Antrag auf Mehrbedarf kostenaufwändige Ernährung abgelehnt

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E

ExitUser

Gast
Tagchen,

Vor 7 Monaten hatte ich einen Antrag (Anlage MEB) hinsichtlich Mehrbedarf der Ernährung gestellt - der Antrag ging damals "verloren". Gut, dass ich ihn gegen Eingangsbestätigung an der Rezeption des Jobcenters abgegeben hatte.
Nun also nach 6 Monaten etwas genervt Brief ans Jobcenter, wo denn die Entscheidung bezüglich des Mehrbedarfes bleiben würde -
"Haben wir nie bekommen".
Also Kopie der Kopie mit Eingangsbestätigung eingereicht und heute kam der Ablehnungsbescheid - wie nicht anders zu erwarten.

Da mein Scanner den Geist aufgegeben hat, tippe ich den Ablehnungsbescheid mal in den wichtigen Stellen ab:

Sehr geehrter Herr EA,
höhere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II für einen
- Mehrbedarf für Ernährung
werden abgelehnt.

Begründung:
Am 12.07.2012 haben Sie höhere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II wegen eines - Mehrbedarfes für Ernährung geltend gemacht.
Aufgrund des von Ihnen zusätzlich geltend gemachten Mehrbedarfes für Ernährung wurde die ursprüngliche Bewilligungsentscheidung für über Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II für die Zeit vom 01.03.2012 bis 31.08.2012 und für die Zeit vom 01.09.2012 bis [Anm. Tippfehler im Bescheid] überprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass der von Ihnen geltend gemachte Bedarf in Höhe von 37.40 Euro tatsächlich nicht besteht.

Ein Mehrbedarf für Ernährung ist anzuerkennen bei leistungsberechtigten Personen, die aus medizinischen Gründen nachweislich eine spezielle kostenaufwändigere Ernährung benötigen, § 21 Abs. 5 SGB II.
Bei Ihnen war der geltend gemachte Mehrbedarf nicht anzuerkennen, weil für Erkrankungen bei denen keine spezielle Diät, sondern eine Vollkost empfohlen wird, in der Regel die Notwendigkeit einer kostenaufwändigeren Ernährung nicht gegeben ist.

Verweis auf die Unberührtheit des neuen Bewilligungsbescheides.
Rechtsbehelfsbelehrung

Mein Antrag auf Mehrbedarf bzgl. Ernährung bezog sich darauf, dass ich unter einer extremen Pangastritis litt und keine Medikamente halfen -
woraufhin mir meine Ärztin eine strickte Diät verschrieb, dabei jedes Produkt mit Säuren und künstlichen Inhaltsstoffen zu meiden, als auch alle Lebensmittel die zu Aufdunstungen etc. führen könnten.
Alles in Allem war ich also sehr beschränkt und durfte nur spezielle frische Lebensmittel kaufen -
von dem im Regelsatz dafür aufgefächerten Betrag war das nicht möglich.
Ich gab pro Woche etwa ein Drittel mehr für Lebensmittel aus, als das, was ich ursprünglich gehabt hätte.

Wie sollte ich nun nebst des Stellens eines Widerspruches vorgehen?
Und welche Verweise kann ich in dem Widerspruch bringen?

Dass die Liste auf die sich das Jobcenter gerne beruft nicht gesetzlich rechtskräftig sondern mehr ein "Vorschlag" ist, interessiert die ja nicht sonderlich.
 

Speedport

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Schreib das so, wie hier im Eingangspost.

Dazu noch ein kurzer Schrieb Deiner Ärztin und dann mußt Du mal sehen.

Das dürfte dann ein Streit der Fachleute (Ärzte) werden - falls es einen Streit gibt.
 

