Antrag auf Coaching-Zuschuss/Ablehnung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Struwwelliese

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Zum Procedere:

1.Habe im Juli 12 meine pAP wg. Einzelcoaching bei Selbstständigkeit und ALG II angefragt.
Es hieß, es gäbe wohl so etwas und 10 Stunden wären sicher drin.
Die pAP gab mir einen Flyer von einem Beratungsunternehmen, mit dem das JC zusammenarbeitet.
Ich könnte da mal hingehen und gucken, ob das was für mich wäre.

Habe hier auch schon mal drüber geschrieben:
https://www.elo-forum.org/existenzgruendung-selbststaendigkeit/102016-unfreundliche-behandlung-druck-kuerzungen-wind-dreht.html

2.War dann auch zum Orientierungsgespräch dort, wo mir mitgeteilt wurde, man hätte in meinem Fall keine Branchenkompetenz.
Daraufhin bin ich der Empfehlung von KollegInnen gefolgt und habe eigeninitiativ 2 weitere Orientierungsgespräche bei 2 weiteren Unternehmen geführt.
Beide schienen mir kompetent und konnte ich mir gut vorstellen, eines arbeitet mit der AA zusammen (aber nicht mit dem JC).

3.Ich schrieb der pAP im September 12 einen freundlichen Brief mit Bitte um Gesprächstermin (war so vereinbart).
Inhalt des Schreibens:
•dass ich sie im Sommer (Juli) wg. einem Zuschuss für Coaching angefragt hatte
•dass mir bei dem Unternehmen, zu dem sie mich geschickt hatte, mitgeteilt wurde, man hätte in meinem Bereich keine Branchenkompetenz
•dass ich dann eigeninitiativ 2 weitere Orientierungsgespräche bei anderen Beratungsunternehmen wahrgenommen habe u. mir beide vorstellen kann
•dass ich sie um ein Gespräch bitte, um darüber zu reden (hatte sie mir auch angeboten)

4.Daraufhin bekam ich eine Vorladung mit Sanktionsandrohung für Mitte September, wo mir unfreundl. mitgeteilt wurde, dann ginge das nicht mit dem von ihr angedachten Unternehmen und von den anderen bekäme ich keine Zuschüsse.
Sie gab mir noch einen Flyer eines weiteren Beratungsunternehmens mit, ich könne da mal hingehen, aber sie könne nicht garantieren, dass ich dafür einen Zuschuss bekäme.
Und jetzt soll ich bitte gehen, sie hätte keine Zeit (öffnete die Tür).

Ich rief bei dem Unternehmen an und man sagte mir, ohne Zuweisung könnte ich nicht kommen (ich hatte von der pAP nur einen Flyer bekommen).
Da ich bereits 3 Gespräche bei versch. Unternehmen hatte und so viel Arbeit, dass ich halbe Nächte und Wochenenden durchgearbeitet habe, habe ich dort auch bewusst nichts mehr unternommen.
Hatte ja auch schon eine kompetente Beraterin gefunden.

5.Ende November 12 hatte ich einen Termin bei der pAP zwecks EGV, zu dem ich mit Begleitung war.
Ich habe dort einen schriftlichen Antrag auf einen Coaching-Zuschuss abgegeben. Inhalt:
•dass ich sie bereits im Juli 12 angefragt hätte, sie mir einen Flyer mitgegeben hat und mir das Unternehmen mitgeteilt hat, keine Branchenkompetenz zu haben
•dass ich 2 Unternehmen gefunden habe, die mich gut beraten können und mir zudem eine Tragfähigkeit ausstellen können
•dass ich bei dem Unternehmen, das sie mir danach noch mitgeteilt hatte, ohne Zuweisung nicht am Info-Termin teilnehmen durfte
•dass ich aufgrund Zeitdruck keine weiteren Verzögerungen brauchen kann und dringend Coaching-Bedarf habe und mich daher auch nun für eine Beraterin entschieden habe, bei der ich bereits 3 Stunden hatte (dies war ein kostenloses Orientierungsgespräch, habe ich aber nicht in den Brief geschrieben) und die mir eine Tragfähigkeit bescheinigen kann
•dass ich daher eine finanzielle Förderung nach § 16c (2) SGB II beantrage, da das Coaching für ein schnelles Voranschreiten meiner Tätigkeit erforderlich ist

