Antrag auf Weiterbewilligung der Erwerbsminderungsrente - Teil 2 - Antragsstellung vor 10 Monaten - noch kein Ende in Sicht (2 Betrachter)

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Spidergirl

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Hallo, da bin ich mal wieder ☺ … und leider noch nichts weiter :(

Folgendes noch mal zur Erinnerung:

Meinen Antrag auf die Weiterbewilligung der Erwerbsminderungsrente habe ich rechtzeitig am 29.3.2019 gestellt.

⏩ Post von der DRV vom 21.04.19 (Mitteilung "Wegfall der Rente auf Zeit.. Hinweis dass ich Weiterbewilligung beantragen muß)
⏩ Post von der DRV vom 24.05.19 (Mitteilung, dass eine ärztliche Begutachtung notwendig ist)
⏩ Post von der DRV vom 04.09.19 (Mitteilung, wer der Gutachter ist und dass dieser sich nun mit mir in Verbindung setzen wird)
⏩ Post vom Gutachter selbst vom 06. Oktober 2019 (mit der Bitte um telefonische Kontaktaufnahme zwecks Terminvereinbarung)

⏩ Darauf Reaktion meines Anwalts per Brief an die Deutsche Rentenversicherung vom 14.10.2019 ⏩ dass ich nicht in der Lage bin die Strecke zum Gutachter zu bewältigen, mit der Bitte um Bestellung eines Gutachters hier im Kreis oder im benachbarten Kreis bzw. um Übernahme der Kosten für ein Taxi zum Gutachter.

Auf dieses Schreiben vom 14. Oktober vom Anwalt gab es bis heute keine Reaktion von der Deutschen Rentenversicherung 😕. Heute habe ich deshalb meinen Anwalt angeschrieben und nachgefragt wie der Stand der Dinge ist. Als Antwort kam, dass die Rentenversicherung auf das Schreiben vom 14. Oktober bis jetzt nicht reagiert hätte und dass mein Anwalt sich melden würde, sobald etwas Neues passieren würde. Kann man da nichts weiteres tun? Wie verhält es sich mit der Untätigkeitsklage? Mein Anwalt meinte im September, dass er die Untätigkeitsklage nicht stellen könnte, weil die Rentenversicherung immer mal wieder ein Schreiben losgeschickt hätte und somit nicht untätig war. Seit 4 Monaten kam jetzt keine Reaktion mehr von denen selbst ... Allerdings steht im Netz, dass die Rentenversicherung bei einem Weiterbewilligungsantrag sechs Monate untätig sein muss, bevor man diese Untätigkeitsklage stellen kann. Aber dort steht auch das sie sechs Monate Zeit haben, dann muss der Bescheid erfolgt sein. Irgendwie verstehe ich das nicht so richtig und erschwerend ist es ja auch, dass ich dem Gutachter Termin widersprochen habe. Ich weiß ja nicht ob das das ganze Procedere wieder von vorne ins Rollen gebracht hat.

Wäre Euch für eine hilfreiche Antwort sehr dankbar ☺

Liebe Grüße Claudia
 

Doppeloma

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Hallo Spidergirl,

Post von der DRV vom 04.09.19 (Mitteilung, wer der Gutachter ist und dass dieser sich nun mit mir in Verbindung setzen wird)
⏩ Post vom Gutachter selbst vom 06. Oktober 2019 (mit der Bitte um telefonische Kontaktaufnahme zwecks Terminvereinbarung)
Dass der Gutachter zu weit weg ist und einer in Wohn-Nähe angebracht wäre, war doch sicher schon am 04.09. klar ?
Warum also erst im Oktober eine Reaktion von dir (bzw. von deinem Anwalt) da wäre doch direkt eine schriftliche Anfrage dazu angebracht gewesen ???

⏩ Darauf Reaktion meines Anwalts per Brief an die Deutsche Rentenversicherung vom 14.10.2019 ⏩ dass ich nicht in der Lage bin die Strecke zum Gutachter zu bewältigen, mit der Bitte um Bestellung eines Gutachters hier im Kreis oder im benachbarten Kreis bzw. um Übernahme der Kosten für ein Taxi zum Gutachter.
Wie hat der Anwalt der DRV das zukommen lassen, kann er den Zugang (und das genaue Datum) beweisen, sonst dürfte es schwierig werden der DRV Versäumnisse dabei nachzuweisen, kannst du sicher sein, dass die DRV diese Anfrage zum weiteren Verfahren überhaupt bekommen hat ???
Man sollte natürlich annehmen dürfen, dass ein Anwalt weiß was er da macht aber wenn so lange vergeblich auf eine Antwort gewartet wird, kann das auch zum Nachteil für dich werden.

Wurde denn der benannte Gutachter auch direkt informiert, dass du nicht zum Termin erscheinen wirst ???

Auf dieses Schreiben vom 14. Oktober vom Anwalt gab es bis heute keine Reaktion von der Deutschen Rentenversicherung 😕. Heute habe ich deshalb meinen Anwalt angeschrieben und nachgefragt wie der Stand der Dinge ist. Als Antwort kam, dass die Rentenversicherung auf das Schreiben vom 14. Oktober bis jetzt nicht reagiert hätte und dass mein Anwalt sich melden würde, sobald etwas Neues passieren würde. Kann man da nichts weiteres tun?
Ja sicher, du kannst dich selbst DIREKT an die DRV wenden mit einer persönlichen Sachstand-Anfrage, du hättest auch die Weiterzahlung der EM-Rente bis zur Entscheidung beantragen können.
Das ist zwar "Kulanz" der DRV aber wenn man es nicht versucht wird man nie wissen, ob die weiter gezahlt hätten (ab Ende der Befristung), dafür dürfte es nun allerdings zu spät sein ...

Hast du Unterlagen dazu von deinem Anwalt bekommen wann er was genau an die DRV geschickt hat, dem dürfte doch auch bekannt sein, dass du dringend auf diese Entscheidung wartest ???

Wie verhält es sich mit der Untätigkeitsklage? ...... Allerdings steht im Netz, dass die Rentenversicherung bei einem Weiterbewilligungsantrag sechs Monate untätig sein muss, bevor man diese Untätigkeitsklage stellen kann. Aber dort steht auch das sie sechs Monate Zeit haben, dann muss der Bescheid erfolgt sein.
Na-Ja, "Untätig" heißt eben es wurde gar nichts getan und es kann immer wieder mal Gründe geben warum ein Antragsverfahren nicht innerhalb 6 Monaten abschließend bearbeitet werden konnte ...

