Antrag auf Grundsicherung im Alter - Ablauf und Einstellung auf die neue Situation (1 Betrachter)

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existenz2

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Hallo,

ich beschäftige mich gerade mit der Grundsicherung im Alter.
Da ich in diesem Falle leider noch nie ALG2 empfangen habe, fehlt mir diesbezüglich auch jede Erfahrung mit den Ämtern.


Folgender (noch fiktiver) Fall:

Alleinstehend, und zukünftige Rente deutlich unterhalb der Grundsicherung.
Aktuelle Wohnung ist deutlich zu groß und auch zu teuer - vorrausichtlich wird man umziehen müssen.

Um die Geschichte möglichst reibungsfrei zu gestalten, wie geht man da am besten vor?
Der Antrag wird sicherlich auch nicht von heute auf morgen so einfach bewilligt, die Freibeträge (2600€) sind ziemlich gering.

Wie schafft man es innerhalb kurzer Zeit am besten sich der Situation anzupassen, ohne in Schulden zu geraten (der Spielraum ist doch sehr gering) und ohne dass man dadurch "über seine Verhältnisse lebt" (aller Vorraussicht nach bedarf es zuvor noch anderweitige Anschaffungen.)


Wie schafft man es beim realen Immobilienmarkt innerhalb absehbarer Zeit eine günstige Wohnung zu finden,
bei der die Versorgung gewährleistet ist (Supermarkt in der Nähe, Arztpraxis).
In dem Alter mit evtl. Gebrechen und mit dem Einkommen ist man nicht mehr gerade jeden Vermieters Liebling.

Was passiert, wenn man bis zum Tag X, an dem die Grundsicherung gebilligt wurde, den Umzug nicht geschafft hat?
Ist es möglich, dann eine Wohnung zugewiesen zu bekommen?


Viele Grüße, Existenz2
 

gelibeh

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Ist es möglich, dann eine Wohnung zugewiesen zu bekommen?
Nein, man bekommt keine Wohnung zugewiesen. Erst einmal haben die Dich zur Kostensenkung aufzufordern(z.B. Untervermietung etc.), dann müssen die im Regelfall 6 Monate lang die Miete weiter zahlen. Kannst Du nachweisen, dass Du suchst und nichts findest, dann haben die noch weiterhin die Miete zu zahlen. Gerade bei den Mietkosten muss man gucken, ob deren Höchstsatz denn einer rechtlichen Prüfung überhaupt standhält. Gibt es gesundheitliche Gründe, kann es auch sein, dass ein Umzug so ohne weiteres nicht machbar ist.
 

existenz2

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Nein, man bekommt keine Wohnung zugewiesen. Erst einmal haben die Dich zur Kostensenkung aufzufordern(z.B. Untervermietung etc.), dann müssen die im Regelfall 6 Monate lang die Miete weiter zahlen. Kannst Du nachweisen, dass Du suchst und nichts findest, dann haben die noch weiterhin die Miete zu zahlen. Gerade bei den Mietkosten muss man gucken, ob deren Höchstsatz denn einer rechtlichen Prüfung überhaupt standhält. Gibt es gesundheitliche Gründe, kann es auch sein, dass ein Umzug so ohne weiteres nicht machbar ist.
Hallo, danke für die Antwort.

Wie kann man denn nachweisen, dass man sich bemüht und keine Zusage bekommt?
Dokumentiert man da die Suche von Internetseiten und lässt anschließend die Vermieter einen Ablehnungsbescheid unterschreiben?
 

gelibeh

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Dokumentiert man da die Suche von Internetseiten und lässt anschließend die Vermieter einen Ablehnungsbescheid unterschreiben?
eigentlich müsste das Amt einem das sagen, wie man das nachweisen soll.
 
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