Antrag auf Erhöhung des GdB- auch therapeutische Stellungnahme relevant?

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SeptemberSun

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Hallo zusammen,

eine kurze Frage: berücksichtigt das Versorgungsamt bei einem Antrag auf Erhöhung des GdB auch die Stellungnahme einer Psychotherapeutin, oder ist dort nur eine ärztliche Meinung von Bedeutung?
 

verona

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Diese Meinung wird mit berüchsichtigt. Deswegen würde ich vorab eine Akteneinsicht verlangen.
Denn. Was eine Psychotherapeut (in) alles so über dich schreibt, möchtest du nicht wissen, wohin ungefiltert diese sehr persönlichen Daten wandern.
 

SeptemberSun

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Diese Meinung wird mit berüchsichtigt. Deswegen würde ich vorab eine Akteneinsicht verlangen.

Inwiefern Akteneinsicht? Bei dem Grundantrag hatte ich die Psychotherapeutin noch nicht, da hatte ich nur Hausarzt, Psychiaterin und Tagesklinik angegeben. Oder für welchen Zweck meinst du die Akteneinsicht?
 

verona

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Für dich selber soll die Akteneinsicht sein. Oder entbindest du wahrlos an alle Ärzte, Psychiater und Psychotherpeuten von der Schweigepflicht, damit anderere Dritte deine peresönlichen Unterlagen ohne deiner weiteren Kenntnisnahme einsehen können ?
 

SeptemberSun

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Stellungnahmen von psychologischen Psychotherapeuten werden erfahrungsgemäß nicht besonders ernst genommen.

Ok, das ist nicht, was ich hören wollte, aber eine Auskunft, die mir weiterhilft. Ich kann auch meine Psychiaterin informieren, was sie bitte schreiben möge, aber faktisch weiß meine Therapeutin so viel besser, was Sache ist....

@verona meine Ärzte können auch gerne ungefiltert weitergeben, was sie in ihrer Akte haben, mit oder ohne vorherige Akteneinsicht. Ich habe nichts zu verbergen, und ich vertraue denen.
 

Doppeloma

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Hallo Verona,

Tja, die Gesetze haben sich da leider etwas geändert. Mir nicht lieb, aber sie sind inzwischen befugt, Klienten aus der Praxis heraus in ein Landeskrankenhaus zu befördern.

Wie wäre es mit einer seriösen Quelle zu deiner Angabe, die (aus meiner bescheidenen Sicht) mit der Frage des TE eigentlich gar nichts zu tun hat ... das Landesversorgungs-Amt wird ihn eher nicht direkt in eine Klinik einliefern lassen ...
Es ist unpassend solche Ängste zu schüren wenn es um eine ganz andere Fragestellung geht.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo SeptemberSun,

Ok, das ist nicht, was ich hören wollte, aber eine Auskunft, die mir weiterhilft. Ich kann auch meine Psychiaterin informieren, was sie bitte schreiben möge, aber faktisch weiß meine Therapeutin so viel besser, was Sache ist....

Das glaube ich dir gerne, dass es deine Frage nicht beantwortet, was du dem Versorgungs-Amt geben solltest für eine Erhöhung des GdB ...

Die Ausgangsbasis sollte sein, was bereits anerkannt wurde und in welcher Weise sich das verschlechtert hat und / oder was noch neu dazu gekommen ist, an (langfristigen / dauerhaften) Beeinträchtigungen.
Es ist meist angebracht schon aktuelle Berichte / Befunde mit einreichen zu können und zur Ergänzung können gezielt die angegebenen Ärzte / Therapeuten benannt und auch von der Schweigepflicht befreit werden.

Im Schwerbehindertenrecht sehe ich das etwas anders als bei KK / AfA und JC, man will dort schließlich was erreichen, was NUR über sehr konkrete medizinische Befunde und Auskünfte möglich ist.
Wir informieren unsere behandelnden Ärzte immer dazu, dann sind sie schon mal vorbereitet auf solche Anfragen wegen GdB, man kann den Ärzten da auch gerne mitteilen, wie weit diese Auskünfte gehen dürfen (oder auch welche Probleme sie unbedingt erwähnen sollten dabei), in der Regel dürfen NUR eigene Erkenntnisse (des befreiten Arztes) weitergegeben werden (also KEINE Fremdbefunde / Klinikberichte die dem Hausarzt auch vorliegen).