Irgendwie verstehe ich das nicht so richtig und erschwerend ist es ja auch, dass ich dem Gutachter Termin widersprochen habe. Ich weiß ja nicht ob das das ganze Procedere wieder von vorne ins Rollen gebracht hat.
Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass die DRV gar nicht reagiert wenn ein Gutachter-Termin abgelehnt wird.
Man wird sich dort auch gefragt haben warum dir die Entfernung nicht gleich Probleme bereitet hat, als dir im September mitgeteilt wurde wer dich begutachten soll ...
Es ist nie besonders klug einen solchen Termin nicht wahrzunehmen, das hat auch schon zur Ablehnung von Anträgen geführt wegen mangelnder "Mitwirkung" ... für die Notwendigkeit eines Taxi-Transportes wäre sicher eine ärztliche Bescheinigung sinnvoller gewesen als die Forderung nur von deinem Anwalt. :icon_kinn:

So ganz kann ich das noch nicht nachvollziehen, ob der Termin wenigstens (bei dem Gutachter) abgesagt wurde oder ob der dann einfach "ausgefallen" ist nach der Absendung des Schreibens an die DRV ohne eine Entscheidung zu haben, wie die das nun sehen werden.

Dass dein Anwalt da auch nur eine abwartende Haltung einnimmt kann ich nicht wirklich verstehen ...
Da hätte ich schon längst selber nachgefragt bei der DRV, das ist ja nicht verboten wenn dein Anwalt (seit Mitte Oktober) auch nichts weiter macht, um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen ...

MfG Doppeloma
 

Spidergirl

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Hallo Doppeloma ☺
Vielen lieben Dank für deine Antwort ☺ Ich muss ja erst immer schlucken, wenn ich deine Antworten lese. 🙈😄 sie sind kurz und bündig und treffen den Nagel aber auf den Kopf. Und wenn ich sehe wie viel du hier beantwortest, dann weiß ich warum die Antworten kurz und bündig sind und sehe das Ganze aus einem anderen Blickwinkel und nehme es nicht persönlich, muss ich doch nicht oder? 🙈

Nun zum eigentlichen Thema 😉

Dass der Gutachter zu weit weg ist und einer in Wohn-Nähe angebracht wäre, war doch sicher schon am 04.09. klar ?
Warum also erst im Oktober eine Reaktion von dir (bzw. von deinem Anwalt) da wäre doch direkt eine schriftliche Anfrage dazu ang
Da hast du recht, allerdings mahlen die Mühlen manchmal langsam. Als ich den Brief von der DRV im September bekommen habe, mit dem Namen des Gutachters , habe ich direkt beim Anwalt angerufen und einen Termin ausgemacht. Allerdings war es eine Woche vor seinem Jahresurlaub (drei Wochen) und er hatte weder vorher noch direkt nachher einen Termin frei. Also muss ich nehmen was ich kriegen konnte.

Wie hat der Anwalt der DRV das zukommen lassen, kann er den Zugang (und das genaue Datum) beweisen, sonst dürfte es schwierig werden der DRV Versäumnisse dabei nachzuweisen, kannst du sicher sein, dass die DRV diese Anfrage zum weiteren Verfahren überhaupt bekommen hat ???
Er hat das Schreiben per Post (ich weiß aber nicht ob als Einschreiben oder normal) und zusätzlich als Fax einmal an die Gutachterstelle in Gelsenkirchen und einmal an die Rentenversicherung direkt in Münster geschickt. Wenn er es als Fax verschickt hat, so wie es auf meiner Durchschrift steht, dann hat er ja den Sendungsbeleg als Beweis. Der Gutachter selbst wurde nicht informiert. Ich hatte meinen Anwalt gefragt, ob ich dort Bescheid geben soll, er meinte aber, dass wir die Reaktion von der DRV abwarten sollten (die wüssten ja dann Bescheid) und weil ja auch die Möglichkeit bestünde,dass mir tatsächlich ein Taxi gestellt wird. Ein Termin seitens des Gutachters war ja noch nicht bekannt, ich sollte mich laut Schreiben des Gutachters mit der Praxis telefonisch in Verbindung setzen, um einen Termin zu vereinbaren. Die Praxis hätte meine Telefonnummer nicht , Sonst hätten sie sich selbst schon telefonisch gemeldet.

du hättest auch die Weiterzahlung der EM-Rente bis zur Entscheidung beantragen können.
Ich hatte ja im Vorfeld an drei Stellen der DRV angerufen, weil ich ja Informationen haben wollte zum aktuellen Stand (da wusste ich noch nicht, dass es solche Probleme mit der DRV geben würde,, Weil die Jahre vorher immer alles rund lief) und dort hatte man mir sofort gesagt, dass die Rente nicht weiter gezahl werden würde, das hätte sich jetzt geändert…und ich müsste SGB2 beantragen. Vom Anwalt kam dazu gar nichts.

Es ist schon komisch, dass die DRV gar nicht reagiert wenn ein Gutachter-Termin abgelehnt wird.
Man wird sich dort auch gefragt haben warum dir die Entfernung nicht gleich Probleme bereitet hat, als dir im September mitgeteilt wurde wer dich begutachten soll ...
Es ist nie besonders klug einen solchen Termin nicht wahrzunehmen, das hat auch schon zur Ablehnung von Anträgen geführt wegen mangelnder "Mitwirkung" ... für die Notwendigkeit eines Taxi-Transportes wäre sicher eine ärztliche Bescheinigung sinnvoller gewesen als die Forderung nur von deinem Anwalt. :icon_kinn:
In dem Schreiben vom Anwalt stand drin, dass er von mir beauftragt wurde, das ganze Procedere jetzt für mich zu übernehmen und dass er erst verspätet reagieren konnte, weil die Kanzlei Urlaub hatte.
Außerdem hat er genau erläutert, warum ich nicht dorthin kann. Die Strecke mit Bus und Bahn hätte zweieinhalb Stunden in Anspruch genommen, Ich hätte mehrmals umsteigen müssen und das würde ich in der aktuellen gesundheitlichen Situation nicht schaffen. Jemanden der die Strecke fahren könnte hätte und habe ich nicht und selbst fahren könnte ich nicht. Deswegen wurde der Taxischein beantragt und als Alternative den Wunsch geäußert, einen Gutachter zu stellen, der hier aus dem Kreis oder einem der Nachbarkreise kommen würde. eine Bescheinigung vom Neurologen und eine Bescheinigung von meinem Hausarzt wurde beigefügt.

