Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter? (2 Betrachter)

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Rotten

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Hallo!!

Es ist ein EM Rentenantrag meiner Schwester vollumfänglich abgelehnt worden, heute kam die Hiobsbotschaft.

Dabei wurden diverse Gutachten (die allerdings schon älter waren, da sie irgendwann einfach keine Lust mehr hatte, irgendwelche Ärzte aufzusuchen, da ihr das eh nichts gebracht hatte) , die ihr von untergeordneten Stellen wenigstens eine teilweise Erwerbsminderung zugesprochen hatten, einfach verworfen.

Wir brauchen jetzt ganz dringend Euere Hilfe, Doppeloma, bitte nelde Dich , wenn Du magst.

- In jedem Fall wollen wir Widerspruch erheben. Auf dem Schreiben steht noch nicht mal eine Widerspruchsbelehrung drauf!!!!!!.

Wie genau sollen wir jetzt vorgehen?

Wir beide sind ziemlich aufgelöst, DAMIT haben wir nicht gerechnet.Zum ersten mal seit 10 jahren habe ich mir wieder gleich nach Lesen des Schriftstücks zigaretten gekauft und qualme den ganzen Tag schon wie ein Schlot vor Wut und Enttäuschung.
Ich habe die ganzen letzten jahre ja miterlebt, wie sie sich immer schwächer fühlte.

Jetzt ist zum ersten mal etwas eingetreten, wo wir keinen rat mehr wissen. Das Jobcenter hat nur auf sowas gelauert, um sie jetzt verheizen zu können.

WAS NUN????????
 

Fabiola

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Jetzt ist zum ersten mal etwas eingetreten, wo wir keinen rat mehr wissen. Das Jobcenter hat nur auf sowas gelauert, um sie jetzt verheizen zu können.
WAS NUN????????
Als erstes rate ich Dir, Dein Thema unbedingt in den Bereich
"Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV"
verschieben zu lassen!
(kleines rotes Warndreieck unten links in Deinem Eingangspost anklicken und Deine Bitte dort formulieren)

Dort wird er von Doppeloma auch eher gefunden werden können.

Ist Deine Schwester denn AU geschrieben?
Falls nicht, dann sollte sie sich umgehend AU schreiben lassen, damit sie erst einmal Ruhe vor dem JC hat.

Selbst wenn die DRV Deine Schwester vorerst nicht als erwerbsgemindert einschätzt, so kann sie trotzdem AU sein.

Hat das JC Kenntnis von dem EM-Rentenantrag Deiner Schwester?
Ein paar Angaben zu den vorangegangenen Ereignissen wären hilfreich.

Ein Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid sollte i.j.F. erhoben werden, da bis zur Entscheidung über den Widerspruch (mit evtl. Klage) das Verfahren in der Schwebe ist/bleibt und somit noch nicht abgeschlossen ist.

Für den Widerspruch gibt Dir Doppeloma sicher noch wichtige Hinweise - mir fehlt gerade die Zeit und der Kopf dazu (bin grippig).

Und lasst etwas Ruhe einkehren.
Die DRV lehnt bei Erstantrag gerne erst mal ab - auch um zu testen, ob sich der Betroffene zur Wehr setzt. Auch die DRV versucht Geld einzusparen.
 

Kerstin_K

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Erstmal das Sozialmedizinische Gutachten anfordern.

