Antrag auf Weiterbewilligung volle Erwerbsminderung - aktueller Bescheid läuft aus - soll jetzt ALG II beantragen - Sohn ist in Ausbildung - was bleibt ihm? was steht mir zu?

Spidergirl

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Hallo :)

aufgrund meiner Erkrankung (chronische Migräne + Angststörung + ...) beziehe ich seit Dez. 2013 eine teilweise Erwerbsminderungsrente, die aufgrund meiner neu hinzugekommenen Erkrankung (Parkinson) im Okt. 2016 zu einer vollen Erwerbsminderungsrente umgewandelt wurde.
Da die Erwerbsminderungsrente befristet ist, musste ich 2017 und jetzt aktuell 2019 einen Weiterbewilligungsantrag stellen. Die Zahlung der Rente endet am 30.09.2019. Der Antrag wurde von mir rechtzeitig im März 2019 gestellt - im Mai habe ich dann Bescheid bekommen, dass ich zum Gutachter muss, Termin würde folgen und von einer Nachfrage zum aktuellen Stand der Dinge, sollte ich von Seiten der Deutschen Rentenversicherung absehen. Daran habe ich mich bis gestern gehalten und nun doch dort angerufen und erfahren, dass ich wohl erst in einem halben Jahr mit einem Gutachtertermin rechnen könnte. Daraufhin habe ich gefragt, ob die Rente denn dann (wie damals 2017) weitergezahlt werden würde, weil es ja nicht mein Verschulden wäre und dementsprechend noch ein Schreiben bekommen würde. Zur Antwort bekam ich nur kurz und knapp, dass ich Hartz IV beantragen müsste und ein Schreiben würde ich nicht mehr bekommen. Also hätte ich am 30.10. wohl doof aus der Wäsche geguckt, das auf meinem Konto nichts kommt..., wenn ich da heute nicht "verbotenerweise" angerufen hätte. Finde das echt eine Frechheit.
Nun darf ich am Montag zum Jobcenter wandern (hab da gestern auch schon angerufen) und für die nächste Zeit ALG2 beantragen. Ich bin begeistert und mein 20-jähriger Sohn ist im Dreieck gesprungen. Und zwar hat sich für uns folgende Frage aufgetan:

Was steht mir zu - und was darf er von seiner Ausbildungsvergütung behalten?

Nähere Infos:
Personen im Haushalt: Mein 20-jähriger Sohn und ich
Einkünfte: Seine Ausbildungsvergütung in Höhe von (netto) 960,00 Euro + 204,00 Euro Kindergeld
Ausgaben für Miete: 390,00 € + 85,00 € NK = 475,00 € + Heizkosten: 97,00 € (Anerkannt werden hier vom Amt insges. ca 515,00 €)

Vorher habe ich rund 870,00 € Rente bekommen, dazu die 204,00 € Kindergeld und 300,00 € von dem Lohn meines Sohnes = 1374 €
Mein Sohn hatte rund 660,00 € für sich zur Verfügung.

Wie sieht es jetzt aus?

Vielen Dank schonmal im voraus für Eure Antworten/Hilfe :)

Spidergirl 🕷🕸👱‍♀️

P.S. Sorry, dass es so lang geworden ist, aber ich musste oben meinem Ärger Luft machen :sorry:
 

Kerstin_K

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Mal langsam. Welche Leistung hast du vor der EMR bezogen?

Wenn du den Antrag im Maerz gestellt hast, solltest du die DRV bald mit einer Untaetigkeitsklage beglücken. Die haben 6 Monate Zeit für einen Antrag und länger nur im begründeten Ausnahmefall.

Sachstandsanfragen darf man immer stellen. Das kann einem keiner verbieten. Allerdings hat die DRV selten Lust, darauf zu antworten. Telefonieren würde ich mit denen nicht. Das bringt nichts.
 