Dass dein Anwalt da auch nur eine abwartende Haltung einnimmt kann ich nicht wirklich verstehen ...
Da hätte ich schon längst selber nachgefragt bei der DRV, das ist ja nicht verboten wenn dein Anwalt (seit Mitte Oktober) auch nichts weiter macht, um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen ...
Das verstehe ich auch gerade nicht. Er weiß, dass mein Sohn im Moment dreiviertel seines Lohns in die Haushaltskasse geben muss, damit wir über die Runden kommen . Dass das für einen 20-jährigen nicht gerade prickelnd ist, wobei es das erste Gehalt ist, was er bekommt, kann sich jeder vorstellen. Außerdem haben wir langsam die Zeit im Nacken sitzen, da wir zwischen Juni und August irgendwann mit meinem Freund zusammenziehen werden (je nachdem wie schnell das Haus gebaut ist, in das wir ziehen) und ich dann kein SGB2 mehr bekomme, was bedeutet, dass ich von meinem Freund und von meinem Sohn abhängig bin.

Also ist es jetzt sinnvoll und auch o. k., wenn ich eine Sachstands-Anfrage Per Fax und per Einschreiben an die DRV sende und den Sachverhalt, dass mein Sohn für mich löhnt (also etwas auf die Tränendrüse drücken...) mit einbringe und dazu schreibe, dass ich um eine baldige Entscheidung bitte. ? Kann ich dort auch mit einbringen, dass ich etwas erstaunt war das ich überhaupt zum Gutachter muss, weil Parkinson ja nicht heilbar ist und seit der Diagnose keine Besserung sondern eine Verschlechterung eingetreten ist? Ob das dann wirklich nötig wäre . Alles natürlich ganz höflich…

Ich hatte ja oben geschrieben wegen dem ersten Termin mit meinem Anwalt, dass die Mühlen manchmal langsam mahlen. Ich hoffe, dass jetzt aber mal ein Windstoß kommt, der das ganze etwas beschleunigt ☺

Liebe Grüße, Claudia
 

Doppeloma

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Hallo Spidergirl,

Vielen lieben Dank für deine Antwort ☺ Ich muss ja erst immer schlucken, wenn ich deine Antworten lese. 🙈😄 sie sind kurz und bündig und treffen den Nagel aber auf den Kopf. Und wenn ich sehe wie viel du hier beantwortest, dann weiß ich warum die Antworten kurz und bündig sind und sehe das Ganze aus einem anderen Blickwinkel und nehme es nicht persönlich, muss ich doch nicht oder? 🙈
Nein, du musst nichts "persönlich" nehmen, zumindest solltest du dich nicht von mir "angegriffen" fühlen, wenn ich einfach schreibe was ich mir dazu so denke, ich bin nun mal sehr DIREKT und halte nichts davon den fragenden Usern "nur Streicheleinheiten" zu geben ...
Vielleicht hilft meine manchmal raue Art ja wenigstens (dir oder auch anderen Usern, die das lesen) in der Zukunft ein paar Fehler weniger zu machen und mal frühzeitiger selber zu handeln auch wenn man sich gerne auf einen Anwalt verlassen möchte (weil der ja auch Geld dafür bekommt).

Die ganze Mühe mache ich mir jedenfalls nicht wenn mich die Probleme gar nicht ernsthaft interessieren und manchem User waren meine "Abhandlungen" auch schon zu lang, zu deutlich und / oder angeblich zu "unverständlich" ... :icon_rolleyes:
Aber zurück zum Thema ... dich scheint es ja noch zu interessieren, was ich dir dazu mitteilen möchte ...

Der Gutachter selbst wurde nicht informiert. Ich hatte meinen Anwalt gefragt, ob ich dort Bescheid geben soll, er meinte aber, dass wir die Reaktion von der DRV abwarten sollten (die wüssten ja dann Bescheid) und weil ja auch die Möglichkeit bestünde,dass mir tatsächlich ein Taxi gestellt wird.
Hier sehe ich schon wieder zu viel "wir hatten angenommen" ..., es gehört sich einfach nicht den Gutachter im Unklaren zu lassen welche Gründe es gibt keinen Termin bei ihm vereinbaren zu wollen.
Immerhin war das DEINE Post und DU wurdest direkt schriftlich gebeten, dich zu melden wegen der Termin-Absprache für die geplante Untersuchung. ... nicht für komplett "Alles" sollte man den Anwalt einspannen und verantwortlich machen wollen. :icon_evil:

In der Regel entscheiden auch die beauftragten Gutachter, ob ein Taxi-Transport erforderlich ist und dann (von der DRV) auch übernommen wird wenn das aus gesundheitlichen Gründen nicht anders geht.
Es wäre also durchaus angebracht gewesen dazu Kontakt zum Gutachter aufzunehmen und der einfachste Weg wäre wohl gewesen wenn du das selbst hättest klären können WARUM das gesundheitlich nicht geht ... dein Anwalt weiß ja (vermutlich) auch nur grob, wie es dir geht, der ist ja auch kein Arzt.

Ich hatte ja im Vorfeld an drei Stellen der DRV angerufen, weil ich ja Informationen haben wollte zum aktuellen Stand (da wusste ich noch nicht, dass es solche Probleme mit der DRV geben würde,, Weil die Jahre vorher immer alles rund lief) und dort hatte man mir sofort gesagt, dass die Rente nicht weiter gezahl werden würde, das hätte sich jetzt geändert…und ich müsste SGB2 beantragen. Vom Anwalt kam dazu gar nichts.
Den formlosen Antrag auf Weiterzahlung (weil die Verzögerungen nicht beim Antragsteller liegen) stellt man ja auch nachweislich / schriftlich und nicht am Telefon, da wird das natürlich gleich abgelehnt ... dein Anwalt weiß (vermutlich) gar nicht, dass man es versuchen könnte die Weiterzahlung zu erwirken, wenn man denn schriftlich darum "bittet", denn mehr kann man in diesem Falle nicht tun.
Was ich von solchen Telefonaten generell halte dürfte dir schon bekannt sein, Sachstand-Anfragen macht man IMMER nur schriftlich und nachweislich ... am Telefon erzählt man oft viel und immer wieder was Anderes ...
Als es um mein EM-Rentenverfahren ging habe ich deswegen niemals mit der DRV telefoniert und war auch immer genauestens über das Vorgehen meines Anwaltes informiert, es ging KEIN Schreiben von ihm raus (an DRV oder später ans Gericht) dass ich nicht vorher zur Kenntnis nehmen konnte, ob das auch in meinem Sinne ist oder was geändert werden sollte.