Steht die Rechtsbehelfsbelehrung vielleicht auf der Rueckseite?
 

doppelhexe

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als erstes - ruhe bewahren!!! und schmeiss die kippen weg ... 10 jahre - bist du doof? :icon_motz: ( :sorry: )

so, dann formlos widerspruch einlegen und alle unterlagen anfordern, die zur entscheidung herangezogen wurden.
die begründung des widerspruchs erfolgt nach sichtung dieser unterlagen.

dann mal überlegen, ob ca. 1500€ zusammengekratzt werden können. soviel kostete mein anwalt die rechtschutzversicherung für 4 jahre am gericht. oder hat sie vielleicht eine rechtschutz? die rechtschutz hat erst am ende gezahlt, also werdet ihr sicher auch nicht gleich so einen batzen auf den tisch legen müssen...
denn auf die sozialverbände würde ICH mich nicht verlassen.
und dann schaut euch schon mal um, wo ein guter sozialrechtsexperte in eurer nähe sitzt.

für den widerspruch brauchst du den aber noch nicht, das solltest du auch so hinkriegen, denke ich. doppeloma hilft da vielleicht bissl bei den formulierungen.
meist brauchts in der begründung für den widerspruch nur die aufzählung aller ärzte/berichte, die NICHT von der DRV angefordert/berücksichtigt wurden.
und fast immer wird leider auch der widerspruch abgeschmettert.

und dann den anwalt machen lassen, ich war froh, das ich das dann abgeben konnte...

rente zu brauchen ist in dieser gesellschaft heutzutage nicht mehr schwer... sie aber zu kriegen, leider...

wichtig ist, die krankschreibung unbedingt weiter aufrechtzuerhalten und die behandelnden ärzte zu benachrichtigen und auf den bevorstehenden kampf einzustimmen. die rückendeckung von denen wird gebraucht.
 

Rotten

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Danke Euch alle und besonders Dir, Doppelhexe.

Für uns ist es jetzt erstmal wichtig, das Gutachten selber in die Hand zu bekommen , um genau zu erfahren, was da drin steht.

Ja, mit den Sozialverbänden hat man schon seine Erfahrungen gemacht. Man hat eher den Eindruck, die arbeiten im Sinne der Unternehmer und Arbeitgeber. Als wir mal da waren, schwang immer sowas mit wie "Na, die will ja gar nicht arbeiten und sichs bequem machen".

Sagten dann:"Warum machen Sie das, Sie müssten doch noch 10 jahre bis zu Rente arbeiten und dann ohne Grundsicherung leben wollen" (SoVD)

Dieses eigentiche Gutachten -- ich habe gelesen, das bekäme man nur über einen Anwalt oder Rentenberater, der auch wieder Geld kostet (wir haben keine Rechtsschutzversicherung) zugesandt. Ist das wirklich so?

Das beste ist, dass nicht mal eine Widerspruchsbelehrung dem Schreiben angeheftet ist. Zum Glück weiss ich auch so, dass man nur 4 Wochen Zeit hat.

schei*stag....
 

Kerstin_K

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Das Gutachten müssrn sie rausrücken. DA muss man nuretwas hartnäckig sein. Und pass auuf, die haben teilweise eine eigenartige Seitennummerierung, bei der man leicht pbersehen kann, dass die Rückseiten fehlen. Mir hat man versucht, diese zu unterschlagen.

Wenn die Resbehelfsbelehrung fehlt, hat man ein ganzes Jahr Zeit für den Widerspruch.
 

Sowhat

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Ja, sind denn auch die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, wie in den letzten fünf Jahren vor der Krankheit drei Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben und/oder 35 Jahre Rentenanwartschaft voll haben?
Kommt halt auch auf das Geburtstsjahr an, dass man nicht grad wieder durch irgendein gesetzliches Raster fällt.
Ich bin mit Geburtsjahr 62 durch jedes mögliche Raster gefallen, bin 50%SB und habe 15 Jahre und zwei Kinder. Aber das Alter meiner Kinder wird zusammengerechnet, so dass 10 Jahre pro Kind nicht mehr greift, habe in den Jahren vor meinem Infarkt nur im Minijob gearbeitet (war verheiratet und es war unsere Firma) und somit steht mir nichts zu. Erst in ca. 10 Jahren die normale Altersrente.
Wenn bei deiner Schwester aber alle Kriterien erfüllt sind, dann
lohnt sich weiterkämpfen in jedem Fall. Ich habe übrigens auch zweimal Widerspruch eingelegt (allerdings hat mir der VdK wo ich Mitglied bin beim zweiten Mal nicht mehr geholfen, den habe ich selbst gemacht) aber da ich den letzten auch selbst machen musste, der VdK sah eben keine Chance wurde natürlich wieder abgelehnt. Man hätte schon anders datieren können, dass wenigstens die 35 Jahre voll gewesen wären, das hatte der VdK auch so berechnet, aber wenn die DRV anders rechnet, dann kann man halt nichts machen.
Viel Glüch bei eurem Widerspruch.
 

