Antrag auf Gleichstellung - Empfohlen von der Agentur für Arbeit- Wie am besten ausfüllen?

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zerowar

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Hallo Leute,

seit 7 Wochen bin ich durch einen Arbeitsunfall noch krankgeschrieben und auch weiterhin, unabsehbar.
Die Firma hat mich gekündigt in der Probezeit.
Am 01.04.2019 hatte ich einen Termin bei meinem Berater der Agentur für Arbeit.
Da ich momentan krankgeschrieben bin, sind sie eigentlich nicht zuständig.
Aber er ist der Meinung das ich einen Gleichstellungsantrag stellen soll.
Grund: Aufgrund meines Krankheitsverlaufes in den letzten Jahren wie Depressionen, kaputte Schulter, Bandscheibe....
Dadurch Müdigkeit, Antrieblosigkeit, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Konzentrationsschwäche, Angstzustände und Bewegungseinschränkungen.

Er will so den Arbeitgebern anreize verschaffen mich einzustellen.

Frage an euch: Soll ich ihn wirklich stellen?
Muss ich lange Texte schreiben?
Soll ich Benfunde meiner Gesundheit beifügen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Carsten Keller
 

Couchhartzer

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Am 01.04.2019 hatte ich einen Termin bei meinem Berater der Agentur für Arbeit.
[...]
Aber er ist der Meinung das ich einen Gleichstellungsantrag stellen soll.
Wenn dieser "Berater" dir schon jetzt anrät eine Antrag auf Gleichstellung zu stellen (ohne dass du hier benannt hast, ob du überhaupt schon einen rechtswirksamen bereits vom Versorgungsamt deines Bundeslandes anerkennend festgestellten GdB [Grad der Behinderung] hast), dann sollte dieser "Berater" wohl besser einen anderen Job machen, denn der festgestellte GdB ist gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzung für eine beantragungsfähige Gleichstellung.
 

HermineL

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Aber er ist der Meinung das ich einen Gleichstellungsantrag stellen soll.
Grund: Aufgrund meines Krankheitsverlaufes in den letzten Jahren wie Depressionen, kaputte Schulter, Bandscheibe....
Dadurch Müdigkeit, Antrieblosigkeit, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Konzentrationsschwäche, Angstzustände und Bewegungseinschränkungen.
Von all diesen Diagnosen hast du ihm aber hoffentlich nichts erzählt oder doch ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Frage an euch: Soll ich ihn wirklich stellen?
Muss ich lange Texte schreiben?
Soll ich Benfunde meiner Gesundheit beifügen?

Hallo!
Wie siehst du denn deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Manchmal sichert die AfA eine Gleichstellung nur zu, bis eine Stelle gefunden ist, weil das sonst auch nach hinten losgehen kann.

Du musst das Formular ausfüllen und den GdB-Bescheid über 30 oder 40 GdB beifügen.

Gruß
 

zerowar

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Hallo,

Danke für eure Antworten. Ich habe vergessen zu erwähnen das ich 40 Prozent habe. Sorry.
Von meinen Diagnosen hab ich nichts erzählt. Wäre das schlimm?
 
G

Gelöschtes Mitglied 57503

Gast
Es gibt ein Formular (leider nicht online wie ich selbst feststellen musste), dass ausgefüllt mit den notwenigen Nachweisen (GdB) wieder eingereicht wird.
Meine Gleichstellung hab ich im Dezember abgegeben, weil die wieder einmal was nicht verstanden, hab ich Anfang Jan das selbe und noch mehr an "fehlenden Unterlagen" eingereicht. (In meinem Fall schien man das Wort "Abhilfebescheid nicht in Kontext setzen zu können . . .)

Seit dem hab ich nichts mehr gehört.

Im Inet fand ich Infos, dass das Prozedere sich einige Monate hinziehen kann und dann eine 50:50 Chance auf Ja / Nein ist.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast drüber lachen
 

zerowar

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Hallo Hyana,

das hab ich auch schon gehört, das es lange dauern kann.
Ich hatte heute ein Gespräch mit einer ehemaligen Personalchefin.
Sie gab mir den Tipp, den Antrag noch nicht zu stellen.
Zwar müssen Firmen einen bestimmten Prozentsatz an eingeschränkten Menschen einstellen.
Ich hätte so weniger Chancen in einem Betrieb eingestellt zu werden, da sie mich nach der Probezeit nicht mehr so leicht los werden können.
Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Sie ist der Meinung, es macht erst Sinn einen Antrag zu stellen und zwar nach der Probezeit.
 

Katzenstube

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Hallo Thematiker*in,
bei mir (noch im angestellten und ungekündigten Arbeitsverhältnis) ging es relativ "schnell". Rund drei Monate nach Antragstellung Antrag GdB (der im Widerspruch ist) bekam ich Gdb 40 vom Versorgungsamt zugesprochen.

Einschreiben an die Agentur für Arbeit und es kam ein Formular. Wobei ich damals das Formular nicht sorgfältig genug ausgefüllt habe, weil es da auch seine Tücken gibt. Aber Glück gehabt. Rund 6 Wochen später war der Geichstellungsantrag durch.

Ob, oder wie sinnvoll das überhaupt in Deinem Fall wäre ist eine andere Frage. Wobei: den Antrag auf GdB kannst Du ja stellen, was Du dann damit machst ist so und so Deine Sache. Ob Du tatsächlich 50 bekommen würdest - was die normale Schwerbehinderung wär - ist eine Frage für sich.

Mir wurde im BFW in Würzburg gesagt, dass jeder 2. Antrag auf GdB falsch bewertet wird.

Gruß von Katzenstube
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
(leider nicht online wie ich selbst feststellen musste)

Doch auch online. Der Rehaberater stellte sich damals tot, so dass ich selbst die Initiative ergriff und einfach den Antrag aus dem Netz ausfüllte und einwarf. Danach ging es recht flott.

Wenn die Behinderung Auswirkungen auf die Arbeit hat, muss man sie ohnehin erwähnen, dann auf die Gleichstellung zu verzichten macht wenig Sinn, denke ich. Wie gesagt stellt die AfA in manchen Fällen eine Zusicherung aus.
 
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