Deswegen wurde der Taxischein beantragt und als Alternative den Wunsch geäußert, einen Gutachter zu stellen, der hier aus dem Kreis oder einem der Nachbarkreise kommen würde. eine Bescheinigung vom Neurologen und eine Bescheinigung von meinem Hausarzt wurde beigefügt.
Von der DRV gibt es keinen "Taxi-Schein", der Gutachter bestätigt auf dem Fahrtkosten-Antrag (nach der Begutachtung), dass man dort war und wie man dort hingekommen ist. Bei gesundheitlichem Bedarf entscheidet der dann auch, ob ein Taxi-Transport nötig war oder nicht.
Möglicherweise muss man die Hinfahrt erst selbst bezahlen und dann darauf hoffen, dass der Gutachter das auch für nötig hält, ansonsten bleibt man auf den Kosten sitzen ...

Ich kenne diesen Kampf umTaxitransport zum DRV-Gutachter ziemlich genau, das war auch ein "wunder" Punkt bei der letzten Begutachtung von Männe.
Er sollte bei Minusgraden / Schnee- und Eisglätte, mehrfachem Umsteigen (bei unsicheren Anschlüssen wegen der Wetterlage) u. A. auch noch einen längeren Fußweg bewältigen können, eine Fahrt hätte da deutlich länger als 3 Stunden dauern können.
Das haben wir schriftlich abgelehnt weil es eine gesundheitliche Zumutung für ihn war.
Gerade in der kalten / feuchten Jahreszeit ging es ihm orthopädisch immer besonders schlecht, er war nicht bereit dieses Risiko einzugehen sich irgendwo unterwegs noch die Knochen zu brechen.

Die beauftragte Gutachterin wusste allerding sofort (von uns) darüber Bescheid, sie meinte aber es gäbe (aus ihrer Sicht) keine gesundheitliche Notwendigkeit dafür ... da musste ich mich dann leider wieder direkt an "höhere" Stellen bei der DRV wenden ...
Am Ende wurde eine andere Gutachterin beauftragt (aber am gleichen Ort) und wir bekamen (schriftlich) die Zusage, dass Taxi-Kosten für Hin- und Rückfahrt übernommen werden ... die Hinfahrt wurde uns sogar direkt nach der Ankunft erstattet ...

Wir hatten damals keinen Anwalt und haben das lieber gleich selber geregelt ... die Anwältin aus seinem 1. Verfahren taugte auch nicht viel ... die wurde im 2. Verfahren nicht mehr mit seiner Vertretung betraut. :icon_evil:

Er weiß, dass mein Sohn im Moment dreiviertel seines Lohns in die Haushaltskasse geben muss, damit wir über die Runden kommen . Dass das für einen 20-jährigen nicht gerade prickelnd ist, wobei es das erste Gehalt ist, was er bekommt, kann sich jeder vorstellen. Außerdem haben wir langsam die Zeit im Nacken sitzen, da wir zwischen Juni und August irgendwann mit meinem Freund zusammenziehen werden (je nachdem wie schnell das Haus gebaut ist, in das wir ziehen) und ich dann kein SGB2 mehr bekomme, was bedeutet, dass ich von meinem Freund und von meinem Sohn abhängig bin.
Für die Entscheidungen zu deinem Antrag auf Verlängerung der EM-Rente sind NUR rein gesundheitliche Gründe wichtig bei der DRV, die dich hindern arbeiten zu gehen und dein Geld selbst zu verdienen.
Deine privaten / finanziellen Verhältnisse und ob dein Sohn (egal in welchem Alter) das "prickelnd" findet dich zu unterstützen, interessieren dort absolut NIEMANDEN ...
Damit kann dein Anwalt als Argument zur Beschleunigung der Bearbeitung bei der DRV auch NICHTS anfangen, wir haben bereits ALGII beziehen müssen (weil alles Andere abgelaufen war), das hat die DRV auch nicht "gejuckt" ... dabei waren wir beide noch fest angestellt ... aber eben schon sehr lange krank.

Ob du zu deinem Freund ziehen willst wird die noch weniger interessieren, das ist deine Privatangelegenheit und hat keine Bedeutung dafür ob und wann deine EM-Rente verlängert wird oder nicht ...
Es geht bei der Entscheidung absolut NUR um DEINE Erwerbsfähigkeit aus rein gesundheitlichen Gründen ...

Die Möglichkeit der Klärung durch den beauftragten Gutachter wurde (aus welchen Gründen auch immer) nicht wahrgenommen und das kann man dir durchaus als "mangelnde Mitwirkung" auslegen ... dafür solltest du gute, plausible Gründe haben und angeben können,:icon_rolleyes: warum das (leider) so schief gelaufen ist ...
Dafür war und ist auch dein Anwalt nicht alleine verantwortlich zu machen ...

Also ist es jetzt sinnvoll und auch o. k., wenn ich eine Sachstands-Anfrage Per Fax und per Einschreiben an die DRV sende und den Sachverhalt, dass mein Sohn für mich löhnt (also etwas auf die Tränendrüse drücken...) mit einbringe und dazu schreibe, dass ich um eine baldige Entscheidung bitte. ?
In der Sachstand-Anfrage willst du wissen wie der Bearbeitungs-Stand in deinem EM-Verlängerungs-Verfahren bei der DRV aktuell ist und was man weiter vor haben könnte, um nun mal zu einer Entscheidung zu kommen.
Dass da immer auch fianazielle Probleme mit verbunden sind wenn eine Zeitrente zunächst eingestellt wird, dürfte denen nicht unbekannt sein aber wie du dich nun finanzierst bis zur neuen Entscheidung ist der DRV eigentlich völlig Egal, da sitzen Bürokraten und keine "Samariter" ...

Mit der "Tränendrüse" kommst du da wahrscheinlich nicht weit, du solltest es zumindest nicht übertreiben und dich besser auf die rein gesundheitlichen Aspekte konzentrieren, dein Sohn kann doch (theoretisch) ausziehen, dann hat er sein Einkommen für sich alleine ... :icon_rolleyes:

Kann ich dort auch mit einbringen, dass ich etwas erstaunt war das ich überhaupt zum Gutachter muss, weil Parkinson ja nicht heilbar ist und seit der Diagnose keine Besserung sondern eine Verschlechterung eingetreten ist? Ob das dann wirklich nötig wäre . Alles natürlich ganz höflich…
Hast du denn zum Verlängerungs-Antrag schon aktuelle Berichte und Befunde (aus der bisherigen Rentenzeit) mit eingereicht, ansonsten solltest du das nachholen und darauf durchaus erneut hinweisen, dass eine Besserung bei dieser Erkrankung nicht mehr zu erwarten ist und du NICHT nachvollziehen kannst, was eine Begutachtung an diesem Fakt noch ändern könnte ...
Ich nehme doch an, du bist weiter in Behandlung, nimmst bestimmte Medikamente (mit vielleicht auch inakzeptablen Nebenwirkungen) und hast also Ärzte an der Seite, die dir das auch erneut bestätigen könnten, dass es dir NICHT besser geht ...