doppelhexe

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Danke Euch alle und besonders Dir, Doppeloma.
bin nicht doppeloma, die kommt aber hoffentlich noch. sie kriegt das alles so schön sortiert und hat die richtigen tipps griffbereit.

Für uns ist es jetzt erstmal wichtig, das Gutachten selber in die Hand zu bekommen , um genau zu erfahren, was da drin steht.

... Dieses eigentiche Gutachten -- ich habe gelesen, das bekäme man nur über einen Anwalt oder Rentenberater, der auch wieder Geld kostet (wir haben keine Rechtsschutzversicherung) zugesandt. Ist das wirklich so? ....
nein, auf alle unterlagen, die der entscheidung zur ablehnung der rente zugrunde liegen, hast du einen anspruch. niemand darf verlangen, das du dazu fachliche hilfe in anspruch nehmen musst. man muss ja nicht mal bei der klage zur rente nen anwalt dabeihaben, wäre aber ratsam.
aber du musst eben auch ALLE unterlagen verlangen im formlosen widerspruch. und schreiben, das die begründung deines widerspruchs erst nach sichtung dieser unterlagen erfolgt.
 
E

ExitUser

Gast
Sollte sie bei einem Gutachter welcher von der DRV beauftragt wurde gewesen sein dann natürlich auch dieses Gutachten anfordern!

Denn dieser Gutachter kann durchaus zu einer anderen Einschätzung/Empfehlung gekommen sein als wie letztendlich der sozialmedizinische Dienst der DRV in seinem Gutachten, welcher sich an die Empfehlung halten kann, aber nicht muss...


liesa
 

Rotten

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Dank dir, @doppelhexe -- Sorry für die Verwechslung --ist nicht mein Tag heute...
 

Doppeloma

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Hallo Rotten,

kann mich zunächst nur anschließen, erst mal "runter kommen" und RUHE bewahren, mit "wildem Aktionismus" werdet ihr auch nichts erreichen können. :icon_evil:

Für uns ist es jetzt erstmal wichtig, das Gutachten selber in die Hand zu bekommen , um genau zu erfahren, was da drin steht.
Richtig, darum ja schon der wichtige Hinweis zunächst NUR "fristwahrend" Widerspruch einzulegen und diese Unterlagen (in Kopie) von der DRV anzufordern, die für die Entscheidung relevant gewesen sind.

Text dafür gerne etwas später, ein amtlicher Bescheid OHNE RBB hat übrigens die Wirkung, dass man ein ganzes Jahr lang Widerspruch einlegen kann.

Es besteht also KEIN Grund zu übertriebener (und unüberlegter) Eile, ich werde auch noch viele Fragen haben, die deine Schwester dann hoffendlich sehr zeitnah beantworten kann (und möchte).
Sonst wird es schwierig euch wirklich konkret helfen zu können.

Du schreibst, dass sie ihr Geld vom JC bekommt, also dürfte (vermutlich) ein Beratungshilfeschein (Amtsgericht) kein Problem sein, sofern sie keine größeren "Vermögenswerte" (über 5000 €) besitzt.