Zusätzlich ist es meist angebracht, mit den eigenen Worten zu beschreiben wie sich die Einschränkungen in deinem gesamten Alltagsleben auswirken und seit wann sich bestimmte Dinge negativ verändert haben oder neu dazu gekommen sind (wir nennen das einen "Jammerlappen" schreiben), denn in den Arztberichten kann das so genau gar nicht drin stehen, wie es nötig wäre ...
Deine Ärzte erleben dich ja nicht täglich in deinem häuslichen / privaten Umfeld und wissen auch nur das, was du ihnen bisher mal dazu gesagt hast, genau das hat aber besondere Bedeutung für die Festlegung von Behinderten-Graden.

Vielleicht konnte ich dir ja etwas weiterhelfen ...

MfG Doppeloma
 
G

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Gast
Ich kann auch meine Psychiaterin informieren,

Du könntest deine Therapeutin bitten, sich mit Haus- und Fachärzten abzustimmen. Je eindeutiger die Befundlage, desto besser. Und nicht aufgeben, wenn der erste Bescheid zu niedrig angesetzt ist.

Bei mir wurde zuerst der niedrigste Wert für meine Diagnosen vergeben, nach Widerspruch und Klage wurde erhöht.

Mir nicht lieb, aber sie sind inzwischen befugt,

Nur am Rande:
Sie können das vielleicht veranlassen. Die Einweisung macht ein Arzt und der Patient wird von einem Richter angehört (PsychKG).
 

verona

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Hallo Verona,

Wie wäre es mit einer seriösen Quelle zu deiner Angabe, die (aus meiner bescheidenen Sicht) mit der Frage des TE eigentlich gar nichts zu tun hat ... das Landesversorgungs-Amt wird ihn eher nicht direkt in eine Klinik einliefern lassen ...
Es ist unpassend solche Ängste zu schüren wenn es um eine ganz andere Fragestellung geht.

MfG Doppeloma

Erstmal bezog sich mein Beitrag auf @ cibernauta, in dem er schrieb, dass Stellungnahmen der Psychotherpeuten nicht so ernst genommen werden.
Dann zur Neuregelung: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4906114
 

SeptemberSun

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Hallo SeptemberSun,
---------

Vielleicht konnte ich dir ja etwas weiterhelfen ...

MfG Doppeloma

Hallo Doppeloma, herzlichen Dank für deine Ausführungen!

Es ist so, dass ich bei meinem Erstantrag vor ca. 2 Jahren wahrscheinlich unwissend einiges falsch gemacht habe. Der "Jammerlappen" war mir damals noch nicht bekannt, und so habe ich ausschließlich die ausgefüllten Antragsformulare eingeschickt. Von 3 Diagnosen wurde nur eine berücksichtigt, die mir aber immerhin einen GdB iHv 20 eingebracht hat. Nicht viel, aber ich sehe es als "Grundstock". Neben der Depression wurde die Angststörung überhaupt nicht berücksichtigt, obwohl diese ja ganz eigene, andere Einschränkungen mit sich bringt. Ebenso wenig wurde der Tinnitus erwähnt, wahrscheinlich, weil ich damit seit 20 Jahren nicht beim Arzt war- einfach deshalb, weil er mir als chronisch und am Ende unbehandelbar erklärt wurde, und daher lebe ich seither damit, was aber nicht heißt, dass er mich nicht einschränkt.
Die Zwangsstörungen habe ich nicht mal erwähnt im Antrag, weil sie zwar (seit Kindheit) bestehen, mir aber erst im Gespräch mit meiner Therapeutin bewusst wurden. Sie belasten, aber vorher habe ich nicht darüber nachgedacht, sondern einfach "ertragen", ohne zu hinterfragen.

In diesem Zusammenhang, macht es Sinn, Krankheiten anzugeben, die schon lange bestehen, aber im Grundantrag von mir nicht angegeben wurden?