Höflich und sachlich sollte man dabei immer bleiben, trotzdem darf man klar und deutlich schreiben was man davon hält, so unzumutbar lange auf eine so Existenzielle Entscheidung warten zu müssen.

Nimm das selbst in die Hand wenn dein Anwalt keine Zeit dafür hat, informieren solltest du ihn schon darüber aber letztlich ist es DEINE Angelegenheit und du darfst dich (trotz Anwalt) auch selbst, um was kümmern wenn es sonst ja offenbar gar nicht voran geht in der Sache.
Um wenigstens dieses Geld zu sparen kann man einem Anwalt auch jederzeit das Vertretungs-Mandat entziehen, wenn er sowieso meist in "Warte-Position" ist oder gerade Urlaub macht wenn er gebraucht wird. o_O
Bisher sieht es für mich so aus, dass der sehr bequem sein Geld an dir verdient ... ohne wirklich was Wirksames dafür zu machen ...

MfG Doppeloma
 

Spidergirl

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Hallo zusammen :) ich hoffe es geht Euch allen gut :). Ich komme jetzt mal wieder aus meinem Schneckenhaus heraus, in das ich mich in der letzten Zeit verzogen habe. Gesundheitlich ging es mir miserabel, der Parki und die Migräne haben sich verbündet und gegen mich gearbeitet. Einer von beiden hat immer was zu melden gehabt :( Das ging so weit, dass ich kaum noch in der Lage war zu schreiben, nur unter enormer Anstrengung und das selbst auf dem Smartphone. Jetzt gab's neue Tabletten und sie scheinen zu helfen :) Ich sitze am PC und tippe lustig drauf los :cool:

Die ganze Mühe mache ich mir jedenfalls nicht wenn mich die Probleme gar nicht ernsthaft interessieren und manchem User waren meine "Abhandlungen" auch schon zu lang, zu deutlich und / oder angeblich zu "unverständlich" ... :icon_rolleyes:
Das hattest Du echt lieb geschrieben, danke :clap: Hatte immer im Hinterkopf, dass ich Dir noch unbedingt antworten möchte, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben ;)

Wir hatten damals keinen Anwalt und haben das lieber gleich selber geregelt ... die Anwältin aus seinem 1. Verfahren taugte auch nicht viel ... die wurde im 2. Verfahren nicht mehr mit seiner Vertretung betraut. :icon_evil:
Das geht mir leider auch so. Der Anwalt ist Geschichte. Er hat absolut nichts gebracht und deshalb habe ich alles selbst in die Hand genommen.

In der Zeit vom 20. Januar 2020 bis heute ist so einiges passiert..

Ich wollte ja eine Sachstandsanfrage an meine Sachbearbeiterin bei der DRV schicken, das kam dann allerdings alles anders. Ich habe am 27.01. Post vom Anwalt bekommen - im Anhang war ein Schreiben von der DRV bezüglich des abgesagten Gutachter-Termins und der Übernahme der Taxikosten. Es ging um die Mitwirkungspflicht und das laut vorliegender Befundberichte keine Notwendigkeit eines Taxitransports ersichtlich wäre. Dann die üblichen Drohungen "Keine Zahlung wenn..." sollte innerhalb von 4 Wochen mitteilen, ob ich bereit bin einen neuen Termin einzuhalten.
So Durcheinander wie ich war, habe ich bei dem Arzt (Gutachter) in Dortmund angerufen, um einen Termin zu vereibaren - in der Hoffnung, dass ich für Ende Febr. noch einen Termin bekommen könnte, da mein Sohn dann Urlaub hatte und mich fahren könnte. Aber es muß ja alles seine Richtigkeit haben: Erst DRV informieren, dann warten - das Termin per Post mitgeteilt wird - und dann reagieren und evtl. Termin per Telefon mit Gutachter abstimmen. Das wurde mir dann ziemlich direkt am Telefon der Praxis mitgeteilt und Termine für Febr. gäbe es eh keine mehr. Na toll.

Tja, die Tränen flossen, ich war total verzweifelt, da ja keiner zu einem anderen Zeitpunkt fahren konnte und in meiner Verzweiflung habe ich die Sachbearbeiterin beim DRV angerufen und ihr mein Leid geklagt 🙈 - jaaaa ich weiß, telefonisch geht gar nicht, aber ich musste das direkt klären und nicht über diesen langwierigen Postweg. Im Telefonat habe ich mein Problem geschildert, konnte das Heulen auch nicht unterdrücken und bin auf eine echt nette SBin gestoßen. Sie meinte, das die Befunde vom Neurologen schon sehr alt sind und ich sollte doch eine Bescheinigung vorlegen vom Arzt, die meine Reiseunfähigkeit begründen würde und ich selbst sollte eine Begründung formulieren, aus meiner Sicht und ihr dann beides zusenden. Die Bescheinigung, die mein Anwalt ihr schicken sollte ist nicht angekommen. Habe meinen Anwalt darauf angesprochen (über die Sekretärin) und es gab keine Reaktion darauf. Finde den Fehler 🙁
Jedenfalls bin ich wieder zu meinem Neurologen gestiefelt und habe um eine ausführliche Bescheinigung gebeten. Seine Antwort war, dass die Neurologen sich im Kreis zusammengeschlossen hätten und sich bei der DRV über den Gutachter in Dortmund beschwert hätten, da er eine vielzahl von Patienten für arbeitsfähig erklärt hat, die schwer krank sind. Sie wollen erreichen, dass der Herr nicht mehr für diesen Bezirk zuständig ist. Der Neuro wollte für mich Kontakt aufnehmen zur Leiterin der Gutachterstelle, um für mich einen Termin in Münster zu bekommen. Die Zeit lief fleißig weiter davon. Habe in der neurologischen Praxis angerufen und nachgefragt was jetzt ist... Neuro hat noch keine Rückmeldung (hatte per Mail nachgefragt) - Neuro will in Urlaub - also: Ich sollte mir eine Bescheinigung wegen Taxibef. abholen 🙄 Viel kostbare Zeit vergangen für nichts - (zwischendurch hat sich meine SBin immer mal wieder telefonisch nach dem Stand erkundigt.)
Aber ich wollte jetzt nicht aufgeben und habe "Schimpf und Schande über mein Haupt" die Telefonnr. er"googelt", von der Ärztin, mit der mein Neurologe Kontakt aufgenommen hatte, und habe dort angerufen. Hatte die Sekretärin dran, die sich kümmern wollte(Freitagmittag). Freitagnachmittags kam Anruf von der Ärztin (Leiterin der Gutachterstelle) und ich war nicht da 🤪 Also Montag wieder mit der Sekretärin telefoniert... Die Ärztin hätte für mich schon wegen eines Termins bei der ärztlichen Gutachterstelle nachgefragt.
Am 27.02. habe ich dann telefonisch von der netten Dame meinen Termin für die ärztliche Begutachtung bei der DRV in Münster mitgeteilt bekommen, da er so kurzfristig war. Termin: 04.03.2020 (Antragstellung März 2019 🙈)