Da braucht sie keinen "Sozial"-Verband und auch keine "Reserven", um einen Anwalt dann bezahlen zu können. :icon_evil:

Hatte damals auch einen auf Beratungshilfe und den gleichen Anwalt am Gericht auf PKH, das ganze Verfahren (Dauer fast 3 Jahre) hat mich 10 € für den Beratungsschein gekostet.

Inzwischen sind das zwar 15 € aber das ist ja auch noch tragbar, zudem kann der Anwalt auch auf diesen Betrag verzichten, wenn er das möchte.

Den ersten Widerspruch kann man auch selber einlegen, um keine Fristen zu versäumen und sich dann in Ruhe einen Anwalt dafür suchen, der das auch "mit Herz und Verstand" durchziehen wird.

Ja, mit den Sozialverbänden hat man schon seine Erfahrungen gemacht....
Das Geld kann sie also schon mal sparen, ich war auch mal (wegen der EM-Rente) in den VDK eingetreten ...

"Außer Spesen NIX gewesen" ist mein Fazit ... die wollten (kostenpflichtige) Atteste von meinen Ärzten für den Widerspruch haben, ob das überhaupt "sinnvoll" wäre, sollten die bescheinigen ... :doh:

Sagten dann:"Warum machen Sie das, Sie müssten doch noch 10 jahre bis zu Rente arbeiten und dann ohne Grundsicherung leben wollen" (SoVD)
Kommt mir auch bekannt vor, allerdings von der Reha-Aufnahme-Ärztin ... "Die paar Jahre bis zur Rente schaffen Sie doch jetzt auch noch, Sie haben doch schon so viel geschafft in ihrem Leben" ...

NUR wusste die GAR NICHTS von meinem Leben ... um das so behaupten zu können ... :icon_evil:

Dieses eigentiche Gutachten -- ich habe gelesen, das bekäme man nur über einen Anwalt oder Rentenberater, der auch wieder Geld kostet (wir haben keine Rechtsschutzversicherung) zugesandt. Ist das wirklich so?
Nein, das ist NICHT so, bei psychiatrischen Gutachten kann es passieren, dass nur ein behandelnder Arzt das zuerst bekommt, um dann Fragen dazu direkt klären zu können.
Wir haben ALLE unsere Gutachten bisher ohne Probleme direkt nach Hause bekommen, sogar die vom Psychiater ...

Wenn sie Voll Erwerbsfähig ist und deswegen keine EM-Rente bekommen soll, kann ja "nur Gutes" in den Gutachten stehen, also gibt es doch (eigentlich) keinen Grund die direkte Zusendung zu verweigern ... :icon_hihi:

Zur Sicherheit kann man ja einen Arzt des Vertrauens mit angeben, wo das bei "Sperrvermerken" gleich hingeschickt werden soll und das kostet NUR das Porto für das Widerspruchs-Schreiben (Übergabe-Einschreiben !!!).

Zum Glück weiss ich auch so, dass man nur 4 Wochen Zeit hat.
Die Rechtsbehelfsbelehrung hat DIREKT mit auf dem Bescheid zu stehen und wenn die da fehlt, verlängert sich gesetzlich die Widerspruchs-Frist auf ein ganzes Jahr. :idea:

Jetzt ist erst mal Abendbrot-Zeit bei mir. :popcorn:

MfG Doppeloma
 

Rotten

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Ich danke Euch Allen so sehr für die Hilfe.

Ich denke, wir werden bis Montag erstmal vollkommen abspannen und dann die Sache wieder gekräftigt angehen. Meine Schwester hat den halben Tag geheult, das muss sich erst setzen.

Diese Typen von der DRV sind echt das letzte.

Na gut, die deutsche Wirtschaft will ja Dauerwachstum , die Gier deutscher Unternehmer ist unersättlich. Da "stört" halt Jeder, der sich nicht zutode arbeiten will und kann.
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo Rotten,

gehe noch mal auf deinen ersten Beitrag ein, dann kannst du mit deiner Schwester auch die dort auftretenden Fragen besprechen wenn sich ihre Aufregung etwas gelegt hat.