Margarethe

Elo-User*in
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Hallo

ich kenne das Problem leider auch. Mein Kind und ich leiden u.a. unter einer Nahrungsmittelallergie und einer Autoimmunerkrankung.
Wir bekommen nichts, allerdings habe ich mich nach der Ablehnung nicht dahinter geklemmt, weil ich sowieso nur frische Kost zubereite. Mein Kind bekommt von Fertigprodukten z.B. rasende Kopfschmerzen.

Also, ich weiß von einer Bekannten, dass die Laktoseintoleranz ihrer Tochter sofort vom Jobcenter anerkannt wurde, dafür reichte eine ärztliche Bescheinigung.
Deshalb denke ich schon, dass bei deiner Erkrankung eine Anerkennung erfolgen müßte. Vielleicht solltest du mit der Ärztin darüber noch mal reden, damit sie es passender schreibt und dann einreichen, zusätzlich mit dem Widerspruch.
 

Tetorya

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Also du hast Ablehnung bekommen, nun untersucht wurdest du nicht ?

1.Finde Urteile , die sich darauf beziehen. (im Internet )

2.Nimm dir die Empfehlung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, ließ es und nimmt für dich genau das, was passend ist und was man leicht auch anders umdrehen kann, aber mach es klar dass das nur eine Empfehlung des DV ist und dass im Einzelfall gepüft werden soll und keinerlei Rechtswirkung hat.

3. Wenn du auch andere Krankheiten oder Allergien hast, dann wird es sogar leichter, denn für dich als ALG 2 Bezieher ist es sehr schwierig auf alles zu achten und mit dem ALG 2 Geld damit klar zu kommen, denn ein ALG 2 sich ausschließlich vom Billigdiscouterketten ernährt.

4. Drück dir die die Sarazin Plan aus und stelle deine Preise gegenüber, damit man sieht dass du dann viel höhere Ausgaben hast.

usw....usw....

Du musst auf jeden Fall beweisen , dass dadurch für dich mehr Kosten entstehen , die nicht im Regelsatz vorgesehen sind, sondern im MEB für kostenaufwändigere Ernährung.
 
E

ExitUser

Gast
Danke schon einmal für eure Antworten!

Die Bescheinigung meiner behandelnden Ärztin war ja Bestandteil der Anlage MEB - ohne den vom Arzt ausgefüllten Teil nehmen sie den Antrag ja gar nicht erst an.


Werde mich mal dahinter klemmen und die ganzen Urteile im Inter-Webz auskundschaften.
 

Margarethe

Elo-User*in
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Die Ärztin kann das doch bestimmt noch mehr ausschmücken (ich weiß ja nicht, was sie geschrieben hat) und auch noch einmal darauf hinweisen, dass eine Vollwertkost z.B. kontraindiziert ist. Du brauchst doch sicherlich eine Magenschonkost und das ist ja nun einmal keine Vollwertkost.:icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Die Ärztin kann das doch bestimmt noch mehr ausschmücken (ich weiß ja nicht, was sie geschrieben hat) und auch noch einmal darauf hinweisen, dass eine Vollwertkost z.B. kontraindiziert ist. Du brauchst doch sicherlich eine Magenschonkost und das ist ja nun einmal keine Vollwertkost.:icon_smile:

Ich werde mal bei der Ärztin anfragen, wobei eine chronische Pangastritis in einer Schubphase gleichzusetzen ist mit einer Schubphase von Morbus Crohn aber das scheinen die wenigsten, gesunden Menschen zu vergessen <,<
 
H

hanni

Gast
Einen Mehrbedarf bei derart diffusen Magen- oder sonstwas Erkrankungen wird man nur durchkriegen, wenn man konkret nachweisen kann, wo denn da die Mehrkosten entstehen.

Im Endeffekt wird das eh vor dem Richter entschieden und da sollte man das argumentativ und mit Quittungen und Belegen erläutern können.
 
E

ExitUser

Gast
Huhu

Habe soeben den Widerspruch fertig getippt und wollte mal flux schauen, ob jemand drüber schauen mag -

In Bezug auf Ihr Schreiben vom 19. Februar 2013, Ablehnungsbescheid hinsichtlich höherer Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II für einen Mehrbedarf für Ernährung,
lege ich hiermit schriftlichen Widerspruch ein.