Münster konnte ich mit dem Sprinterbus ohne Umsteigen in 1 Stunde erreichen. Die Ärztin war nett, aber doch mit ihren Fragen eine typische Gutachterin. Ich war an dem Tag steif wie ein Brett und dann kamen so Äußerungen wie "ach sie sind ja richtig beweglich" und "sie brauchen nicht so tun, als wenn der Arm steif ist.." und "..Sie wissen gar nicht, wieviele Leute hier simulieren" und "Wir wollen Sie wieder in Arbeit bekommen, können Sie sich das vorstellen? oder eine Reha..." Nach 4 Jahren Parkinson und deswegen Volle EM bin ich jetzt aufmal geheilt? und wieder arbeitsfähig? Oh was ein Wunder :icon_neutral::biggrin: Na ich hatte jedenfalls kein gutes Gefühl bei der Sache, habe meinen NEuro nochmal aufgesucht, weil er noch einen aktuellen Bericht schicken sollte und habe ihm alles erzählt.

Das Ende der Geschichte: Volle EM befristet bis 28.02.2022 - d.h. der Spaß kann nächstes Jahr im November wieder losgehen. Aber diesmal mit vielen Tipps und Hinweisen von Euch im Gepäck. DANKE dafür :) und entschuldigt, dass ich alles telefonisch erledigt habe, aber so habe ich schneller was erreicht, wie auf dem Postweg. Da hatte die letzte Antwort 3 Monate gedauert.
Nächstes Jahr weiß ich was mich erwartet und ich werde alles ohne diesen unfähigen Anwalt angehen (der übrigens auf meine Mails, über den aktuellen Stand der Dinge, die ich erreicht hatte, nicht 1 mal reagiert hat) dafür aber mit der Unterstützung meines Neurologen (der dann auch direkt aktuelle Berichte einreichen darf :doh: ) und evtl. mit Eurem Wissen :icon_idee:

LG Claudia :icon_laber: :icon_laber: :icon_laber:
 

saurbier

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Hallo Spidergirl,

zuerst einmal vielen Dank das du uns hier an dem Ergebnis teil haben läßt - leider keine Selbstverständlichkeit - deshalb nochmals Danke.

Also ich mußte letzte Sommer ja auch meine EMR wieder einmal verlängern lassen und stellte dazu bereits im Februar den Antrag. Nun ja, nach viel Ärger durfte ich dann wenige Tage vor Ablauf der EMR-Frist dann zum DRV Gutachter. Zu meinem Glück hatte ich einen Freund als Beistand dabei und er lachte sich nach Kenntnisnahme des Gutachtens (wofür die DRV tatsächlich fast 2 Monate benötigte) halb Tod, als er all die Lügengeschichte lesen durfte. Da wurden Untersuchungen angegeben die gar nicht statt fanden, Vorgänge beschrieben die gänzlich anders abliefen, aber zu guter letzt kam dann dennoch als Ergenis heraus das ich jetzt für 3 weitere Jahre voll EMR bin und eine mögliche Verbesserung des Gesundheitszustandes für die Zukunft seitens des Gutachters verneint wird. Ja nicht einmal mehr eine Reha oder weitere medizinische Maßnahmen werden von ihm als Sinnvoll erachtet. Da sieht man, wie gut doch die von der DRV beauftragten Gutachter ihr Handwerk beherschen - NULL -.

In deinem Fall dürfte es ja kaum anders sein, wenn man jemanden nach bereits 4 Jahren volle EMR unter anderem wegen Parkinson (haha eine Unheilbare Erkrankung) tatsächlich erzählt man möge ihn wieder Fit für den allgemeinen Arbeitsmarkt machen, als was bitte - vielleicht als Politiker - und in der Hoffnung dann eine erneute EMR Verlängerung für sage und schreibe jetzt 2 Jahre bewilligt. Genau hier siehst du jetzt leider mit welchen Tricks die DRV bei der gesetzlichen Vorgabe bezügl. befristeter EMR arbeitet, denn nach spätestens 9 Jahren ist eine aus rein gesundheitlichen Gründen stets befristete volle EMR nur noch als unbefristet möglich. Also versucht man die Zeit mit unnötigen befristungen und stets neuen Begutachtungen für den Betroffenen so unangenehm wie möglich gestalten, was aber auch nebenbei eine Auflage der BSG-Rechtssprechung ist - leider -. Denn die BSG Richter vertreten leider die geistige Auffassung das kein EMR seine EMR als vorzeitiges Ruhekissen in die spätere Altersrente betrachten möge. Nun ja wer dank seiner Stellung eine 5-stellige Pension erhält welcher er mit Nebentätigkeiten aufbessern darf, dem mag der geistige Horizont dafür fehlen was es als Arbeitnehmer(in) bedeutet auf eine vorzeitige EMR angewiesen zu sein, die bei den meisten wenn überhaupt noch eher auf ALG-II Niveau oder knapp darüber liegt anstatt leider eher selten in einer auskömmlichen Höhe geschweige auf dem Niveau wie bei unseren österreichischen Nachbar welche sich im Durchschnitt über mtl. ca. 600,-€/mtl. freuen dürfen.

Ich hoffe zumindest jetzt mal für dich das du dich jetzt die nächsten eineinhalb richtig Jahre erholen kannst, bevor der Ärger ggf. von neuem los geht.