Es hilft nicht nun tagelang zu weinen, ich weiß wie das ist wenn man diesen Bescheid bekommt, denn man hatte ja gehofft solche Bescheide "bekommen immer nur die Anderen" und wer wirklich krank ist dem passiert so was nicht ... :icon_evil:

Irrtum, das kann JEDEM Antragsteller passieren und hat nichts damit zu tun, dass er vielleicht "nicht krank genug ist" ...

Es ist ein EM Rentenantrag meiner Schwester vollumfänglich abgelehnt worden, heute kam die Hiobsbotschaft.
Die Ablehnung ist immer "vollumfänglich", es gibt EM-Rente oder es gibt keine EM-Rente dazwischen gibt es NIX ...

Dabei wurden diverse Gutachten (die allerdings schon älter waren, da sie irgendwann einfach keine Lust mehr hatte, irgendwelche Ärzte aufzusuchen, da ihr das eh nichts gebracht hatte) ,
Was für Gutachten meinst du da konkret, echte Gutachten kann man sich nicht "aussuchen" ob man gerade Lust hat da hin zu gehen.

Normale Arztberichte / Befunde sind keine "Gutachten", bitte etwas präziser schreiben was du damit meinst und was das für Ärzte waren (KK / AfA/ JC/ DRV ?).

Wenn sie schon länger bei keinem ambulanten Arzt mehr gewesen ist war das allerdings keine gute Entscheidung für einen erfolgreichen Antrag an die DRV.

Die EM-Rente gibt es nun mal NUR für nachgewiesene gesundheitliche Einschränkungen, die es nicht mehr erlauben den Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

die ihr von untergeordneten Stellen wenigstens eine teilweise Erwerbsminderung zugesprochen hatten, einfach verworfen.
Wer konkret hat denn diese Feststellungen zur teilweisen Erwerbsminderung getroffen, war sie mal in med. Reha (DRV-Reha-Klinik), stand das so in den Reha-Berichten drin, das muss die DRV aber auch nicht übernehmen wollen.

Wurde sie im Antragsverfahren mal von DRV-Gutachtern einbestellt und untersucht, wann wurde denn der Antrag gestellt und welche medizinischen Unterlagen wurden da schon mit eingereicht ???

Gibt es Akut-Klinik-Berichte aus den letzten Jahren, ist bekannt ob ihre behandelnden Ärzte von der DRV angeschrieben wurden ?
Das nimmt die DRV zwar auch selten ernst (was die eigenen Ärzte meinen) aber sie ist trotzdem verpflichtet solche Anfragen zu machen.

Das alles ist heraus zu bekommen, um Munition für die Widerspruchs-Begründung zusammen zu bekommen, die DRV richtet sich oft NUR nach ihren eigenen Reha-Berichten und den DRV-Gutachtern.

Darin steht oft nur das, was die DRV auch lesen möchte damit EM-Rente abgelehnt werden kann.

Ich musste zu 2 Gutachtern der DRV und beide haben fast nur aus einem Reha-Bericht abgeschrieben, der schon älter als 1 Jahr gewesen ist, sogar die (angeblich aktuellen) Blutwerte wurden übernommen ...

- In jedem Fall wollen wir Widerspruch erheben. Auf dem Schreiben steht noch nicht mal eine Widerspruchsbelehrung drauf!!!!!!.
Unbedingt, die DRV gibt selber zu, dass rund 50 % aller Erst-Anträge auf EM-Rente ohne gründliche Prüfung abgelehnt werden, nur ein Bruchteil der Antragsteller wehrt sich mit Widerspruch dagegen.

Den Rest ist die DRV vorerst wieder los, bis sie vielleicht mal später einen neuen Antrag stellen oder ganz aufgeben.

Wie genau sollen wir jetzt vorgehen?
Unbedingt erst mal beruhigen und wieder einen klaren Kopf bekommen und behalten.