6. 2 Tage vor Weihnachten (datiert 18.12.) bekam ich ein Schreiben, dass Tragfähigkeit und begleitendes Coaching nur durch die 2 Unternehmen durchgeführt werden, zu der sie mir bereits Flyer gab, aber die aus o.g. Gründen nicht in Frage kommen (keine Branchenkompetenz, keine Zuweisung).
Ich hätte ihr erst nachträglich mitgeteilt, dass ich mich bereits anderweitig entschieden habe und bereits mehrere Coaching-Stunden gehabt.
(Dies ist falsch! Ich hatte mit ihr bereits im September darüber gesprochen und sie hatte von sich aus gesagt, dass das erste Unternehmen dann für mich nicht in Frage käme. Außerdem waren die absolvierten Coaching-Stunden nur Orientierungsgespräche und kostenfrei.)

Antrag abgelehnt!
Der Brief wurde von einem Kollegen von ihr unterschrieben.

Bin nun etwas ratlos, ob ich die Sache dabei bewenden lasse oder mich beschwere oder wie das so rechtlich aussieht.

Habe ich ein gesetzl. Anspruch auf einen Zuschuss für ein Coaching, das ich mir selbst ausgesucht habe?

(Bitte nix über kfw-Coaching etc. schreiben, darüber weiß ich Bescheid, das wäre dann die nächste Überlegung).

Was würdet Ihr tun?
 

Koelschejong

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Haken dran machen. Du hast keinen Anspruch auf irgend eine Förderung, das sind alles Kann-Leistungen. Es könnte zwar ein Ermessensfehler vorliegen, aber bis Du damit durch bist ........
 
E

ExitUser

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Was ist denn ein Ermessensfehler?
Grenzen für die Ermessensausübung ergeben sich für Behörden des Bundes aus § 40 VwVfG bzw. § 39 SGB I, für Behörden der Länder aus den gleichlautenden Vorschriften der jeweiligen Landesverwaltungsverfahrensgesetze. Daraus folgt zunächst, dass eine Behörde, sobald ihr Ermessen zusteht, dieses pflichtgemäß ausüben muss. Ist dies nicht der Fall, liegt ein Ermessensfehler vor. Es werden in der Regel nach der sogenannten Ermessensfehlerlehre folgende Ermessensfehler unterschieden, wobei die Terminologie (Fachsprache) nicht einheitlich ist.
Ermessen Danke an Wikipedia!
 
R

Rounddancer

Gast
Seh ich auch so. Bis Du Dich da mit Deiner unwilligen pAp rumärgerst, gehste lieber selbst in Google, oder in die Xing-Gruppe Gründer und Selbstständige, und lies da mit, etc. Denn Rechtsanspruch gibts leider keinen.

Oder guck bei Gründer-Garage: Die nach Infos zum Unternehmensstart, und dort auch danach, wie man per Crowdfunding Geld einsammeln kann.

Ehrlich, ich würde mich lieber auf meinen eigenen Grips, und auf mein Netzwerk und meinen XMV , als auf irgendwelche Coaches, etc. verlassen.
Klar, kann mal was schiefgehen, aber wenn wir uns angewöhnen,
in kleinen Schritten vorwärts zu gehen, dann ist das Risiko, daß was schiefgeht, überschaubar.

Schließlich gilt: Der Berater nimmt dem Unternehmer die Uhr weg, um ihm dann zu sagen, wie spät es ist.
 
E

ExitUser

Gast
Das von den Jobcentern vermittelte Coaching, auch "Sinnlos-Couching" genannt, wird eigentlich als Willkür-Maßnahme gegen Selbstständige genutzt.

Plötzlich bettelt jemand danach!

Ich denke mal, der SB sollte total verwirrt sein. :biggrin:

Aber mal im Ernst, u.U. bringt es was, das Coaching über die Betriebsausgaben abzurechnen.
Wobei ich Rounddancer recht gebe. Viel halte ich auch nicht von diesen Sachen.
 

cso0190

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TIP:
Wenn Du unbedingt ein Coaching willst rufe den JC an und frage nach dem Unternehmen was "exclusiv" für Deinen JC arbeitet - ich kann nur sagen diese Beratung ist nichts wert!
Besser man wendet sich an den Wirtschaftsförderungsverein der Region - Zeitgleich an den Lotsendienst der IHK.

