Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente als Bezieher einer teilweisen Erwerbsminderungsrente

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HannaX

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Hallo,

ich bezog seit 2010 zweimal befristet die volle Erwerbsminderungsrente auf Grund psychischer Erkrankungen.
Dann habe ich während der zweiten Befristung die Rente abgegeben, um wieder arbeiten wollen, was in Vollzeit wieder nicht geklappt hat.
Daraufhin erhielt ich ohne Gutachter die unbefristete teilweise EU-Rente, mit welcher ich nun nach 5 Jahren wieder an meine Grenzen stoße.

Dazu habe ich folgende Fragen:
- Besteht die Chance auf eine unbefristete volle EU Rente im Falle der Bewilligung oder greift da erstmal nicht die Regel, dass die dritte Bewilligung unbefristet sein muss?
- Verliere ich im Falle der Beantragung und eventueller Ablehnung meine derzeit unbefristete Teilrente und würde ohne etwas da stehen oder bleibt diese unangetastet nebenher?

Danke für Eure Beantwortung!
 
E

ExitUser

Gast
- Besteht die Chance auf eine unbefristete volle EU Rente im Falle der Bewilligung oder greift da erstmal nicht die Regel, dass die dritte Bewilligung unbefristet sein muss?
Nach meiner Meinung und meiner Ansicht zur gesetzlichen Regelung würde ich sagen das hier die 9-Jahresfrist nicht greift. Da du ja wieder voll arbeiten gegangen bist, hattest du ja auch keine Vorraussetzung mehr für eine medizinische volle Erwerbsminderungsrente. Solltest du jetzt wieder eine bekommen, wäre das ja ein neuer Fall.

- Verliere ich im Falle der Beantragung und eventueller Ablehnung meine derzeit unbefristete Teilrente und würde ohne etwas da stehen oder bleibt diese unangetastet nebenher?
Würde im Zuge der Überprüfung auf die Voraussetzung einer vollen EM-Rente festgestellt werden, dass auch keine teilweise Erwerbsminderung mehr vorliegt, dann würdest du diese auch verlieren.
 

Goldfield

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Moin Klaus79,
In der Zeit wo du voll Arbeiten gings bestand ja keine EM Rente mehr, daher greift auch nicht die 9 Jahresfrist, das ginge wieder von vorne los, solltest du einen neuen Antrag stellen wird alles neu überprüft rein Theoretisch könnte die DRV auch sagen bist wieder voll Arbeitsfähig, was allerdings bei unbefristeten Renten sehr selten ist, da muss die DRV bei unbefristet nachweisen das sich dein Gesundheitsstatus erheblich verbessert hat, was auch für die DRV schwierig ist.
Ein Risiko besteht immer, ist wie bei einem Veränderungsantrag auf eine Schwerbehinderung, da besteht auch die Gefahr einer runterstufung.

Grüße
 

HannaX

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Danke für die Antworten.
In den sechs Monaten, als der Arbeitsversuch stattgefunden hat, ruhte die Rente ohne Auszahlung (Hinzuverdienst übertroffen) und wurde danach weitergezahlt.
 

HannaX

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Ja genau.
Nach ein paar Monaten wollte ich es wieder versuchen und habe die teilweise EMR beantragt, welche unbefristet genehmigt wurde und die volle beendet.
 
E

ExitUser

Gast
OK 😲 so etwas habe ich auch noch nicht gesehen das hier dann doch so "kulant" gehandelt wird und nicht gleich die EMR beendet wird.

Aber wie auch schon von @Goldfield und mir aufgeführt besteht ein (geringes) Restrisiko bei der Überprüfung. Einen "Bestandschutz" für etwas was du schon hast gibt es nicht.
 

saurbier

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Hallo Klaus79,

tja so wie ich das sehe, sind deine alten Ansprüche (2-malige Verlängerung der befristeten EMR mit Anspruch auf eine unbefristete EMR) zuerst einmal weg, denn du bist ja aus der vollen EMR freiwillig (neuer Antrag) in eine Teil-EMR gewechselt.

Du kannst jetzt lediglich einen neuen EMR-Antrag stellen, den die DRV dann halt erneut prüfen wird, womit alles wieder von vorne anfangen würde.

Ggf. wird die DRV dann wie sonst auch meist üblich eine Reha vor schieben (nach dem Grundsatz Reha vor Rente) um sich selbst ein Bild deiner noch vorhandenen Erwerbsfähigkeit machen zu können, denn du stellst ja jetzt den erneuten EMR-Antrag weil du/deine Ärzte meinen du kannst nun nicht mal mehr als 3 Std./tägl. arbeiten.

Wie schon gesagt sehe ich das Risiko das dir die DRV deine unbefristete Teil-EMR streicht, eher weniger gefährdet.