In Ihrem Schreiben begründen Sie die Ablehnung des Mehrbedarfes damit, dass die ärztlich bestätigte Erkrankung nicht zur Geltung gebracht werden kann, da so nicht als spezielle Diätskrankheit anerkannt. Grundsätzlich beziehen Sie sich auf die „Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Gewährung von Krankenkostzulagen in der Sozialhilfe“

Hinsichtlich dieser Empfehlungen verweise ich Sie umgehend auf eine Entscheidung des Bundessozialgerichtes, in welchem entschieden wurde, dass die Vorgaben und Empfehlungen dieses Vereins (für öffentliche und private Fürsorge e.V.) kein verbindliches und somit geltendes Recht sind und die Jobcenter verpflichtet sind, die beantragten Mehrbedarfe in jedem Einzelfall auf ihre Berechtigung zu prüfen (vgl. Az: B 4 AS 138/10 R).

Sollten Sie der Meinung sein, dass der vorgedruckte Antrag MEB nicht ausreichend ist, in der Hinsicht die Erkrankung zu definieren, dann sollten Sie den Vordruck MEB überarbeiten – es wurde ausreichend und für die Zwecke in notwendiger Form dargelegt welche Erkrankung vorliegt – weiter wurden dem zuständigen Amtsarzt bei einer „Begutachtung“ im Jahre 2012 ausführliche Unterlagen von Magenspiegelungen und Biopsien zugänglich gemacht, aus welchen hervorgegangen sein dürfte, sofern der Amtsarzt des Lesens mächtig war, dass eine nichtbakterielle Pangastritis vorlag und vorliegt und wenn die weiteren Unterlagen ordentlich durchgearbeitet worden wären, so wäre ersichtlich geworden, dass Medikamente hier nur bedingt Wirkung zeigen.
Demnach ist die Ausheilung durch die Ernährung und durch Reduzierung des psychosomatischen Stresses zu vollziehen -
daraus resultiert eine ausgewogene und dabei umsichtige Ernährung. Diese bezeichnen Sie als (leichte) „Vollkost“. Dabei muss der Patient und Empfänger von Leistungen nach dem SGB II aber auch andere Faktoren berücksichtigen.

Solche Faktoren können entweder Unverträglichkeiten hinsichtlich Reizdarmsyndrom, oder aber Reizstoffe sein, welche durch die Pangastritis als „Schmerznudel“ unter den Patienten die Runde machen. – Dort muss man also nun davon ausgehen, dass alle treibenden, gärenden, Säure und Glutamat enthaltenden Speisen absolut unverträglich sind für den Patienten. Weiter können auch, je nach Patient glutenhaltige Speisen während einer Entzündung des Magens zu weiteren Komplikationen und damit auch zu einer Verschlimmerung der eigentlichen Erkrankung als auch zu einer Ausbreitung auf den Darmtrakt führen.

Danach folgt nur noch eine persönliche Aufstaffelung und Beispielrechnung
-
den obigen Text habe ich mithilfe eines in der Familieanheimen Koches und Ernährungsberaters, als auch der wunderbaren Ressource Inter-Webz zusammengetragen.

Kommentare, Anmerkungen?
 

PeterMM

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"h Patient glutenhaltige Speisen"

lass Dich mal auf Sprue/Zöliakie testen, das ist im Mehrbedarf katalog drin und wird problemlos genehmigt
 
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Gast
"h Patient glutenhaltige Speisen"

lass Dich mal auf Sprue/Zöliakie testen, das ist im Mehrbedarf katalog drin und wird problemlos genehmigt

Habe ich bereits in Betracht gezogen, nur dürfte es bei mir eher daran liegen, dass mein Magendarm-Trakt durch die Jahrelang Übersäuerung und (erfolglose) Behandlung mit einer Vielzahl an Medikamenten einfach komplett kaputt und gestört ist (wie manch ein Politiker :biggrin:)
Je nach "Phase" des Magentarmtraktes vertrage ich mal Gluten und dann wieder absolut nicht.
 

