Antrag auf Darlehen abgelehnt (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Silmari

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Hallo,

mein Mann benötigt dringend Zahnersatz für den Ober und Unterkiefer, und hat dafür auch schon einen Heilkostenplan bekommen. Es wäre also eine heraus nehmbare Prothese notwendig. Der doppelte Zuschuss (Härterfall) ist in der Auflistung schon mit drin. Trotzdem ist die Summe immer noch sehr hoch, die wir bezahlen müssten. Deshalb haben wir ein Darlehen beim Jc beantragt. Nun kam heute die Ablehnung, aber so ganz verstehe ich den ganzen Wortlaut nicht, vielleicht könnt Ihr mir da weiter helfen?
 

AsbachUralt

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Die Härtefall Regelung ermöglicht eine einfach Behandlung ohne Zuzahlung.
Wer mehr wünscht muss es selbst zahlen, Darlehen gibt es dafür keine.
Aber es wäre durchaus nicht falsch, eine 2. oder 3. Meinung von anderen Zahnärzten einzuholen. Das geht auch per Internet:

https://www.2te-zahnarztmeinung.de/
 

Silmari

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Es wurde aber doch schon der doppelte Zuschuss berechnet. Wie sollen wir denn den Rest bezahlen? Das sind ein paar Tausend Euro.
 

Seepferdchen 2010

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@Silmari mal eine Frage was hast du als Grund im Antrag geschrieben,
eventuell als Grund medizinisch notwendiger Zahnersatz?
 

Silmari

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Hallo Seepferdchen,

ja das haben wir reingeschrieben. Und in dem Antwortschreiben steht ja auch, das ein Darlehen bewilligt werden KANN, aber sie sich dagegen entschieden haben. Nur die endlos lange Begründung verstehe ich nicht wirklich.
 

Seepferdchen 2010

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Das Problem könnte sein,es kann gem. § 24 Abs. 1 SGB II ein Darlehen gewährt werden. Hierbei dürfen die Kosten für die medizinisch notwendige Grundversorgung nicht überschritten werden.

Mit anderen Worten es darf nur das "allernotwenigste" gemacht bzw. im
Kostenvoranschlag sein.

Ich weiß das liest sich für dich nicht gerade gut, so sieht es wohl das JC/SB.

aber sie sich dagegen entschieden haben.
Ein Attest zur medizinisch Notwendigkeit war auch bei deinem Antrag?

Und lies bitte hier mal auf Seite 13 hier wird aufgeführt wie sich das mit
der Krankenkasse bzw. Härtefallreglung verhält.

Und zu noch eine Frage wie hoch ist der Betrag der als Darlehn beantragt wurde?

https://wuppertal.tacheles-sozialhi...SGB_II____21_Abs._6_Sonderbedarfe_2015-02.pdf
 

Doppeloma

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Hallo Silmari,

mein Mann benötigt dringend Zahnersatz für den Ober und Unterkiefer, und hat dafür auch schon einen Heilkostenplan bekommen. Es wäre also eine heraus nehmbare Prothese notwendig. Der doppelte Zuschuss (Härterfall) ist in der Auflistung schon mit drin.
Dann hat der Zahnarzt (leider) NICHT berücksichtigt, dass ihr mehr als die gesetzlichen KK-Leistungen hergeben NICHT bezahlen könnt.

Die ZA sind immer sehr geschäftstüchtig und das "schöne Lächeln" soll einem schon "was Wert sein" aber das kann man eben nur bezahlen wenn das nötige Geld dafür auch vorhanden ist.

Trotzdem ist die Summe immer noch sehr hoch, die wir bezahlen müssten.
NEEE, "müsst ihr eben nicht", entweder macht der aktuelle ZA einen Plan, den die KK auch komplett (ohne private Nebenleistungen) bezahlen wird (unter Beachtung der Härtefall-Regelung darf GAR NICHTS für euch dabei übrig bleiben) oder es ist (leider) der falsche Zahnarzt.

Es gibt durchaus auch die Möglichkeit einen (machbaren) Betrag anschließend über die "APO-Bank" abzustottern, ich glaube die nehmen nicht mal Zinsen aber es muss in einer bestimmten Zeit alles bezahlt sein.

Nein, dort interssieren auch keine Schufa oder so was, das läuft dann direkt über den Zahnarzt, zunächst muss aber klar sei,n ob diese hohen Zusatz-Kosten wirklich erforderlich sind und das kann man sogar über den MDK der KK prüfen lassen.

Dieser Weg wäre auch angebracht, wenn es besondere Schwierigkeiten gibt eine "normale Versorgung" vorzunehmen nach Leistungskatalog, wenn der MDK z.B. besondere Kiefer-Verhältnisse feststellt und bestätigt, könnte es auch mehr Geld direkt von der KK geben.

Deshalb haben wir ein Darlehen beim Jc beantragt. Nun kam heute die Ablehnung, aber so ganz verstehe ich den ganzen Wortlaut nicht, vielleicht könnt Ihr mir da weiter helfen?
Das JC ist dafür schlicht NICHT zuständig zu machen, wirklich notwendige ZA-Behandlungen / Zahnersatz zahlt die KK und dafür gibt es dort zumindest schon mal die Härtefall-Regelung, die euch ja bereits zugesagt wurde.

Auf keinen Fall sollte die Behandlung beginnen oder gar ein Behandlungsvertrag (Verpflichtung zur Übernahme entstehender zusätzlicher Behandlungskosten auf privater Basis) unterschrieben werden, für reguläre Kassenleistungen ist das NICHT erforderlich, dafür genügt die Chip-Karte ...

MfG Doppeloma
 

Silmari

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Danke schonmal ihr Zwei. Ich werd mich nochmal schlau machen, und dann berichten.
 

ela1953

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Warst du persönlich bei der Krankenkasse?

Vor 2 Jahren sollte ich 600 Euro zuzahlen für eine Krone. Hatte den Antrag und die ALGII- Bescheinigung per Briefpost zur Kasse geschickt.

Jetzt brauch ich 2 Kronen und eine Brücke.
Der Zahnarzt hat wieder als Härtefall ausgefüllt und ich bin persönlich zur Krankenkasse hin.

Die SB hat über 4000 Euro sofort genehmigt.
 
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