Grüße saurbier
 

Spidergirl

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Hallo :)

zuerst einmal vielen Dank das du uns hier an dem Ergebnis teil haben läßt - leider keine Selbstverständlichkeit - deshalb nochmals Danke.
... nichts zu danken ;-) ;) ich finde es selbstverständlich, dass man sich wieder meldet, nachdem man hier Hilfe bekommen hat. Das ist für mich nicht selbstverständlich, dass sich andere über meine Probleme den Kopf zerbrechen und sich dann auch noch die Zeit nehmen hier zu antworten. Großen Respekt :icon_daumen: Ich schreibe eigentlich für mein Leben gerne, bin auch eine gelernte Bürotippse, aber wenn es dann so gar nicht vorwärtsgeht und man mit 2 Fingern statt 10 vorlieb nehmen muß (am PC) und selbst das Handy beim schreiben aus der Hand rutscht, dann vergeht mir die Lust doch etwas 🙈

Zu meinem Glück hatte ich einen Freund als Beistand dabei und er lachte sich nach Kenntnisnahme des Gutachtens (wofür die DRV tatsächlich fast 2 Monate benötigte) halb Tod, als er all die Lügengeschichte lesen durfte. Da wurden Untersuchungen angegeben die gar nicht statt fanden, Vorgänge beschrieben die gänzlich anders abliefen, aber zu guter letzt kam dann dennoch als Ergenis heraus das ich jetzt für 3 weitere Jahre voll EMR bin und eine mögliche Verbesserung des Gesundheitszustandes für die Zukunft seitens des Gutachters verneint wird.
Erstmal Glückwunsch, dass Du es dann auch geschafft hast, die EMR weitergezahlt zu bekommen :) ist ja wirklich nicht so einfach. Du schreibst, Du hattest einen Beistand dabei :icon_kinn: war der Freund auch mit bei dem Gespräch mit dem Gutachter mit im Zimmer? Ich hab das in den vergangenen Jahren bei Gutachter-Terminen versucht und mir wurde immer gesagt, die dürften nicht mit rein und ich würde das doch auch wohl alleine schaffen. Aber einen Zeugen dabei zu haben ist aus Patientensicht ja wohl nie verkehrt. Hatte deswegen auch nochmal im worldwideweb geguckt, aber da waren Aussagen dabei, dass manche Gutachter - wenn man auf einen Beistand besteht - direkt den Termin absagen. Entweder alleine - oder gar nicht. K.A. was da richtig ist. Und diese Lügengeschichten, oh man, da kann man echt ein Lied von singen. Die drehen einem das Wort im Munde um, natürlich zu Ihren Gunsten. Wie kommt man denn an das Gutachten ran? Mich würde auch interessieren, was in dem aktuellen drin steht :icon_kinn: Als ich wegen mehr Prozente im Schwerbehindertenausweis zum Gutachter musste, habe ich automatisch den Bericht zugeschickt bekommen. Eine richtige Lektüre - 21 Seiten lang - und wahnsinnig spannend und utopisch geschrieben. Liest sich wie ein Krimi :icon_mrgreen: Keine Ahnung wie der Gutachter die paar Kritzeleien, die er sich notiert hatte in dem 1-std. Gespräch so fantasievoll umsetzen konnte, dass daraus eine Lektüre wird.

In deinem Fall dürfte es ja kaum anders sein, wenn man jemanden nach bereits 4 Jahren volle EMR unter anderem wegen Parkinson (haha eine Unheilbare Erkrankung) tatsächlich erzählt man möge ihn wieder Fit für den allgemeinen Arbeitsmarkt machen, als was bitte - vielleicht als Politiker - und in der Hoffnung dann eine erneute EMR Verlängerung für sage und schreibe jetzt 2 Jahre bewilligt. Genau hier siehst du jetzt leider mit welchen Tricks die DRV bei der gesetzlichen Vorgabe bezügl. befristeter EMR arbeitet, denn nach spätestens 9 Jahren ist eine aus rein gesundheitlichen Gründen stets befristete volle EMR nur noch als unbefristet möglich.
na das war auch meine Frage an die Gutachterin. Als was ich denn arbeiten gehen sollte, sie meinte, dass ich in meinem zuletzt ausgebübten Beruf als Reinigungskraft nicht mehr arbeiten müsste. Na als Bürokraft wäre ich aber auch nicht einsetzbar - für's Telefon ist die Stimme zu leise, schreiben hat ja zu dem Zeitpunkt auch nicht geklappt (weder am PC noch mit Stift und Papier), ich kann nicht lange stehen, aber vom längeren Sitzen krieg ich Nackenschmerzen, die widerum Migräne auslösen, na und laufen.... da sag ich nur "komm ich heut nicht, komm ich morgen..." 🐌

Aber was mich interessiert, Du schreibst was davon, das der Spuk nach 9 Jahren vorbei ist? Das lässt ja zu hoffen wünschen.
Ich Dussel habe seit 4 Jahren den Parkinson als Begleiter, aber ich habe davor die Teilweise EMR bekommen. Bei der Weiterbewilligung 2016 wurde vom Gutachter neben meiner Migräne halt der Parki diagnostiziert. Aufgrund dessen habe ich dann die Volle EMR rückwirkend ab 01.12.2013 genehmigt bekommen. Also Volle EMR seit 6 Jahren und 3 Monaten. Nach Ablauf des aktuellen Bescheids (28.2.2022) dann also 8 1/4 Jahre. Dann wird also beim nächsten Weiterbew.-Antrag bestimmt noch genauer hingeschaut und untersucht, aber wenn Genehmigung, dann unbefristet?

Ich hoffe zumindest jetzt mal für dich das du dich jetzt die nächsten eineinhalb richtig Jahre erholen kannst, bevor der Ärger ggf. von neuem los geht.
Danke saurbier 🙃 Du hast ja noch 1 Jährchen länger Ruhe, wenn ich das richtig sehe, aber trotzdem wünsche ich Dir alles Gute und natürlich ganz viel Gesundheit - und in 3 Jahren dann auch viel Kraft und Nerven :cigar: Aber gemeinsam schaffen wir das :cool:

LG Claudia
 

saurbier

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Hallo Spidergirl,

also lt. diversen Urteilen hat man ein Recht einen Beistand mit zu nehmen, z.B. schau mal hier rein


Schwierig wird es halt eher bei rein psychiatrischen Begutachtungen, aber da hat das OLG-Hamm ja jetzt auch eine Klärung herbei geführt. Also macht euch nicht klein nur weil ein SB oder beauftragter Arzt meint ihr seit es - äh klein -.

Grundsätzlich hat ja gem. § 13 SGB X ein Recht auf einen Beistand.

Ich hab das damals vor meiner Begutachtung schlicht der DRV schriftlich mitgeteilt und da gab es auch zu meinem Erstaunen keinen Einwand. Nun ja vielleicht auch deswegen weil die DRV wohl schon erfahren durfte das ich nicht zögere zur Not auch vor Gericht zu gehen (einige Klageverfahren). Nichts desto trotz versuchte der Gutachter dennoch mir meinen Beistand auszureden. Im Endeffekt zeigte sich dann im Nachhinein wie verlogen der Gutachter trotz Kenntnis des Beistandes dennoch im Gutachten dreist lügt, schon interessant das ganze.