Allerdings würde dir deine unbefristete Teil-EMR in dem Falle ruhend gestellt, falls dir die DRV jetzt tatsächlich eine volle EMR bewilligen sollte, ganz gleich ob befristet oder unbefristet, denn zwei EMR parallel ausgezahlt gibt es nach § 89 SGB VI nicht, da zählt immer nur der höchste Leistungsanspruch als Zahlbetrag.

Nur bei einem gäbe es ggf. ein Risiko was zu bedenken wäre und zwar wenn du zuvor KG/ALG-I bezogen haben solltest. Hier rechnet die DRV seit 2013 nach dem Urteil des BSG vom 7.9.2010, B 5 KN 4/08 R ab. Ich z.B. hab nun nach gut 6 Jahren Kampf (wegen zig tausend Euro Rückforderung durch die DRV) mein Verfahren mit einem für mich sehr positiven Vergleich mit der DRV abgeschlossen. Hab vor 5 Wochen übers SG deren Vergleichsangebot erhalten und gestern kam deren schriftliche Zusage meine Verfahrenskosten zu begleichen.

Um auf vorgenanntes näher eingehen zu können, wäre dann die Frage ob du aktuell AU bist oder deiner bisherigen Arbeit nachgehst.


Grüße saurbier
 

HannaX

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Danke für die wertvollen Einschätzungen und insbesondere der Tipp von saurbier.
Aktuell bin ich phasenweise AU und gehe noch meiner Arbeit nach. Ich werde noch ein BEM Gespräch abwarten und entscheide dann weiter.
Danke für die Hilfe!
 

HannaX

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Ich habe nun den Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente am Anfang des Krankengeldbezuges gestellt.
Muss ich die KK über den Rentenantrag informieren?
 

axellino

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Muss ich die KK über den Rentenantrag informieren?

Gem. § 201 Abs.1 SGB V hat die Rentenversicherung deine Krankenkasse über die Antragstellung zu informieren und somit steht diese betreffend deiner Antragstellung auch nicht im dunkeln ;)

(1) 1Wer eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung beantragt, hat mit dem Antrag eine Meldung für die zuständige Krankenkasse einzureichen. 2Der Rentenversicherungsträger hat die Meldung unverzüglich an die zuständige Krankenkasse weiterzugeben.

Wenn Du das Bedürfnis hast, ihr das auch zusätzlich mitzuteilen, dann mache es einfach, verkehrt kann es sowieso nicht sein ;)
 

HannaX

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Danke für die schnelle Antwort.
Im Übrigen kann ich den Online Service mit dem elektronischen Antrag sehr empfehlen. (Nach vorheriger Registrierung mit AusweisApp etc.)
Einfach und schnell inkl. dem Schriftverkehr im Online Postfach und Bestätigung der Antragseinganges.
 

saurbier

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Hallo Klaus79,

nun ja, daß ganze kann ggf. in dem einen oder anderen Fall positiv sein - muß es aber nicht.

Inzwischen haben hier die meisten ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit diversen Ämtern machen dürfen, vor allem wenn es um Schriftsätze/Anträge ging/geht.

Online hin oder her, hier bleibt immer die Beweisbarkeit im Streitfall ausschlaggebend und - sorry - ich hab da kein großes Vertrauen. Ich denke da nur an die Anforderungen die unsere Gerichte an Online-Anträge etc. da stellen (registriertes spezielles E-Mail Postfach).

Für mich persönlich bleibt bis auf weiteres der reguläre Postversand ausschlaggebend, zumal ich damit auch nicht innerhalb weniger Stunden agieren muß, nur weil in meinem E-Mail Postfach etwas eingegangen ist. Entschleunigung ist da mitunter weit besser.

Wünschen wir dir mal, daß bei deinem Antrag alles anstandslos über die Bühne geht.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
Im Übrigen kann ich den Online Service mit dem elektronischen Antrag sehr empfehlen. (Nach vorheriger Registrierung mit AusweisApp etc.)
Einfach und schnell inkl. dem Schriftverkehr im Online Postfach und Bestätigung der Antragseinganges.

Kann man dem Antrag PDF Dokumente beifügen und bekommt man den Antrag selbst dann auch für seine Unterlagen als PDF?
 

HannaX

Elo-User*in
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Kann man dem Antrag PDF Dokumente beifügen und bekommt man den Antrag selbst dann auch für seine Unterlagen als PDF?
Da habe ich leider nicht drauf geachtet, da ich den Antrag vor der Entdeckung der Online Funktion so schon als PDF vorgefertigt hatte.
Als PDF im Online Antrag anhängen geht glaube ich nicht. Habe meine Sachen mit der unterschriebenen Schweigepflichtsentbindung angehängt und versandt.
Zumindest hat man sofort eine Bestätigung des Eintragseingangs.
 
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