Antrag auf Umzugskosten wurde teilweise ignoriert, kann ich widersprechen? (3 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 1, Gäste: 2)

cloude

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Hallo liebe Elo-user, ich hatte folgendes beim JC beantragt:
- Umzugkartons wurden ignoriert, sowie 5 Helfer und dass ich den Sprinter mehr als 1x benötige:

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und mir auch sagen was ich falsch gemacht habe,
vielen Dank.




Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit stelle ich einen Antrag auf Umzugskosten wie: Miet-Sprinter, Umzugskartons und private Umzugshelfer.



Begründung:

Da wir ins Dachgeschoss ziehen und da kein Aufzug vorhanden ist, werden mehrere Personen Hilfe leisten müssen, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht helfen kann (schwanger), falle ich auch weg. Es müssen Umzugskartons, Möbel die beschafft werden etc. in die Wohnung getragen werden, wie lange das dauert und wann genau ist nicht sicher, wir hoffen aber schnellstmöglich.



Folgendes wird beantragt:
Umzugskosten für Mietsprinter (unter der Woche und Freitag und Samstags, mehrmals notwendig)

5x Pauschale für private Hilfskräfte

40 Umzugskartons


Ich bitte Sie, mir meinen Bedarf der Umzugskosten als Geldleistung schnellstmöglich zu bewilligen.

Mit freundlichen Grüßen
_____________________________________________________________________________________

Bewilligungsbescheid:
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Die Richtwerte sind folgende:
1x Mietsprinter 110€
je Hilfskraft: 50€

das kann man hier nachschauen:

 

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avrschmitz

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Ich hatte vor meinem Umzug für 4 Helfer jeweils 50€ beantragt und 40 gebrauchte Umzugskartons á 1€.

Von den Helfern wollten die Belege bzw. Bestätigungen haben. Zu den Umzugskartons hatten die nichts geschrieben. Ich hatte schon gedacht, da ich keine Quittung habe, wird das abgelehnt. Als ich die Bestätigungen vorgelegt hatte, bekam ich dann die Bewilligung der 200€ gleichzeitig wurden mir ohne Quittung die 40€ gezahlt.

Ich bin alleinstehend und die 4 Helfer waren auch erforderlich. Da ihr eine komplette Familie seid und dementsprechend mehr Möbel vorhanden sein sollten, halte ich die 5 Personen für erforderlich.

Ich habe meinen Umzug auch über mehrere Tage gemacht. Vorher hatte ich drei Angebote über einen Sprinter vorgelegt. Das günstigste wurde bewilligt. An den Umzugstagen hatte ich mir Transporter auf Stundenbasis gemietet. In der Summe kam ich 10€ über den Preis des Mietwagens. Habe ich damit begründet, dass bei dem Mietwagen noch Treibstoff beigekommen wäre. Wurde auch anerkannt.
Ich würde Angebote vorlegen die höher sind und gucken, dass ich mit dem Geld dann hinkomme.
 

avrschmitz

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Der/Die Userin schein ein wenig verbittert oder missgünstig zu sein. Daher wiederhole ich einfach nochmal, was @Seepferdchen 2010 in diesem Beitrag geschrieben hatte:
Kosten für den Teppichbodenbelag müssen vom Kind, vertreten durch das Elternteil, nach § 22 Abs. 1 SGB II beantragt werden - Sie dienen dem Herstellen der Bewohnbarkeit der Unterkunft und sind damit originär den Kosten der Unterkunft zuzurechnen
Quelle: BSG, Urteil vom 16. Dezember 2008 - B 4 AS 49/07 R, RdNr 23 .

und
Ob die Kosten der Einzugsrenovierung zu übernehmen sind, richtet sich danach, ob sie zur Herstellung der Bewohnbarkeit der Wohnung aus der vertretbaren Sicht des Hilfebedürftigen erforderlich sind. Insofern hat eine Orientierung am Ausstattungsstandard im unteren Wohnsegment zu erfolgen. Es ist mithin von einem lediglich einfachen Ausstattungsgrad auszugehen. Wenn - wie hier - eine Wohnung ohne Wand- und Fußbodenbelag bezogen wird, gehört eine Ausstattung mit einfachem Wand- und Fußbodenbelag zu den im Rahmen der Einzugsrenovierung erstattungsfähigen Kosten (BSG, Urteil vom 16.12.2008 - B 4 AS 49/07 R; vergl. auch BSG, Urteil vom 17.11.2006 - B 7b AS 10/06 R).
Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen L 1 AS 42/08 , Urteil vom 23.02.2010

Quelle:Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 13 / 2010
 

vidar

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Moin @cloude,

Sollte deine angehängte PDF den aktuellen Stand deines Wohnorts wiedergeben, würde ich einen Widerspruch einlegen und auf den Punkt 30-30 >X3 hinweisen.

