Antrag auf ALG2 abgelehnt aber Darlehen angeboten

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WeyounBN

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Hallo,

heute erhielt ich endlich meinen Bescheid von der ARGE. Antrag abgelehnt, Leistung wird aber als Darlehen angeboten (siehe Anhang).

Zum Hintergrund: ich bin Besitzer eines älteren Zweifamilienhauses. Eine Wohnung bewohne ich selbst, die andere ist vermietet. Die vermietete Wohnung ist in einem total desolaten Zustand und wird von einem Messie bewohnt, daher nur sehr geringe Mieteinnahmen.

Bin nun völlig perplex, da ich außer den EUR 300,- Miete keinerlei Einnahmen habe.

1. Macht es Sinn, gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch einzulegen? Oder ist dies aufgrund der Sachlage nutzlos? Wenn, dann möchte ich erreichen, daß die Leistungen nicht als Darlehen ausgezahlt werden.

2. Selbst wenn ich das vorhätte: wie sollte ich denn nachweisen können, daß ich das Haus nicht innerhalb der 6-Monats-Frist verkaufen kann??? Ein Käufer wird sich hier nicht finden, zudem beide Wohnungen auch bewohnt
sind...

3. Und: ist die Reaktionszeit von 3 Werktagen gesetzlich ausreichend???

Danke schonmal...
 

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wolliohne

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das ist scheinbar ne neu Masche die Menschen aus dem Bezug zu drängen.

Ich würde mich erst einmal darauf einlassen (was du hast hast du,Dahrlehen braucht evtl. nicht zurückgezahlt werden)
dann aber auch juristische Schritte einleiten.

Bei uns wieder ab 8.06.09 von 11-13.30 Uhr in BN-Buschdorf
 

HajoDF

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Hallo Weyoun,

1. Macht es Sinn, gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch einzulegen? Oder ist dies aufgrund der Sachlage nutzlos? Wenn, dann möchte ich erreichen, daß die Leistungen nicht als Darlehen ausgezahlt werden.
Ein gut begründeter Widerspruch macht Sinn, denn es stellt sich hier die Frage, ob es sich tatsächlich um verwertbares Vermögen handelt. (lastenfrei?, beleihungsfähig?) Dies würde ich allerdings nur mit anwaltlicher Hilfe zunächst prüfen lassen, da Du für den Widerspruch vier Wochen Zeit hast - also bis 25.06.09.

2. Selbst wenn ich das vorhätte: wie sollte ich denn nachweisen können, daß ich das Haus nicht innerhalb der 6-Monats-Frist verkaufen kann??? Ein Käufer wird sich hier nicht finden, zudem beide Wohnungen auch bewohnt
sind...
Nun, die Verkaufsbemühungen kann man immer nachweisen (Maklerauftrag etc.). Sollten die Bemühungen nicht erfolgreich sein, ist auch das zu belegen. Aber wie Du schon selbst festgestellt hast, dürfte es schwierig werden, eine Haushälfte überhaupt zu verkaufen. Da Du Dein Wohneigentum zur Hälfte selber nutzt, macht es keinen Sinn, Dich aus dieser Wohnung zu vertreiben.

3. Und: ist die Reaktionszeit von 3 Werktagen gesetzlich ausreichend???
Die eingeräumte Reaktionszeit in Bezug auf das Darlehensangebot liegt im Übrigen bei 8 Tagen und nicht bei drei! Außerdem dürfte eine schnelle Reaktion nur in Deinem Sinne sein.
Wenn Du das Darlehensangebot zunächst wegen der Notlage annimmst, heißt das nicht, dass Du den Bescheid anerkennst. Widerspruch ist dennoch möglich (s.o)

Prinzipiell ist es allerdings lt. Gesetz richtig, dass vorhandenes Vermögen oberhalb der Schongrenze zunächst verwertet werden muss..... wenn es verwertbar ist und die Verwertung zumutbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Dies ist auch keine "neue Masche", sondern von Anfang an so und kann sicher nur im Einzelfall gerichtlich geklärt werden.
 

WeyounBN

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Wenn Du das Darlehensangebot zunächst wegen der Notlage annimmst, heißt das nicht, dass Du den Bescheid anerkennst.

Dann mache ich das mal. Was bleibt mir schon anderes übrig. :icon_kotz:

Wie wird dieses Darlehen denn eigentlich besichert? Durch Grundbucheintragung?
 
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