Spidergirl

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Guten Morgen :)
Dankeschön Kerstin_K für deine Antwort.
Bis zur EMR habe ich aus gesundheitlichen Gründen auf 450 € Basis gearbeitet und zusättzlich SGB2 bezogen.

Das mit der Untätigkeitsklage klingt interessant, hatte auch schon im Hinterkopf, meinen Anwalt mal wieder einzuschalten. Anscheinend kann man so einen Antrag nie ohne dessen Hilfe stellen – was ja eigentlich traurig ist.

Das mit dem Telefonieren stand wirklich drin, Man sollte doch Geduld haben. Aber die ist jetzt allerdings nicht mehr da ;-) und am Telefon hat mir die gute Dame gesagt das es momentan normal wäre, so lange auf einen Gutachter Termin zu warten. Ist ja schön und gut, aber dann den Antragsteller damit zu bestrafen, dass er die Rente nicht mehr weitergezahlt bekommt weil die DRV es nicht auf die Reihe kriegt, finde ich schon heftig.
Viele Grüße :)
 
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Kerstin_K

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Okay, dann bleibt leider wirklich nur ALG Ii.

Für eine UTK brauchst du keinen Anwalt. Aber der wird sich freuen, weil das leicht verdientes Geld ist.
 

Spidergirl

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Okay, dann bleibt leider wirklich nur ALG Ii.

Für eine UTK brauchst du keinen Anwalt. Aber der wird sich freuen, weil das leicht verdientes Geld ist.
Das wurde mir ja von der DRV und auch vom Jobcenter gesagt ;)
Meine Frage bezieht sich mehr auf den Punkt "Was steht mir zu - und was darf er von seiner Ausbildungsvergütung behalten?" :)

Aber trotzdem danke :) Das mit der UTK lass ich mir noch in Ruhe durch den Kopf gehen und guck erstmal, was am Montag beim Jobcenter passiert.
 

ela1953

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Die Ausbildungsvergütung darf dein Sohn behalten.
Er muss aber davon die Hälfte der anerkannten KdU zahlen.
Von den dann noch 702,50 muss er sein Leben bestreiten.

Du hast einen Bedarf von RS und hälftiger KdU von 681,50. Damit musst du auskommen. Als Einkommen wird dir das Kindergeld abgezogen, sodass dir nur 477,50 vom JC gezahlt würden.

Da Kindergeld aber dem Kind zu Gute kommen muss, hatte ich seinerzeit geklagt und verloren.
Eine Abzweigung bei der Familienkasse wurde abgelehnt, weil ich mein Kind in meinen Haushalt aufgenommen hätte. Abzweigung ginge nur bei eigener Wohnung wegen Miete und Selbstversorgung.
Habe dann geschrieben, dass mein Kind wie in einer WG Miete zahlt und alles andere auch selber .
Dann wurde die Abzweigung genehmigt.
Das ging zeitlich sehr schnell.
 

Spidergirl

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Danke @ela1953 , das hilft mir definitiv weiter :) und danke auch für den Tip mit der Abzweigung - ein Versuch ist es sicherlich wert ;)

öhm Sohnemann und ich stehen gerade beide auf dem Schlauch :doh: :biggrin:

Hätten wir dann zusammen an Einkünften :
960,00 Euro Ausbildungsvergütung + 204,00 Euro Kindergeld + 477,50 Euro vom Jobcenter :icon_kinn:
Also 1641,50 Euro?
...und bei erfolgreicher Abzweigung nochmal 204,00 Euro Kindergeld dazu :oops::oops::oops:

Ich glaub wir beiden haben einen Denkfehler ;-)
 

ela1953

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Die Abzweigung muss bei der Familienkasse der Arbeitsagentur beantragt werden.

Denkfehler hast du keinen.
Mit Rente 2034 Euro.
Mit Jobcenter ca. 1641.
Mit Abzweigung ca. 1845.
 

