Antrag auf Gleichstellung ratsam oder nicht?

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mathes

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ich habe erfahren das man, wenn man einen gdb von 30 oder 40 hat, einen antrag auf gleichstellung (zählt dann wie gdb 50) stellen kann...

ich habe einen gdb von 40, bez algII und bin zzt im nebenerwerb gewerbetreibend...

ist es in meiner situation oder allgemein ratsam diesen antrag zu stellen oder es besser zu lassen...

welche vor und oder nachteile hat man ggf ?

wer hat erfahrungen damit gemacht... bedanke mich für sämtliche infos und tipps

gruss mathes
 

Arania

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Die Gleichstellung soll Dich im Arbeitsleben den Nicht-Behindertn gleichstellen, dafür geniesst Du einen besseren Kündigungsschutz und der AG bekommt dafür Ausgleich

Normalerweise wirst du dann auch in der Reha-Abteilung der ARGE betreut
 

ela1953

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mit der Gleichstellung bekommst du nicht alle Rechte wie mit dem GdB ab 50. Ab 50 bekommst du auch erst einen Ausweis.

Ich habe einen GdB von 40. Bist du arbeitslos bekommst du die Gleichstellung nicht. Du kannst sie aber beantragen, wenn du nur mit dieser Gleichstellung eine Arbeit bekommst.

Bei "normalen" Firmen erwähne ich den Grad der Behinderung gar nicht, im öffentlichen Dienst öffnet er dir zumindest die Tür, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Bei gleicher Eignung wirst du mit einem GdB bevorzugt eingestellt.

Mehr Urlaub hast du auch nicht.

Wenn du eine Stelle gefunden hast, kannst du dir auf deine Lohnsteuerkarte einen Freibetrag eintragen lassen. Die Höhe richtet sich nach dem GdB.

Mit meinen GdB von 40 werde ich noch nicht als Behinderte beim Jobcenter geführt. Ich habe mich neulich erkundigt und erhielt die Auskunft, dass dies erst ab 50 so wäre.
 

mathes

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super, danke für die info´s ... dann werde ich den antrag erstmal in der schublade liegen lassen :)

mann muss ja wissen ob und welche vorteile man haben bzw nutzen "könnte".

danke euch :)
 

moragh

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Gleichstellung sagt aus, Schwerbehinderten gleichgestellt zu sein. Unterschied: kein erhöhter Urlaubsanspruch, kein Behindertenausweis, geringerer Steuerfreibetrag. Vorteil: gleicher Kündigungsschutz wie Schwerbehinderte, was heutzutage wichtig sein kann. Das bedeutet allerdings nicht, daß Dein Arbeitgeber Dich nicht loswerden kann. Nur ist das erheblich erschwert, da er hierfür die Zustimmung des Integrationsamtes benötigt.
Wenn Du einen Antrag auf Gleichstellung stellst, bekommt natürlich Dein Arbeitgeber ebenfalls Formulare zum Ausfüllen von der Reha-abteilung der Arbeitsagentur. Meistens erfolgt die Gleichstellng unbefristet. Schwerbehinderte haben zumindest zu Beginn eine Befristung.

Ein weiterer Vorteil kann sein, daß Dich der Integrationsfachdienst bei Problemen am Arbeitsplatz aufgrund Deiner Behinderung betreuen kann und geht dazu durchaus auch in den Betrieb, falls sinnvoll oder erforderlich. Er kann Dich auch in der Suche nach einem passendem Arbeitsplatz unterstützen, allerdings nur auf Zuweisung der Arbeitsagentur.

LG moragh
 
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