Antrag auf Erwerbsminderungsrente - Hat es Sinn, einen zweiten Versuch zu starten? (1 Betrachter)

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G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
Das müsste dann sanktionsfrei möglich sein.
Nein ist, nicht müsste. Wenn du Zweifel hast, reicht oft ein Telefonat mit dem AG. Leiharbeit dürfte auch kein Thema mehr sein.
De facto wirst du in so einer Situation keine passenden Vorschläge bekommen, weil es die einfach nicht gibt. Natürlich kann man dich zu Bewerbungsbemühungen verpflichten. Da solltest du dann auf entsprechende Formulierungen in der EGV achten, um Missverständnisse von vorneherein auszuschließen.

Der Teilzeitarbeitsmarkt ist schon für Gesunde wirklich übersichtlich. Das merke ich zur Zeit auch wieder sehr deutlich, weil ich mich für einen Stellenwechsel interessiere. Kommen dann noch Einschränkungen dazu, wird es fast ganz unmöglich.

Dass §16 nichts für Rehabilitanden ist, hatten wir auch schon mehrmals durchgekaut. Dafür gibt esTeilhabe am Arbeitsleben nach SGB IX.
 

franzi

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@Werktätiger:
Darf / soll man dann bei der Bewerbung die gesundheitlichen Einschränkungen bzw. den Rentner-Status angeben?
Soll man es überhaupt erwähnen? Spätestens beim Vorstellungsgespräch wird es ja wieder thematisiert ...
Ich hatte das gleiche Problem schon mit der Behinderung, ob ich die erwähnen soll oder nicht. Ich habe es dann immer verschwiegen.
Trotzdem hat mein damaliger SB mir unterstellt, ich würde ständig meine Behinderung erwähnen und das sei der Grund, warum es mit der Arbeitsaufnahmen nicht klappe ...

Es gibt gesundheitliche Einschränkungen, die sich nicht verbergen lassen. Ganz konkret bin ich derzeit auf eine Gehhilfe angewiesen.
Wenn man mit Krücke zum Vorstellungstermin erscheint, hat es sich wohl schon von vornherein erledigt mit dem Job ...

Es ist mir klar, dass man dann weiterhin Bewerbungen schreiben muss. Allerdings auf welche Stellen?
Ich habe auch bisher schon Schwierigkeiten gehabt, ausreichend Stellen zu finden, auf die man sich bewerben kann.
Mir wurde dann vom SB sogar "verboten" (mündlich), mich auf Stellen in bestimmten Bereichen zu bewerben, da ich dafür aufgrund meines Alters nicht mehr geeignet sein (z. B. Verkauf im Textilbereich).
Das ist aber einer der Bereiche, wo es doch noch relativ viele Teilzeit-Angebote gibt.
Auf was ich mich stattdessen bewerben soll, sagte er aber nicht.
Auch für die Berufe, in denen ich bisher gearbeitet habe, sei ich "nicht mehr geeignet" und solle mich daher nicht mehr in diesen Bereichen bewerben.
Ja, was bleibt dann noch?
Die Teilhabe am Arbeitsleben besteht aus Hilfen, die mir nicht wirklich etwas bringen würden. Da müsste ja auch erst wieder ein Arbeitgeber gefunden werden, der bereit wäre, mich einzustellen.
 
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Mutter Beimer

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Ein SB kann Dich nicht daran hindern, den Grad der Behinderung bei der Bewerbung anzugeben. Immerhin steht Dir bei einer Schwerbehinderung ein leidensgerechter Arbeitsplatz zu, auf den man auch je nach körperlichen Einschränkungen bestehen sollte.

Gesundheitliche Einschränkungen musst Du sogar angeben, wenn sie Dich bei den Arbeitsabläufen hindern würden.

Ja ja, SB´s sehen das nicht gerne. Aber nicht nur die.
Bei mir hat sogar der Integrationsfachdienst gemeint, dass ich meine Schwerbehinderung verschweigen soll.
Fand ich eine Frechheit von denen.
 

xj3Qr1nL7ys

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Hallo Franzi,

Ja du darfst laut BSG Urteil im Bewerbungsverfahren auf deine gesundheitlichen Einschränkungen hinweisen.