Spidergirl

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Die Abzweigung muss bei der Familienkasse der Arbeitsagentur beantragt werden.
Super :) vielen lieben Dank Euch beiden, dann weiß ich wenigstens was ich am Montag zu beachten und zu beantragen habe ;-) Den Antrag auf Abzweigung habe ich mir schon heruntergeladen, dann bin ich mal gespannt ;-)
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Denkfehler hast du keinen.
Mit Rente 2034 Euro.
Mit Jobcenter ca. 1641.
Mit Abzweigung ca. 1845.
puh dann hoffe ich mal, dass es mit der Abzweigung klappt, ansonsten muß Sohnemann die nächsten paar Monate erstmal mit ca. 270 Euro auskommen. Den Rest darf er für unser gemeinsames Wohl hergeben :biggrin: Naja er bekommt es ja dann gebündelt wieder, wenn die Rentenversicherung endlich zahlt.
 

saurbier

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Hallo Spidergirl,

nichts desto trotz solltest du dennoch einen Anwalt in deiner Rentenangelegenheit einschalten.

Auch bei mir ist die DRV ähnlich verfahren, denn man hat mir meinen Weiterzahlungsantrag bis heute nicht beschieden, aber die Rentenzahlung pünktlich zum Auslaufdatum eingestellt. Altuell warte ich immer noch auf den Bescheid, denn bei mir liegt die ärztliche Untersuchung bereits Monate zurück. Es schint das die DRV hier offenbar einen neuen Weg einschlägt um Leistungen einzusparen.

In deinem Fall käme hinzu, daß wenn die DRV keinen nahen Gutachtertermin anberaumen kann, ob es überhaupt zulässig ist, das man die Rentenzahlung einstellt. Immerhin trägt die DRV alleine die Schuld an der Verzögerung des Antrages. Das sollte sich ein Anwalt mal ganz genau anschauen. Noch interessanter bei einer Parkinson Diagnose.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Das mit der UTK lass ich mir noch in Ruhe durch den Kopf gehen und guck erstmal, was am Montag beim Jobcenter passiert.
Sicher ist der Antrag beim Jobcenter erstmal wichtiger, damit der Lebensunterhalt gesichert ist und die KV.

Eine Untätigkeitsklage ist kein Wundermittel, aber ich finde solche Klagen wichtig. Die DRV ist ein ziemlich arroganter Laden, der gerne auch mal die geltenden Gesetze einfach unter den Tisch fallen lässt, wenn sie nicht genehm sind.

Du hast den Antrag im März gestellt und 6 Monate sollten eigentlich locker ausreichen, sowas zu bearbeiten. Zu viel zu tun und ähnliche Begründungen zählen da nicht, das ist bereits gerichtlich festgestellt worden. Die DRV weiss ja ganz genau, wann welche Befristungen zur Verlängerung nstehen und dann muss sie eben rechtzeitig dafür sorgen, dass genug Gutachter zur Verfügung stehen.

Je mehr Menschen sich da wehren, desto grösser ist die Cahnce, dass sich am Gebaren der DRV mal was ändert.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

Die DRV ist ein ziemlich arroganter Laden, der gerne auch mal die geltenden Gesetze einfach unter den Tisch fallen lässt, wenn sie nicht genehm sind.
Da geb ich dir recht!

Aber nicht nur die DRV ist inzwischen ein arroganter Haufen geworden. Nicht anders sieht es doch auch bei der AfA oder so manchem JC aus.

Alle vertreten da die Auffassung unsereins käme als Bittsteller den man nach Gutsherrenart abfertigen können - z.B. siehe nur mal meinen Fall bei der AfA -.

Da bleibt nur mit Hilfe des Gerichtes die Herrschaften dazu zu zwingen die Gesetze so anzuwenden wie es der Gesetzgeber auch vorsieht und nicht wie Behördenleiter bzw. SB´s meinen die Statistiken schönen zu können.