Ich habe das Spiel durch, hänge jedoch nun in der Finanzierungsproblematik!
Für weitere nachfragen stehe ich gerne via PN zur Verfügung (antworte auch!).
Habe ich ein gesetzl. Anspruch auf einen Zuschuss für ein Coaching, das ich mir selbst ausgesucht habe?
Definitiv nein! Die Bundesagentur hat Regional Verträge mit bestimmten Dienstleistern geschlossen - extern gibt es für die somit gar nicht mehr - LEIDER! Qualitätssicherung dieser gibt es nämlich auch nicht!

Gruß
cso0190
 

Struwwelliese

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Wenn Du unbedingt ein Coaching willst rufe den JC an und frage nach dem Unternehmen was "exclusiv" für Deinen JC arbeitet - ich kann nur sagen diese Beratung ist nichts wert!

Für weitere nachfragen stehe ich gerne via PN zur Verfügung (antworte auch!).
Danke für das Nachfrage-Angebot!
Das Unternehmen, das exklusiv für's JC arbeitet, hat mir mitgeteilt, in meinem Fall keine Branchenkompetenz zu haben - es war auch dasjenige, das mir bei meinen 3 Besuchen den schlechtesten Eindruck gemacht hat!!

Also abgehakt!
Danke allerseits!
 

Roter Bock

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Die Welt ist verrückt!

Ich will keine Beratung, aber mir wird es angeboten. Es wird kein bestimmtes Unternehmen genannt. Soll ich mir aussuchen! Eigentlich will ich keinen - auf keinen Fall einen der Dicke ist mit JC.

Ich bekomme Vorwürfe vom No-JobCenter ...ja warum haben Sie nicht die Förderung beantragt (alles im Beisein meiner Frau..)

Gewerbe läuft seit 2 Jahren - mit 5 stelligen Umsätzen. Letztes Jahr trotz Störmanöver (sprich: Rufschädigendes Geschwätz in einem Forum, nicht diesem) Umsatz um 11,6 % erhöht.

Gut - der Gewinn ist noch nicht ausreichend weil ich investieren muss.

Darf das war sein?

Roter Bock
 

cso0190

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Darf man nach dem Bereich fragen in dem die angeblich keine Branchenkenntnisse haben?
Irgendwie seltsam, nach meiner Erfahrung haben die eh wenig Ahnung^^
 

Struwwelliese

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Darf man nach dem Bereich fragen in dem die angeblich keine Branchenkenntnisse haben?
Irgendwie seltsam, nach meiner Erfahrung haben die eh wenig Ahnung^^
Es ging um Geschäftsidee, Berufsprofil im gesundheitl.-therapeut. Bereich. Sie wären rein wirtschaftlich-kaufmännisch ausgerichtet.
 

Koelschejong

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Immerhin gibt der Berater/Coach zu, dass er keine Ahnung hat. Ich kenne da ein in Köln bekanntes, unrühmliches Gegenbeispiel mit Professorentitel. Dem wurde ich seinerzeit mal zugewiesen, und der sah absolut kein Problem darin, den für ihn lukrativen Auftrag anzunehmen, obwohl er von meinem Gewerbe nicht der blassen Ahnung blauen Dämmerschein hatte.

Ich habe dann nach dem zweiten Termin schriftlich maßgeschneiderte "Vorschläge" für mich angefordert und die Zusammenarbeit beendet, nachdem da nix kam. Wurde vom JC sogar akzeptiert, führte aber nicht dazu, dass die hinter den Namen des Herrn mehrere Fragezeichen packte. Er ist unverändert dort die "erste Wahl", völlig unabhängig von der Art des Gewerbes. Der meint vermutlich, alles zu können.
 
E

ExitUser

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Struwwel!

Willst du meinen haben?

Habe gerade die Einladung bekommen.
Ich will den nicht. :eek:
 

Bambi_69

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Die "Behörde" hat also tatsächlich einen neuen tollen Weg gefunden, das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen zum Fenster heraus zu werfen. Das ist so absurd, den Erwerbslosen will man ein schlechtes Gewissen machen, dass sie dem Steuerzahler auf der Tasche liegen aber gleichzeitig werden solche Pfeifen wie t.B. der ominöse Prof. aus Köln "gestopft" wo es nur geht. Die haben doch echt nicht mehr alle :icon_pause: im Schrank.
 
