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Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
So, hab letzten Monat einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt. Heute kam die Antwort und wie sollte es auch sein , eine Ablehnung.

Irgendwie total schwammig geschrieben:

Aufgrund von vorliegenden ärztlichen Gutachten besteht bei Ihnen zur Zeit eine längere Leistungsunfähigkeit vor. Gegen Ende der Arbeitsunfähigkeit empfehle ich ihnen eine erneute Antragstellung.

Die Vorraussetzungen zur Gewährung von Leistungen gemäß §97 Sozialgesetzbuch-Drittes Buch ( SGB III ) sind somit zur Zeit nicht erfüllt. Ihrem Antrag kann nicht entsprochen werden
....

Nach Abschluss der medizinischen Maßnahmen können Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erneut beantragt werden.

:eek:

Ich habe laut amtsärztlichen Gutachten ( Diagnose: schizoaffektive Störung ) eine Arbeitszeiteinschränkung auf maximal 6 Stunden , ebenso soll ich keine Frontarbeit und stressige Tätigkeiten ausführen ( In Stress- Situationen wiegelt sich das mit dem Stimmen hören irgendwie auf ).
Diese Beschränkung läuft bis August diesen Jahres und soll dann erneut geprüft werden. Reicht das aus, um als Leistungsunfähig zu gelten?
Und die genannte Arbeitsunfähigkeit ist mit Ablauf von Dezember ausgelaufen :icon_kinn:
Ebenso weiß ich nicht auf welche medizinischen Maßnahmen da angespielt wird, mir sind keine bekannt.

Also hab ich probiert ein bisschen Licht in das Dunkel zu bringen, die Frau die den Wisch ausgestellt hat war jedoch nicht erreichbar. Dann hab ich probiert ein Telefonat mit meiner Arbeitsvermittlerin anzufordern , der liebe Hotlinemitarbeiter wiegelte dies aber gleich ab. Er verwies mich an die Hotline der Arbeitsagentur, der Mann dort las sich im Computer den Text durch und meinte , dass er dort auch nicht durchblicke, da im Computer keine Arbeitsunfähigkeit vermerkt sei. Ich sollte doch Widerspruch einlegen.

Lohnt sich ein Widerspruch oder reichen meine gesundheitlichen Einschränkungen wirklich aus um den Antrag abzulehnen?
Und hat irgendjemand eine Ahnung welche medizinischen Maßnahmen notwendig sind , damit einem Antrag stattgegeben wird?

Langsam bin ich wirklich überfragt

:icon_rolleyes:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Hallo,

Du warst AU, als Du die Teilhabe beantragt hast.

Das geht nicht, deshalb die Ablehnung u. der Hinweis, erneut zu beantragen, wenn keine AU mehr besteht.

Gruß...
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Hey, sind sie sich da sicher? Muss ich dann jetzt gegen den Bescheid Widerspruch einlegen und auf die beendete Arbeitsunfähigkeit hinweisen oder muss ich den Antrag komplett neu stellen?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Denke, eine endgültige Ablehnung darf es nur geben, wenn die gesundheitlich keine Chancen sehen, daß Du jemals wieder arbeiten kannst.

Ich verstehe deren Aussagen so, daß Du erneut die Teilhabe beantragen sollst, jetzt, wo Du nicht mehr AU geschrieben bist.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Kennt sich vielleicht noch jemand anderes damit aus, ob ein Widerspruch überhaupt Sinn macht ( und wie ich ihn am besten formuliere) oder ob ich den Antrag nochmal komplett neu stellen muss? Hab ich aufgrund meiner genannten Einschränkungen wirklich keine Chancen , dass mir der Antrag momentan bewilligt wird? Muss ich wirklich warten bis die vom Amtsarzt ausgesprochene Dauer abgelaufen ist?
Wenn ich jetzt einen Widerspruch schreibe und der wird abgelehnt , darf ich dann später überhaupt nochmal - wie empfohlen- einen erneuten Antrag stellen?

Fragen über Fragen
 

Sufenta

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Sep 2009
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44
#6
Hallo,

Du warst AU, als Du die Teilhabe beantragt hast.

Das geht nicht, deshalb die Ablehnung u. der Hinweis, erneut zu beantragen, wenn keine AU mehr besteht.