An das Gutachten kommst du schlicht und einfach, indem du der DRV in einem zweizeiler schreibst das man dir das Gutachten gem. § 25 SGB X zukommen lassen möge. Anfangs noch höfflich und falls das nichts bringt das eben fordernder.

Ich hab meins damals direkt über den äD-Gutachter erhalten, denn dieser forderte das DRV-Gutachten direkt an und als er sein Gutachten dann für die AfA fertig hatte, hab ich mir direkt alle Gutachten (also das Gutachten des AfA äD (Teil-A und Teil-B) als auch direkt das darauf basierende DRV-Gutachten) zuschicken lassen. Das dauerte zwar seine Zeit, aber nach 4 Wochen hatte ich alle - sogar in einem gesondert verschlossenen Umschlag -.

Nun mit den dummen Sprüchen - wie stellen sie sich ihre Zukunft vor - und ähnlichem durfte ich mich schon 1997 in der ersten Reha rumschlagen. Sind halt die dummen Fangfragen der Ärzte, wenn sie selber nicht weiter wissen.

Für mich ist zum Sommer 2022 das letzte mal, daß mich die DRV ärgern könnte, denn danach gehe ich in die Altersrente. Nach dem jetzigen Gutachten mache ich mir auch keine großen Gedanken mehr deswegen, denn die AfA sieht bei mir eh gar keine Vermittlung mehr weil a) zu alt und b) ja mit einem GdB 100 es eh nichts gibt, zumal der Gutachter ja bestätigt hat das bei mir auch nichts mehr zu machen ist.

Wie du siehst hat bei dir die DRV sich die Hintertür immer noch offen gelassen. Dreht da echt einer am Rad, könnte man dir die volle EMR durchaus versuchen nicht mehr zu bewilligen und ggf. mit einer Teil-EMR kommen. Dann wäre man aus der 3 x 3 Regelung raus und beim nächsten mal würde alles wieder von vorne anfangen.

Aber mal ehrlich, wer glaubt denn daran das der Gesundheitszustand sich mit Parkinson jemals verbessern könnte. Ich würde eher mal sagen das da die Zeit gegen dich spielt, leider. Im Endeffekt ist es bei mir doch auch nicht anders gewesen. 1997 machte meine Wirbelsäule schlapp - hab sie wohl bei meinem Arbeitsbeginn mit dreizehneinhalb Jahren im Machinenbau offensichtlich zu stark beansprucht und in den Folgejahren (dank 3 Bauprojekte in der Verwandschaft und 2 weiterer im Freundeskreis) nicht gut genug geschont. Schon der Radiologe fragte mich damals als erstes wieviel Häuser ich denn bereits hochgezogen hätte (????). Das ganze hat sich dann trotz meiner BU-Rente in den Jahren danach auch nicht so viel gebessert, denn da hab ich ja auch noch halbtag weiter gearbeitet bis es dann 2010 in Folge eines Unfalles gar nicht mehr ging. 2013 kam dann die Hüfte dazu und nun ist neben der Wirbelsäule mal die Schultergelenke als auch Hüftgelenke so gut wie hinüber ohne die im Alter auftretenden Zipperlein wie Bluthochdruch, Diabetes etc. pp. und der Prozeßstreß mit der DRV hat mir dann ein massives Augenproblem als auch noch zwei schöne Hörstürze bescherrt, unter dessen Folgen ich noch heute leide. Du siehst, auch das zunehmende Alter bringt so einiges mit, wenn man schlicht ein dummes Arbeitstier ist und sich nicht zuhause im stillen Kämmerlei zurück ziehen will. Selbst nach meiner vollen EMR hab ich mir einen diesmal echt leichten Minijob gesucht - alleine um weiterhin unter Menschen zu sein - dient ja der Psyche - und erfreut dazu meinen Schmerztherapeuten und Hausarzt.

Ich wünsche dir demzufolge das dein nächster Weiterzahlungsantrag doch diesmal so zügig über die Bühne, wie mein erster und zweiter, wo der Befundbericht meines Hausarztes reichte und ich nach dessen Absenung binnen 1 Woche schon den neuen Rentenbescheid erhielt.

Hoffen wir also das Beste für dich,


Grüße saurbier
 

Spidergirl

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Hallo Saurbier :)

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hoffe auch einfach mal darauf, das es beim nächsten Mal zügiger vorangeht und der Gutachter endlich ein Einsehen mit mir hat. Werde jedenfalls meinen zuständigen Ärzten sagen, dass sie aktuelle Berichte vorzulegen hätten und dass ich da vorher mal einen Blick drauf werfen möchte. Meistens begnügen die sich ja mit einem 3-Zeiler in ihren Berichten, ohne gescheite Begründung etc. und damit ist mir nicht gedient.

Das mit der Hintertür ist ja wohl ein schlechter Scherz der DRV, na das wäre ja was, das ganze nochmal mit durchmachen zu müssen :icon_neutral: Mir reicht es jetzt schon. Wie machen andere das, dass sie sofort beim Erstantrag die unbefristete Volle EMR durchbekommen?!
Ich habe eine gute Bekannte, Anfang 40, mit Schizophrenie. Ihr geht es an den meisten Tagen wirklich sehr gut. Sie fährt in den Urlaub, geht shoppen, macht alles was man halt so macht, wenn man fit ist. Nur wenn sie einen Grund zum grübeln findet, dann geht es ihr schlecht, aber immer nur für 1 Tag. Sie hat die EMR gleichzeitig mit mir im März 2019 gestellt und hat letztes Jahr im September direkt den Bescheid für die unbefristete EMR bekommen - ohne Gutachten usw. - ist das fair?

Meinen aktuellen Bescheid werde ich dann auf jeden Fall anfordern. Ich bin geduldig, aber hartnäckig ;)

...und das mit dem Beistand werde ich mir für nächstes Mal auch merken, ein Versuch ist es wert, ansonsten ist der Tipp mit der Revision interessant, wenn der Gutachter meines Erachtens nach falsch beurteilt hat und das Gericht dann zu entscheiden hat.

Für mich ist zum Sommer 2022 das letzte mal, daß mich die DRV ärgern könnte,
Dann sei Du froh, dass du mit dem Sauhaufen nix mehr am Hut hast :peace:

Ich würde eher mal sagen das da die Zeit gegen dich spielt, leider. Im Endeffekt ist es bei mir doch auch nicht anders gewesen.
Das denke ich auch 🙈, aber ich glaube wir müssen das beste daraus machen. Die guten Tage genießen und die schlechten Tage vorüberziehen lassen. Hilfreich wäre dann wirklich, endlich diesen Druck durch die DRV nicht mehr ertragen zu müssen.

Hoffen wir also das Beste für dich,
Dankeschön :)

LG Claudia
 
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