Damit, meine Ärzte und meine Therapeutin von der Schweigepflicht zu entbinden, habe ich in dem Zusammenhang überhaupt kein Problem. Denen vertraue ich, und dass das Versorgungsamt Informationen benötigt ist mir klar.

@ cibernauta, das werde ich machen, also, meine Therapeutin informieren und ihr sagen, dass sie sich auf Anfragen des Versorgungsamtes einstellen sollte und sich mit den Ärzten kurzschließen sollte, alle Vollmachten hierzu bekommt sie von mir natürlich. Ich werde das morgen mal ansprechen bei ihr.
 

Doppeloma

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Hallo SeptemberSun,

Es ist so, dass ich bei meinem Erstantrag vor ca. 2 Jahren wahrscheinlich unwissend einiges falsch gemacht habe. Der "Jammerlappen" war mir damals noch nicht bekannt, und so habe ich ausschließlich die ausgefüllten Antragsformulare eingeschickt.

Das ist nicht so schlimm, glaub bloß nicht, dass ich das Alles schon gewußt und immer richtig gemacht habe, bei den ersten Anträgen auf Anerkennung einer Behinderung.
Ohne meine Kollegen von der Schwerbehinderten-Vertretung damals hätte ich (vermutlich) nicht mal daran gedacht, einen solchen Antrag überhaupt zu stellen und bei der Gleichstellung haben sie mir auch sehr geholfen, damit der Antrag dann von der AfA nicht abgelehnt wurde ... mir ging es damals vorrangig darum, meinen vorhandenen Arbeitsplatz etwas "abzusichern".

Worum konkret geht es dir damit, mehr GdB oder den Schwerbehinderten-Ausweis zu erreichen ?

Von 3 Diagnosen wurde nur eine berücksichtigt, die mir aber immerhin einen GdB iHv 20 eingebracht hat. Nicht viel, aber ich sehe es als "Grundstock".

Als "Grundstock" wofür, es wird häufig zu viel davon erwartet, eine Behinderung / Schwerbehinderung auf diese Weise "belegen" zu können ?
Die Ausgangsbasis "pure Diagnosen" (und davon möglichst Viele) ist ohnehin schon falsch, denn es kommt auf die Auswirkungen (Beeinträchtigungen im täglichen Leben dadurch = persönliche Beschreibung im "Jammerlappen") an und eher nur ergänzend auch auf den medizinischen Nachweis, der zu Grunde liegenden Diagnosen.

Nicht jede Diagnose führt auch "automatisch" zu anerkannten Behinderungen im Alltag und beim Versorgungs-Amt.
Ähnliche Krankheitsbilder mit sehr ähnlichen / gleichen dauerhaften Einschränkungen werden auch nur 1 Mal bewertet und nicht mehrfach ...
Wenn du wegen Depressionen nicht (mehr) "vor die Türe gehst" und menschenscheu bist, dann ist das (bei beiden Diagnosen) fast genauso zu werten, wie aus reiner ANGST (vor Allem) nicht mehr raus zu gehen ... es macht für dein "krankhaftes Verhalten" (als Einschränkung für den GdB) eigentlich keinen wesentlichen Unterschied, wegen welcher Diagnose du nicht rausgehen willst / kannst.

Als sehr vereinfachtes Beispiel ist ein "steifes Bein" (z.B. durch einen Unfall) sicher sehr hinderlich bei vielen Aktivitäten, dabei ist es (eigentlich) völlig EGAL ob das nun 5 verschiedene oder NUR EINE bestimmte Diagnose verursacht haben könnte ... es bleibt ein steifes Bein und die (persönlich) damit verbundenen (diagnostisch nachvollziehbaren) Einschränkungen werden beim GdB eingestuft ...
Dabei ist noch zu beachten, das verschiedene Menschen das auch sehr verschieden empfinden können, einem Betroffenen macht es weniger aus und dem Anderen sehr viel ... das KANN Niemand (auch kein Arzt) ernsthaft nur aus den puren Diagnosen erkennen wollen.