Gruß...
ich habe meinen Teilhabeantrag auch während AU gestellt (wann auch sonst, wenn ich arbeitsfähig im alten Beruf gewesen wäre, hätte ich ja keine Teilhabe gebraucht!)
Bewilligung war kein Problem.
War bis 1 Tag vor Beginn der Teilhabe (Umschulung) krank geschrieben, also nach Antragstellung noch fast 1 Jahr) und erst am Tag des Beginns der Umschulung war meine AU nicht mehr vorhanden.
 
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#7
AW: Teilhabe am Arbeitsleben

hallo Lulu,

wenn es nach mir geht, würde ich einen Widerspruch versuchen.
Ich habe im letzten Jahr ein ähnliches Problem gehabt. Bin mit Einschränkungen in der Stressbewältigung, Kommunikationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit aus der med. Reha entlassen worden und sollte einen Antrag auf die Leistungen zur Teilhabe stellen. Im ersten Anlauf hat mir die Rentenversicherung den Antrag abgelehnt, mit der Begründung ich könnte immer noch voll in der Altenpflege arbeiten. Nach dem Widerspruch ist der Antrag bewilligt worden.
Ich muß noch dazu sagen, daß ich bis jetzt die med. Reha und 2x Tagesklinik hinter mir habe. Könnte bei dir vielleicht sowas in Frage kommen oder gemeint sein?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#8
ich habe meinen Teilhabeantrag auch während AU gestellt (wann auch sonst, wenn ich arbeitsfähig im alten Beruf gewesen wäre, hätte ich ja keine Teilhabe gebraucht!)
Bewilligung war kein Problem.
War bis 1 Tag vor Beginn der Teilhabe (Umschulung) krank geschrieben, also nach Antragstellung noch fast 1 Jahr) und erst am Tag des Beginns der Umschulung war meine AU nicht mehr vorhanden.

Darf ich Fragen ob du auch aufgrund von psychischen Problemen den Antrag gestellt hast? Und hast du auch eine medizinische Reha durchlaufen?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#9
AW: Teilhabe am Arbeitsleben

Hätte vielleicht jemand eine Ahnung wie ich einen guten Widerspruch formuliere? Und meine Frage wär noch , wenn auch der Widerspruch abgelehnt wird hab ich dann überhaupt nochmal die Möglichkeit - wie empfohlen -einen erneuten Antrag zu stellen.
Und muss mir das Arbeitsamt konkrete Ansagen bezüglich der medizinischen Rehabilitation machen?
 

gerda52

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#11
AW: Teilhabe am Arbeitsleben

Lulu24 sagte :
Ich hab den Beitrag schon in Alg II gepostet, aber ich glaub hier passt er besser hin :
... und ich habe die beiden identischen Themen zusammengeführt. :wink:
 

Sufenta

Elo-User/in

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#12
Darf ich Fragen ob du auch aufgrund von psychischen Problemen den Antrag gestellt hast? Und hast du auch eine medizinische Reha durchlaufen?
Hallo,
eine medizinische Reha habe ich nicht gemacht, da von Seiten meiner behandelnden Ärzte ganz klar das Statement kommt, dass ich im alten Beruf nicht mehr arbeiten soll, was auch mein eigener Wunsch ist. Vielleicht irgendwann mal wieder so hobbymäßig als 400 EUR Kraft, das wäre ok für mich - aber nicht noch mal zum Lebenserhalt. Obwohl mein ursprünglich gelernter Beruf eigentlich die Garantie schlechthin ist, niemals mit der ARGE in Kontakt zu treten :rolleyes:

Meine Diagnose kommt auf dem F-Bereich des ICD 10
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#14
Doch es werden sich bestimmt noch welche melden-es sind nicht immer alle online :icon_razz::icon_razz::icon_razz:
 

Muzel

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#15
Klar macht ein Widerspruch Sinn, du weißt ja gar nicht, ob man dir die medizinische Reha auch genehmigt?
"Nach Abschluss der medizinischen Maßnahmen können Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erneut beantragt werden."
Du musst also fristwahrend Widerspruch einlegen und auf diesen Umstand hinweisen. Bei der gemeinsamen Servicestelle musst du dann die medizinische Reha beantragen und auf diesen Umstand die abschmetternde Behörde hinweisen.
 

Muzel

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#16
Was mir bezüglich zur Begründung deines Widerspruchs der Ablehnung der Teilhabe noch einfällt ist, dass man dir die Bedingung der Teilnahme an einer med. Reha-Maßnahme macht. Dies ist unbillg, denn keiner deiner behandelnden Ärzte und Therapeuten hätten dir so eine Maßnahme nahe gelegt.
 
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