Wir beide sind ziemlich aufgelöst, DAMIT haben wir nicht gerechnet.
Damit rechnet ernsthaft KEINER der den Antrag stellt, mein Männe musste 2 Anträge stellen und es dauert fast 5 Jahre bis er endlich die EM-Rente bekommen hat.

Ich selbst wollte nur ungerne annehmen müssen, dass wir beide zu "bedauerlichen Einzelfällen" werden könnten, wie es gerne dargestellt wird und war noch sehr optimistisch, als ich meinen Antrag stellen musste.

War auch ein schwerer Irrtum, ich musste auch bis zum Gericht und bekam erst dort mein Recht nach fast 3 Jahren Kampf.
Ich weiß sehr gut wie bes**issen man sich fühlt wenn die Ablehnung kommt. :icon_neutral:

Jetzt ist zum ersten mal etwas eingetreten, wo wir keinen rat mehr wissen. Das Jobcenter hat nur auf sowas gelauert, um sie jetzt verheizen zu können.
Das JC kann sie NICHT "verheizen" wenn sie eine AU vom behandelnden Arzt hat und die sollte sie unbedingt haben, wenn sie eine Aussicht auf EM-Rente behalten will.

Wer offiziell als "Arbeits-FÄHIG" gilt bekommt keine EM-Rente. :icon_evil:

Das mit den Ärzten muss du noch näher erklären, denn ohne die behandelnden Ärzte im Hintergrund und regelmäßige Behandlungen weil sie schon langfristig (nachweislich mit Bescheinigung) Arbeits-UNFÄHIG ist, sieht es nicht besonders gut aus ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Rotten

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Hi Doppeloma,. ich danke Dir für Deine Antworten und beantworte die Fragen, die Du hast.

1. Das waren Gutachten , die seinerzeit vom Ausländeramt in Auftrag gegeben worden sind, wegen dem Einbürgerungsantrag.
Sind 10 Jahre alt. Mehr haben wir nicht, weil sie es immer hasste, zum Arzt zu gehen und bis vor einiger Zeit auch vom JC in Ruhe gelassen wurde. Jetzt, wo sie Ende 50 ist, benehmen sich die SB wie wild, auf einmal. Die Gutachten waren vom Gesundheitsamt.

2.Wurde sie im Antragsverfahren mal von DRV-Gutachtern einbestellt und untersucht, wann wurde denn der Antrag gestellt und welche medizinischen Unterlagen wurden da schon mit eingereicht ???
Der Antrag wurde von einem Jahr gestellt und vor ca 5 Wochen war sie dann bei einem Psychiater zur Begutachtung, obwohl es vor allem auch um starke KÖRPERLICHE Probleme geht und nur sekundär um psychische Belastungen, die sich aus den körp. Einschränkungen ergeben.
Der Psychiater hat also auch über körperliche Einschränkungen geurteil.


----Ich habe eben bei der DRV angerufen, die sagten mir, sie dürften das Gutachten nur dem Hausarzt zuschicken NACH ihrem Widerspruch. Haben die mir da die Wahrheit erzälhlt?--


Gibt es Akut-Klinik-Berichte aus den letzten Jahren, ist bekannt ob ihre behandelnden Ärzte von der DRV angeschrieben wurden ?
Wenige, der "neueste" ist von 2010. Nur dem Hausarzt aber hat sie regelmässige Konsultationen und Behandlungen.


Das JC kann sie NICHT "verheizen" wenn sie eine AU vom behandelnden Arzt hat und die sollte sie unbedingt haben, wenn sie eine Aussicht auf EM-Rente behalten will.
Sie hat sich noch nie krankschreiben lassen, hatte es sogar öfter abgelehnt, als es der Hausarzt ihr dringend empfohl.
"Das Jobcenter lässt mich ja in Ruhe (3 Jahre keinerlei Vorladung) und ich fühle mich wohl, 2 Stunden am Tag zu arbeiten"(wobei sie immer anschloss, mehr ginge körperlich nicht).