In Abhängigkeit von der Wohnungsgröße und der Anzahl des Mobiliars ist es aber durchaus auch möglich einen Umzug an einem Tag durch mehrere Fahrten durchführen zu können. Wieso du hier einen Sprinter an unterschiedlichen Tagen benötigst erschließt sich mir somit nicht. Check doch mal nach Wochenendraten. Bei den Umzugskarton kann man durchaus auch auf gebrauchte Kartons zurück greifen.

(Diese Frage hättest du vielleicht auch einerhalb deiner bereits erfolgten umzugsbetreffenden Threads unterbringen können!)


Nur mal so zum Nachdenken.

Meiner Meinung nach kann niemand dazu gezwungen werden Personen aus seinem familiären oder/oder/auch Bekanntenkreis anzuheuern, um den Umzug für einem durchführen zu lassen. Das Amt kann auch diesen Personenkreis nicht dazu verpflichten, den Umzug für einem durchführen müssen, da u.a. auch die Haftungs- und (Unfall) Versicherungsfrage bzgl. der helfenden Personen hier dann auch noch vollkommen ungeklärt ist.

Hier hätte es im Vorwege vielleicht sogar gereicht dem Amt mitzuteilen, dass aus deinem Familien und - Bekanntenkreis keine personelle Unterstützung für den Umzug zur Verfügung steht, um hierdurch ggf. einen externes Unternehmen beauftragen zu können. (3 Kostenvorschläge)

Die Namen etwaiger Hilfspersonen müssen auch nicht das Amt mitgeteilt werden, da die entsprechenden Personen gegenüber das Amt eh nicht dazu verpflichtet werden können ihre ablehnende Haltung begründen zu müssen.
.
 
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grün_fink

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Ggf. würde ich in diesem Zusammenhang dem JC nochmal die Schwangerschaft nachweisen, sicherheitshalber.
 

Kerstin_K

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Ggf. würde ich in diesem Zusammenhang dem JC nochmal die Schwangerschaft nachweisen, sicherheitshalber.
Wenn schon Schwangerschaftsmehrbbedaf oder Erstausstattung gezahlt wurde, dürfte das überflüssig sein.

Mal ne Frage: Muss man die Umzugshelfer eigentlich bei der Minijobzentrale anmelden? Ich meine ja, schon damit sie unfallversichert sind. Dann muss man bedenken, dass vom Lohn noch Abgeben gezahlt werden müssen.
 

grün_fink

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Die 50€ pro Nase würde ich eher als Aufwandsentschädigung sehen und nicht als Arbeitsverdienst.
Hat doch auch keiner einen Arbeitsvertrag mit dem Umziehenden und auch keine Pflicht.

Unfallversichert ist man doch sowieso immer über den Staat, wenn nix anderes greift.

Für kaputte Sachen dann die Privathaftpflicht.

Das mit dem nochmaligen Nachweisens der Schwangerschaft kann man so oder so sehen.

Was macht man denn da jetzt, Widerspruch oder nicht? Erstmal nehmen, was angeboten wurde oder gleich in Widerspruch gehen?
 

avrschmitz

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Muss man die Umzugshelfer eigentlich bei der Minijobzentrale anmelden?
Wie @grün_fink schon geschrieben hatte, ist das eine Aufwandsentschädigung bzw. auch für die Verpflegung gedacht. Bei meinem Umzug habe ich die Pizza und Getränke zwar selbst gezahlt und den Helfern die 50€ gegeben. Aber der Betrag ist eigentlich für sowas und z.B. für den Aufwand der Helfer wie z. B. Spritkosten gedacht
Für kaputte Sachen dann die Privathaftpflicht.
Aber nur wenn der Helfer eine Haftpflicht hat, die auch Gefälligkeitsschäden abdeckt. Ansonsten hat der Umziehende Pech. Die Helfer haften nicht bei Umzugsschäden.

Ich hatte mich vorher innerlich schon darauf eingestellt, dass es Beschädigungen geben wird. Da war dann der Frust nicht so gross. Am meisten habe ich mich sowieso über die Schäden geärgert, die mir selbst passiert sind.
 

Kerstin_K

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Okay, trotzdem nochmal hierzu, das kann man so nicht stehenlassen:

Hat doch auch keiner einen Arbeitsvertrag mit dem Umziehenden und auch keine Pflicht.
Einen Arbeitsvertrag kann man auch mündlich abschliessen. Mann mus dann allerdings innerhalb von 4 wochen die Kernpunkte schriftlich bestätigen (Nachweisgesetz).