Vermutlich gab es deswegen diese niedrige Einstufung, das kannst du ja jetzt besser machen und gründlicher vorbereiten ... :icon_daumen:

Die Zwangsstörungen habe ich nicht mal erwähnt im Antrag, weil sie zwar (seit Kindheit) bestehen, mir aber erst im Gespräch mit meiner Therapeutin bewusst wurden. Sie belasten, aber vorher habe ich nicht darüber nachgedacht, sondern einfach "ertragen", ohne zu hinterfragen.

Das solltest du dann auch nachholen und wenn sie das dann bestätigen wird, ist das völlig in Ordnung so, da bist du nicht der / die Erste wo solche Probleme erst später "einen Namen" bekommen, weil man es selbst bis dahin für "fast normal" gehalten hatte.

Neben der Depression wurde die Angststörung überhaupt nicht berücksichtigt, obwohl diese ja ganz eigene, andere Einschränkungen mit sich bringt.

Dann beschreibe diese "anderen" Einschränkungen sehr genau und begründe warum du meinst die wären anders als durch die Depression bedingte ... gerade im psychischen Bereich ist das für den versorgungsärztlichen Dienst auch nicht einfach, das sonst richtig beurteilen zu können.
Es ist allerdings auch sehr schwer auf (noch behandel- und therapierbare) Psychische Probleme einen besonders hohen GdB zu bekommen, das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen ...
Ich wurde wegen langjähriger psychischer Probleme (nach langen Kämpfen mit der DRV) in EM-Rente geschickt, mein Anteil davon im Gesamt-GdB ist auch nur eine 20, immerhin war ich fast 4 Jahre vom Psychiater deswegen AU geschrieben ... das hatte dafür aber keine besonders relevante Bedeutung.

Unter Zwangs-Störungen leide ich allerdings nicht, es ging mehr um Erschöpfungs-Depressionen in Verbindung mit häufigen Angst- und Panikzuständen, weil ich den Druck im Arbeitsleben nicht mehr ausgehalten habe nach einer Herzklappen-OP ...
Dafür bekam ich dann problemlos direkt GdB 30 bewilligt, die Einschränkungen dadurch beziehen sich vorwiegend auf die gesamte dadurch geminderte körperliche Belastbarkeit und Herz-Kreislauf-Instabilitäten, dafür gibt es generell mindestens GdB 30 lt. Versorgungsmedizinischer Grundsätze.

Ebenso wenig wurde der Tinnitus erwähnt, wahrscheinlich, weil ich damit seit 20 Jahren nicht beim Arzt war- einfach deshalb, weil er mir als chronisch und am Ende unbehandelbar erklärt wurde, und daher lebe ich seither damit, was aber nicht heißt, dass er mich nicht einschränkt.

Hattest du denn einen medizinischen Nachweis (Diagnose vom HNO-Arzt z.B.) beigefügt oder einen Arzt für Rückfragen angegeben, nur deine eigenen Angaben dazu genügen natürlich auch nicht, ich kenne dieses Problem selber auch und bei der Erhöhung (auf GdB 40) wurde dann etwas "Tinnitus" anerkannt, ich musste auch "lernen damit zu leben" ... und habe eine dadurch mitbedingte Hochton Schwerhörigkeit vom HNO bestätigt bekommen.

Es ist sehr schwierig dafür einen GdB zu bekommen, denn es gibt letztlich KEINE echten medizinischen "Untersuchungs-Nachweise" dafür aber auch (meist) keine echten Heilungs-Chancen, ich bin auch nicht mehr in Behandlung deswegen, das kann ich voll nachempfinden ...

Seit ich endgültig in Rente bin komme ich aber deutlich besser damit klar, weil ich auch vielen "Störfaktoren" (zu viele Menschen / Orte mit viel Lärm) einfach ausweichen oder "fernbleiben" kann ...
Ich bekomme "den Mann im Ohr" aber schnell sehr deutlich wieder zu spüren wenn ich in Stress-Situationen gerate, die sich nicht vermeiden lassen, oft genügen schon die Scanner-Piepser an der Supermarktkasse, dann will ich da nur noch schnell RAUS .... :icon_arrow:

In diesem Zusammenhang, macht es Sinn, Krankheiten anzugeben, die schon lange bestehen, aber im Grundantrag von mir nicht angegeben wurden?