Grüße saurbier
 

Spidergirl

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Du hast den Antrag im März gestellt und 6 Monate sollten eigentlich locker ausreichen, sowas zu bearbeiten. Zu viel zu tun und ähnliche Begründungen zählen da nicht, das ist bereits gerichtlich festgestellt worden. Die DRV weiss ja ganz genau, wann welche Befristungen zur Verlängerung nstehen und dann muss sie eben rechtzeitig dafür sorgen, dass genug Gutachter zur Verfügung stehen.
Da bleibt nur mit Hilfe des Gerichtes die Herrschaften dazu zu zwingen die Gesetze so anzuwenden wie es der Gesetzgeber auch vorsieht und nicht wie Behördenleiter bzw. SB´s meinen die Statistiken schönen zu können.

Da muss ich euch Recht geben :icon_motz:Zeit genug hatten sie definitiv. Ich habe gerade noch mal nachgekuckt, am 19. März habe ich den Antrag bei der zuständigen Stelle bei unserer Stadtverwaltung fertig machen lassen. Am 21. April habe ich Post von der DRV bekommen mit dem Hinweis dass ich für eine Weiterbewilligung einen neuen Antrag stellen müsste. Da brauchen die anscheinend mehr als 4 Wochen, um die Bescheide in den PC einzugeben.

Dann werde ich am Montag auch noch zum Amtsgericht wandern, wegen dem Befreiungsschein für den Anwalt und werde dann direkt einen Termin bei meinem Anwalt ausmachen. Ich finde das ein starkes Stück, dass so mit einer erwerbsgeminderten Person umgesprungen wird, weil ohne Grund bezieht man diese Rente nicht. Aber vielleicht hoffen die bei der DRV ja darauf, dass unsereins klein beigibt und die Füße still hält, weil er gesundheitlich nicht anders kann. Pfui Pustekuchen. Das was ich bei dir lesen musste @ saurbier hat das Fass zum überlaufen gebracht. Zumal der Sachbearbeiter beim Job Center auch davon sprach, dass er mehrere Fälle hätte, denen das gleiche widerfahren ist.

Also dann, auf in den Kampf 💪😉
 

saurbier

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Hallo Spidergirl,

Da muss ich euch Recht geben :icon_motz:Zeit genug hatten sie definitiv.
Da kann man dir nur recht geben.

Ich habe gerade noch mal nachgekuckt, am 19. März habe ich den Antrag bei der zuständigen Stelle bei unserer Stadtverwaltung fertig machen lassen. Am 21. April habe ich Post von der DRV bekommen mit dem Hinweis dass ich für eine Weiterbewilligung einen neuen Antrag stellen müsste.
Das ist jetzt etwas verwirrend für mich. Hast du von dir aus den Weiterzahlungsantrag am 19. März abgeschickt (in der regel schreibt einen die DRV deswegen ja rechtzeitig an und schickt den Antrag gleich mit), oder aber hat dich die DRV diesbezüglich erstmals am 31. April angeschrieben. Das wäre schon ein Unterschied, wenngleich auch das die Frist reicht.

Ich finde das ein starkes Stück, dass so mit einer erwerbsgeminderten Person umgesprungen wird, weil ohne Grund bezieht man diese Rente nicht.
Nun ja, daß ist eben eine Behörde und die haben angelich ja alle kein Geld, also muß man nach Wegen suchen das vorhandene zusammen zu halten (ironie). Nein es scheint wohl vermehrt der Fall zu sein das die Herrschaften so agieren, z.B. ja auch bei mir.

Aber vielleicht hoffen die bei der DRV ja darauf, dass unsereins klein beigibt und die Füße still hält, weil er gesundheitlich nicht anders kann. Pfui Pustekuchen.
So ist es, für die DRV und andere Behörden ist es inzwischen eine einfache Rechenaufgabe, wobei sie dann inzwischen vergessen das die meisten sich inzwischen dank Internet ausgiebiger informieren. Nichts desto trotz gibt es noch genügend Menschen (vielleicht aus desinteresse) die den Aussagen der DRV (und anderen) blind trauen und nichts weiter unternehmen. Bei mehr als 60% Ablehnungsquote kannst du sicherlich ermessen um wieviel es dabei für die DRV dann geht - wohlgemerkt zulasten der Betroffenen.