Der HE muss sich nicht vorteilhafter darstellen, als er tatsächlich ist (s.a. LSG HH 7.2.2002 - L 5 AL 53/00 - info also 2003, 149[Bewerbungsschreiben mit unangemessenen Inhalt]); er darf von sich aus auf gesundheitliche Einschränkungen seines Leistungsvermögens, familiäre Betreuungspflichten oder ein gewerkschaftliches Engagement hinweisen, sein Lebensalter und die Dauer der Arbeitslosigkeit bezeichnen (BSG 9.12.2003 - B 7 AL 106/02 R - SozR 4-4100 § 119 Nr.§), soweit er nicht seine angebliche Nichteignung für die angebotene Arbeit unmissverständlich im Bewerbungsschreiben zum Ausdruck bringt.
Quelle: Achtung: Die Bewerbungsfalle! #1

Ich würde das allerdings erst in einem eventuellen Vorstellungsgespräch tun, weil man dass dann (obwohl erlaubt) schlechter gegen einen verwenden kann, als schriftlich fixiertes.

LG xj3Qr1nL7ys
 
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grün_fink

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Also wenn es allzu offensichtlich ist, dass ein Vermittlungsvorschlag überhaupt nicht passen kann zu dem festgestellten Leistungsbild, würde ich vorher aussortieren.
Beispiel: Schichtarbeitsplatz (auch noch mit sehr weiten Fahrtwegen), wo man gar keine Schichten soll.
Oder Bäckereiverkäuferin, wenn man kein Kundenkontakt soll.
Die hab ich vor dem Bewerben aussortiert und dem JC mitgeteilt, dass ich das laut med. Gutachten nicht soll. Kam nix mehr nach.
 

franzi

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Natürlich ist mir klar, dass man da behutsam agieren muss. Gleich im Anschreiben alle Hemmnisse aufzulisten, ist wohl nicht so vorteilhaft.
Kommt auch auf die Stelle an. Wenn man den Job wirklich will, wird man das erst im Vorstellungsgespräch andeuten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

Gast
Darf / soll man dann bei der Bewerbung die gesundheitlichen Einschränkungen bzw. den Rentner-Status angeben?
Also ich habe zuletzt Gutscheine für Probebeschäftigung und Eingliederungszuschuss bekommen, die ich direkt bei jeder Bewerbung einfügen sollte. Da gockeln die AG die entsprechenden §§ und dann bleiben die Fragen (und leider meist auch die Absagen, wenn es denn überhaupt welche gibt) nicht aus.
Bei Teilzeit wird aber ohnehin direkt nach dem Warum gefragt.

Auf der anderen Seite, gibt es ja immer ein Tätigkeitsprofil, wo ich dann sogar angeben muss, dass ich bestimmte für den Beruf übliche Tätigkeiten nicht machen darf.

Bei mir hat sogar der Integrationsfachdienst gemeint, dass ich meine Schwerbehinderung verschweigen soll.
Fand ich eine Frechheit von denen.
Ja, beim Bfw hatten die auch solche Allüren. Man sollte am besten alles verschweigen und auch nicht von Reha sprechen. Das mag bei Personen funktionieren, die voll wieder ins Berufsleben einsteigen können.
 

Kerstin_K

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Also ich weiss wirklich nicht, was es für eine Sinn haben soll, eine Beeinträchtigung zu verschweigen? Verschwindet die dadurch? Nein. Also kommt es doch irgendwann raus. Und ganz ehrlich, ich wäre als Arbeitgeber sauer, wenn mir jemand dann zum Beispiel nach 6 Monaten den Schwerbehindertenausweis präsentiert. Das sit keine Basis für eien vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Okay, da ich meine Rollstuhl nicht wegbeamen kann, belibt miir eh nichts anderes übrig. Aber ganz ehrlich, ein Atbeitgeber, der mich von vorne herein wegen des Rollstuhles ablehnt, der hat meine Arbeitskraft nicht verdient. Die Kundst i es, den Arbeitgeber im Gespräch davonn zu überzeugen, dass mn trotz des handicaps fgenauso leistungsfähig wie jeder andere. Wenn bestimmte Teilaufgaben nicht mehr gehen, dann gibt es oft Lösungen.Mnche Arbeitgeber muss man da allerdings erst mit der Nase drauf stossen.

Bei meinem Arbeitgeber sprechen wir intern nicht mehr von Persons with Diesabilities sondern von Persons with diverse Abilities.

Wer allerdings den Arbeitgeber gleich in der Bewerbung mit seinen Diagnosen, Karnkenhausaufenthalten usw. bombadiert (Ja, ich habe sowas tatsächlich schon gesehen.), der braucht sich über Absagen nicht zu wundern. das muss man etwas geschickter angehen. Man kann erwähnen, was man nicht kann, aber der Schwerpunkt sollte sdarauf ligen, was man kann und vielleicht sogar gerade wegen der Behinderung besonders gut.
 
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