Ollunddoll

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ich tippe eher auf die andere Variante, nämlich daß bei Dir durch die Zöliakie/Sprue, die Darmwand bereits so defekt ist, daß Du "Normalkost" nicht mehr verträgst.
Durch die Unverträglichkeit des Darmes auf Gluten, werden die fingerförmigen Darmzotten, die für die Verdauung absolut notwendig sind, nämlich regelrecht zerfressen.
Festgestellt werden kann die Zöliakie/Sprue zweifelsfrei nur durch eine Dünndarmbiopsie, auch wenn viele der Meinung sind, das geht auch anders, das stimmt nicht!
Sollte die Biopsie dann eine Glutenunverträglichkeit ergeben, hilft nur noch strengste Vermeidung desselben. Eine unbehandelte Zöliakie kann im schlimmsten Fall quasi zum Tod durch Verhungern führen, da die Nährstoffe im Darm nicht mehr verwertet werden können.

Mach Dich hier mal schlau: DZG - Home
 
E

ExitUser

Gast
ich tippe eher auf die andere Variante, nämlich daß bei Dir durch die Zöliakie/Sprue, die Darmwand bereits so defekt ist, daß Du "Normalkost" nicht mehr verträgst.
Durch die Unverträglichkeit des Darmes auf Gluten, werden die fingerförmigen Darmzotten, die für die Verdauung absolut notwendig sind, nämlich regelrecht zerfressen.
Festgestellt werden kann die Zöliakie/Sprue zweifelsfrei nur durch eine Dünndarmbiopsie, auch wenn viele der Meinung sind, das geht auch anders, das stimmt nicht!
Sollte die Biopsie dann eine Glutenunverträglichkeit ergeben, hilft nur noch strengste Vermeidung desselben. Eine unbehandelte Zöliakie kann im schlimmsten Fall quasi zum Tod durch Verhungern führen, da die Nährstoffe im Darm nicht mehr verwertet werden können.

Mach Dich hier mal schlau: DZG - Home

Da kannst du gerne Tippen so viel du magst, und ich bedanke mich auch für die Gedanken die du dir machst, allerdings sind meine Blutwerte im perfekten Bereich, selbst wenn ich Plasma spenden war, habe ich noch bessre Werte als ein gesunder Mensch :) -
es geht vom Magen aus, leider. Alles vom blöden blöden Magen.
Darmspiegelungen und Darmbiopsien sind so ziemlich das nervigste, was man sich antun kann, besonders wenn man Magenkrank ist...
Schon mal 8 Liter Abführmittel an einem Tag getrunken, während du die Magensäure am Gaumen geschmeckt hast? Mhhhm, sehr lecker.
 

FerAlNo

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Wer trinkt denn 8 Liter Abführsaft? Am Tag.
Ist das echt für die Untersuchungen notwendig?
Beim Plasmaspenden entsteht das Problem das Du die Kochsalzlösung bekommst, das musst Du leider beenden, was ich Dir als jahrzentelanger Magenkranker mitgeben kann.
Schon als Kind haben mich Geschwüre zerfressen...
Die Säure kannst Du nur mit Wasser löschen.
Wasser ohne Kohlensäure natürlich. Und eine vollständige Heilung habe ich dann durch das Trinken von Rotöl erlangt.
Und ganz viel innere Ruhe...
 

Carli2002

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Leide selbst an chronischer Pangastritis.
Ich sehe da keinen Mehrbedarf für Ernährung.
Am besten hilft "Weglassen" von reizenden Lebensmitteln.
Teigwaren, Brot/Brötchen, Haferflocken, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Fleisch, Fisch, Eier, Michprodukte, einige nicht blähende Gemüse und Obstsorten etc. gehen problemlos.
Ich sehe den Mehrbedarf hier ehrlich nicht. Wo liegt er?