Hier mal eine Dissertation zu dem Thema Gutachten und Ablehnung => siehe Angang

Das was ich bei dir lesen musste @ saurbier hat das Fass zum überlaufen gebracht. Zumal der Sachbearbeiter beim Job Center auch davon sprach, dass er mehrere Fälle hätte, denen das gleiche widerfahren ist.
Du siehst ich muß mich da also gar nicht einmal wundern. Weit schlimmer ist in meinem Fall die Dreistigkeit der AfA dabei, mir über 3 Monate keine Leistungsbescheid (nicht mal einen vorläufigen) zukommen zu lassen um dann mit gestriger Post einen allgemeinen Meldtermin zukommen zu lassen, mit der eindeutigen Begründung der Teamleiter und die SB möchten über die Punkte meiner Beschwerde (hab mich am 08.08. per E-Mail ans Kundenreaktionsmanagement gewendet und am 13.08.2019 auch noch schriftlich per Einschreiben an die Geschäftsführung) mit mir "Reden", wohlgemerkt zu zweit und unter Androhung einer Leistungssperre. Das ganze dann auch noch, obwohl denen seit dem 03.08. bekannt sein muß, daß da jetzt eine Gerichtsverfahren läuft und demzufolge wie Kerstin_K zu recht sagte sowas nur noch übers Gericht läuft.

Ich kann dir nur empfehlen lass dich nicht für dumm verkaufen und nimm deine Rechte wahr, erst recht bei dem Krankheitsbild (Parkinson), denn jedes auf diese Weise verschenktes Lebenjahr ist eins, bei dem dir die noch vorhandene bessere Lebensqualität genommen wird.


Grüße saurbier
 

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Spidergirl

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Guten Morgen saurbier 😊

Das ist jetzt etwas verwirrend für mich. Hast du von dir aus den Weiterzahlungsantrag am 19. März abgeschickt (in der regel schreibt einen die DRV deswegen ja rechtzeitig an und schickt den Antrag gleich mit), oder aber hat dich die DRV diesbezüglich erstmals am 31. April angeschrieben. Das wäre schon ein Unterschied, wenngleich auch das die Frist reicht.
Im letzten Bescheid von 2017 steht ja drin, dass die Rente zum 30.09.2019 endet und dann wird empfohlen
👉 "rechtzeitig, ungefähr 3 Monate vor dem Ende der Rente - einen Antrag auf Weiterzahlung der Rente zu stellen."
Da es bei der letzten Antragstellung 2016 auch zu "Verzögerungen" seitens der Rentenversicherung kam (da habe ich allerdings 3 Tage vor Ablauf der Rente ein Schreiben bekommen, dass die Rente noch 1 Monat länger gezahlt wird, weil "die eingeleiteten medizinischen Ermittlungen noch andauern...") - na jedenfalls habe ich deswegen den Antrag schon am 19. März gestellt bei der zuständigen Rentenstelle unserer Stadt (dort habe ich die vorherigen Rentenanträge auch gestellt). Und dann kam am 31. April trotzdem die "Erinnerung" der DRV, dass ich einen Antrag stellen müsste, wenn die Weiterbewilligung erfolgen soll - inkl. Antragsformulare im Anhang.