Es macht also nur Sinn Krankheiten / Diagnosen anzugeben, die dich tatsächlich (aktuell und dauerhaft) in deinem täglichen Leben immer wieder negativ beeinflussen, in JEDEM "Verschlimmerungs-Antrag" kann man weitere / neue Krankheiten angeben, egal wie lange die schon bestehen.

Jeder Antrag ist im Prinzip immer wie ein neuer Antrag und führt zur Überprüfung auch der bisher schon anerkannten Einschränkungen und zum Vergleich mit deinen neuen Angaben zu neuen Einschränkungen ... die Versorgungs-Ämter fragen durchaus auch gerne mal bei den Ärzten nach (aber schon was mitschicken können, ist auch nie verkehrt), eine Begutachtung findet eher selten statt.

Wenn ein GdB-Bescheid nicht akzeptabel erscheint sollte man immer Widerspruch einlegen, das kostet nichts (nur etwas Schreibarbeit und das Porto für ein "Übergabe-Einschreiben") und oft ergibt sich dann doch eine höhere Einstufung ... das ist wie (leider) überall bei den Behörden, zuerst mal "klein anfangen" mit der Anerkennung und wenn der Antragsteller das so hinnimmt, dann spart es der Behörde vorerst weitere Arbeit.

Wir warten auch gerade wieder auf einen "erweiterten" Bescheid für meinen Männe (aktuell GdB 90 und Merkzeichen "G"), haben ein zusätzliches Merkzeichen "B" beantragt, damit ich ihn ohne Extra-Kosten überall hin begleiten könnte ... lt. Pflegegutachten (was ich natürlich mitgeschickt habe) ist Begleitung zumindest angeraten und auch meist wirklich nötig, mal abwarten, ob das Versorgungsamt das auch so sehen möchte ???

Viel Erfolg bei deinem Antrag !

MfG Doppeloma
 

SeptemberSun

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Hallo @Doppeloma,

erst einmal herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.

Klar ist es wohl normal, dass man beim ersten Antrag Fehler macht... es ärgert mich dennoch. ;) Beim nächsten Versuch bin ich auf jeden Fall klüger. Es ist ja auch nachvollziehbar, dass der Beurteilende die Diagnosen zB Depressionen und Angststörung erstmal nicht differenziert- wie du schon sagst, diese können ja auch durchaus Überschneidungen haben, sich gegenseitig bedingen etc. Soweit habe ich aber nicht nachgedacht, da es mir selbst zu klar war, wie unterschiedlich sich das in meinem eigenen Fall darstellt. Aber wie heißt es so schön? "Sprechenden Menschen kann geholfen werden". Und künftig werde ich versuchen, mich in die Sicht Außenstehender hineinzuversetzen und einen aussagekräftigen Jammerlappen verfassen.

Auch mir geht es hauptsächlich um die arbeitsrechtlichen Vorteile, vor allem den besseren Kündigungsschutz. Insofern wäre ein GdB von 30 erst einmal ein Erfolg, sollte danach die Gleichstellung gelingen. Wenn ich einmal so weit sein sollte, werde ich mich wieder vertrauensvoll und hilfesuchen hier her wenden, da ich wenig Ahnung habe, wie man für die Gleichstellung sinnvollerweise vorgeht. Wie ich schonmal in einem anderen Thread schrieb, habe ich schon erlebt, dass die Gleichstellung mit hanebüchenen Argumenten abgelehnt wurde, zB aufgrund zu weniger Fehlzeiten. Nachdem ich aber bis vor ca. einem Jahr knapp anderthalb Jahre au war und danach nur im Rahmen des BEM auf eine andere Stelle gesetzt wurde, sollte das kein Problem sein. Zumal die aktuelle Stelle dem von mir angeregten betriebsärztlichen Gutachten komplett entgegensteht. Allerdings habe ich auch verstanden, dass ein zu genaues Verweisen auf das Gutachten auch die Gefahr birgt, ausgemustert zu werden.

Nochmals vielen Dank, ich bin jetzt um einiges klarer.
 
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