Und mehr als drei Liter Abführmittel musste ich bei keiner Magen- oder Darmspiegelung als Vorbereitung trinken :eek:
 
E

ExitUser

Gast
Leide selbst an chronischer Pangastritis.
Ich sehe da keinen Mehrbedarf für Ernährung.
Am besten hilft "Weglassen" von reizenden Lebensmitteln.
Teigwaren, Brot/Brötchen, Haferflocken, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Fleisch, Fisch, Eier, Michprodukte, einige nicht blähende Gemüse und Obstsorten etc. gehen problemlos.
Ich sehe den Mehrbedarf hier ehrlich nicht. Wo liegt er?

Und mehr als drei Liter Abführmittel musste ich bei keiner Magen- oder Darmspiegelung als Vorbereitung trinken :eek:


Hattest du auch bei perfektem Blutbild, 120/80 Blutdruck unter Belastung, ständig das Gefühl ohnmächtig zu werden?
Nich? Schade, das passiert nämlich wenn man sich kostenbedingt mit dem günstigen Müll ernähren muss, während der Magen nur noch aus Eiter besteht.
 
H

hanni

Gast
Hattest du auch bei perfektem Blutbild, 120/80 Blutdruck unter Belastung, ständig das Gefühl ohnmächtig zu werden?
Nich? Schade, das passiert nämlich wenn man sich kostenbedingt mit dem günstigen Müll ernähren muss, während der Magen nur noch aus Eiter besteht.


:icon_mued:

Dann kannst du sicher exakt nachweisen, wo die Mehrkosten entstehen.
Erzähl mal bitte, das würde mich interessieren.
 

Tetorya

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Hattest du auch bei perfektem Blutbild, 120/80 Blutdruck unter Belastung, ständig das Gefühl ohnmächtig zu werden?
Nich? Schade, das passiert nämlich wenn man sich kostenbedingt mit dem günstigen Müll ernähren muss, während der Magen nur noch aus Eiter besteht.

Das glaube ich dir. Das ist zb. genauso wie bei Blockierungen,
die man am Bild nicht sehen kann.
Es ist wichtig wie du dich fühlst. Wenn andere sich super fühlen, brauchen die dann kein MEB. Du bist , aber nicht diese Peson.

Es ist nicht zutreffend, dass eine Diät darin besteht ....bestimmte Produkte zu meiden,sondern es ist richtig, dass die Diät darin besteht auf........bestimmte Produkte (als Ersatz ) zurückzugreifen.
Die Beschaffung, dieser Prdodukten ist kostenaufwändiger.

Wie gesagt, dass musst du nachweisen.

Und...es muss immer der Einzelfall geprüft werden, auch wenn bestimmte Krankheiten nicht bei der Empfehlung des DV für öffentliche Fürsorge in die Liste stehen.
Das haben die auch noch selbst geschrieben.
 

Purzelina

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Der Widerspruch beim Jobcenter wird erfolglos blieben und bei einer eventuell anschließenden Klage wollen die Richter in aller Regel Nachweise, Quittungen, Einkaufslisten, also fang damit schon mal an.
 

Carli2002

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Hattest du auch bei perfektem Blutbild, 120/80 Blutdruck unter Belastung, ständig das Gefühl ohnmächtig zu werden?
Nich? Schade, das passiert nämlich wenn man sich kostenbedingt mit dem günstigen Müll ernähren muss, während der Magen nur noch aus Eiter besteht.

Ja, extrem niedigen Blutdruck hab ich zufällig auch :eek:

Was genau ist denn die für dich passende Ernährung, die du verträgst?