So ist es, für die DRV und andere Behörden ist es inzwischen eine einfache Rechenaufgabe, wobei sie dann inzwischen vergessen das die meisten sich inzwischen dank Internet ausgiebiger informieren. Nichts desto trotz gibt es noch genügend Menschen (vielleicht aus desinteresse) die den Aussagen der DRV (und anderen) blind trauen und nichts weiter unternehmen. Bei mehr als 60% Ablehnungsquote kannst du sicherlich ermessen um wieviel es dabei für die DRV dann geht - wohlgemerkt zulasten der Betroffenen.
Das ist echt eine (entschuldige die Ausdrucksweise 🙈) sauerei :icon_motz:

um dann mit gestriger Post einen allgemeinen Meldtermin zukommen zu lassen, mit der eindeutigen Begründung der Teamleiter und die SB möchten über die Punkte meiner Beschwerde (hab mich am 08.08. per E-Mail ans Kundenreaktionsmanagement gewendet und am 13.08.2019 auch noch schriftlich per Einschreiben an die Geschäftsführung) mit mir "Reden", wohlgemerkt zu zweit und unter Androhung einer Leistungssperre.
Ach, dazu haben die beiden "Herrschaften" dann Zeit. Dann sollen sie sich lieber um die Bearbeitung der Anträge kümmern. Das ist echt unverschämt.
Und richtig, da kommt man als Privatperson nicht weiter, da hilft nur ein Anwalt und wenn nötig halt das Gerichtsverfahren. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass das ganze bald ein positives Ende für Dich nimmt 🐞👍🍀 Mein Anwalt wird sich bestimmt freuen, wenn er mich in der Sache wiedersieht ;)

Deinen Anhang lese ich mir gleich in Ruhe auf der Couch durch, am PC ist es so ungemütlich 🙈

Ach was ich oben vergessen habe zu ergänzen: Im letzten Rentenbescheid stand auch noch zu dem Punkt "dass man rechtzeitig, ungefähr 3 Monate vor Ablauf der Rente einen Weiterbewilligungsantrag stellen soll" ...
dass die Rentenzahlung auch dann zum 30.09.2019 eingestellt wird, wenn die DRV bis dahin über den Antrag auf Weiterzahlung noch nicht entscheiden konnte. Aber das steht wohl in jedem Bescheid - dann verstehe ich nur nicht, warum ich 2016 doch eine Weiterzahlung bekommen habe :icon_kratz:

Viele Grüße vom Spidergirl
 

saurbier

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Hallo Spidergirl,

dann verstehe ich nur nicht, warum ich 2016 doch eine Weiterzahlung bekommen habe
Weil das halt im Ermessen der Behörde liegt, die können müssen aber nicht.

Und ja ein Anwalt der kompetent ist, würde sich freuen, nur den zu finden ist mal nicht so einfach, leider.


Grüße saurbier
 

Spidergirl

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Hallo saurbier :)

Weil das halt im Ermessen der Behörde liegt, die können müssen aber nicht.
na toll :-(

Und ja ein Anwalt der kompetent ist, würde sich freuen, nur den zu finden ist mal nicht so einfach, leider.
Den habe ich Gott-sei-Dank gefunden. Der hat mir schon geholfen, wegen meiner Migräne die teilweise Erwerbsminderungsrente zu bekommen (und das ist ein sechser im Lotto, wenn man da so Fälle im Internet liest) und auch bei der Einstufung der Schwerbehinderung (Ausweis) hat er für mich gekämpft. Er ist ein ganz kompetenter,aber auch netter und menschlicher Anwalt ;-)

LG
Spidergirl
 

Spidergirl

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Guten Morgen :)

Frage 👉🏼 Was muss ich denn jetzt zur Beantragung von SGB2 mit zum Job Center nehmen?

Den aktuellen Rentenbescheid, das Schreiben mit dem Gutachter Termin und die Kontoauszüge der letzten drei Monate.

Aber reicht das aus? Ich habe ja nirgendwo schriftlich, dass die DRV jetzt nicht weiterzahlt.