Sie war da wohl zu optimistisch und lax. Mit dem SB Wechsel ging das "Drama" los und sie wurde dann vom JC aufgefordert, EMR zu beantragen, was sie aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen gerne machte.


Das mit den Ärzten muss du noch näher erklären, denn ohne die behandelnden Ärzte im Hintergrund und regelmäßige Behandlungen weil sie schon langfristig (nachweislich mit Bescheinigung) Arbeits-UNFÄHIG ist, sieht es nicht besonders gut aus
Das ist das Problem. Aus den Gründen, die ich oben geschildert habe, liess sie sich niemals AU schreiben (wobei sie immer betonte, müsste sie sowas jeden Tag machen für ..6 Stunden oder so... , sie wäre schon "tot", dann hätte sie sich auf jeden Fall schon lange AU gemeldet.

Ja, vetrackte Situation.

Unser Anliegen kann es m.E. nur sein, dass auf einer Neufassung des Bescheides möglichst viele Arbeitseinschränkungen auftauchen. Was da JETZT diesbezüglich schon draufsteht, weiss ich ja nicht.
 

FrauRossi

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Hallo, hier noch mal ein paar Tipps von mir: es ist ganz wichtig, dass sie auch Arbeitsunfähig ist. Wenn sie quasi nie krankgeschrieben ist, gibt es auch keine Chance auf Erwerbsminderungsrente. Zweite Sache ist der Rehaantrag. Du schreibst, sie hat vorrangig orthopädische Sachen. Da ist eine orthopädische Reha wirklich nötig. Auch für die Begutachtung. Die Begutachtung während eine Rehabilitation nimmt die DRV sehr ernst. Außerdem soll sie mal eine Rundreise zu all ihren Ortopäden machen und all ihre Beschwerden untersuchen und dokumentieren lassen. Nützt ja nichts, wenn man zb Rückenbeschwerden angibt und es ist seit Jahren nie ein Röntgenbild gemacht worden. Alle Befunde sollen in einen Ordner gesammelt werden, auch zb Internist, Aufenarzt, Frauenarzt usw sofern es da Befunde gibt. Den Widerspruch könnt ihr formlos, schriftlich mit Einschreiben Rückschein einsenden dafür braucht es noch keinen Anwalt.
 

Kerstin_K

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----Ich habe eben bei der DRV angerufen, die sagten mir, sie dürften das Gutachten nur dem Hausarzt zuschicken NACH ihrem Widerspruch. Haben die mir da die Wahrheit erzälhlt?--
Hör bite auf, mit der DRV zu telefonieren. Das bringt nichts.
 

Zerberus X

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Auf Grund welcher Krankheiten Und Atteste wurde die Rente beantragt,da nicht mal eine AU besteht?
Wie steht es um die Anwartschaft z.B. 60 Monate
Beitragszahlungen?
 

FrauRossi

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Ich lese gerade: Jobcenter! Während des Hartz4 Bezuges wird nicht in die Rente eingezahlt. Hat denn die Themenstarterin überhaupt 36 Monate in den Letzten 5 Jahren eingezahlt? Denn wenn nicht, dann ist das der Grund für die Ablehnung und dann dürfte sich der Widerspruch tatsächlich nicht unbedingt lohnen
 

doppelhexe

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Ich lese gerade: Jobcenter! Während des Hartz4 Bezuges wird nicht in die Rente eingezahlt. Hat denn die Themenstarterin überhaupt 36 Monate in den Letzten 5 Jahren eingezahlt? Denn wenn nicht, dann ist das der Grund für die Ablehnung und dann dürfte sich der Widerspruch tatsächlich nicht unbedingt lohnen
es ist nicht unbedingt notwendig, im ALG2-bezug auch in die rentenkasse einzuzahlen.

wichtig wäre ein ununterbrochener ALG2-bezug nach zeiten der pflichtversicherung (einzahlen), da diese zeiten als wartezeiten gelten, die den anspruch aufrechterhalten.
 