Ich weiß, als jahrelang Magenkranke mit Refluxösophagitis, Gastritis und Magenparese, genau was ich essen kann und was nicht und nichts davon ist besonders teuer oder aufwändig. Im Gegenteil. Fertiggerichte oder "Müllessen" ist sehr viel teurer als die Lebensmittel, die ich oben beschrieben habe und die der Magen ganz gut verpackt.

Genau das wird der Richter auch fragen. Hier kannst du schon mal Argumente üben.

Also, Butter bei die Fische: Welche Lebensmittel fehlen dir, die teuer sind als normal und die du dir nicht leisten kannst? :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Ja, extrem niedigen Blutdruck hab ich zufällig auch :eek:

Was genau ist denn die für dich passende Ernährung, die du verträgst?

Ich weiß, als jahrelang Magenkranke mit Refluxösophagitis, Gastritis und Magenparese, genau was ich essen kann und was nicht und nichts davon ist besonders teuer oder aufwändig. Im Gegenteil. Fertiggerichte oder "Müllessen" ist sehr viel teurer als die Lebensmittel, die ich oben beschrieben habe und die der Magen ganz gut verpackt.

Genau das wird der Richter auch fragen. Hier kannst du schon mal Argumente üben.

Also, Butter bei die Fische: Welche Lebensmittel fehlen dir, die teuer sind als normal und die du dir nicht leisten kannst? :icon_smile:


Leider war ja bei mir alles in Ordnung, sodass es überhaupt erst Jahre gedauert hat, Zusammenhänge zuerkennen.

Ich vertrage alles und nichts -
An dem einen Tag vertrage ich Reis mit Brühe, am nächsten Tag esse ich einen Löffel Reis und habe 7 Tage lang Magenkrämpfe.
Im Durchschnitt geht gut: Produkte ohne künstliche Zusätze, zartes, fettarmes Fleisch.
Und da hört für mich die Erfahrung schon auf und ich muss auf "alles und nichts" verweisen -
es ist ein Spießrutenlauf,

Seit 2008 habe ich alle PPI die es auf dem Markt gibt durch,
hat natürlich auch lustige Spuren am Magendarmtrakt hinterlassen -
nebst meinem Kreislauf.

Wenn ich in Aldi Süd einkaufen gehe und dort ein Fertiggericht für 85 Eurocent sehe, ist das günstig -
vertrage ich aber nicht, auch wenn ich davon einen Tag lang gut satt werden könnte.
Irgendetwas ist immer drin, was ich nicht vertrage.
Allgemein kann ich nur zeitnah das vertragen, was ich frisch und selbst zubereite.
Genauer Garpunkt, Würzung (sofern überhaupt möglich), etc.pp.
Das alles spielt für meinen Magen ne große Rolle -
der hat mehr Eigenleben als ne Pilzplantage im Regenwald.


Butter bei die Fische -

Wenn ich den Regelsatz aufrechne und entschlüssele, habe ich etwa 35 Euro in der Woche für Lebensmittel und Getränke, richtig? Richtig.

Damit mein Magen überhaupt Nahrung verträgt, den Tag über:
Morgens Joghurt + Flohsamen-Müsli: Milchsäurearmer Joghurt 0,25 Euro, Müsli 0,10 Euro, Flohsamen 0,50 Euro.
Mittagszeit: Fettarmes Fleisch 2,00 Euro, Sättigungsbeilage (Kohlenhydrate Kartoffeln, Nudeln, Reis) 0,50 Euro, Gemüsebombe 1,00 Euro
Zwischenmahlzeit: Obst 0,50 Euro
Abendessen: Fleischmahlzeit: 1 Euro - Kohlenhydrate am Abend fördern die Magensäureproduktion.

Dazu Getränke im Tagesbedarf von 3,5 Liter (3x 0,19 Cent)
macht im Durchschnitt und aus dem Kopf 6,40 Euro


und die Rechnung war Beispielhaft - Durchschnittspreise für das was man am Tag konsumiert sind schwer zu berechnen, wenn man nicht gerade alles abwiegt.
 
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