Liebe Grüße vom Spidergirl
 

OldieButGoldie

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Und nicht vergessen dem Anwalt zu sagen, er soll Zinsen gem. § 44 SGB I geltend machen! Sollte die Rente genehmigt und nach bezahlt werden.
Das wird regelmäßig von den Anwälten, Richtern und Ämtern vergessen, obwohl dies von Amt wegen zu erfolgen hat!
Und auch aufpassen, was sich das JC evtl. über 102 SGB X erstatten lässt. Nicht dass die alles einkassieren, obwohl dir noch ein Teil zusteht.
Z. B. KV etc. wird m. W. von der Rente abgezogen, ist im SGB II aber frei und darf m. W. auch nicht zurück gefordert werden??
https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/FW-KVPV_ba013456.pdf
Das würde ich mal checken lassen.
 

Spidergirl

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Danke OldieButGoldie :)
Ich habe beim Jobcenter Gott-sei-dank einen super lieben und verständnisvollen Sachbearbeiter. Ein junger Hüpfer ;)
Dem werde ich gleich sämtliches Wissen "um die Ohren hauen" :bigsmile:
Außerdem werde ich dem Anwalt alles vorlegen, was ich hier erfahren durfte, wenn das Jobcenter Mist baut, kriegen die auch sofort einen mit über die Rübe ;) Wenn schon, denn schon.
Das mit der KV sagte der SB beim JC auch, dass da was abgezogen wird, habe ich auch irgendwie nicht verstanden, aber da harke ich gleich nach.
Kann ich mich nicht eigentlich für den Zeitraum mit SGB2 über meinen Sohn KV versichern lassen - als Familienversicherung? Andersrum ging es ja auch immer :icon_kinn:
Und kann man die Fahrtkosten von Sohnemann (zur Schule - er hat Blockunterricht) auch mit angeben? damit er von den 270 Euro, die ihm verbleiben, nicht auch noch 80 Euro Fahrgeld zahlen muß?
Puh Fragen über Fragen :icon_sad:

LG vom Spidergirl
 

saurbier

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Hallo Spidergirl,

du mußt jetzt auch aufpassen, wie schon erwähnt wurde.

Wenn du zuvor bereits eine Teil-EMR unbefristet erhaltet hast welche später (wegen Parkinson) zu einer vollen EMR (befristet) wurde, dann bist du ja bereits über die KVdR krankenversichert. Ist nichts anderes wie z.B. auch bei mir, denn über meine BU-Rente bin ich automatisch in der KVdR versichert.

Dazu brauchst du dann auch deinen Sohn nicht für eine KV.

Sollte die Teil-EMR allerdings auch nur befristet gewesen sein, nun dann mußt du dich natürlich übers JC auch Kranken versichern. Denn mit dem Ende der Befristung endet auch der Schutz bei der KVdR. Das kannst nur du wissen wie es da aussieht.

Fürs JC ist der komplette Antrag auszufüllen und am besten nimmst du dann dazu noch die Schreiben der DRV mit, zuerst die letzte Rentenbewilligung (da steht bis wann die Gültigkeit hat) und auch das Schreiben das du einen neuen Weiterzahlungsantrag stellen sollst sowie dann ggf. einen Nachweis das du den Antrag bei der DRV bereits gestellt hast.

Wie gesagt solltest du deine zuerst bewilligte Teil-EMR unbefristet ? bekommen, dann würde ich dem JC SB auch dies nachweisen, weil er damit dann bereits erfährt das du ledglich 3-6 Std./tägl. nur noch vermittelbar bist und er dich zuerst einmal dem äD vorstellen muß, um abzuklären wo/wie er dich vermitteln kann/darf.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Wie gesagt solltest du deine zuerst bewilligte Teil-EMR unbefristet ? bekommen, dann würde ich dem JC SB auch dies nachweisen, weil er damit dann bereits erfährt das du ledglich 3-6 Std./tägl. nur noch vermittelbar bist und er dich zuerst einmal dem äD vorstellen muß, um abzuklären wo/wie
Wozu das? Wenn es eine unbefristete Teil-EMR gibt, dann müste es dazu doch auch eine sozialmedizinisches Gutachten der DRV geben, in dem auch drinsteht, was noch geht. Das wäre dann wohl auch für das JC bindend, oder?
 
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