FrauRossi

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Ja...“aufrechterhalten“ aber nur, wenn der Gesundheitszustand der die Erwerbsminderungsrente begründet, eindeutig davor liegt. Jetzt mal angenommen jemand war berufstätig, erkrankt und beantragt dann Erwerbsminderungsrente und landet dann in Hartz4 ( passiert ja oft, dass es halt paar Jahre dauert).
Aber nicht, wenn jemand jahrelang Hartz4 bezieht und dann erkrankt und dann Erwerbsminderungsrente beantragt. Wenn die TS sich auch eine Krankheit bezieht, die sie 2010 bekommen hat, was auch nachweisbar sein muss, dann muss sie von 2005-2010 3 Jahre eingezahlt haben,das heiß Gehalt, Krankengeld oder ALG1 bzw 2
 
E

ExitUser

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Während des Hartz4 Bezuges wird nicht in die Rente eingezahlt.
Bis 2011 wurde vom JC eingezahlt. Diese Zeiten bleiben erhalten.

Hätte sie die Anwartschaftszeit nicht erfüllt hätte die DRV keine Prüfung ob die medizinischen Voraussetzungen vorliegen vorgenommen da wäre gleich eine Ablehnung aufgrund der fehlenden Beitragszeiten gekommen.

liesa
 

FrauRossi

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Bis 2011 wurde vom JC eingezahlt. Diese Zeiten bleiben erhalten
ja genau. Trotzdem muss ja auch danach eingezahlt worden sein, sonst hat sie nicht die notwendigen Pflichttbeträge gezahlt.
Wir können hier aber auch freudig weiter herumspekulieren. Die Themenstarterin müsste kurz darlegen in welchen Zeiträumen Beiträge gezahlt werden und wann die Krankheit dokumentiert wurde, die zur Erwerbsminderungsrente nun führt.
 
E

ExitUser

Gast
ja genau. Trotzdem muss ja auch danach eingezahlt worden sein, sonst hat sie nicht die notwendigen Pflichttbeträge gezahlt.
Nein! Wenn in dem Zeitraum also bis 2011 vom JC die Beiträge gezahlt wurden und somit ein Anspruch aufgebaut wurde bleibt dieser erhalten ohne das weiter Beiträge gezahlt werden müssten!

So war es bei mir auch, ich war aufgrund meiner Erkrankung die ganze Zeit in der Sozialhilfe, hatte nur sehr geringe Beitragszeiten und deswegen wurde mein erster Antrag auf EM-Rente beim ersten mal kurz nach Inkraftsetzung des/im SGBII sofort abgelehnt von der DRV wegen der fehlenden Zeiten.

Erst dann beim zweiten Antrag 2013 als die Beitragszeiten erfüllt waren durch das JC welches bis 2011 gezahlt hatte wurde beim zweiten Antrag von der DRV geprüft. Und da wurde auch nach 2011 nix mehr eingezahlt.

liesa
 
Zuletzt bearbeitet:

FrauRossi

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Das ist ja auch korrekt..Man muss ja nur 3 Jahre innerhalb von 5 eingezahlt haben. Jedoch haben wir jetzt 2018 und da diese Regelung 2011 abgeschafft wurde, geht es jetzt nicht mehr.
Sie muss also in den letzten 5 Jahren Alg1,Krankengeld oder Gehalt bezogen haben und zwar mindesten 3 Monate lang.
Oder darauf hoffen, dass ihr Antrag rückwirkend bis spätestens 2013 bewilligt wird. Was schwer sein dürfte, da müsste sie wirklich einschlägige Dignosen vorweisen
 
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