müssen die nicht nachkommen. Einen schriftlichen Antrag müssen die bearbeiten.
Um nicht noch mehr schlechte Bewertungen zu kriegen, schreibe ich jetzt willkommenen Mainstream: NIEMALS mit dem JC telefonieren.
Nicht mit dem JC zu telefonieren ist kein Maintraem sondern eine Notwendigkeit, um dieses ewige Hinhalten von Arbeitslosen zu verhindern und nicht in Beweisnot zu geraten.
Nicht umsonst kann man die Telefonnummer und E-Mailadresse löschen lassen.
 

Onkel Tom

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Kurz und knackig..

Daher Mensch eine Weiterbildung von der AfA finanziert haben möchte, dies jedoch nur im Rahmen
einer "Kann-Leistung" möglich ist, gehört auch Überzeugungsfähigkeit des TE dazu, das man sich
nach dieser Weiterbildung auf dem Sellenmarkt und Arbeitsmarkt besser behaupten könne.

Spricht das gegenwärtige Stellenangebot dafür, das viele Stellen offen sind die entsprechendes
Anforderungsprofil inne haben, schaut die Chance schon ganz gut aus..

Die Weiterbildung sollte hauptsächlich auf nachweisbaren Kommunikationswegen erkämpft werden..
Telefonate bringen da zu Gunsten von AfA-Sparwahn und Spekkulation, eher wieder in Arbeit vermittelt
zu sein, gern Verschleppungen und Irritationen mit sich..

Tjo, wenn der Staat was will, geht das so ratzfatz und wenn man was vom Staat will, erlebt man
Trägheit und Behinderungen das die Schwarte kracht.. :rolleyes:
 

FrauStahl

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Danke für die vielen neuen Beiträge (y)(y)(y)

Aber was mache ich denn jetzt ganz konkret?
Auf die Mails nicht antworten ok. Aber @Thani hat ja schon gesagt, dass dann vielleicht einfach ein Brief mit Einladung zum Telefonat kommt. Darauf auch nicht antworten, oder antworten und erklären, dass ich das nicht telefonisch besprechen möchte? Und falls dann wirklich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch kommt? Welche Handhabe habe ich denn dann ?! :unsure::unsure::unsure:
 

Onkel Tom

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Schriftlich nachweisbar antworten, das Du ein persönliches Gespräch oder die Kommunikation
per Postbrief vorziehst..

Ich hoffe, das im Falle eines darauf folgendem persönlichen Termin alles was zu dem
Überzeugungsgespräch zur Bewilligung der Weiterbildung vorbereitet / aktuallisiert ist.

Ein Beistand im Sinne des § 13 Abs.4 SGB X halte ich beim Kampf um Weiterbildung als
"unabdingbar" da solo genau so alles in Schall und Rauch aufgehen kann.
 

saurbier

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Aber @Thani hat ja schon gesagt, dass dann vielleicht einfach ein Brief mit Einladung zum Telefonat kommt. Darauf auch nicht antworten, oder antworten und erklären, dass ich das nicht telefonisch besprechen möchte?

Wenn dein/deine SB dir dann ein Schreiben zuschickt, indem sie dir mit einem Telefonat kommt, dann antwortest du nachweislich (Einschreiben/Fax) das du keine Telefongespräche diesbezüglich führen willst - punkt aus -. Wenn der/die SB mit dir etwas zu besprechen haben, dann kann man dies durchaus schriftlich oder aber in einem persönlichen Gespräch (dann bitte unbedingt daran denken einen Zeugen mitzunehmen) erledigen.

Und falls dann wirklich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch kommt? Welche Handhabe habe ich denn dann ?!

Was bitte heißt hier - welche Handhabe habe ich dann - doch die die jeder andere bei einem persönlichen Termin vor Ort auch hat. Du darfst dann einen Zeugen mit bringen, der sich das Gespräch anhört, damit dir der/die SB keinen Blödsinn erzählt. Eine Handhabe gegen solche Termine hat man nur dann, wenn sie gegen gesetzliche Auflagen verstoßen, ansonsten muß man schauen was bei dem gespräch heraus kommt.
 
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