Unfallversichert ist man doch sowieso immer über den Staat, wenn nix anderes greift.
Wie kommst du auf sowas? Im Privatleben musst du schon eine private Unfallversicherung abschlessen, wenn du versichert sein willst.
Für kaputte Sachen dann die Privathaftpflicht.
Im Falle ienes Arbeitsverhältnisses gerade nicht. Wenn meine Haushaltshilfe, die ich als Minijobberin beschäftige, zum Beispiel bei mir was zerdeppert, muss sie das nicht ersetzen (ausser vielleicht bei Vorsatz). Wenn ich dagegen versichert sein will, müsste ich eine Betriebshaftpflicht abschliessen, was als Privatmensch kienen Sinn macht.

Würde ich eine Reinigungskraft von einem Dienstkeister einkaufen, müsste dieser mir Schäden ersetzen, die dessen Abeitnehmer in meinem Haishalt anrichten. er bekäme das vermutlich von seiner betriebshaftpflicht ersetzt. Das ist einer der Gründe, warum so ein Dinstleister mich mehr kosten würde, denn die Betrieshaftpflicht verursacht ja auch Kosten, die wieder rienkommen müssen.
 

grün_fink

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Sind Umzugskosten zu übernehmen, so ist i.d.R. davon auszugehen, dass der Umzug in Selbsthilfe vorgenommen werden kann. Damit sind lediglich Kosten für einen Mietwagen in erforderlicher Größe zu übernehmen. Ggf. kann auf Antrag ein Erfrischungsgeld in Höhe von bis zu 75,00 € für private Helfer gewährt werden. Kosten für ein Umzugsunternehmen sind nur im Ausnahmefall zu übernehmen. Zur Überprüfung der Angemessenheit des Mietwagens oder der Umzugskosten ist die Vorlage von mindestens zwei Angeboten verschiedener Anbieter zu fordern.
Auch die Kosten zB für die Versorgung mithelfender Familienangehöriger und Bekannter unterfallen den Umzugskosten, weil die Kosten für deren Bewirtung durch die gesondert abgedeckte Bedarfslage ‚Umzug’ bedingt sind (vgl BSG Urteil vom 6.5.2010 - B 14 AS 7/09 R - BSGE 106, 135 = SozR 4-4200 § 22 Nr 37, RdNr 19 mwN sowie hinsichtlich einer Sperrmüllentsorgung: BSG Urteil vom 15.11.2012 - B 8 SO 25/11 R - SozR 4-3500 § 35 Nr 3 RdNr 20).
Der Verdienst ist wie eine Entschädigung zu sehen für die erhöhten umzugsbedingten Kosten für die Helfer.

Mit der Unfallversicherung hab ich mich schon vergallopiert, möglicherweise.
Vielleicht ist ja jeder Helfer für seine Absicherung im Unfall, die über die Krankenkassenversorgung (und ggf. Pflege) hinaus geht, selber verantwortlich.
Ich würde das ähnlich sehen wie wenn ein Kumpel beim Renovieren hilft, oder die Freundin die Glühlampe auswechselt, der Nachbar einkauft oder die Tochter der Freundin den Hund der Freundin ausführt.
 

cloude

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Denkt ihr denn ich sollte widersprechen? Ich bin leider unwissend und weiß nicht genau wie man so etwas "ausdrucksstark" formuliert
 

avrschmitz

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Denkt ihr denn ich sollte widersprechen?
Ich würde auf jeden Fall widersprechen. Denn ansonsten müsstest Du auf das Geld verzichten.

Genau genommen brauchst Du den Widerspruch nicht begründen. Aber in Deinem Fall halte ich einen Widerspruch ohne Begründung für sinnlos.

Ich würde mir auch 3 Angebote von Mietwagen ausdrucken und beilegen. Die 110€ sind m. E. zu wenig. Bei mir war der günstigste schon bei 136€. Das war Buchbinder. Ich hatte denen 4 Angebote vorgelegt. Nimm nicht die günstigsten. Wenn Dir das Geld ausgezahlt wird, kannst Du beim Umzug immer noch einen günstigeren nehmen und das restliche Geld für einen zweiten Transport nehmen. Ich hatte z.B. vom Bauhaus auf Stundenbasis gemietet statt dem Leihwagen. Das dann an mehreren Tagen.
 

cloude

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Okay vielen Dank, ich werde das dann aufjedenfall machen.

und eine Frage, das JC hat uns Möbelbeschaffungskosten für 2 Personen genehmigt, obwohl ich für 3 einen Antrag gestellt hatte, ist es weil mein Kind zu klein ist oder warum ?
 
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