R

Rounddancer

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Da das Amt ja verpflichtet ist, Aufträge europaweit auszuschreiben, jedenfalls, wenn mehr als ein Anbieter Vergleichbares anbietet,
müssen die immer den billigsten Anbieter nehmen.

Und da auch der billigste Anbieter keinen Goldesel hat, muß der die Leistung reduzieren,- oder statt der individuellen Betreuung eben jedem das Einheitslösungskonzept überstülpen.

Das ist so, wie bei dem Friseur mit der automatischen Haarschneidemaschine,- bei der nur beim ersten Schneideversuch die Köpfe und Frisuren noch unterschiedliche Formen haben.

Die sagen sich, daß ja eh höchstens 20 Prozent derer, die sich aus der Erwerbslosigkeit selbstständig machen, Erfolg haben werden,- 20?, naja, sagen wir besser zehn oder fünf Prozent...
Und die, die das dann schaffen, die hätten es auch ohne Unterstützung gepackt, denn die haben ihr Ziel so fest im Auge ... Was ja auch das Hauptargument war, mit dem der Gründungszuschuß praktisch fast verunmöglicht wurde.
 
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ExitUser

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Dann bin ich mal auf die Haarschneidemaschine gespannt. :biggrin:

Wobei das mit dem Couch bei mir vollkommen idiotisch ist.
Mein Laden läuft prächtig. Nur die eigentliche Arbeitszeit ist begrenzt. Mein Kardiologe verordnet mir derzeit noch Schonung.
Gelbes Licht habe ich schon und erwarte Ende Februar Grünes Licht.

Tritt Letzteres ein, werde ich dem SB noch :biggrin: für die gute Zusammenarbeit :biggrin: danken und weg bin ich.
 
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ExitUser

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Dann bin ich mal auf die Haarschneidemaschine gespannt. :biggrin:

Wobei das mit dem Couch bei mir vollkommen idiotisch ist.
Mein Laden läuft prächtig. Nur die eigentliche Arbeitszeit ist begrenzt. Mein Kardiologe verordnet mir derzeit noch Schonung.
Gelbes Licht habe ich schon und erwarte Ende Februar Grünes Licht.

Tritt Letzteres ein, werde ich dem SB noch :biggrin: für die gute Zusammenarbeit :biggrin: danken und weg bin ich.
Ne Couch kann manchmal schon ganz zweckmäßig sein finde ich ;-)

Mein Plan ist wie folgt: Ich schicke dem SB Ende des Jahres ein Foto von meinem Haus, von meinem Kontostand und eins von mir mit dem ausgestreckten Stinkefinger und schreibe drunter: " Danke für Ihre tatkräftige Unterstützung!".

Ich werde ihm noch einmal in 17 Tagen begegnen und im April sage ich bye bye, dann bin ich nach 5 Jahren endlich ein freier Mensch und nur noch Sklave des Kapitals...
 

alpha

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Mir wurde so ein "coaching" ja auch mal angeboten, bzw zugewiesen. Aber auch mir sagte der "coach" er wäre gar nicht für mich zuständig, da aich Neugründer wäre. Aber im Prospekt steht ja ua. auch dass die Gründer beraten :confused:

Ich vermute fast, der wollte mich nicht, weil ich a) etwas zu neugierig war, also bzgl. deren Kompetenzen und b) direkt abgesagt habe, als er bei mir "Geschäftsräume" besichtigen wolle. Habe gesagt, ich nehme Termine in Ihrem Büro war. Ich habe keine Räume.

Naja, jedenfalls war er dann nicht mehr interesiert :icon_kinn:
 

Estaline

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Ein Coach der zugibt keine Ahnung von der Branche zu haben? Das muss man sich rot im Kalender eintragen. Mein Coach kennt sich natürlich in allen Branchen bestens aus und meinte, er könne alles verkaufen was er möchte. Er wollte mir sogar seine Büroausstattung verkaufen, ich habe mir die Ärmel hochgekrempelt und ihn herausfordernd angeschaut. Kein Mucks.

Ich tendiere auch dazu mir einen wirklich kompetenten Unterstützer über diese externe Fördermöglichkeit zu suchen, eine/n wo die Chemie stimmt und wo ich Vertrauen haben kann. Nur befürchte ich, dass der Eigenanteil nicht als Betriebsausgabe anerkannt wird, schließlich wurde mir ein für mich kostenloser Coach vom Jobcenter zugeteilt.
 
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